Überall in unserer Umwelt finden sich inzwischen Kameras. Unsere Anwesenheit wird so gut wie überall dokumentiert, es wird Zeit die Anwesenheit von Kameras zu dokumentieren.
In einem Flughafenbus hört man einige interessante Sachen. Durch geschicktes Zuhören kann man erfahren, welche Aktienkurse demnächst steigen werden, wie es Partner und Kindern der diversen Passagiere geht und mitunter auch, welche Unterwäsche sie tragen...
Warum es kaum vermeidbar ist, dass die Soldaten an den Krisenherden dieser Welt irgendwann ausrasten und wie wunderbar leicht sie ihre Bühne im web 2.0 finden.
Milgrams "Kleine-Welt-Phänomen", das besagt, daß man jede Person der Welt über eine überschaubare Anzahl von Kontakten kennt, lässt sich mittels openBC leicht nachvollziehen. Warum diese Theorie nicht auf Sexkontakte erweitern? Über die Gründung von openSC, einer weiteren bahnbrechenden Errungenschaft des Web 2.0.
Siedeln ist immer lästig. Auch wenn es „nur“ ein Büro ist. Was da allerdings an Kuriositäten ans Tageslicht kommen können … kurzum: Manchmal reicht es, wenn man die (oder seine kleine) Welt ein bisschen auf den Kopf stellt: Und schon zeigt sie ihr wahres Gesicht.
Von arabischem Essen über feiernde Touristen aus aller Herren Länder bis hin zu Rockmusik in einer sogenannten "guten Gegend" - Berlins Nächte sind lang, aber keinesfalls langweilig.
Krümelkai ist ein unscheinbarer Mensch. Er ist oft dabei, aber auch genauso oft still und verschlossen. Dabei beschäftigt er sich mit einer ganzen Menge von Dingen - unsichtbar, hinter seiner stillen Fassade. Leider hält der ab und zu aufblitzende Elan immer nur bis kurz vor dem Ziel....
Kaweechelchen fährt mit dem Bus und trifft einen Mann. Einen Mann, mit dem sie nicht spricht, im Grunde kaum Kontakt hat und sich doch - irgendwie - mit ihm unterhält.
Selbst, wenn wir schon erwachsen sind, bleibt ein kleiner Teil von uns immer verspielt. Die einen hören Benjamin Blümchen zum Einschlafen, die anderen spielen abends mit der Elektroeisenbahn. Vom kleinen Kind in großen Leuten.
Ein Besuch bei McDonald's ist gar nicht so einfach, wie er auf den ersten Blick scheinen könnte: Die Bestellung verlangt dem hungrigen Kunden ein enormes Aufgebot an Friedfertigkeit und Geduld ab.
Ekstase sei das Aus-Sich-Herausstehende, εκ-στάσις, das begrifflich nicht zu Verortende, das Fernnahe, das sich unversehens einstellt und über die Macht verfügt, Zweifel und Gewißheit miteinander zu versöhnen.
Ich packe meinen Koffer wird hier der Rahmen für einen bewegteren Heimatbegriff. Auslandserfahrungen vermengen sich mit Reiseerinnerungen aus der Kindheit. Die Daheimgebliebenen staunen über die Eindrücke der "flexiblen Koffergeneration".
Eine Erfahrung an der Grenzlinie ist wie Karussellfahren: Schnell, schneller... bis wir aus dem Karussell geschleudert werden und wieder im Alltag landen.
Der Maulwurf gräbt für seine Maulwurfdame eine wunderschöne Höhle. Doch wer alles perfekt machen will, sollte Acht geben, dass er rechtzeitig zu schaufeln aufhört...
Unbewusst trägt jeder im Laufe der Jahre die kuriosesten Memorabilien zusammen. In erzwungenen Situationen ins Bewusstsein gerückt, offenbart sich durch sie das eigene Leben auf denkbar merkwürdige Weise.
Diese Passage ist Teil eines grösser angelegten Romanmanuskripts mit dem Titel „Dranmor". Diverse Teile, Entstehungs- und Bearbeitungssprozes des Romans, der das Schreiben selbst thematisiert, können in diesem Weblog eingesehen werden.
Das Essen in der lauen Abendluft ist vorbei, das Besteck und die Gläser glänzen noch im Kerzenschein auf dem Tisch. Die Gedanken schweifen in den Nachthimmel ab und ich lasse es zu. Vielleicht bringen sie etwas mit, vielleicht etwas Schönes.
Leben ist ständige Bewegung und Konfrontation. Selbst wenige Meter überschwemmen mit einer Fülle plötzlicher Eindrücke und Gedanken und erinnern daran, wer wir sind.
Mal raus aus der Stadt, mal weg von all dem, mal fliehen, auch wenn man weiß, dass das ja sowieso nie gelingt. Schöner scheitern, grau ist es überall, mancherorts noch dazu stürmisch.
Tut man etwas zum letzten Mal, drängt sich eine unbestimmte Melancholie auf, die das Zurückgelassene aus einem etwas anderen Blickwinkel erscheinen lässt und das Einfache plötzlich zum Besonderen macht.
Im wirklichen Leben ändern wir unser Auftreten je nach dem Gegenüber. Auf Weblogs hingegen begegnen wir nicht Menschen, sondern selektiven Persönlichkeitsentwürfen – doch wer sagt, dass diese Entwürfe nicht manchmal sogar wirklicher sind als die Menschen dahinter?
In Schaffenskrisen braucht man jemanden, der einem wieder Mut zum Weitermachen gibt. Ob dieser jemand große Lebenserfahrung aufzuweisen hat oder noch nicht einmal sprechen kann, ist dabei völlig nebensächlich.
Prüfungsvorbereitungen bedeuten bisweilen nicht nur Stress und Ängste, sondern verändern auch den eigenen Blickwinkel: Plötzlich fühlt man sich nicht mehr als eins, sondern zweigeteilt, bestehend aus einem Teil Leere und einem Teil Lernen.
Was tun wir gegen ein Problem? Nun, zu allererst eine Kommission bilden, ein bisschen beratschlagen. Dann vielleicht eine Statistik erstellen. Eine weitere Kommission bilden, wieder beratschlagen. Eine Lösung finden und gleich darauf verwerfen. Dem Schiff beim Sinken zusehen.
Zu eindringlicher Musik abschweifen in die Welt des Inner Cinemas, sich vor dem geistigen Auge in einen Jazzclub hineinträumen; mit dem Auge von Tisch zu Tisch flanieren und dabei die Wechselwirkungen von verbaler und nonverbaler, von bewusster und unbewusster Kommunikation erkennen.
Es kann einem schon so richtig den Tag vermiesen, wenn man erkennen muss, dass das vermeintliche Glück gerade an einem vorbeigerauscht ist, ohne auch nur die geringsten Spuren hinterlassen zu haben.
Flughafenluft einatmen, Aufbruchsstimmung und das be(un)ruhigende Gefühl, sein Schicksal für einige Stunden dem Himmel und einem völlig Fremden anzuvertrauen... Von der unvergleichlichen Faszination des Fliegens.
Jeder hat die eine oder andere kleine oder größere Eigenheit. Die mancher Kinder besteht darin, akustische Suchtmittel in Form von Märchen-CDs zu konsumieren. Ein Einblick ins Leben mit Abhängigen in der eigenen Familie.
Blogs sind manchmal Tagebücher. Teilt man in einem Blog wirklich vergleichbar intime Erlebnisse oder Gedanken mit seinen Mitlesern wie man es einem versperrbaren Tagebuch in Papierform? Eine Reise in die Vergangenheit.