0302 - Obsolet

Editorial

Philipp Drössler
Jemand meinte mal, nichts ist so überflüssig wie Diskussionen über die Frage, was denn überflüssig ist. Aber solche Gedankenspiele interessieren inzwischen niemanden mehr.
Obsolet ist, was überflüssig wurde, weggenagt vom Zahn der Zeit. Obsolet bedeutet nicht verschwunden - Auch in einer Zeit, wo man in Neu Delhi frühstücken und nachmittags eine Ausstellung in New York besuchen kann, gibt es noch Pferdekutschen. Und auch in einer Welt, die den Krieg, der alle Kriege beenden soll, bereits in zwei Auflagen gesehen hat, sind postdiplomatische Auseinandersetzungen keine Seltenheit. Die moralischen und ethischen Ansichten unserer Großeltern mögen für das Jetzt etwa so passend erscheinen wie ein Cheeseburger in einer Jeschiwa, aber das Obsolete kann man nicht wegargumentieren, mann kann es nur jedes Mal aufs Neue in die Mottenkiste sperren und hoffen, dass es nicht mehr hervorbricht.

Für viele Menschen stellt das Verschwinden von Dingen, mit denen sie ihr Leben verbracht haben, eine Belastung dar. Und nicht alles, was ad acta gelegt wird, wird auch wirklich nicht mehr gebraucht oder gewollt. Aber der Mensch an sich zeigt die Tendenz, dem Neuen zuzustreben, ganz egal, wieviel Angst es ihm macht. Und das Ergebnis dieses Triebes ist durchaus positiv. Zum Glück. Denn sonst würde das ganze 'Von den Bäumen runterklettern' in Retrospektive wie eine ziemlich dumme Idee erscheinen.

Apropos: Eine Sache, die (nach Ansicht führender Köpfe) definitiv überholt ist, ist das klassische Copyright. Wenn ein System kreative Arbeit einschränkt, anstatt diese zu schützen, muss man überlegen, ob es in dieser Form wirklich weitergeführt werden muss. An Alternativen mangelt es nicht. Um diesen Umstand zu demonstrieren, sind alle Photos in dieser Ausgabe Creative Commons-lizensiert. Mit Dank an Admit One, Enjoy Surveillance, jef safi, Fant, Shaylor, hopelessly devoted, .myke, kana*, YoSeLin und .susanne, die ihre Photos so bereitgestellt haben.
ist mindestens haltbar bis zur nächsten Ausgabe. Bis dahin sucht er wortgewandte Blogger, zielsichere Photographen und andere hochkreative Leute. Privat vloggt er hier und da.

Layout in Zeiten des Letraset

Thomas Hassan
Die richtigen Profis hatten Spezialwerkzeug. Eine Häkelnadel mit einer Kugel anstelle einer Spitze. Wir hatten einfach nur einen Kugelschreiber. Und mit dem musste man höllisch aufpassen, daß man nicht durch die Folie durchrubbelte.
Vor Adobe und Apple, vor Desktop-Publishing und Laserdruckern war Letraset.

Echtes Letraset. Das Gestaltungsnirvana des Schülerzeitungs- und Fanzineredakteurs in den 70ern. Kennt das hier noch jemand? Große A3-Bögen mit Buchstaben zum Durchrubbeln. Garantiert reprofähiges Schwarz. Statt schlecht abgezeichneter Buchstaben aus dem Katalog, die grundsätzlich irgendwelche Grauschlieren dann im Offset hatten, echte, schöne, glatte, coole Buchstaben. Nur einfach die Folie auflegen, sorgfältig anreiben und voila: Perfektion. Zumindest theoretisch.

Letraset ist die Kunst der Beschränkung. Die Anzahl der Buchstaben ist limitiert. Alliteration ist ein Risiko. Wehe, wenn das letzte J beim Rubbeln nicht ganz rüberkommt. Die Anzahl der Schriften ist budgetbegrenzt. So ein Bogen ist richtig teuer, ein billiger Tintenspritzer heutzutage ist für weniger Geld zu haben.

In die tieferen Mysterien des Letraset bin ich nie eingestiegen. Da gibt's spezielle Marker und Transferfolien, mithilfe derer man farbige Schriften produzieren kann. Farben und Schriften sind haptische Begriffe, nicht nur Zahlen und Codes auf einem Bildschirm.

In der Praxis löst sich Haptik und Beschränkung und Ästhetik in einer Orgie aus Gefluche und Konzentration auf.

Nur ein Volldepp nimmt sich den Bogen, den Text und einen Kugelschreiber und fängt an draufloszurubbeln. Das kann nur schiefgehen. Der erste Buchstabe reißt. Mit dem dämlichen p ist man an der Unterlänge verrutscht und das t steht so leicht schief, daß der Text schief aussieht, ohne daß man weiß warum. Gelobt sei da ein erfahrener Mentor, der einen an der Hand nimmt und einweiht in die korrekten Rituale.

