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    <title>mindestenshaltbar 0302 (Magazin für Meinungen)</title>
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    <description>Magazin für Meinungen</description>
    <dc:publisher>philipp.droessler</dc:publisher>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:date>2007-03-16T17:34:32Z</dc:date>
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    <title>mindestenshaltbar 0302</title>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1650/">
    <title>Obsolet</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1650/</link>
    <description>Obsolet ist der Wasserhahn. Aber welcher? In jedem Fall ist einer zu viel an diesem Waschbecken. Jeden Morgen f&amp;auml;llt es mir schwer mich zu entscheiden, welchen Wasserhahn ich mehr verachte, den linken oder den rechten. Eigentlich sind mir beide egal, weil sie beide falsch sind. Sie sind genauso verkehrt wie der Teppich auf dem Laminat im Bad und die 40 Watt Birne als einziges erlaubtes Licht (health and safety), die man stecken muss und nicht schrauben kann. Ein 10er Pack IKEA 60W Birnen verstaubt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mir aber das Gesicht waschen, mich rasieren, mich wieder in die Welt der Popkultur bewegen, die, wird sie nach der Zahl der Wasserh&amp;auml;hne gemessen, in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stehen geblieben ist, aber sonst ihrer Zeit voraus sein soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, rechts, links, rechts, links hei&amp;szlig;, rechts kalt. &quot;Du musst den St&amp;ouml;psel rein machen und dann das Wasser mischen&quot;, hat man mir gesagt. Der St&amp;ouml;psel leckt. Ich kann nichts mischen. Ich halte meine H&amp;auml;nde zusammen, notd&amp;uuml;rftig, um das kalte Wasser aufzufangen. Meine H&amp;auml;nde sind aber zu gro&amp;szlig;, die H&amp;auml;hne zu kurz. Schnell halte ich dieses etwas an Pf&amp;uuml;tze unter den linken Hahn. Hei&amp;szlig;. Sehr hei&amp;szlig;. Es wird warm, der Rest der Hand verbrennt. Schnell, das Ganze noch zwei Mal, dann bin ich sauber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles ist klein hier auf dieser Insel. Man findet keine gro&amp;szlig; gewachsenen Menschen, keine hohen Geb&amp;auml;ude und gro&amp;szlig;e R&amp;auml;ume und auch sonst wenige, die einem das Wasser reichen k&amp;ouml;nnten. Minicooper. Nur mein Ego kann mithalten. Ich muss mir t&amp;auml;glich zusehen, wie ich fetter werde und mir meine Haare ausfallen. Dabei fresse ich nur noch Tofu und Gem&amp;uuml;se. Meine vegane Ex w&amp;auml;re stolz auf mich. Das &amp;uuml;berteuerte gr&amp;uuml;n- und braungefaulte Fleisch im Supermarkt ignoriere ich und bewundere den Kleinw&amp;uuml;chsigen im B&amp;uuml;ro, der die Sonderangebote am unteren Regalrand nie &amp;uuml;bersieht. Auch beneide ich ihn, wenn ich morgens in die Badewanne steige. Ihm machen die schwachen Pumpen, die das hei&amp;szlig;e Wasser durch die altert&amp;uuml;mlichen Wasserrohre pumpen, nichts aus, wenn er sich duscht. Mir passiert es seit nun &amp;uuml;ber einem Jahr, dass ich ab und zu aus Unachtsamkeit verbrenne, zumal die Wanne &amp;uuml;ber eine Mischbatterie verf&amp;uuml;gt. Sie ist so protzig, so gro&amp;szlig;, sie k&amp;ouml;nnte aus dem Hilton stammen. Der Wasserdruck ist trotz zweier Pumpen im ersten Stock m&amp;auml;&amp;szlig;ig. Hundepullern. Bis das Wasser die richtige Temperatur hat, vergehen Minuten, dann kann es losgehen und immer wieder: Duschkopf hoch, h&amp;ouml;her als der Boiler und das warme Wasser wird vom kalten zur&amp;uuml;ckgedr&amp;auml;ngt &amp;#8211; kalt! Schnell den Duschkopf nach unten &amp;#8211; hei&amp;szlig;! Und wieder einen Schritt weiter auf dem richtigen Weg &amp;#8211; zur Kinderlosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kleinw&amp;uuml;chsige hat es gut. Beim Duschen verbrennt er sich nicht, beim Waschbecken sind seine H&amp;auml;nde klein genug, er ist auch zu klein, um ein Auto zu lenken - stattdessen f&amp;auml;hrt er Motorrad und &amp;uuml;berholt mich t&amp;auml;glich im Stau.</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1644/">
    <title>Eyes On - Social Networks</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1644/</link>
    <description>MySpace, StudiVZ, Orkut - soziale Netzwerke, wo man hinschaut. Wenn da nur nicht immer die anderen Menschen w&amp;auml;ren, die so gar nicht f&amp;uuml;r das eigene Gl&amp;uuml;ck relevant sind. Dieses Problem will &lt;a href=&quot;http://www.ning.com&quot;&gt;Ning&lt;/a&gt; l&amp;ouml;sen: Statt Gruppen innerhalb einer Seite zu gr&amp;uuml;nden, macht man einfach sein eigenes Social Network auf.</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-04T18:54:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1643/">
    <title>Eyes On - Vodka</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1643/</link>
