
14:47
von Ally Klein
die nacht war hell und wir schliefen unter der brücke, während schwarze wasserlilien an uns vorbeizogen. wir streuten uns gegenseitig mohnblüten in die kehle und liebten uns, jeder für sich, an der betonwand. diese finger, die noch vor einigen stunden die regler am mischpult berührten. vinyl streiften. der frühling hat noch nicht begonnen. wir tranken billigen whisky und sein giftiger geschmack zersäbelte unsere sprachen.
am morgen lag er zusammengekauert auf dem weißen bettlacken. in einem fremden zimmer. von kakao und beiger milch betäubt. schulterblätter und rippen. blasser rücken. stolpernde pupillen meinerseits. rollten vorwärts. meine worte verstaucht und zertrümmert auf seiner zunge. zwischen den zähnen. platzten in schweigenden sprechblasen. ich hatte meine dummheit wieder und wusste damit nichts anzufangen.
er zuckte und erspähte mein gesicht. naive, kindliche glückseligkeit zog seine mundwinkel auseinander. er roch nach spätem mittag. dehnte sich so, dass der weiße lappen, der sich decke nannte, hüftknochen enthüllte, an denen mein widerstand am tag zuvor brach. all meine jas und meine neins. und alle
die nacht hindurch kratzte ich alle sterne vom himmel, um fortzugehen. müde hände. all diese hände, hände, hände. tausende kilometer weiter ein remake: milchkaffee mit zucker, billige zigaretten. spider lashes.
fremdanalyse. man antwortete. flüsternd.
"baal ist jung. er ist asozial. hat keine moral. alles, was er kennt, sind sterne. er frisst und verklärt sich. fickt und tanzt mit seinen wolken. leb wohl, zirrus. bald ist frühling."
daraufhin sah er hoch. zu mir. lächelte irritiert. lächelte dann einfach. sah immer noch hoch.
ohne zu fragen die antwort.
"meine heimat braucht meinen schutz nicht. ich habe keine. alles, was ich besitze, atme ich ein. bald ist frühling. da stolpert der himmel über kraniche."
hand, hinterhältiges, verräterisches biest an das vorlaute libido angenähnt, riss ihm den weißen lappen vom leib
am morgen lag er zusammengekauert auf dem weißen bettlacken. in einem fremden zimmer. von kakao und beiger milch betäubt. schulterblätter und rippen. blasser rücken. stolpernde pupillen meinerseits. rollten vorwärts. meine worte verstaucht und zertrümmert auf seiner zunge. zwischen den zähnen. platzten in schweigenden sprechblasen. ich hatte meine dummheit wieder und wusste damit nichts anzufangen.
er zuckte und erspähte mein gesicht. naive, kindliche glückseligkeit zog seine mundwinkel auseinander. er roch nach spätem mittag. dehnte sich so, dass der weiße lappen, der sich decke nannte, hüftknochen enthüllte, an denen mein widerstand am tag zuvor brach. all meine jas und meine neins. und alle
die nacht hindurch kratzte ich alle sterne vom himmel, um fortzugehen. müde hände. all diese hände, hände, hände. tausende kilometer weiter ein remake: milchkaffee mit zucker, billige zigaretten. spider lashes.
fremdanalyse. man antwortete. flüsternd.
"baal ist jung. er ist asozial. hat keine moral. alles, was er kennt, sind sterne. er frisst und verklärt sich. fickt und tanzt mit seinen wolken. leb wohl, zirrus. bald ist frühling."
daraufhin sah er hoch. zu mir. lächelte irritiert. lächelte dann einfach. sah immer noch hoch.
ohne zu fragen die antwort.
"meine heimat braucht meinen schutz nicht. ich habe keine. alles, was ich besitze, atme ich ein. bald ist frühling. da stolpert der himmel über kraniche."
hand, hinterhältiges, verräterisches biest an das vorlaute libido angenähnt, riss ihm den weißen lappen vom leib
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