
Outro
von Björn Schwede
Geht an den Bildern an der Wand vorbei, zu den Kerzen im Fenster? Und was ist das da für eine Frage in meinem Kopf, die langsam immer deutlicher wird?
Er erzählt vom Hamburger Blutpogo und der Energie im Publikum, die Band, die Decke läßt die Feuchtigkeit wieder über der Pogomenge sprühen. Und dann verfällt er doch in Geschwafel über die Hallengröße, Eintritts- und Bierpreise und mögliche Gewinne.
Er redet von Johnny Cash, von walk the line und wie er in diesem berühmten Studio das letzte, einzig große Lied singen soll. Tiefe, Kraft, Glauben, sind die Worte, die er verwendet. Und er glaubt, dass diese Tiefe und Kraft die vielen Chartplatzierungen, die er chronologisch aufzählt, das Erbe vom Mann in Schwarz sind. Das er in Dollar und Cent angeben kann.
Er schwärmt vom Auftritt von Roberts Peter im Olympiastadion. Wie die Massen jede Zeile mitsingen, schon beim Eröffnungsinstrumental. Wie er dann von oben auf die Bühne herabschwebt, Ekstase, Lust, Rausch, Offenbarung, sind die Worte, die er fast ergeben flüstert.
Ich seh ihn an, als würde ich darauf warten, dass Schaum aus seinen Mundwinkeln geifert.
Und dann fängt er wieder von vorne an. Von Hamburg. Vom Blutpogo und wie er ihn beobachtet hat. Von den harten Sitzen der Tribüne. Und auch von den Sun-Studios fängt er wieder an ? und dieser Szene, in der das letzte Lied, die letzte Melodie wie die letzte Wahrheit erklingen soll.
Bald klingt er wie diese Werbelieder, die einem ungewollt im Kopf hängen bleiben wie viel zu süßer Honig, wie Kaugummi an der Sohle. Er spricht mit der Melodie eines Klingeltons, wie eine Symphonie aus Handywarntönen. Alles kommt mir so bekannt vor, weil auch ich dieses ganze Zeugs in meinem Kopf habe.
Und ich frage mich, welches Lied werden wir wohl auf den Lippen haben, welche Worte, welches Gebet, was werden wir singen, flüstern, herausschreien oder jubelnd anstimmen, wenn uns die letzte Stunde schlägt?
Er erzählt vom Hamburger Blutpogo und der Energie im Publikum, die Band, die Decke läßt die Feuchtigkeit wieder über der Pogomenge sprühen. Und dann verfällt er doch in Geschwafel über die Hallengröße, Eintritts- und Bierpreise und mögliche Gewinne.
Er redet von Johnny Cash, von walk the line und wie er in diesem berühmten Studio das letzte, einzig große Lied singen soll. Tiefe, Kraft, Glauben, sind die Worte, die er verwendet. Und er glaubt, dass diese Tiefe und Kraft die vielen Chartplatzierungen, die er chronologisch aufzählt, das Erbe vom Mann in Schwarz sind. Das er in Dollar und Cent angeben kann.
Er schwärmt vom Auftritt von Roberts Peter im Olympiastadion. Wie die Massen jede Zeile mitsingen, schon beim Eröffnungsinstrumental. Wie er dann von oben auf die Bühne herabschwebt, Ekstase, Lust, Rausch, Offenbarung, sind die Worte, die er fast ergeben flüstert.
Ich seh ihn an, als würde ich darauf warten, dass Schaum aus seinen Mundwinkeln geifert.
Und dann fängt er wieder von vorne an. Von Hamburg. Vom Blutpogo und wie er ihn beobachtet hat. Von den harten Sitzen der Tribüne. Und auch von den Sun-Studios fängt er wieder an ? und dieser Szene, in der das letzte Lied, die letzte Melodie wie die letzte Wahrheit erklingen soll.
Bald klingt er wie diese Werbelieder, die einem ungewollt im Kopf hängen bleiben wie viel zu süßer Honig, wie Kaugummi an der Sohle. Er spricht mit der Melodie eines Klingeltons, wie eine Symphonie aus Handywarntönen. Alles kommt mir so bekannt vor, weil auch ich dieses ganze Zeugs in meinem Kopf habe.
Und ich frage mich, welches Lied werden wir wohl auf den Lippen haben, welche Worte, welches Gebet, was werden wir singen, flüstern, herausschreien oder jubelnd anstimmen, wenn uns die letzte Stunde schlägt?
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