    <description>Schwedenden plant den Verkauf der Marke Absolut aus &quot;moralischen&quot; Gr&amp;uuml;nden. Die Bev&amp;ouml;lkerung reagiert geteilt auf das Vorhaben, ist die Firma doch ann&amp;auml;hernd so repr&amp;auml;sentativ wie Ikea. Und das von Polen im Europaparlament geforderte Reinheitsgebot f&amp;uuml;r Schn&amp;auml;pse ist inzwischen wieder vom Tisch.</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-04T18:52:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1651/">
    <title>von zeitkapseln und b&amp;uuml;roklammern</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1651/</link>
    <description>man sollte einmal ein paar dinge zum web 1.0 klarstellen. zu aller erst, es gab nie ein web 1.0. man nannte es world wide web. und es war nicht das internet, sondern nur ein teil davon. der bunteste sogar, auch wenn vermutlich viele menschen eine &amp;auml;hnliche vorstellung davon haben, wie profilschreiberling peter sempelmann von linux heute, sprich gr&amp;uuml;ne schrift auf schwarzem grund. nein, ganz im gegenteil. das web 1.0 (nennen wir es jetzt einfach so, um verwirrungen vorzubeugen) war bis an die grenzen der ertr&amp;auml;glichkeit quietschbunt. um eine vorstellung davon zu bekommen, sollte man einmal kurz an den schriftzug von google denken. fertig? es gab damals ein programm namens cappuccino (die genaue schreibweise ist in vergessenheit geraten und google spuckt auch nur dutzende produktbl&amp;auml;tter von saeco aus, das eigentliche programm scheint verschollen) mit dem jeder nach lust und laune farbverl&amp;auml;ufe generieren konnte. da wurde dann aus &amp;#8222;willkommen auf meiner homepage&amp;#8220; eine elends lange schlange von &amp;#8222;font color=&amp;#8220;-tags, die man fr&amp;ouml;hlich in den eigenen html code einbauen konnte und schon hatte man vom ersten &amp;#8222;w&amp;#8220; bis zum letzten &amp;#8222;e&amp;#8220; jeden buchstaben in einem anderen farbton, von blassgr&amp;uuml;n &amp;uuml;ber tiefviolett bis knallrot. weil html konnte man damals &amp;uuml;brigens auch. also nicht w3c-konform, aber nachdem wir sowieso alle den ziemlich gutm&amp;uuml;tigen internet explorer 4 verwendet haben, war das eh egal. und nein, das web 1.0 war nicht nur bunt, es war auch hochgradig animiert, sodass youtube dagegen ungef&amp;auml;hr soviel bewegung zeigt, wie ein pflasterstein im wind. ja genau. animierte gifs. &amp;uuml;berall. zu jeder gelegenheit, wenn auch grossteils f&amp;uuml;r blinkende &amp;#8222;under construction&amp;#8220;-schilder, schliesslich war ja auch st&amp;auml;ndig alles im umbruch. und auch f&amp;uuml;r den guten ton war gesorgt, sofern der browser das unterst&amp;uuml;tzte (zu dieser zeit war netscape schon ziemlich tot und es mangelte ein wenig an alternativen). zwar war das mit der musik auf der eigenen seite noch nicht allzu weit entwickelt, aber midi sei dank konnte man bei bedarf die eigene homepage durchaus mit bizarren karaokeversionen (gut, ausser depeche mode, die klingen auch als midi immer wie von cd) der eigenen lieblingslieder ausstatten...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber darum geht&amp;#8217;s ja eigentlich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde im zuge der new yorker weltausstellung eine zeitkapsel vergraben. irgendwann gegen ende des 7. jahrtausends nach christus werden unsere nachfahren also m&amp;ouml;glicherweise nichts wirklich wichtiges vom zweiten weltkrieg erfahren, sich daf&amp;uuml;r aber an weckern, kugelschreibern und zahnb&amp;uuml;rsten im unwiderstehlich charmanten 30er jahre design erfreuen k&amp;ouml;nnen. ebenso &amp;uuml;ber 5000 jahre alten tabak nebst pfeife (kein feuerzeug), golfb&amp;auml;lle (keine schl&amp;auml;ger) und pokerchips, die aber mit karten. der  ganze &lt;a href=&quot;http://www.nytimes.com/specials/magazine3/items.html&quot;&gt;kram&lt;/a&gt; mag zwar im nachhinein ein sehr verzerrtes bild des 20ten jahrhunderts geben, aber die geste ist h&amp;uuml;bsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber auch das nur nebenbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
worauf das ganze hinausl&amp;auml;uft: wie k&amp;ouml;nnen wir all den sch&amp;ouml;nen webplunder f&amp;uuml;r nachfolgende generationen aufbewahren? wie lang h&amp;auml;lt so eine dvd? oder gleich eines der neuen formate? bloss: blu-ray oder hd-dvd? wie bringt man animierte gifs auf mikrofilm? sollen wir statistiken beilegen oder sollen wir die tatsache, dass 90% des internettraffics aus pornographie bestanden, unter den teppich kehren? und, aus aktuellem anlass: sollten wir nicht auch eine b&amp;uuml;roklammer mit aufgeklebten kulleraugen vergraben, damit sp&amp;auml;ter einmal in den geschichtsb&amp;uuml;chern steht, wer uns lange zeit beim verfassen von lebensl&amp;auml;ufen und liebesbriefen geholfen hat?