Man muß Breiten messen und Buchstaben zählen und nochmal Buchstaben zählen, diesmal auf dem Bogen. Dann ein möglichst glattes Papier nehmen. Glänzen soll's nur nicht. Dann mit feinem Bleistift die Ränder und Grundlinien zeichnen. Und so daß man's radieren kann. Und dann sorgfältig rubbeln. Auf den Bögen sind Grundlinien mit aufgedruckt. Aber Vorsicht, wenn man selbige mitrubbelt, wird's mühsam mit dem ausradieren.

Oh wie hab ich das Rubbeln verflucht. Weil die Scheißbuchstaben nämlich reißen, wenn man den Bogen nicht absolut stillhält. Und weil der sanfteste Kugelschreiber irgendwann doch durch die Folie geht. Und wenn alles perfekt ist, dann kommt der Artikel nochmal redigiert um 3 Zeilen länger aus der Redaktion und man sitzt 2 Stunden mit Messer, Schere, Uhu und Tipp-ex da und schneidet die Zeilen einzeln auseinander um sie etwas enger zusammenzukleben, damit der ganze Artikel auf die eine Seite passt, die noch nicht vollkommen fertig ist und die man im Wissen des Originaltextes genau passend vorbereitet hat...

Damit ist man aber noch lang nicht fertig. Alle Bestandteile muß man dann auf einem sauberen neuen Blatt aufkleben, dann die Kanten sorgfältig mit Tipp-Ex übermalen, damit sie keine Schatten werfen. Überhaupt das Papier. Damals kam zum ersten Mal Recyclingpapier auf. Und weil die Redaktion damals in der (noch nicht existenten) grünen Ecke angesiedelt war, mußte ich mit Engelsgeduld erklären, warum es in diesem einen besonderen Fall vielleicht dann doch keine soo gute Idee ist, die Druckvorlagen mit dem Textilband auf Recyclingpapier zu tippen.

Aber wenn dann die Hefte aus der Druckerei kommen, noch mit dem Geruch von frischer Druckerschwärze, mit klarem Schriftbild und ohne Schnittschatten, dann ist es den ganzen Aufwand wert.

Mit dem ersten Mac und Laserdrucker wanderten die Letraset-Bögen in die Lade, aus der Lade in eine Bananschachtel und dort liegen sie immer noch.

Hin und wieder sehe ich an Schaufenstern Beschriftungen in den selben alten Schriften, und erinnere mich. Dann packt mich die Lust, doch nochmal so ein richtig klassisches Zine zu machen. Die alte Kugelkopf-IBM auspacken, die Köpfe mit Alkohol putzen, und aus einem Antiquitätenladen gutes altes Carbonband auftreiben, damit's so richtig schön schwarz wird. Und dann würde ich meine Letraset-Bögen auspacken und rubbeln.

Aber so richtig old-skool ist das immer noch nicht. Letzens habe ich in einem Schulkeller eine Hektographen gesehen. Die Versuchung war groß.
TH pendelt zwischen verschiedensten Orten und erinnert sich an Dinge. Darüber schreibt er dann.

Leben

Laura
Ein Forderungskatalog an den Menschen von heute, den es so ja eigentlich nicht gibt, gegeben hat oder geben wird,ein Essay über die Obsoleszenz des Aktuellen und eine Absage an die eingeschränkte Wirklichkeit.
Ohne bissig sein zu wollen, möchte ich doch die Aktualität stark bezweifeln, ja, ich möchte dem jegliche Gültigkeit mit Vehemenz absprechen.

Bereits vor einiger Zeit schien es nicht mehr recht überzeugend, selbiges zu vertreten, musste es einem jedem zweifelhaft scheinen, dafür einzustehen.

Schon gar nicht sollte man sich demgemäß heute noch der Lächerlichkeit preisgeben, an die Kraft darin zu glauben, gar Veränderung dadurch für möglich zu halten.

Ohnehin haben Sie hoffentlich schon lange, am besten schon während der ersten Lebensjahre, damit aufgehört und Ihrem kindlichen Leben somit jede Kindlichkeit effektiv ausgetrieben.

Lange kann es nie dauern, bis es einem ein anderer austreibt und sollte man selbst es verabsäumt haben, so sorgt verlässlich die Mitmenschlichkeit dafür.

Ergeben Sie sich also bloß nicht in die Versuchung, die es zugegebenermaßen darstellt und verzichten Sie darauf, sich zu erinnern, sollte es einmal doch geschehen.

Träumen Sie nicht. Wachen Sie auf. Seien Sie realistisch. Lassen Sie die Sentimentalitäten. Verzichten Sie darauf, sich zu trösten. Mit Träumen.

Ergötzen Sie sich an allem, woran ihr Geist Freude hat, woraus immer Sie schöpfen können, was sich auch anbieten mag.

