
A und B
von Axel Beer
Vor einiger Zeit haben sich A und B ins Badezimmer absentiert. Zum
reden. Nach dem Verlassen des Badezimmers gingen sie getrennter Wege.
Heute reden sie wieder miteinander. Mehr noch: Sie werden wieder
„Hörnchen“ genannt, A und B. Wo das Problem liegt verstehen alle, die
gute Freunde haben. B hat so genannten Erfolg, ist hörbar musikalisch
begabt und um ihren Finger ist meist ein gut aussehender junger Mann
gewickelt. As Vorstellungen von „Erfolg“ liegen eher im Psychedelischen
und Gemütlichen. Äpfel und Birnen kann man eben nicht vergleichen,
besonders wenn es sich um eng befreundetes Gemüse handelt. Menschen, die
aneinander reiben, dass es raucht und sich doch immer wieder
zusammenraufen, lösen immer wieder Kopfschütteln aus.
Als euer Autor B kennen lernte, steckte er selbst in einer
Zweierfreundschaft mit Hang zur Rauchentwicklung. Er und L wissen also
auch bescheid. B steckte damals mit N unter einer Decke. Beide Paare
verband das Ziel etwas anders zu sein. Und etwas anders waren sie alle.
JedeR für sich. Was der einen in Sachen Musik oder Abstraktionsfähigkeit
in die Wiege gelegt war, machten der andere mit Witz und anderem
Geschlecht wett.
Fein, könnte man sich denken. Alle wie sie können und wollen. Und wenn
schon Fallobst nicht vergleichbar ist, wie soll das dann mit Menschen
klappen. Nur dass das eben leichter gesagt ist, als gelebt. Wenn
Hörnchen eine enge Beziehung leben kann es schon vorkommen, dass diese
Beziehung „verhornt“. Man kennt sich schon so lange, sieht sich im
Anderen und hat sich aneinander gewöhnt. Nur ans Projizieren kann man
sich nicht gewöhnen. Die eigenen Wünsche scheinen sich für den anderen
zu erfüllen, die eigenen Schwächen werden ihm oder ihr dafür
zugeschrieben. Ausgleichende Gerechtigkeit, die so lange geht, bis
nichts mehr geht. Nichts außer Eifersucht. Die geht immer. Ns Urteil
über Bs Lebenswandel: „Hippiescheiß“.
Gut, dass es S gibt. S Mag Hippiescheiß, Autostoppen und Wollefärben.
Trefflich?! L und Euer Autor haben in der Zwischenzeit das Kriegsbeil
mit der feinen Klinge begraben, nachdem sie maturiert haben und sich nur
noch sehen müssen, wenn ihnen gerade danach ist.
Dumm nur, das enge Freundschaften nichts für S sind. Und Menschen dazu
neigen nicht loslassen zu können. A und B absentieren sich also wieder
ins Badezimmer. Der Rest wartet vor der Tür. Weil Schadenfreude die
schönste Freude ist?
reden. Nach dem Verlassen des Badezimmers gingen sie getrennter Wege.
Heute reden sie wieder miteinander. Mehr noch: Sie werden wieder
„Hörnchen“ genannt, A und B. Wo das Problem liegt verstehen alle, die
gute Freunde haben. B hat so genannten Erfolg, ist hörbar musikalisch
begabt und um ihren Finger ist meist ein gut aussehender junger Mann
gewickelt. As Vorstellungen von „Erfolg“ liegen eher im Psychedelischen
und Gemütlichen. Äpfel und Birnen kann man eben nicht vergleichen,
besonders wenn es sich um eng befreundetes Gemüse handelt. Menschen, die
aneinander reiben, dass es raucht und sich doch immer wieder
zusammenraufen, lösen immer wieder Kopfschütteln aus.
Als euer Autor B kennen lernte, steckte er selbst in einer
Zweierfreundschaft mit Hang zur Rauchentwicklung. Er und L wissen also
auch bescheid. B steckte damals mit N unter einer Decke. Beide Paare
verband das Ziel etwas anders zu sein. Und etwas anders waren sie alle.
JedeR für sich. Was der einen in Sachen Musik oder Abstraktionsfähigkeit
in die Wiege gelegt war, machten der andere mit Witz und anderem
Geschlecht wett.
Fein, könnte man sich denken. Alle wie sie können und wollen. Und wenn
schon Fallobst nicht vergleichbar ist, wie soll das dann mit Menschen
klappen. Nur dass das eben leichter gesagt ist, als gelebt. Wenn
Hörnchen eine enge Beziehung leben kann es schon vorkommen, dass diese
Beziehung „verhornt“. Man kennt sich schon so lange, sieht sich im
Anderen und hat sich aneinander gewöhnt. Nur ans Projizieren kann man
sich nicht gewöhnen. Die eigenen Wünsche scheinen sich für den anderen
zu erfüllen, die eigenen Schwächen werden ihm oder ihr dafür
zugeschrieben. Ausgleichende Gerechtigkeit, die so lange geht, bis
nichts mehr geht. Nichts außer Eifersucht. Die geht immer. Ns Urteil
über Bs Lebenswandel: „Hippiescheiß“.
Gut, dass es S gibt. S Mag Hippiescheiß, Autostoppen und Wollefärben.
Trefflich?! L und Euer Autor haben in der Zwischenzeit das Kriegsbeil
mit der feinen Klinge begraben, nachdem sie maturiert haben und sich nur
noch sehen müssen, wenn ihnen gerade danach ist.
Dumm nur, das enge Freundschaften nichts für S sind. Und Menschen dazu
neigen nicht loslassen zu können. A und B absentieren sich also wieder
ins Badezimmer. Der Rest wartet vor der Tür. Weil Schadenfreude die
schönste Freude ist?
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