</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T23:14:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1652/">
    <title>Leben</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1652/</link>
    <description>Ohne bissig sein zu wollen, m&amp;ouml;chte ich doch die Aktualit&amp;auml;t stark bezweifeln, ja, ich m&amp;ouml;chte dem jegliche G&amp;uuml;ltigkeit mit Vehemenz absprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor einiger Zeit schien es nicht mehr recht &amp;uuml;berzeugend, selbiges zu vertreten, musste es einem jedem zweifelhaft scheinen, daf&amp;uuml;r einzustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon gar nicht sollte man sich demgem&amp;auml;&amp;szlig; heute noch der L&amp;auml;cherlichkeit preisgeben, an die Kraft darin zu glauben, gar Ver&amp;auml;nderung dadurch f&amp;uuml;r m&amp;ouml;glich zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohnehin haben Sie hoffentlich schon lange, am besten schon w&amp;auml;hrend der ersten Lebensjahre, damit aufgeh&amp;ouml;rt und Ihrem kindlichen Leben somit jede Kindlichkeit effektiv ausgetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange kann es nie dauern, bis es einem ein anderer austreibt und sollte man selbst es verabs&amp;auml;umt haben, so sorgt verl&amp;auml;sslich die Mitmenschlichkeit daf&amp;uuml;r.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergeben Sie sich also blo&amp;szlig; nicht in die Versuchung, die es zugegebenerma&amp;szlig;en darstellt und verzichten Sie darauf, sich zu erinnern, sollte es einmal doch geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tr&amp;auml;umen Sie nicht. Wachen Sie auf. Seien Sie realistisch. Lassen Sie die Sentimentalit&amp;auml;ten. Verzichten Sie darauf, sich zu tr&amp;ouml;sten. Mit Tr&amp;auml;umen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erg&amp;ouml;tzen Sie sich an allem, woran ihr Geist Freude hat, woraus immer Sie sch&amp;ouml;pfen k&amp;ouml;nnen, was sich auch anbieten mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie links liegen, was Sie an&amp;ouml;det, zum Kotzen bringt, Ihren Vorstellungen nicht entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ordnen Sie die Welt nach den Kategorien, die Ihnen entsprechen, mit den W&amp;uuml;nschen, die ihre L&amp;uuml;cken in Ihnen wecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sichern Sie sich Ihr Gl&amp;uuml;ck nach Ihren Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruhigen sollte man sich dann, wenn man erreicht hat, was man will, doch nicht vergessen, es auch dabei zu belassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obsolet ist die eingeschr&amp;auml;nkte Wirklichkeit, sowie jede Verbindlichkeit, das Streben nach Objektivit&amp;auml;t und &amp;Uuml;bereink&amp;uuml;nften.</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T23:15:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1645/">
    <title>die welt ist keine blackbox</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1645/</link>
    <description>genauso wie die menschen die sich darauf tummeln. bloss, dass es keine meta-blackbox gibt. was diese ganze geschichte um die abstraktion, die die blackbox darstellen sollte v&amp;ouml;llig irre f&amp;uuml;hrt. w&amp;auml;re es, wie es nicht ist, w&amp;uuml;sste man um die reaktionen von menschen und das zustandekommen dieser w&amp;auml;re egal. aber irgendwie ist es dann genau umgekehrt. m&amp;ouml;glicherweise weiss man zwar irgendwie, was passiert, aber das ergebnis ist dann doch nicht das erwartete. die welt ist vermutlich einfach zu gross, um einen &amp;uuml;berblick zu behalten. unser ereignishorizont ist stark beschr&amp;auml;nkt. wir sehen nur bis zum n&amp;auml;chsten h&amp;auml;userblock, m&amp;ouml;glicherweise auch die a23 auf dem infokanal von telekabel. oder eine situationsbeschreibung per sms aus sonstwo. aber eigentlich weiss keiner, was wirklich passiert. und so wirken hunderte einfl&amp;uuml;sse auf jeden von uns und machen es allen anderen schwer nachzuvollziehen, was wir tun. wir verlieren uns st&amp;auml;ndig aus den augen und finden uns dann wieder. ver&amp;auml;ndert. es m&amp;uuml;ssen nicht mal jahre und tausende kilometer sein. es reichen minuten und eine ecke. aber gibt es eine m&amp;ouml;glichkeit, andere menschen auf dem laufenden zu halten? wieviele sinneseindr&amp;uuml;cke k&amp;ouml;nnen wir in k&amp;uuml;rzester zeit wahrnehmen? wieviele bez&amp;uuml;ge herstellen, wieviele kreuz-und-quer-verbindungen in unseren k&amp;ouml;pfen zusammenschrauben? wieviele gedanken spinnen und wie wenig k&amp;ouml;nnen wir in einem vielfachen dieser zeit wiedergeben? und wie k&amp;ouml;nnen wir dinge erkl&amp;auml;ren, bei denen wir nur verstehen, dass es so ist und nicht warum? gut, manchmal funktioniert es. manchmal haben mehrere menschen den gleichen gedanken. dann kann man sich einbilden, dass man irgendjemanden kennt. und dann funktioniert die blackbox wieder. der interne ablauf ist egal, das ergebnis nicht unerwartet. aber wieweit wollen wir das dann eigentlich? im prinzip ist wohl beides nicht das wahre, aber. an dieser stelle kann jetzt jeder seinen weiteren gedankengang einsetzen. vermutlich w&amp;auml;re es anders langweilig. aber wenn der ereignishorizont nicht nur bis zur n&amp;auml;chsten kreuzung, sondern vielleicht drei busstationen entfernt w&amp;auml;re, w&amp;auml;re die welt vielleicht ein klein wenig unkomplizierter. und dadurch vielleicht sch&amp;ouml;ner. besser. und die blackbox etwas zuverl&amp;auml;ssiger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Dieser Beitrag ist bereits im &lt;a href=&quot;http://www.maerchenland.net/fviewer.php?file=./text/zirkus/029_die_welt_ist_keine_blackbox.&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; des Authors erschienen.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-05T00:06:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1654/">