Lassen Sie links liegen, was Sie anödet, zum Kotzen bringt, Ihren Vorstellungen nicht entspricht.

Ordnen Sie die Welt nach den Kategorien, die Ihnen entsprechen, mit den Wünschen, die ihre Lücken in Ihnen wecken.

Sichern Sie sich Ihr Glück nach Ihren Vorstellungen.

Beruhigen sollte man sich dann, wenn man erreicht hat, was man will, doch nicht vergessen, es auch dabei zu belassen.

Obsolet ist die eingeschränkte Wirklichkeit, sowie jede Verbindlichkeit, das Streben nach Objektivität und Übereinkünften.
lebt, studiert und arbeitet in Wien.

von zeitkapseln und büroklammern

Georg Wiltschek
das ist keine klage, das ist eine hommage, an die gemeinsamen jahre, jeden einzelnen tag, du hast mir vieles gegeben und mich oft erstaunt und vergessen, vergessen werd ich das kaum

[anajao: hommage]
man sollte einmal ein paar dinge zum web 1.0 klarstellen. zu aller erst, es gab nie ein web 1.0. man nannte es world wide web. und es war nicht das internet, sondern nur ein teil davon. der bunteste sogar, auch wenn vermutlich viele menschen eine ähnliche vorstellung davon haben, wie profilschreiberling peter sempelmann von linux heute, sprich grüne schrift auf schwarzem grund. nein, ganz im gegenteil. das web 1.0 (nennen wir es jetzt einfach so, um verwirrungen vorzubeugen) war bis an die grenzen der erträglichkeit quietschbunt. um eine vorstellung davon zu bekommen, sollte man einmal kurz an den schriftzug von google denken. fertig? es gab damals ein programm namens cappuccino (die genaue schreibweise ist in vergessenheit geraten und google spuckt auch nur dutzende produktblätter von saeco aus, das eigentliche programm scheint verschollen) mit dem jeder nach lust und laune farbverläufe generieren konnte. da wurde dann aus „willkommen auf meiner homepage“ eine elends lange schlange von „font color=“-tags, die man fröhlich in den eigenen html code einbauen konnte und schon hatte man vom ersten „w“ bis zum letzten „e“ jeden buchstaben in einem anderen farbton, von blassgrün über tiefviolett bis knallrot. weil html konnte man damals übrigens auch. also nicht w3c-konform, aber nachdem wir sowieso alle den ziemlich gutmütigen internet explorer 4 verwendet haben, war das eh egal. und nein, das web 1.0 war nicht nur bunt, es war auch hochgradig animiert, sodass youtube dagegen ungefähr soviel bewegung zeigt, wie ein pflasterstein im wind. ja genau. animierte gifs. überall. zu jeder gelegenheit, wenn auch grossteils für blinkende „under construction“-schilder, schliesslich war ja auch ständig alles im umbruch. und auch für den guten ton war gesorgt, sofern der browser das unterstützte (zu dieser zeit war netscape schon ziemlich tot und es mangelte ein wenig an alternativen). zwar war das mit der musik auf der eigenen seite noch nicht allzu weit entwickelt, aber midi sei dank konnte man bei bedarf die eigene homepage durchaus mit bizarren karaokeversionen (gut, ausser depeche mode, die klingen auch als midi immer wie von cd) der eigenen lieblingslieder ausstatten...

aber darum geht’s ja eigentlich nicht.

1939 wurde im zuge der new yorker weltausstellung eine zeitkapsel vergraben. irgendwann gegen ende des 7. jahrtausends nach christus werden unsere nachfahren also möglicherweise nichts wirklich wichtiges vom zweiten weltkrieg erfahren, sich dafür aber an weckern, kugelschreibern und zahnbürsten im unwiderstehlich charmanten 30er jahre design erfreuen können. ebenso über 5000 jahre alten tabak nebst pfeife (kein feuerzeug), golfbälle (keine schläger) und pokerchips, die aber mit karten. der ganze kram mag zwar im nachhinein ein sehr verzerrtes bild des 20ten jahrhunderts geben, aber die geste ist hübsch.

aber auch das nur nebenbei.

worauf das ganze hinausläuft: wie können wir all den schönen webplunder für nachfolgende generationen aufbewahren? wie lang hält so eine dvd? oder gleich eines der neuen formate? bloss: blu-ray oder hd-dvd? wie bringt man animierte gifs auf mikrofilm? sollen wir statistiken beilegen oder sollen wir die tatsache, dass 90% des internettraffics aus pornographie bestanden, unter den teppich kehren? und, aus aktuellem anlass: sollten wir nicht auch eine büroklammer mit aufgeklebten kulleraugen vergraben, damit später einmal in den geschichtsbüchern steht, wer uns lange zeit beim verfassen von lebensläufen und liebesbriefen geholfen hat?
lebt im Märchenland und studiert friedlich Informatik.

