
Auto-Klaus und Tante Dolores
von Sofastar
Klaus war Autohändler im Nachbarort und wurde von allen Auto-Klaus genannt. Tante Dolores hatte ihn sich bei einem der Sparvereinsabende in der Dorfkneipe eingetreten. Sie hatte eine Schwäche für große, muskulöse und bierbäuchige Männer in schmutzigen Overalls, und diese Schwäche lebte sie an jenem Abend mit Auto-Klaus auf dem Rücksitz seines grünen Ford Taunus aus.
Kurze Zeit später zog Auto-Klaus bei Tante Dolores ein, und mit ihm ein leichter Geruch nach altem Motoröl. Sie nannte es immer den PS-Geruch. Nach nicht mal vier Monaten wurde aus Auto-Klaus Onkel Klaus und aus Tante Dolores die Besitzerin eines grünen Ford Taunus GT mit Weber-Vergaser, 88 PS, Ledersitzen und Autoradio. Klausimausi hatte ihn ihr zur Hochzeit geschenkt.
Immer wenn ich Tante Dolores besuchte, lag Onkel Klaus auf dem Wohnzimmersofa und trank Bier. Oder er schlief. Die Tageszeit war dabei ganz egal, Bier trinken und schlafen konnte Onkel Klaus immer. Zumindest so lange, bis ihn Tante Dolores wieder vor die Tür setzte. Das Auto behielt sie, und von nun an hieß Onkel Klaus bei uns nicht mehr Onkel Klaus und auch nicht Auto-Klaus, sondern nur noch Klaus.
Neben dem Loch im Stammbaum hatte Klaus also diesen schönen Ford Taunus hinterlassen, in dem ich mit Tante Dolores einige Ausfahrten machte. Dabei sangen wir Eisgekühlter Bommerlunder oder das Lied vom Pipihendi und lachten. Tante Dolores war keine gute Autofahrerin, und wenn sie sang, klatschte sie oft in die Hände. Vor einer Kurve klatschte sie einmal zu oft, und der grüne Ford Taunus fuhr in den Straßengraben und später auf dem Abschleppwagen auf den Autofriedhof. Somit war nicht nur Klaus Geschichte, sondern auch der schöne Ford Taunus. Schade drum...
Kurze Zeit später zog Auto-Klaus bei Tante Dolores ein, und mit ihm ein leichter Geruch nach altem Motoröl. Sie nannte es immer den PS-Geruch. Nach nicht mal vier Monaten wurde aus Auto-Klaus Onkel Klaus und aus Tante Dolores die Besitzerin eines grünen Ford Taunus GT mit Weber-Vergaser, 88 PS, Ledersitzen und Autoradio. Klausimausi hatte ihn ihr zur Hochzeit geschenkt.
Immer wenn ich Tante Dolores besuchte, lag Onkel Klaus auf dem Wohnzimmersofa und trank Bier. Oder er schlief. Die Tageszeit war dabei ganz egal, Bier trinken und schlafen konnte Onkel Klaus immer. Zumindest so lange, bis ihn Tante Dolores wieder vor die Tür setzte. Das Auto behielt sie, und von nun an hieß Onkel Klaus bei uns nicht mehr Onkel Klaus und auch nicht Auto-Klaus, sondern nur noch Klaus.
Neben dem Loch im Stammbaum hatte Klaus also diesen schönen Ford Taunus hinterlassen, in dem ich mit Tante Dolores einige Ausfahrten machte. Dabei sangen wir Eisgekühlter Bommerlunder oder das Lied vom Pipihendi und lachten. Tante Dolores war keine gute Autofahrerin, und wenn sie sang, klatschte sie oft in die Hände. Vor einer Kurve klatschte sie einmal zu oft, und der grüne Ford Taunus fuhr in den Straßengraben und später auf dem Abschleppwagen auf den Autofriedhof. Somit war nicht nur Klaus Geschichte, sondern auch der schöne Ford Taunus. Schade drum...
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