    <title>Editorial</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1654/</link>
    <description>Obsolet ist, was &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig wurde, weggenagt vom Zahn der Zeit. Obsolet bedeutet nicht verschwunden - Auch in einer Zeit, wo man in Neu Delhi fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cken und nachmittags eine Ausstellung in New York besuchen kann, gibt es noch Pferdekutschen. Und auch in einer Welt, die den Krieg, der alle Kriege beenden soll, bereits in zwei Auflagen gesehen hat, sind postdiplomatische Auseinandersetzungen keine Seltenheit. Die moralischen und ethischen Ansichten unserer Gro&amp;szlig;eltern m&amp;ouml;gen f&amp;uuml;r das Jetzt etwa so passend erscheinen wie ein Cheeseburger in einer Jeschiwa, aber das Obsolete kann man nicht wegargumentieren, mann kann es nur jedes Mal aufs Neue in die Mottenkiste sperren und hoffen, dass es nicht mehr hervorbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r viele Menschen stellt das Verschwinden von Dingen, mit denen sie ihr Leben verbracht haben, eine Belastung dar. Und nicht alles, was ad acta gelegt wird, wird auch wirklich nicht mehr gebraucht oder gewollt. Aber der Mensch an sich zeigt die Tendenz, dem Neuen zuzustreben, ganz egal, wieviel Angst es ihm macht. Und das Ergebnis dieses Triebes ist durchaus positiv. Zum Gl&amp;uuml;ck. Denn sonst w&amp;uuml;rde das ganze &apos;Von den B&amp;auml;umen runterklettern&apos; in Retrospektive wie eine ziemlich dumme Idee erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apropos: Eine Sache, die (nach Ansicht f&amp;uuml;hrender K&amp;ouml;pfe) definitiv &amp;uuml;berholt ist, ist das klassische Copyright. Wenn ein System kreative Arbeit einschr&amp;auml;nkt, anstatt diese zu sch&amp;uuml;tzen, muss man &amp;uuml;berlegen, ob es in dieser Form wirklich weitergef&amp;uuml;hrt werden muss. An Alternativen mangelt es nicht. Um diesen Umstand zu demonstrieren, sind alle Photos in dieser Ausgabe &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/&quot;&gt;Creative Commons&lt;/a&gt;-lizensiert. Mit Dank an &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/admitone/&quot;&gt;Admit One&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/enjoy-surveillance/&quot;&gt;Enjoy Surveillance&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/jef_safi/&quot;&gt;jef safi&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/noli/&quot;&gt;Fant&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/shaylor/&quot;&gt;Shaylor&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/janet_calcaterra/&quot;&gt;hopelessly devoted&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/myke/&quot;&gt;.myke&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/kana/&quot;&gt;kana*&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/yoselin/&quot;&gt;YoSeLin&lt;/a&gt;  und &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/sus/&quot;&gt;.susanne&lt;/a&gt;, die ihre Photos so bereitgestellt haben. </description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Editorial</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T23:24:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1647/">
    <title>Glas, Filz, Autobahn</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1647/</link>
    <description>eines abends fuhr sie, statt wie gew&amp;ouml;hnlich mit dem auto, mit dem zug nach hause. still, denn es war sonst niemand im abteil, war es.&lt;br /&gt;
aber das geno&amp;szlig; sie. die ruhe drau&amp;szlig;en und die laute musik &amp;uuml;ber ihre kopfh&amp;ouml;rer.&lt;br /&gt;
das licht um sie herum abgedreht damit sie etwas hinter den pseudoglashartplastik scheiben erkennen konnte.&lt;br /&gt;
zumindest etwas anderes als ihr spiegelbild.&lt;br /&gt;
ihr spiegelbild hatte sie satt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gut. &lt;br /&gt;
zugegeben.&lt;br /&gt;
sie war eine sch&amp;ouml;ne frau.&lt;br /&gt;
aber sie achtete auch sehr darauf.&lt;br /&gt;
manik&amp;uuml;rte fingern&amp;auml;gel.&lt;br /&gt;
gepflegte arme und beine.&lt;br /&gt;
spezielle kuren f&amp;uuml;rs haar. &lt;br /&gt;
wenn man so lange haare hatte wie sie war das einfach notwendig, wenn sie &amp;uuml;ber wiesen galoppierte oder auch nur langsam spazierte verfing sich st&amp;auml;ndig kletten, st&amp;ouml;ckchen oder blattwerk in ihrem schweif und abends sa&amp;szlig; sie dann auf ihrer couch und verbrachte die zeit damit all die natur wieder aus ihrem fell und ihren haaren zu zupfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
esel hatten es da wirklich einfacher.&lt;br /&gt;
aber wer wollte schon mit einem esel tauschen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
klein und die meisten unf&amp;ouml;rmig und ein fell dass sich anf&amp;uuml;hlte als h&amp;auml;tte jemand filz &amp;uuml;ber fleisch gespannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nein nein. sie war ja wirklich nicht &amp;uuml;berheblich, aber esel?&lt;br /&gt;
nein danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
andererseits.. sie hatten charme. sie konnten sich &amp;uuml;ber mehr unterhalten als die neuesten football ergebnisse. streethockey. wettrennen.&lt;br /&gt;
sie wu&amp;szlig;ten &amp;uuml;ber die sch&amp;ouml;nheit vertr&amp;auml;umter olivenhaine bescheid. sie kannten genu&amp;szlig;, auch wenn viele die ihr bisher begegnet waren eine rauhe art hatten, gerade f&amp;uuml;r diese hatte sie etwas &amp;uuml;brig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie waren anders.&lt;br /&gt;
die esel.&lt;br /&gt;