Obsolet

Pandorama no.4
Alltag auf der Insel, kleinwüchsige Motorradfahrer und der tägliche Hass auf deplazierte Einrichtungsgegenstände.
Obsolet ist der Wasserhahn. Aber welcher? In jedem Fall ist einer zu viel an diesem Waschbecken. Jeden Morgen fällt es mir schwer mich zu entscheiden, welchen Wasserhahn ich mehr verachte, den linken oder den rechten. Eigentlich sind mir beide egal, weil sie beide falsch sind. Sie sind genauso verkehrt wie der Teppich auf dem Laminat im Bad und die 40 Watt Birne als einziges erlaubtes Licht (health and safety), die man stecken muss und nicht schrauben kann. Ein 10er Pack IKEA 60W Birnen verstaubt.

Ich muss mir aber das Gesicht waschen, mich rasieren, mich wieder in die Welt der Popkultur bewegen, die, wird sie nach der Zahl der Wasserhähne gemessen, in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stehen geblieben ist, aber sonst ihrer Zeit voraus sein soll.

Links, rechts, links, rechts, links heiß, rechts kalt. "Du musst den Stöpsel rein machen und dann das Wasser mischen", hat man mir gesagt. Der Stöpsel leckt. Ich kann nichts mischen. Ich halte meine Hände zusammen, notdürftig, um das kalte Wasser aufzufangen. Meine Hände sind aber zu groß, die Hähne zu kurz. Schnell halte ich dieses etwas an Pfütze unter den linken Hahn. Heiß. Sehr heiß. Es wird warm, der Rest der Hand verbrennt. Schnell, das Ganze noch zwei Mal, dann bin ich sauber.

Alles ist klein hier auf dieser Insel. Man findet keine groß gewachsenen Menschen, keine hohen Gebäude und große Räume und auch sonst wenige, die einem das Wasser reichen könnten. Minicooper. Nur mein Ego kann mithalten. Ich muss mir täglich zusehen, wie ich fetter werde und mir meine Haare ausfallen. Dabei fresse ich nur noch Tofu und Gemüse. Meine vegane Ex wäre stolz auf mich. Das überteuerte grün- und braungefaulte Fleisch im Supermarkt ignoriere ich und bewundere den Kleinwüchsigen im Büro, der die Sonderangebote am unteren Regalrand nie übersieht. Auch beneide ich ihn, wenn ich morgens in die Badewanne steige. Ihm machen die schwachen Pumpen, die das heiße Wasser durch die altertümlichen Wasserrohre pumpen, nichts aus, wenn er sich duscht. Mir passiert es seit nun über einem Jahr, dass ich ab und zu aus Unachtsamkeit verbrenne, zumal die Wanne über eine Mischbatterie verfügt. Sie ist so protzig, so groß, sie könnte aus dem Hilton stammen. Der Wasserdruck ist trotz zweier Pumpen im ersten Stock mäßig. Hundepullern. Bis das Wasser die richtige Temperatur hat, vergehen Minuten, dann kann es losgehen und immer wieder: Duschkopf hoch, höher als der Boiler und das warme Wasser wird vom kalten zurückgedrängt – kalt! Schnell den Duschkopf nach unten – heiß! Und wieder einen Schritt weiter auf dem richtigen Weg – zur Kinderlosigkeit.

Der Kleinwüchsige hat es gut. Beim Duschen verbrennt er sich nicht, beim Waschbecken sind seine Hände klein genug, er ist auch zu klein, um ein Auto zu lenken - stattdessen fährt er Motorrad und überholt mich täglich im Stau.
Übersetzer, Exiltiroler, Sounddesigner und immer zur richtigen Zeit am falschen Ort.

Do all hanged people void themselves?

Pango
Ein innerer Dialog über Notwendigkeit und Bedeutung in mehreren Zügen.
Ich klappe mein Notebook auf und verbinde es mit dem Internet. Ich rufe die neuesten Nachrichten ab.

"suicide is the ultimate statement of unbelief. People commit suicide because they don't have faith that God will help them, and we are saved by faith."

Ich drehe mich vom Bildschirm weg, stehe auf und zünde mir eine Zigarette an. Eine silberblaue Wolke wird gleichmäßig aus meiner Nase geblasen und mein Blick fällt auf die gegenüberliegende Wand. An ihr kleben Bilder von toten Menschen, alles Menschen, die sich selbst aus dem Leben gelöscht haben. Es müssen hunderte sein. Prominente genau so wie Menschen, die dir gegenüber wohnen, wo du dir nie erwartet hättest, dass sie sich von einer Autobahnbrücke vor einen Lastwagen stürzen. Dann fallen einem meist kleine Details auf, die dieses Ende in ein „logisches Licht“ rücken: Sie waren nie auf Besuch. Du warst nie bei ihnen. Sie waren immer Still. Du kannst dich nicht erinnern, dass sie je Besuch bekommen haben. Jetzt bin ich selbst einer von diesen Menschen. Meine Fenster sind mit schwarzem Tape verklebt und die Griffe sind abgerissen. Der Parkettboden hat Brand- und Wasserflecken, ist völlig zerkratzt. Ich schlafe auf einer Matratze am Boden. Es stinkt nach Rauch und nach Kotze. Man könnte fast meinen, ein Junkie lebt hier. Vielleicht nicht so weit her geholt. Es piept hinter mir, das Zeichen, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe.

