
Sommersonnentage
von Isabo
Die Füße im Sand, Schiffe fahren vorbei. Ein Nickerchen am Strand. Möwen, Kinder, Strandkörbe. Den Steg hinausgehen, dann ins Wasser, das Wasser ist eiskalt. Zwei ältere Damen mit Bademützen baden mit Wonne, kommen Sie rein, rufen sie, es ist herrlich, und dann suchen sie wieder Quallen für die Kinder auf dem Steg, fischen sie raus, guckt mal, sagen sie, ich hab eine ganz große! Sie stehen ja immer noch so halbtrocken da rum, sagt eine der Damen zu mir, ich habe mich erst bis zur Hüfte reingetraut, das geht doch so nicht, sie spritzt mich nass, und ich ergebe mich, lasse mich ins Wasser fallen, die Kälte raubt mir kurz den Atem. Und dann das Meer. Immer wieder das Wasser, immer wieder kostet es Überwindung, und dann ist es doch ein warmer Arm, auch wenn er kalt ist. Und wenn man rauskommt, ist man für kurze Zeit ganz neu und ganz warm von der Kälte.
Dann die Promenade entlangflanieren, einen großen Eisbecher essen, mehr Schiffe anschauen, eine Mütze kaufen. Erinnerungen an andere Sonnentage. Countrymusik auf der Hedi, irgendeine Musik auf der Hedi, egal, zusammensitzen, reden, lachen. Eine Riesenfrikadelle zum Sonnenuntergang an der Alster. Entspannte Stunden mit Freunden an der Strandperle, räkeln und reden, faul, vertraut, gelassen. Mit den Kindern ein Loch buddeln, wenn man ganz tief buddelt, kommt unten Wasser, wie tief muss man buddeln, bis unten Wasser kommt? Der Mann buddelt ein Loch, das so tief ist wie sein Arm lang, währenddessen steigt das Wasser der Elbe, aber das Loch reicht nicht bis da, wo unten Wasser kommt. Noch ein Bier und eine Frikadelle und eine Brezel und ein Bier. Da kommt eine Riesenwelle, die kommt bestimmt bis hier rauf!, und ein fremder Hund will ein Stück Wurst. Die Elbe fließt so dahin, die Gespräche fließen so dahin, noch ein Bier. Gehst du jetzt mit mir Steine flitschen? Alles ist voll Sand und Sonne, und das Wasser glitzert, ist hier noch frei?, und die Trägheit genießen. Ein letztes Bier. Schäufelchen wieder ausbuddeln, Füße entsanden, kriegen wir das Schiff noch, oder nehmen wir das nächste, kommt, das kriegen wir, und wenn es anlegt, macht es einen Bums. Ihr sollt aber noch mit zu uns kommen, ich will euch mein Fahrrad zeigen und wie ich Fahrrad fahren kann. Wir sind auch voll Sand und Sonne, und der ganze Sommer liegt noch vor uns und glitzert. Und immer das Wasser, die Sonne. Und immer: wie gut es tut, anderes auf der Haut zu spüren als Kleidung. Warme Luft, kaltes Wasser, Sand.
Ich weiß: im Herbst werde ich wieder noch nicht satt sein.
Dann die Promenade entlangflanieren, einen großen Eisbecher essen, mehr Schiffe anschauen, eine Mütze kaufen. Erinnerungen an andere Sonnentage. Countrymusik auf der Hedi, irgendeine Musik auf der Hedi, egal, zusammensitzen, reden, lachen. Eine Riesenfrikadelle zum Sonnenuntergang an der Alster. Entspannte Stunden mit Freunden an der Strandperle, räkeln und reden, faul, vertraut, gelassen. Mit den Kindern ein Loch buddeln, wenn man ganz tief buddelt, kommt unten Wasser, wie tief muss man buddeln, bis unten Wasser kommt? Der Mann buddelt ein Loch, das so tief ist wie sein Arm lang, währenddessen steigt das Wasser der Elbe, aber das Loch reicht nicht bis da, wo unten Wasser kommt. Noch ein Bier und eine Frikadelle und eine Brezel und ein Bier. Da kommt eine Riesenwelle, die kommt bestimmt bis hier rauf!, und ein fremder Hund will ein Stück Wurst. Die Elbe fließt so dahin, die Gespräche fließen so dahin, noch ein Bier. Gehst du jetzt mit mir Steine flitschen? Alles ist voll Sand und Sonne, und das Wasser glitzert, ist hier noch frei?, und die Trägheit genießen. Ein letztes Bier. Schäufelchen wieder ausbuddeln, Füße entsanden, kriegen wir das Schiff noch, oder nehmen wir das nächste, kommt, das kriegen wir, und wenn es anlegt, macht es einen Bums. Ihr sollt aber noch mit zu uns kommen, ich will euch mein Fahrrad zeigen und wie ich Fahrrad fahren kann. Wir sind auch voll Sand und Sonne, und der ganze Sommer liegt noch vor uns und glitzert. Und immer das Wasser, die Sonne. Und immer: wie gut es tut, anderes auf der Haut zu spüren als Kleidung. Warme Luft, kaltes Wasser, Sand.
Ich weiß: im Herbst werde ich wieder noch nicht satt sein.


Rinaa
am 8. Jun, 12:05
neinein vorfreude auf die ostsee aufkommen lassend - das ist es.