nicht so langweilig wie die normalen zentauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als turalu, eine ihrer bekannten beim abteil herinschaute, schrak sie richtig aus ihren tr&amp;auml;umen und gedanken &amp;uuml;ber esel und ihre ..vielleicht eigensinnige art aber vor allem stark ausgepr&amp;auml;gten charakter auf. &lt;br /&gt;
was sie hier t&amp;auml;te. &lt;br /&gt;
das auto in der werkstatt. das kennt man ja.&lt;br /&gt;
tjaja.&lt;br /&gt;
tjaja.&lt;br /&gt;
und so sa&amp;szlig;en sie den rest der zugfahrt schweigend gegen&amp;uuml;ber. &lt;br /&gt;
das licht dass turalu wieder angeschalten hatte um ihr makeup zu pr&amp;uuml;fen und die neueste en vogue zu lesen verhinderte dass sie weiterhin ihre blicke &amp;uuml;ber ihr spiegelbild hinaus in die welt schweifen lassen konnte. also kehrte sie zu bekanntem zur&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
fuhr sich, selbstgef&amp;auml;llig ihr bild in der scheibe betrachtend, durchs haar wischte die l&amp;auml;cherlichen spielereien &amp;uuml;ber esel beiseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das n&amp;auml;chste mal wohl wieder auto. und autobahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Dieser Beitrag ist bereits im &lt;a href=&quot;http://hasin.twoday.net/stories/3403821/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; der Authorin erschienen.&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T22:52:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1653/">
    <title>Layout in Zeiten des Letraset</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1653/</link>
    <description>Vor Adobe und Apple, vor Desktop-Publishing und Laserdruckern war &lt;strong&gt;Letraset&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Echtes Letraset. Das Gestaltungsnirvana des Sch&amp;uuml;lerzeitungs- und Fanzineredakteurs in den 70ern. Kennt das hier noch jemand? Gro&amp;szlig;e A3-B&amp;ouml;gen mit Buchstaben zum Durchrubbeln. Garantiert reprof&amp;auml;higes Schwarz. Statt schlecht abgezeichneter Buchstaben aus dem Katalog, die grunds&amp;auml;tzlich irgendwelche Grauschlieren dann im Offset hatten, echte, sch&amp;ouml;ne, glatte, coole Buchstaben. Nur einfach die Folie auflegen, sorgf&amp;auml;ltig anreiben und voila: Perfektion. Zumindest theoretisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letraset ist die Kunst der Beschr&amp;auml;nkung. Die Anzahl der Buchstaben ist limitiert. Alliteration ist ein Risiko. Wehe, wenn das letzte J beim Rubbeln nicht ganz r&amp;uuml;berkommt. Die Anzahl der Schriften ist budgetbegrenzt. So ein Bogen ist richtig teuer, ein billiger Tintenspritzer heutzutage ist f&amp;uuml;r weniger Geld zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die tieferen Mysterien des Letraset bin ich nie eingestiegen. Da gibt&apos;s spezielle Marker und Transferfolien, mithilfe derer man farbige Schriften produzieren kann. Farben und Schriften sind haptische Begriffe, nicht nur Zahlen und Codes auf einem Bildschirm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis l&amp;ouml;st sich Haptik und Beschr&amp;auml;nkung und &amp;Auml;sthetik in einer Orgie aus Gefluche und Konzentration auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Volldepp nimmt sich den Bogen, den Text und einen Kugelschreiber und f&amp;auml;ngt an draufloszurubbeln. Das kann nur schiefgehen. Der erste Buchstabe rei&amp;szlig;t. Mit dem d&amp;auml;mlichen p ist man an der Unterl&amp;auml;nge verrutscht und das t steht so leicht schief, da&amp;szlig; der Text schief aussieht, ohne da&amp;szlig; man wei&amp;szlig; warum. Gelobt sei da ein erfahrener Mentor, der einen an der Hand nimmt und einweiht in die korrekten Rituale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man mu&amp;szlig; Breiten messen und Buchstaben z&amp;auml;hlen und nochmal Buchstaben z&amp;auml;hlen, diesmal auf dem Bogen. Dann ein m&amp;ouml;glichst glattes Papier nehmen. Gl&amp;auml;nzen soll&apos;s nur nicht. Dann mit feinem Bleistift die R&amp;auml;nder und Grundlinien zeichnen. Und so da&amp;szlig; man&apos;s radieren kann. Und dann sorgf&amp;auml;ltig rubbeln. Auf den B&amp;ouml;gen sind Grundlinien mit aufgedruckt. Aber Vorsicht, wenn man selbige mitrubbelt, wird&apos;s m&amp;uuml;hsam mit dem ausradieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh wie hab ich das Rubbeln verflucht. Weil die Schei&amp;szlig;buchstaben n&amp;auml;mlich rei&amp;szlig;en, wenn man den Bogen nicht absolut stillh&amp;auml;lt. Und weil der sanfteste Kugelschreiber irgendwann doch durch die Folie geht. Und wenn alles perfekt ist, dann kommt der Artikel nochmal redigiert um 3 Zeilen l&amp;auml;nger aus der Redaktion und man sitzt 2 Stunden mit Messer, Schere, Uhu und Tipp-ex da und schneidet die Zeilen einzeln auseinander um sie etwas enger zusammenzukleben, damit der ganze Artikel auf die eine Seite passt, die noch nicht vollkommen fertig ist und die man im Wissen des Originaltextes genau passend vorbereitet hat...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist man aber noch lang nicht fertig. Alle Bestandteile mu&amp;szlig; man dann auf einem sauberen neuen Blatt aufkleben, dann die Kanten sorgf&amp;auml;ltig mit Tipp-Ex &amp;uuml;bermalen, damit sie keine Schatten werfen. &amp;Uuml;berhaupt das Papier. Damals kam zum ersten Mal Recyclingpapier auf. Und weil die Redaktion damals in der (noch nicht existenten) gr&amp;uuml;nen Ecke angesiedelt war, mu&amp;szlig;te ich mit Engelsgeduld erkl&amp;auml;ren, warum es in diesem einen besonderen Fall vielleicht dann doch keine soo gute Idee ist, die Druckvorlagen mit dem Textilband auf Recyclingpapier zu tippen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn dann die Hefte aus der Druckerei kommen, noch mit dem Geruch von frischer Druckerschw&amp;auml;rze, mit klarem Schriftbild und ohne Schnittschatten, dann ist es den ganzen Aufwand wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem ersten Mac und Laserdrucker wanderten die Letraset-B&amp;ouml;gen in die Lade, aus der Lade in eine Bananschachtel und dort liegen sie immer noch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hin und wieder sehe ich an Schaufenstern Beschriftungen in den selben alten Schriften, und erinnere mich. Dann packt mich die Lust, doch nochmal so ein richtig klassisches Zine zu machen. Die alte Kugelkopf-IBM auspacken, die K&amp;ouml;pfe mit Alkohol putzen, und aus einem Antiquit&amp;auml;tenladen gutes altes Carbonband auftreiben, damit&apos;s so richtig sch&amp;ouml;n schwarz wird. Und dann w&amp;uuml;rde ich meine Letraset-B&amp;ouml;gen auspacken und rubbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber so richtig old-skool ist das immer noch nicht. Letzens habe ich in einem Schulkeller eine Hektographen gesehen. Die Versuchung war gro&amp;szlig;.