Get up do the same boring fucking routine over and over and over again. What did you do today? Oh I went shopping BIG FUCKING DEAL. I needed to do this so I can eat for the week oh man ask me why I want to die again?

Ich drücke die Zigarette aus und gehe in die Küche um mir ein Bier zu holen. Dann klopft es an der Tür. Schaue raus und sehe meine Nachbarin. Sie sagt leise meinen Namen. „Non“. „Non“. Ich schließe kurz die Augen, atme tief durch und mache dann auf. Die Kette, die zwischen Tür und Rahmen gespannt ist scheppert und lässt einen Spalt entstehen. Sie drückt mir eine Zeitung in die Hand, eine zusammengerollte, großformatige Zeitung. Ich reiche ihr ein paar Zehner und sie geht wieder davon. Langsam drücke ich die Tür zu, nehme das Bier und gehe zurück in den Hauptraum. Die Augen toter Menschen starren mich auf monochromen Computerausdrucken an. Ich spüre ihre jenseitigen Blicke förmlich. Es beginnt weh zu tun, wenn sie das machen. Ich setze mich auf die Couch vis a vis der Meute, fege noch schnell eine leere Schachtel Ciraplex auf den Boden. Ich war schon lange nicht mehr bei der Therapie. Beim ausrollen der Zeitung fallen mir eine Stange Zigaretten und ein kleines Fläschchen auf den Schoß. Ich betrachte das braune Glas wie einen Schatz. Es ist der heilige Gral. Es piepst wieder.

People talk about life flashing before your eyes. I saw none of that. I only thought I mom, and how pissed she was going to be. At my funeral, yelling at my casket.

Vorsichtig stelle ich das Fläschchen auf den Beistelltisch. Mit ein paar geschickten Bewegungen meiner Finger öffne ich die Stange Zigaretten und fische eine Schachtel herraus, aus der ich mir eine Zigarette nehme. Wieder füllt der Rauch meine Lungen und er beruhigt mich. Kein Geräusch ist zu hören, aus meinem Atmen und dem knistern der Zigarette, wenn ich einen tiefen Zug nehme. Diese Bilder sind wie zweidimensionale Jagdtrophäen, nur dass ich kein Jäger war. Ich war ein Detektiv. Ich wollte wissen, wer sie waren und was sie taten. Und warum. Ich kenne den Namen jeder einzelnen Person an der Wand. Ich kenne ihre Geschichten. Zusammen mit dieser Wand bin ich ein gottverdammtes Kompendium menschlicher Tragödie. Ich war auf der Suche nach einer Lösung, nach einem Muster. Etwas nachvollziehbaren. Ich glaube nicht an biochemische Reaktionen im Gehirn. Ich glaube nur an das, was ich fühlen kann. Und an das, was ich in den Augen sehen kann. Augen sind kein Spiegel der Seele, Augen sind der Sitz der Seele. Es heißt nicht umsonst, dass das „Licht in den Augen erloschen ist“, wenn jemand stirbt, denn da verlässt die Seele den Körper. Sofern es eine gibt. Pieps.

Knowing that there is nothing that anyone can do to help make your life a happy one, and knowing that you will wake up every day to this suffering, is such a terrible feeling. It frustrates the hell out of me. I can't stand thinking about the future. All I see is pain, humiliation and fear. Even thinking about having to go to work the next day frightens me, and pisses me off. I hate dealing with people. I just want to be home, alone. :(

Ich stehe auf und gehe ins Badezimmer, wo sich der einzige Spiegel in der Wohnung befindet. Ich überprüfe da gerne, ob ich noch am Leben bin. Wenn man lange genug isoliert lebt, bekommt alles eine surreale Note. Irgendwann weißt du nicht mehr, ob es Tag oder Nacht ist. Welcher Wochentag. Mit der Zeit verliert das auch alles seine Bedeutung. Dann fragst du dich nur noch, ob du lebendig oder tot in deiner selbst geschaffenen Isolationshölle lebst. Hier kommt der Spiegel ins Spiel. Starre mir selbst in die Augen. Mir wird dabei Schwindlig und ich höre mich im Geiste selber. Meine Stimme, als wäre sie außerhalb meines Körpers. Ich bin vergänglich. Obsolet. Ich reisse mich los und mache den Kasten, dessen Tür der Spiegel ist, auf und nehme eine paar Tabletten raus, gehe mir ihnen zurück ins Wohnzimmer. Dort ziehe ich mir mein T-Shirt aus und gehe zum Beistelltisch der Couch, wo das Fläschchen steht. Ich öffne sie und schütte einen Teil des Inhalts auf meine Hand. Ich lege mich aufs Bett und blicke auf transparentes Plastik. Ich leuchte.

