
Die Küche
von St. Burnster
"Was heißt denn rum gemacht??
"Na ja, meine Eltern waren nicht zuhause und dann hab ich ihn mit nach Hause genommen."
"Was?! Du hast den Conny mit nach Hause genommen? Diesen Gnom?" Ich war empört.
"Hey, der war sehr süß damals mit seinen Locken. Sei doch nicht so blöd zu mirF." Jetzt war sie verstimmt.
"Hmmffff, und was habt ihr dann zuhause gemacht, so ganz ohne Eltern?"
"Das willst du doch gar nicht wissen." Jetzt schien es mir, als könnte sie sich ein Grinsen nicht verbeißen.
"Doch, klar will ich das wissen. Jetzt sind wir ja zusammen und da spielt es ja emotional keine Rolle mehr, mit wem was früher war. Das sind nur noch Anekdoten. Also was habt ihr gemacht?"
"Na ja, er hat mich auf dem Küchentisch genommen und durchgevögelt."
"Bitte was?" Meine Stimme musste einem Kreischen ähnlich sein.
"Er hat mich auf dem Küchentisch meiner Eltern gefickt. Das wolltest du doch wissen. Conny hat mich auf dem Küchentisch genommen und das war sehr spannend." Sie lächelte zufrieden.
"Bist du wahnsinnig, mir das zu erzählen? Daran muss ich jetzt für immer denken, wenn ich in eure Küche gehe. Ach was, jedes Mal wenn ich mit dir schlafe, jedes Mal wenn ich dich anfasse, jedes Mal wenn ich diesen Spasti Conny sehe. Verdammte Scheiße, ich werde überhaupt an nichts anderes mehr denken können. Und warum hab ich dich eigentlich noch nie in der Küche oder auf irgendeinem Tisch gevögelt?"
Die Überlieferung des Rests dieser Konversation kann man sich getrost sparen. Ich war völlig aus dem Häuschen, meine damalige Freundin war stinksauer wegen meiner retrospektiven Eifersucht und ich blieb die nächsten zwei Wochen hypersensibel und konnte entweder überhaupt keinen oder nur tendenziell aggressiven Sex mit ihr haben. Diese Sexgeschichte mit Conny war zuviel für mich gewesen, überstieg mein Vorstellungsvermögen und ließ mich zudem wie einen Verlierer, wie einen Zuspätkommer und einen Hintenansteller aussehen. Ich war erst 19 und sie war meine erste richtige regelmäßige Sexfreundin. Und mir an Erfahrung offensichtlich Lichtjahre voraus. Die Städterin hatte dem Provinzler mal so eben richtig gezeigt, was eine Sexharke war. Der Küchentisch. Unfassbar. Überhaupt, die Küche. Das spektakulärste Ficksetting war bei mir bisher der Badeweiher gewesen. Halt, das war nur ein Blowjob. Noch schlimmer, es war nur das Bett der großen Schwester meiner letzten Freundin. Eine niederschmetternde Bilanz.
Die Folgewochen verbrachte ich in einer Art katatonischem Zustand. Jedes Mal wenn ich meine Freundin sah, hätte ich eigentlich an Conny und den Küchentisch denken müssen, aber ich schaltete jegliches Gedankengut auf Stand-By und lag apathisch nachts neben ihr oder wir saßen stumm in einem Café am Stadtplatz. Irgendwann normalisierte sich die Lage und wir legten das Thema ad acta. Jedenfalls dachte sie das. Denn bei mir rumorte es weiter in der imaginären Küche. Da wurde immer noch mit Conny um die Wette kopuliert und ich musste tatenlos zusehen, wie man sich vom Küchentisch bis rüber zur Herdplatte und wieder zurück turnte. So blieb mir letztendlich nur der Gegenangriff und ich betrank mich eines Abends in meiner Lieblingsbar und saß so lange am Tresen, bis Conny irgendwann hereinkam. Jetzt sollte ich meine Chance auf Katharsis bekommen.
"Conny, du hattest doch mal was mit Franziska.", stellte ich ihn.
"Äh, ha? Wie? Ja, logisch. Schon ne Weile her." Conny war selbst völlig besoffen.
"Und da habt ihr's also auf dem Küchentisch ihrer Eltern getrieben?"
"Ja, ja, kann sein.", rülpste Conny, drehte sich um und ging zum Kickertisch, wo er von seinen Mitspielern bereits affirmativ grölend empfangen wurde. Ich ging nach Hause zu meiner Freundin und übergab mich dort auf dem Klo, weil ich mir definitiv ein wenig zu viel Mut angetrunken hatte.
Ich erzählte ihr nichts von meinem blamablen Aufarbeitungsversuch und jetzt war endlich auch ich gewillt, den Küchenfick mit Conny auf sich beruhen zu lassen. Die Stimmung zwischen uns stabilisierte sich und bald darauf fuhren wir nach Südtirol in den Urlaub, um uns den ganzen Tag in dem alten Bauernzimmer unserer angemieteten Pension zu lieben, weil es draußen in Strömen regnete und das vier Tage am Stück. Einmal hab ich sie dabei auf die alte Bauernkommode gesetzt und sie da genommen. Das muss reichen, dachte ich und war froh, als Conny endlich nach Hildesheim ging, um zu studieren und ich seine blöde Fresse nicht mehr jede Woche sehen musste.