</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Cover</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T23:16:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1649/">
    <title>Do all hanged people void themselves?</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1649/</link>
    <description>Ich klappe mein Notebook auf und verbinde es mit dem Internet. Ich rufe die neuesten Nachrichten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;suicide is the ultimate statement of unbelief. People commit suicide because they don&apos;t have faith that God will help  them, and we are saved by faith.&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich drehe mich vom Bildschirm weg, stehe auf und z&amp;uuml;nde mir eine Zigarette an. Eine silberblaue Wolke wird gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig aus meiner Nase geblasen und mein Blick f&amp;auml;llt auf die gegen&amp;uuml;berliegende Wand. An ihr kleben Bilder von toten Menschen, alles Menschen, die sich selbst aus dem Leben gel&amp;ouml;scht haben. Es m&amp;uuml;ssen hunderte sein. Prominente genau so wie Menschen, die dir gegen&amp;uuml;ber wohnen, wo du dir nie erwartet h&amp;auml;ttest, dass sie sich von einer Autobahnbr&amp;uuml;cke vor einen Lastwagen st&amp;uuml;rzen. Dann fallen einem meist kleine Details auf, die dieses Ende in ein &amp;#8222;logisches Licht&amp;#8220; r&amp;uuml;cken: Sie waren nie auf Besuch. Du warst nie bei ihnen. Sie waren immer Still. Du kannst dich nicht erinnern, dass sie je Besuch bekommen haben. Jetzt bin ich selbst einer von diesen Menschen. Meine Fenster sind mit schwarzem Tape verklebt und die Griffe sind abgerissen. Der Parkettboden hat Brand- und Wasserflecken, ist v&amp;ouml;llig zerkratzt. Ich schlafe auf einer Matratze am Boden. Es stinkt nach Rauch und nach Kotze. Man k&amp;ouml;nnte fast meinen, ein Junkie lebt hier. Vielleicht nicht so weit her geholt. Es piept hinter mir, das Zeichen, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Get up do the same boring fucking routine over and over and over again. What did you do today? Oh I went shopping BIG FUCKING DEAL. I needed to do this so I can eat for the week oh man ask me why I want to die again?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich dr&amp;uuml;cke die Zigarette aus und gehe in die K&amp;uuml;che um mir ein Bier zu holen. Dann klopft es an der T&amp;uuml;r. Schaue raus und sehe meine Nachbarin. Sie sagt leise meinen Namen. &amp;#8222;Non&amp;#8220;. &amp;#8222;Non&amp;#8220;. Ich schlie&amp;szlig;e kurz die Augen, atme tief durch und mache dann auf. Die Kette, die zwischen T&amp;uuml;r und Rahmen gespannt ist scheppert und l&amp;auml;sst einen Spalt entstehen. Sie dr&amp;uuml;ckt mir eine Zeitung in die Hand, eine zusammengerollte, gro&amp;szlig;formatige Zeitung. Ich reiche ihr ein paar Zehner und sie geht wieder davon. Langsam dr&amp;uuml;cke ich die T&amp;uuml;r zu, nehme das Bier und gehe zur&amp;uuml;ck in den Hauptraum. Die Augen toter Menschen starren mich auf monochromen Computerausdrucken an. Ich sp&amp;uuml;re ihre jenseitigen Blicke f&amp;ouml;rmlich. Es beginnt weh zu tun, wenn sie das machen. Ich setze mich auf die Couch vis a vis der Meute, fege noch schnell eine leere Schachtel Ciraplex auf den Boden. Ich war schon lange nicht mehr bei der Therapie. Beim ausrollen der Zeitung fallen mir eine Stange Zigaretten und ein kleines Fl&amp;auml;schchen auf den Scho&amp;szlig;. Ich betrachte das braune Glas wie einen Schatz. Es ist der heilige Gral. Es piepst wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;People talk about life flashing before your eyes. I saw none of that. I only thought I mom, and how pissed she was going to be. At my funeral, yelling at my casket.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsichtig stelle ich das Fl&amp;auml;schchen auf den Beistelltisch. Mit ein paar geschickten Bewegungen meiner Finger &amp;ouml;ffne ich die Stange Zigaretten und fische eine Schachtel herraus, aus der ich mir eine Zigarette nehme. Wieder f&amp;uuml;llt der Rauch meine Lungen und er beruhigt mich. Kein Ger&amp;auml;usch ist zu h&amp;ouml;ren, aus meinem Atmen und dem knistern der Zigarette, wenn ich einen tiefen Zug nehme. Diese Bilder sind wie zweidimensionale Jagdtroph&amp;auml;en, nur dass ich kein J&amp;auml;ger war. Ich war ein Detektiv. Ich wollte wissen, wer sie waren und was sie taten. Und warum. Ich kenne den Namen jeder einzelnen Person an der Wand. Ich kenne ihre Geschichten. Zusammen mit dieser Wand bin ich ein gottverdammtes Kompendium menschlicher Trag&amp;ouml;die. Ich war auf der Suche nach einer L&amp;ouml;sung, nach einem Muster. Etwas nachvollziehbaren. Ich glaube nicht an biochemische Reaktionen im Gehirn. Ich glaube nur an das, was ich f&amp;uuml;hlen kann. Und an das, was ich in den Augen sehen kann. Augen sind kein Spiegel der Seele, Augen sind der Sitz der Seele. Es hei&amp;szlig;t nicht