Ever since I considered suicide as an option, I don't think/worry about my problem that much. I remember just five months ago everyday I use to check online if any new treatment, cure been discovered, and afterwards I will drive myself crazy. But now all I think about is my suicide plan, method, and deadline. I wake up and fall asleep thinking about suicide. So not only is suicide going to solve my problems, but in the meantime it is distracting me from thinking about my illness. There are times I forget why I want to kill myself, and I have to remind myself.
Baujahr 1984, lebt und wirkt in Wien als freier Grafikdesigner, Blogger, Amateurfotograf, Untergrundjournalist und Experimentalmusiker. Auch bekannt unter den Nym's Non, Pango und Scare.

Fremdwörter

Don Dahlmann
Eine Jugenderinnerung an ergebnisoffene Religionslehrer, Fachsprache und Bier.
Auf dem katholischen Internat, auf dem ich mal eine recht vergnügliche Zeit verbringen durfte, hatten wir einen sehr merkwürdigen Religionslehrer. Zum einen weigerte er sich zum Priester weihen zu lassen, weil er der Meinung war, dass er bei seinen Studien der Theologie durchaus auch auf den Beweis stoßen könne, dass es keinen Gott geben würde. Denn Theologie ist die Auseinandersetzung mit den Quellen des Glaubens, und da kann man ja so einiges finden, so seine Überzeugung. Eine weitere Eigenheit des Lehrers war die Angewohnheit, die Fragestellung zu seinen Klausuren mit derartig vielen Fremdwörtern vollzustopfen, dass man schon nach drei Wörtern völlig verzweifelte. Immerhin erlaubte der Mann ein Fremdwörterlexikon und die kreative Verwendung weiterer Fremdwörter in der Klausur konnte die Note durchaus um ein paar Punkte anheben, selbst wenn am Ende nur Quatsch zu lesen war. Mit 16 war ich ein wandelndes Fremdwörterlexikon, und ein schwadronierte zur unendlichen Freude meiner Eltern (".... das Kind hat eine merkwürdige Pubertät ...") altklug den lieben langen Tag rum.

Besonders viel Spaß hatte ich dabei, mit theologischen Fremdwörtern wie Adoptianismus, Dyotheletismus oder Perichorese jede Diskussion zum Erliegen zu bringen. Egal bei welchem Thema. Denn verstand mein Diskussionsgegner die Worte nicht, konnte ich jederzeit die Diskussion mit dem Satz abbrechen, dass jedes weitere Wort ja überflüssig sei, da sich die Gegenseite ja im Thema nicht auskennen würde. Extrem praktisch vor allem dann, wenn man völlig im Unrecht war.

Da ich ansonsten wenig zu tun hatte, konnte ich es mir erlauben, mich den lieben langen Tag mit allerlei merkwürdigen Worten zu beschäftigen. Ich hatte mir irgendwann mal ein schönes, in Leder geschlagenes Fremdwörterlexikon zu gelegt und beschlossen, jeden Tag drei Wörter von einer Seite auswendig zu lernen. Dabei sollten es nicht irgendwelche Wörter sein, nein sie mussten ausgefallen, vielleicht sogar vom Vergessen bedroht, am besten aber seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt worden sein. Stand hinter einem Wort "veralt." ging mein Herz auf und schloss das arme Wort in sich ein. Mit anderen Worten: ich war ziemlich bescheuert, wenn man bedenkt, was andere Jungs in dem Alter Abends vorm schlafen gehen so alles treiben.

Noch schlimmer wurde es, als ich mein Studium der Philosophie anfing. Plötzlich bereicherten Worte wie Eudämonismus, Heteronomie und Konszientialismus meinen Wortschatz. Jedenfalls war ich davon überzeugt, dass ich nicht nur meinen Wortschatz, sondern auch den Rest der Welt damit bereichern würde. Ich hörte mich an, als ob Adorno und Nietzsche ein Kamingespräch auf Seed führten, und hatte deswegen völlig zu Recht kein nennenswertes Sexualleben. Keine Frau interessierte sich länger als fünf Minuten für mich, nicht mal jene, die völlig dem Masochismus verfallen waren. Dafür vertrug ich jede Menge Alkohol, was allerdings ein Phänomen unter Philosophiestudenten darstellt, über dass auch mal einer Buch schreiben sollte.

