
Wer bist du?
von ivy
Wer bist du? Auf diese Frage bekommt man oft Antworten wie „Robbie-Williams-Fan“, „Goth“, „Computerfreak“, „Cola-Süchtler“ oder „Dolce und Gabanna-Anhänger“. Wieso? Weil es so sein muss. Weil es die Gesellschaft von einem verlangt. Man kann nicht anders. Man kann sich dem Ganzen nicht entreißen. Egal, ob man erwachsen oder noch in der Pubertät steckt: man wird gezwungen sich anzupassen.
Wenn man keine coolen Klingeltöne auf dem Handy hat oder nicht weiß, was so bei O.C. California momentan abgeht, dann ist man der Verlierer der Saison. Jugendliche wissen, mit wem Paris Hilton grad herumgemacht hat und um was es bei der neuen Kollektion von Dior geht. Aber wer momentan Bundeskanzler ist, scheint gar nicht so wichtig zu sein. Zumindest nicht fürs alltägliche Leben. Sogar Gruppen, die früher einmal totale „outkasts“ waren, sind jetzt zu Mitläufern mutiert. Bestes Beispiel: Punks. Menschen, die sich oft selbst zu Außenseitern machen um die Anarchie pur zu leben. Arbeit, Konsum und Popzeitschriften waren bei den Anhängern des Punk als out abgestempelt. Und jetzt? Jetzt laufen sie mit iPods, Pseudo-Punk-Retro-Designerhosen herum und wissen nicht einmal, was Anarchie bedeutet. Und noch weniger, wer die Sex Pistols waren. Es ist egal, denn die anderen wissen es schließlich auch nicht. Und im schlimmsten Fall kann man immer noch bei Wikipedia nachsehen. Nur für alle Fälle.
Bewusst ist es uns nicht, dennoch ist es da: Der Druck, der auf uns lastet, damit wir dazugehören. Der Mensch als zoon politicon hat die Aufgabe sich sozial einzufügen. Und in einer Medien- und Informationsgesellschaft ist das gar nicht so einfach zu erfüllen. Erstens muss man es sich leisten können und zweitens muss man dafür sein eigens Ich, das Individuum, das in einem schlummert, oft in den Hintergrund stellen. Denn es zählt nicht, was man will, sondern was von einem verlangt wird zu wollen. Und wer meint, dass er sicher nicht gemeint ist, dann hat er sich getäuscht. An einem einzigen Tag nehmen wir unbewusst so viele Informationen wahr, die sich dann auf unser alltägliches Tun auswirken, dass es uns selber wahrscheinlich erschrecken würde, wenn es uns vor Augen geführt werden würde. Eine Werbung dort aufgeschnappt, eine Werbung dort gesehen – vielleicht nicht einmal registriert – und schon will man auf einmal diesen und jenen (und nämlich genau diesen!) mp3-Player. Weil ihn nämlich alle anderen auch haben. Und wenn ihn die anderen haben, dann ist er sicher toll. Leider kann man sich diesem ganzen Konsumdruck nicht entziehen. Es ist so gut wie unmöglich. Es geht einfach nicht. Und wer meint, er könne es, der ist sich dessen einfach nicht bewusst. Oder er will „anders“ sein. Und das ist heutzutage nun mal niemand.
Im Gegensatz dazu – nämlich zu dieser Massengesellschaft – steht die Informationstechnologie, die das Individuum stark betont. Blogs zum Beispiel. Da ist wieder jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Und die anderen dürfen zuschauen. Dem einen beim Kind erziehen und dem anderen beim Hausbauen. Und wer weiß ob das auch nicht ein Druck der modernen Massengesellschaft ist: nämlich sich selbst darzustellen. Um in den Hintergrund zu schieben, dass man eigentlich wie alle anderen ist: man will einfach dazugehören.
Wenn man keine coolen Klingeltöne auf dem Handy hat oder nicht weiß, was so bei O.C. California momentan abgeht, dann ist man der Verlierer der Saison. Jugendliche wissen, mit wem Paris Hilton grad herumgemacht hat und um was es bei der neuen Kollektion von Dior geht. Aber wer momentan Bundeskanzler ist, scheint gar nicht so wichtig zu sein. Zumindest nicht fürs alltägliche Leben. Sogar Gruppen, die früher einmal totale „outkasts“ waren, sind jetzt zu Mitläufern mutiert. Bestes Beispiel: Punks. Menschen, die sich oft selbst zu Außenseitern machen um die Anarchie pur zu leben. Arbeit, Konsum und Popzeitschriften waren bei den Anhängern des Punk als out abgestempelt. Und jetzt? Jetzt laufen sie mit iPods, Pseudo-Punk-Retro-Designerhosen herum und wissen nicht einmal, was Anarchie bedeutet. Und noch weniger, wer die Sex Pistols waren. Es ist egal, denn die anderen wissen es schließlich auch nicht. Und im schlimmsten Fall kann man immer noch bei Wikipedia nachsehen. Nur für alle Fälle.
Bewusst ist es uns nicht, dennoch ist es da: Der Druck, der auf uns lastet, damit wir dazugehören. Der Mensch als zoon politicon hat die Aufgabe sich sozial einzufügen. Und in einer Medien- und Informationsgesellschaft ist das gar nicht so einfach zu erfüllen. Erstens muss man es sich leisten können und zweitens muss man dafür sein eigens Ich, das Individuum, das in einem schlummert, oft in den Hintergrund stellen. Denn es zählt nicht, was man will, sondern was von einem verlangt wird zu wollen. Und wer meint, dass er sicher nicht gemeint ist, dann hat er sich getäuscht. An einem einzigen Tag nehmen wir unbewusst so viele Informationen wahr, die sich dann auf unser alltägliches Tun auswirken, dass es uns selber wahrscheinlich erschrecken würde, wenn es uns vor Augen geführt werden würde. Eine Werbung dort aufgeschnappt, eine Werbung dort gesehen – vielleicht nicht einmal registriert – und schon will man auf einmal diesen und jenen (und nämlich genau diesen!) mp3-Player. Weil ihn nämlich alle anderen auch haben. Und wenn ihn die anderen haben, dann ist er sicher toll. Leider kann man sich diesem ganzen Konsumdruck nicht entziehen. Es ist so gut wie unmöglich. Es geht einfach nicht. Und wer meint, er könne es, der ist sich dessen einfach nicht bewusst. Oder er will „anders“ sein. Und das ist heutzutage nun mal niemand.
Im Gegensatz dazu – nämlich zu dieser Massengesellschaft – steht die Informationstechnologie, die das Individuum stark betont. Blogs zum Beispiel. Da ist wieder jeder in seiner eigenen kleinen Welt. Und die anderen dürfen zuschauen. Dem einen beim Kind erziehen und dem anderen beim Hausbauen. Und wer weiß ob das auch nicht ein Druck der modernen Massengesellschaft ist: nämlich sich selbst darzustellen. Um in den Hintergrund zu schieben, dass man eigentlich wie alle anderen ist: man will einfach dazugehören.
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