umsonst, dass das &amp;#8222;Licht in den Augen erloschen ist&amp;#8220;, wenn jemand stirbt, denn da verl&amp;auml;sst die Seele den K&amp;ouml;rper. Sofern es eine gibt. Pieps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Knowing that there is nothing that anyone can do to help make your life a happy one, and knowing that you will wake up every day to this suffering, is such a terrible feeling. It frustrates the hell out of me. I can&apos;t stand thinking about the future. All I see is pain, humiliation and fear. Even thinking about having to go to work the next day frightens me, and pisses me off. I hate dealing with people. I just want to be home, alone. :(&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stehe auf und gehe ins Badezimmer, wo sich der einzige Spiegel in der Wohnung befindet. Ich &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fe da gerne, ob ich noch am Leben bin. Wenn man lange genug isoliert lebt, bekommt alles eine surreale Note. Irgendwann wei&amp;szlig;t du nicht mehr, ob es Tag oder Nacht ist. Welcher Wochentag. Mit der Zeit verliert das auch alles seine Bedeutung. Dann fragst du dich nur noch, ob du lebendig oder tot in deiner selbst geschaffenen Isolationsh&amp;ouml;lle lebst. Hier kommt der Spiegel ins Spiel. Starre mir selbst in die Augen. Mir wird dabei Schwindlig und ich h&amp;ouml;re mich im Geiste selber. Meine Stimme, als w&amp;auml;re sie au&amp;szlig;erhalb meines K&amp;ouml;rpers. Ich bin verg&amp;auml;nglich. Obsolet. Ich reisse mich los und mache den Kasten, dessen T&amp;uuml;r der Spiegel ist, auf und nehme eine paar Tabletten raus, gehe mir ihnen zur&amp;uuml;ck ins Wohnzimmer. Dort ziehe ich mir mein T-Shirt aus und gehe zum Beistelltisch der Couch, wo das Fl&amp;auml;schchen steht. Ich &amp;ouml;ffne sie und sch&amp;uuml;tte einen Teil des Inhalts auf meine Hand. Ich lege mich aufs Bett und blicke auf transparentes Plastik. Ich leuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ever since I considered suicide as an option, I don&apos;t think/worry about my problem that much.  I remember just five months ago everyday I use to check online if any new treatment, cure been discovered, and afterwards I will drive myself crazy.  But now all I think about is my suicide plan, method, and deadline.  I wake up and fall asleep thinking about suicide.  So not only is suicide going to solve my problems, but in the meantime it is distracting me from thinking about my illness.  There are times I forget why I want to kill myself, and I have to remind myself.&lt;/em&gt;
</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Instant Illusion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T23:05:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1648/">
    <title>Fremdw&amp;ouml;rter</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1648/</link>
    <description>Auf dem katholischen Internat, auf dem ich mal eine recht vergn&amp;uuml;gliche Zeit verbringen durfte, hatten wir einen sehr merkw&amp;uuml;rdigen Religionslehrer. Zum einen weigerte er sich zum Priester weihen zu lassen, weil er der Meinung war, dass er bei seinen Studien der Theologie durchaus auch auf den Beweis sto&amp;szlig;en k&amp;ouml;nne, dass es keinen Gott geben w&amp;uuml;rde. Denn Theologie ist die Auseinandersetzung mit den Quellen des Glaubens, und da kann man ja so einiges finden, so seine &amp;Uuml;berzeugung. Eine weitere Eigenheit des Lehrers war die Angewohnheit, die Fragestellung zu seinen Klausuren mit derartig vielen Fremdw&amp;ouml;rtern vollzustopfen, dass man schon nach drei W&amp;ouml;rtern v&amp;ouml;llig verzweifelte. Immerhin erlaubte der Mann ein Fremdw&amp;ouml;rterlexikon und die kreative Verwendung weiterer Fremdw&amp;ouml;rter in der Klausur konnte die Note durchaus um ein paar Punkte anheben, selbst wenn am Ende nur Quatsch zu lesen war. Mit 16 war ich ein wandelndes Fremdw&amp;ouml;rterlexikon, und ein schwadronierte zur unendlichen Freude meiner Eltern (&quot;.... das Kind hat eine merkw&amp;uuml;rdige Pubert&amp;auml;t ...&quot;) altklug den lieben langen Tag rum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders viel Spa&amp;szlig; hatte ich dabei, mit theologischen Fremdw&amp;ouml;rtern wie Adoptianismus, Dyotheletismus oder Perichorese jede Diskussion zum Erliegen zu bringen. Egal bei welchem Thema. Denn verstand mein Diskussionsgegner die Worte nicht, konnte ich jederzeit die Diskussion mit dem Satz abbrechen, dass jedes weitere Wort ja &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig sei, da sich die Gegenseite ja im Thema nicht auskennen w&amp;uuml;rde. Extrem praktisch vor allem dann, wenn man v&amp;ouml;llig im Unrecht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich ansonsten wenig zu tun hatte, konnte ich es mir erlauben, mich den lieben langen Tag mit allerlei merkw&amp;uuml;rdigen Worten zu besch&amp;auml;ftigen. Ich hatte mir irgendwann mal ein sch&amp;ouml;nes, in Leder geschlagenes Fremdw&amp;ouml;rterlexikon zu gelegt und beschlossen, jeden Tag drei W&amp;ouml;rter von einer Seite auswendig zu lernen. Dabei sollten es nicht irgendwelche W&amp;ouml;rter sein, nein sie mussten ausgefallen, vielleicht sogar vom Vergessen bedroht, am besten aber seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt worden sein. Stand hinter einem Wort &quot;veralt.