Hi plom,
bin zufällig auf deinen future:plom gestoßen und hab mich hierhin weitertreiben lassen. Sehr interessanter Artikel - passt genau zu dem was mich zur Zeit sehr intensiv beschäftigt - Dawkins werd ich mir vom Weihnachtsgeld kaufen, hab in den letzten Tagen viel drüber gelesen - aber nu ist es endgültig beschlossen :)
An einen "Kampf" zwischen Wissenschaft und Religion habe ich so explizit noch nicht gedacht - ich finde es eine sehr interessante Sichtweise die es lohnt weiter verfolgt zu werden. Und überhaupt ist das Thema stark mit der Frage nach dem so-called "Sinn des Lebens" verbunden. Für sich selbst Antworten zu finden die einem helfen, sein Leben zu meistern und auch abseits der Arbeit (Forschung) sein Glück und seinen Frieden zu finden, wird allerdings immer schwieriger, je mehr man sich in die Materie eingräbt.
"...Aber aus Sicht des individuellen, egoistischen Bewusstseins ist und bleibt die realitätsferne Gewissheit, unsterblich zu sein, eine attraktivere und damit rationalere Entscheidung als die realitätsnahe Gewissheit, zum Tode verurteilt zu sein..."
inwiefern die Entscheidung für die realitätsfernere Alternative rationaler ist, erschließt sich mir nicht ganz. Weder die Interpretation "logisch" noch "vernünftig" trifft in meinen Augen zu. Die Interpretation von rational als "zweckmäßig" könnte in der Hinsicht funktionieren, dass die Entscheidung zweckmäßig ist um maximale Zufriedenheit und innere Ruhe für das vergleichsweise kurze Leben zu finden.
@tycoon: Ja, ich meinte das tatsächlich eher im zweckrationalen Sinn. Einfach auch weil mir die Setzung des wahrheitssuchend-rationalen Sinns, die Dawkins verfolgt, als 'hard-wired' Endziel des menschlichen Geistes vor allem anderen (Zufriedenheit, Glückseligkeit) nicht plausibel erscheint; ich glaube, dass die rationalistische Suche nach Wahrheit als Mem durch ihre Zweckprofitabilität an Attraktivität gewinnt, d.h. erst, wo die wissenschaftliche Erkenntnis über die rationale Methode praktischen Nutzen zur Verbesserung des menschlichen Lebens 'erwirtschaftet', wird sie zur marktfähigen Konkurrenz für Glauben, 'In-sich-Reinhören' und das Bauchgefühl.
Davon abgesehen: Herzlich Willkommen in meiner Leserschaft ;-)
tycoon
am 16. Dez, 23:44
bin zufällig auf deinen future:plom gestoßen und hab mich hierhin weitertreiben lassen. Sehr interessanter Artikel - passt genau zu dem was mich zur Zeit sehr intensiv beschäftigt - Dawkins werd ich mir vom Weihnachtsgeld kaufen, hab in den letzten Tagen viel drüber gelesen - aber nu ist es endgültig beschlossen :)
An einen "Kampf" zwischen Wissenschaft und Religion habe ich so explizit noch nicht gedacht - ich finde es eine sehr interessante Sichtweise die es lohnt weiter verfolgt zu werden. Und überhaupt ist das Thema stark mit der Frage nach dem so-called "Sinn des Lebens" verbunden. Für sich selbst Antworten zu finden die einem helfen, sein Leben zu meistern und auch abseits der Arbeit (Forschung) sein Glück und seinen Frieden zu finden, wird allerdings immer schwieriger, je mehr man sich in die Materie eingräbt.
"...Aber aus Sicht des individuellen, egoistischen Bewusstseins ist und bleibt die realitätsferne Gewissheit, unsterblich zu sein, eine attraktivere und damit rationalere Entscheidung als die realitätsnahe Gewissheit, zum Tode verurteilt zu sein..."
inwiefern die Entscheidung für die realitätsfernere Alternative rationaler ist, erschließt sich mir nicht ganz. Weder die Interpretation "logisch" noch "vernünftig" trifft in meinen Augen zu. Die Interpretation von rational als "zweckmäßig" könnte in der Hinsicht funktionieren, dass die Entscheidung zweckmäßig ist um maximale Zufriedenheit und innere Ruhe für das vergleichsweise kurze Leben zu finden.
Viele Grüße von einem neu gewonnenen Leser :)
am 22. Dez, 15:08
@tycoon: Ja, ich meinte das tatsächlich eher im zweckrationalen Sinn. Einfach auch weil mir die Setzung des wahrheitssuchend-rationalen Sinns, die Dawkins verfolgt, als 'hard-wired' Endziel des menschlichen Geistes vor allem anderen (Zufriedenheit, Glückseligkeit) nicht plausibel erscheint; ich glaube, dass die rationalistische Suche nach Wahrheit als Mem durch ihre Zweckprofitabilität an Attraktivität gewinnt, d.h. erst, wo die wissenschaftliche Erkenntnis über die rationale Methode praktischen Nutzen zur Verbesserung des menschlichen Lebens 'erwirtschaftet', wird sie zur marktfähigen Konkurrenz für Glauben, 'In-sich-Reinhören' und das Bauchgefühl.
Davon abgesehen: Herzlich Willkommen in meiner Leserschaft ;-)