Nach einer Zeit fiel es mir aber dann doch mal auf, dass mein Leben zwischen Fachbüchern und Bierkrügen etwas einsam war, vor allem, als ein wohl meinender Bekannter mich auf mein Sprachproblem aufmerksam gemacht hatte. Man könne ja kaum mehr ein Wort von mir verstehen, es sei denn, ich würde zwischendurch ein Bier oder was zu essen bestellen. Auf meine Frage, ob die eingestreuten Termini meinen Ductus so weit unterminieren würden, dass es einem Date kontradiktorisch sei, bekam ich um ein Haar ein Bierglas ins Gesicht. Leer versteht sich, man war ja Student und konnte es sich nicht leisten Bier zu verschütten.

Die nächsten Tage habe ich mein Problem noch mal überdacht. Und bin die Erlebnisse einiger Philosophen in Sachen Geschlechtsverkehr durchgegangen. Dabei stellte ich fest, dass die Menge an merkwürdigen Gedanken und Worten nicht zwingend, aber doch häufig mit ebenso merkwürdigen Vorlieben in Sachen Sex einherging. Nietzsche hatte was mit seiner Schwester, Schoppenhauer sicherlich nicht direkt, aber doch in einem gewissen platonischen Rahmen was mit seinem Pudel, Sören Kierkegaard ließ seine Braut vor dem Altar stehen und Francis Bacon hat seine Homosexualität Zeit seines Lebens mehr oder weniger erfolgreich unterdrückt. Auf der anderen Seite stammt von einem der großen Freimauerer des 18. Jahrhunderts der Satz "Ein Philosoph ist, wer sich keiner Lust versagt." Na gut, war Giacomo Casanova. Aber der hat auch mal was über Philosophie geschrieben. Wenn man den Begriff "Philosophie" nicht allzu eng spannt.

Bei meiner Recherche stieß ich dann auch auf den in zu diesem Thema auf den unvermeidlichen Ovid und noch einige andere Philosophen, die es mit der Moral nicht genau genommen haben und das mit sehr vielen klaren Worten ausdrücken konnten. Bald war klar: Fremdwörter sind was für Leute, die zu viel Zeit haben, die Dinger auswendig zu lernen, aber nicht für Menschen, die in ihrem Leben noch was anderes vorhaben. Allerdings war es gar nicht so leicht Worte wie Transsubstantiation oder Hermeneutik zu vergessen, waren sie doch lange meine heimlichen Geliebten gewesen.

Die Position wurde dann von einer Studentin der Archäologie übernommen, die zumindest in Sachen lateinische Fremdwörter eine ebenbürtige Gegnerin war. Erstaunlich, wie sich Archäologen so unterhalten, da können nur noch Mediziner mithalten. Aber am Ende schmiss ich meinen Szientismus dann doch über Bord. Das verkopfte, das rein Intellektuelle ist eine großartige Sache, aber am Ende fehlte mir dann doch was in meiner zwanzigjährigen Welt. Gefühle mögen obsolet sein, aber Fremdwörter sind noch viel mehr.
Don Dahlmann geht nicht gerne raus, aber gerne schwimmen. Für letzteres hat er sich eine Wohnung in unmittelbarer Nähe eines Hallenbads in Berlin gesucht, und um möglichst oft und gerne zu Hause zu bleiben, hat er 1996 das Internet entdeckt. Das ist natürlich alles gelogen, denn im Grunde hat er dauernd Fernweh, meist Richtung USA. Um sich selber endlich mal darüber klar zu werden, was er denn nun wirklich will, führt er seit 2001 sein Blog.

Glas, Filz, Autobahn

Frau Hase
Die Geschichte einer Zugsfahrt - von Eseln und Menschen, Zentauren und anderen Fahrgästen.
eines abends fuhr sie, statt wie gewöhnlich mit dem auto, mit dem zug nach hause. still, denn es war sonst niemand im abteil, war es.
aber das genoß sie. die ruhe draußen und die laute musik über ihre kopfhörer.
das licht um sie herum abgedreht damit sie etwas hinter den pseudoglashartplastik scheiben erkennen konnte.
zumindest etwas anderes als ihr spiegelbild.
ihr spiegelbild hatte sie satt.

gut.
zugegeben.
sie war eine schöne frau.
aber sie achtete auch sehr darauf.
manikürte fingernägel.
gepflegte arme und beine.
spezielle kuren fürs haar.
wenn man so lange haare hatte wie sie war das einfach notwendig, wenn sie über wiesen galoppierte oder auch nur langsam spazierte verfing sich ständig kletten, stöckchen oder blattwerk in ihrem schweif und abends saß sie dann auf ihrer couch und verbrachte die zeit damit all die natur wieder aus ihrem fell und ihren haaren zu zupfen.

esel hatten es da wirklich einfacher.
aber wer wollte schon mit einem esel tauschen?