&quot; ging mein Herz auf und schloss das arme Wort in sich ein. Mit anderen Worten: ich war ziemlich bescheuert, wenn man bedenkt, was andere Jungs in dem Alter Abends vorm schlafen gehen so alles treiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch schlimmer wurde es, als ich mein Studium der Philosophie anfing. Pl&amp;ouml;tzlich bereicherten Worte wie Eud&amp;auml;monismus, Heteronomie und Konszientialismus meinen Wortschatz. Jedenfalls war ich davon &amp;uuml;berzeugt, dass ich nicht nur meinen Wortschatz, sondern auch den Rest der Welt damit bereichern w&amp;uuml;rde. Ich h&amp;ouml;rte mich an, als ob Adorno und Nietzsche ein Kamingespr&amp;auml;ch auf Seed f&amp;uuml;hrten, und hatte deswegen v&amp;ouml;llig zu Recht kein nennenswertes Sexualleben. Keine Frau interessierte sich l&amp;auml;nger als f&amp;uuml;nf Minuten f&amp;uuml;r mich, nicht mal jene, die v&amp;ouml;llig dem Masochismus verfallen waren. Daf&amp;uuml;r vertrug ich jede Menge Alkohol, was allerdings ein Ph&amp;auml;nomen unter Philosophiestudenten darstellt, &amp;uuml;ber dass auch mal einer Buch schreiben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Zeit fiel es mir aber dann doch mal auf, dass mein Leben zwischen Fachb&amp;uuml;chern und Bierkr&amp;uuml;gen etwas einsam war, vor allem, als ein wohl meinender Bekannter mich auf mein Sprachproblem aufmerksam gemacht hatte. Man k&amp;ouml;nne ja kaum mehr ein Wort von mir verstehen, es sei denn, ich w&amp;uuml;rde zwischendurch ein Bier oder was zu essen bestellen. Auf meine Frage, ob die eingestreuten Termini meinen Ductus so weit unterminieren w&amp;uuml;rden, dass es einem Date kontradiktorisch sei, bekam ich um ein Haar ein Bierglas ins Gesicht. Leer versteht sich, man war ja Student und konnte es sich nicht leisten Bier zu versch&amp;uuml;tten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die n&amp;auml;chsten Tage habe ich mein Problem noch mal &amp;uuml;berdacht. Und bin die Erlebnisse einiger Philosophen in Sachen Geschlechtsverkehr durchgegangen. Dabei stellte ich fest, dass die Menge an merkw&amp;uuml;rdigen Gedanken und Worten nicht zwingend, aber doch h&amp;auml;ufig mit ebenso merkw&amp;uuml;rdigen Vorlieben in Sachen Sex einherging. Nietzsche hatte was mit seiner Schwester, Schoppenhauer sicherlich nicht direkt, aber doch in einem gewissen platonischen Rahmen was mit seinem Pudel, S&amp;ouml;ren Kierkegaard lie&amp;szlig; seine Braut vor dem Altar stehen und Francis Bacon hat seine Homosexualit&amp;auml;t Zeit seines Lebens mehr oder weniger erfolgreich unterdr&amp;uuml;ckt. Auf der anderen Seite stammt von einem der gro&amp;szlig;en Freimauerer des 18. Jahrhunderts der Satz  &quot;Ein Philosoph ist, wer sich keiner Lust versagt.&quot; Na gut, war Giacomo Casanova. Aber der hat auch mal was &amp;uuml;ber Philosophie geschrieben. Wenn man den Begriff &quot;Philosophie&quot; nicht allzu eng spannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei meiner Recherche stie&amp;szlig; ich dann auch auf den in zu diesem Thema auf den unvermeidlichen Ovid und noch einige andere Philosophen, die es mit der Moral nicht genau genommen haben und das mit sehr vielen klaren Worten ausdr&amp;uuml;cken konnten. Bald war klar: Fremdw&amp;ouml;rter sind was f&amp;uuml;r Leute, die zu viel Zeit haben, die Dinger auswendig zu lernen, aber nicht f&amp;uuml;r Menschen, die in ihrem Leben noch was anderes vorhaben. Allerdings war es gar nicht so leicht Worte wie Transsubstantiation oder Hermeneutik zu vergessen, waren sie doch lange meine heimlichen Geliebten gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Position wurde dann von einer Studentin der Arch&amp;auml;ologie &amp;uuml;bernommen, die zumindest in Sachen lateinische Fremdw&amp;ouml;rter eine ebenb&amp;uuml;rtige Gegnerin war. Erstaunlich, wie sich Arch&amp;auml;ologen so unterhalten, da k&amp;ouml;nnen nur noch Mediziner mithalten. Aber am Ende schmiss ich meinen Szientismus dann doch &amp;uuml;ber Bord. Das verkopfte, das rein Intellektuelle ist eine gro&amp;szlig;artige Sache, aber am Ende fehlte mir dann doch was in meiner zwanzigj&amp;auml;hrigen Welt. Gef&amp;uuml;hle m&amp;ouml;gen obsolet sein, aber Fremdw&amp;ouml;rter sind noch viel mehr.&lt;br /&gt;

</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Kolumne</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-07T22:58:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1642/">
    <title>Obsolet</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1642/</link>
    <description>&lt;div style=&quot;float: left; width: 240px; height: 450px; padding:0 0px 20px 0&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;obsolet&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von eir@si&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;padding:2px&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;280&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;237&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0302/images/trottoir1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/eirasi/21640601/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1640/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1640/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1640/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;float: left; width: 240px; height: 450px; padding:0 0px 20px 0&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Grown-Ups Are Obsolete III&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von p373&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/p373/14025642/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1641/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1641/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0302/stories/1641/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;div class=&quot;clearall&quot;&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>philipp.droessler</dc:creator>
    <dc:subject>Trottoir</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 philipp.droessler</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-04T18:38:00Z</dc:date>
  </item> 
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    <title>Grown-Ups Are Obsolete III</title> 
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