"Na ja, meine Eltern waren nicht zuhause und dann hab ich ihn mit nach Hause genommen."
"Was?! Du hast den Conny mit nach Hause genommen? Diesen Gnom?" Ich war empört.
"Hey, der war sehr süß damals mit seinen Locken. Sei doch nicht so blöd zu mirF." Jetzt war sie verstimmt.
"Hmmffff, und was habt ihr dann zuhause gemacht, so ganz ohne Eltern?"
"Das willst du doch gar nicht wissen." Jetzt schien es mir, als könnte sie sich ein Grinsen nicht verbeißen.
"Doch, klar will ich das wissen. Jetzt sind wir ja zusammen und da spielt es ja emotional keine Rolle mehr, mit wem was früher war. Das sind nur noch Anekdoten. Also was habt ihr gemacht?"
"Na ja, er hat mich auf dem Küchentisch genommen und durchgevögelt."
"Bitte was?" Meine Stimme musste einem Kreischen ähnlich sein.
"Er hat mich auf dem Küchentisch meiner Eltern gefickt. Das wolltest du doch wissen. Conny hat mich auf dem Küchentisch genommen und das war sehr spannend." Sie lächelte zufrieden.
"Bist du wahnsinnig, mir das zu erzählen? Daran muss ich jetzt für immer denken, wenn ich in eure Küche gehe. Ach was, jedes Mal wenn ich mit dir schlafe, jedes Mal wenn ich dich anfasse, jedes Mal wenn ich diesen Spasti Conny sehe. Verdammte Scheiße, ich werde überhaupt an nichts anderes mehr denken können. Und warum hab ich dich eigentlich noch nie in der Küche oder auf irgendeinem Tisch gevögelt?"
Die Überlieferung des Rests dieser Konversation kann man sich getrost sparen. Ich war völlig aus dem Häuschen, meine damalige Freundin war stinksauer wegen meiner retrospektiven Eifersucht und ich blieb die nächsten zwei Wochen hypersensibel und konnte entweder überhaupt keinen oder nur tendenziell aggressiven Sex mit ihr haben. Diese Sexgeschichte mit Conny war zuviel für mich gewesen, überstieg mein Vorstellungsvermögen und ließ mich zudem wie einen Verlierer, wie einen Zuspätkommer und einen Hintenansteller aussehen. Ich war erst 19 und sie war meine erste richtige regelmäßige Sexfreundin. Und mir an Erfahrung offensichtlich Lichtjahre voraus. Die Städterin hatte dem Provinzler mal so eben richtig gezeigt, was eine Sexharke war. Der Küchentisch. Unfassbar. Überhaupt, die Küche. Das spektakulärste Ficksetting war bei mir bisher der Badeweiher gewesen. Halt, das war nur ein Blowjob. Noch schlimmer, es war nur das Bett der großen Schwester meiner letzten Freundin. Eine niederschmetternde Bilanz.
Die Folgewochen verbrachte ich in einer Art katatonischem Zustand. Jedes Mal wenn ich meine Freundin sah, hätte ich eigentlich an Conny und den Küchentisch denken müssen, aber ich schaltete jegliches Gedankengut auf Stand-By und lag apathisch nachts neben ihr oder wir saßen stumm in einem Café am Stadtplatz. Irgendwann normalisierte sich die Lage und wir legten das Thema ad acta. Jedenfalls dachte sie das. Denn bei mir rumorte es weiter in der imaginären Küche. Da wurde immer noch mit Conny um die Wette kopuliert und ich musste tatenlos zusehen, wie man sich vom Küchentisch bis rüber zur Herdplatte und wieder zurück turnte. So blieb mir letztendlich nur der Gegenangriff und ich betrank mich eines Abends in meiner Lieblingsbar und saß so lange am Tresen, bis Conny irgendwann hereinkam. Jetzt sollte ich meine Chance auf Katharsis bekommen.
"Conny, du hattest doch mal was mit Franziska.", stellte ich ihn.
"Äh, ha? Wie? Ja, logisch. Schon ne Weile her." Conny war selbst völlig besoffen.
"Und da habt ihr's also auf dem Küchentisch ihrer Eltern getrieben?"
"Ja, ja, kann sein.", rülpste Conny, drehte sich um und ging zum Kickertisch, wo er von seinen Mitspielern bereits affirmativ grölend empfangen wurde. Ich ging nach Hause zu meiner Freundin und übergab mich dort auf dem Klo, weil ich mir definitiv ein wenig zu viel Mut angetrunken hatte.
Ich erzählte ihr nichts von meinem blamablen Aufarbeitungsversuch und jetzt war endlich auch ich gewillt, den Küchenfick mit Conny auf sich beruhen zu lassen. Die Stimmung zwischen uns stabilisierte sich und bald darauf fuhren wir nach Südtirol in den Urlaub, um uns den ganzen Tag in dem alten Bauernzimmer unserer angemieteten Pension zu lieben, weil es draußen in Strömen regnete und das vier Tage am Stück. Einmal hab ich sie dabei auf die alte Bauernkommode gesetzt und sie da genommen. Das muss reichen, dachte ich und war froh, als Conny endlich nach Hildesheim ging, um zu studieren und ich seine blöde Fresse nicht mehr jede Woche sehen musste.
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