klein und die meisten unförmig und ein fell dass sich anfühlte als hätte jemand filz über fleisch gespannt.

nein nein. sie war ja wirklich nicht überheblich, aber esel?
nein danke.

andererseits.. sie hatten charme. sie konnten sich über mehr unterhalten als die neuesten football ergebnisse. streethockey. wettrennen.
sie wußten über die schönheit verträumter olivenhaine bescheid. sie kannten genuß, auch wenn viele die ihr bisher begegnet waren eine rauhe art hatten, gerade für diese hatte sie etwas übrig.

sie waren anders.
die esel.
nicht so langweilig wie die normalen zentauren.

als turalu, eine ihrer bekannten beim abteil herinschaute, schrak sie richtig aus ihren träumen und gedanken über esel und ihre ..vielleicht eigensinnige art aber vor allem stark ausgeprägten charakter auf.
was sie hier täte.
das auto in der werkstatt. das kennt man ja.
tjaja.
tjaja.
und so saßen sie den rest der zugfahrt schweigend gegenüber.
das licht dass turalu wieder angeschalten hatte um ihr makeup zu prüfen und die neueste en vogue zu lesen verhinderte dass sie weiterhin ihre blicke über ihr spiegelbild hinaus in die welt schweifen lassen konnte. also kehrte sie zu bekanntem zurück.
fuhr sich, selbstgefällig ihr bild in der scheibe betrachtend, durchs haar wischte die lächerlichen spielereien über esel beiseite.

das nächste mal wohl wieder auto. und autobahn.

Dieser Beitrag ist bereits im Weblog der Authorin erschienen.
Frau Hase hüpft durch die Welt und verbreitet angenehme Verwirrung. Beizeiten schreibt sie Geschichten.

die welt ist keine blackbox

Georg Wiltschek
Geschichten aus dem Zirkus.
genauso wie die menschen die sich darauf tummeln. bloss, dass es keine meta-blackbox gibt. was diese ganze geschichte um die abstraktion, die die blackbox darstellen sollte völlig irre führt. wäre es, wie es nicht ist, wüsste man um die reaktionen von menschen und das zustandekommen dieser wäre egal. aber irgendwie ist es dann genau umgekehrt. möglicherweise weiss man zwar irgendwie, was passiert, aber das ergebnis ist dann doch nicht das erwartete. die welt ist vermutlich einfach zu gross, um einen überblick zu behalten. unser ereignishorizont ist stark beschränkt. wir sehen nur bis zum nächsten häuserblock, möglicherweise auch die a23 auf dem infokanal von telekabel. oder eine situationsbeschreibung per sms aus sonstwo. aber eigentlich weiss keiner, was wirklich passiert. und so wirken hunderte einflüsse auf jeden von uns und machen es allen anderen schwer nachzuvollziehen, was wir tun. wir verlieren uns ständig aus den augen und finden uns dann wieder. verändert. es müssen nicht mal jahre und tausende kilometer sein. es reichen minuten und eine ecke. aber gibt es eine möglichkeit, andere menschen auf dem laufenden zu halten? wieviele sinneseindrücke können wir in kürzester zeit wahrnehmen? wieviele bezüge herstellen, wieviele kreuz-und-quer-verbindungen in unseren köpfen zusammenschrauben? wieviele gedanken spinnen und wie wenig können wir in einem vielfachen dieser zeit wiedergeben? und wie können wir dinge erklären, bei denen wir nur verstehen, dass es so ist und nicht warum? gut, manchmal funktioniert es. manchmal haben mehrere menschen den gleichen gedanken. dann kann man sich einbilden, dass man irgendjemanden kennt. und dann funktioniert die blackbox wieder. der interne ablauf ist egal, das ergebnis nicht unerwartet. aber wieweit wollen wir das dann eigentlich? im prinzip ist wohl beides nicht das wahre, aber. an dieser stelle kann jetzt jeder seinen weiteren gedankengang einsetzen. vermutlich wäre es anders langweilig. aber wenn der ereignishorizont nicht nur bis zur nächsten kreuzung, sondern vielleicht drei busstationen entfernt wäre, wäre die welt vielleicht ein klein wenig unkomplizierter. und dadurch vielleicht schöner. besser. und die blackbox etwas zuverlässiger.

Dieser Beitrag ist bereits im Weblog des Authors erschienen.
lebt im Märchenland und studiert friedlich Informatik.

Obsolet

verschiedenen flickr-Usern
Zu den definitiv überflüssigsten Dingen der Gegenwart gehört das Telefonbuch. Wer überhaupt noch einen Festnetzanschluss hat, ist besser beraten, eine gewünschte Nummer im Internet zu suchen. Dazu gibts noch eine künstlerische Interpretation des Klassikers "Trau keinem über 20".

Grown-Ups Are Obsolete III

p373

obsolet

eir@si