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    <title>Mindestens haltbar: 0215 (Magazin für Meinungen)</title>
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    <description>Magazin für Meinungen</description>
    <dc:publisher>Christine Schranz</dc:publisher>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:date>2006-09-22T10:29:10Z</dc:date>
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    <title>Mindestens haltbar: 0215</title>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1246/">
    <title>Editorial</title> 
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    <description>Alles funktioniert nach gewissen Regeln. Glauben wir zumindest. Unerkl&amp;auml;rbare Dinge werden hinterfragt, bis Regeln daf&amp;uuml;r gefunden werden. Und Regeln m&amp;uuml;ssen schlie&amp;szlig;lich kontrolliert werden, damit sie eingehalten werden und ihr Ziel verfolgen. Kontrolle hat meist einen negativen Beigeschmack, auch wenn sie es doch &amp;#8222;nur gut mit uns meint&amp;#8220; und so manches Chaos verhindert&amp;#8230; Aber alles l&amp;auml;sst sich erfreulicherweise nicht kontrollieren &amp;#8211; wie &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1245/main&quot;&gt;Gef&amp;uuml;hle&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1239/main&quot;&gt;hemmungsloses Lachen&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1238/main&quot;&gt;Grillparties und Feuerwerke&lt;/a&gt; beispielsweise.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Ediorial</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:51:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1245/">
    <title>Das Einzige, was der Mensch kontrollieren kann, sind seine Gef&amp;uuml;hle</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1245/</link>
    <description>Manche Geschichten fangen harmlos an. Man geht irgendwohin und tut irgendwas, Dinge geschehen, Dinge werden in Bewegung gesetzt, Gegenst&amp;auml;nde werden von A nach B bewegt, Worte wechseln &amp;uuml;ber den Luftraum die Empf&amp;auml;nger und dann passiert was. Etwas, worauf wir uns entweder einen Reim machen, oder eben nicht. Wir machen uns unsere eigene Reime im Kopf. Damit versuchen wir die Situation, in der wir uns befinden, weitgehendst zu kontrollieren. Manchmal gelingt uns das, manchmal aber nicht. Werkzeuge wie Kritik, Spott oder voreilige Urteile kommen zum Einsatz. Weil es jede Menge Dinge gibt, die wir nicht verstehen. Die uns so kaputt machen, dass man am liebsten vor sich hin st&amp;ouml;hnen will. Man kann aber nichts dagegen tun. In solchen Momenten denk ich an Epiktet. Das Einzige, was der Mensch  wirklich unter Kontrolle hat, sind die eigene Gef&amp;uuml;hle, hat er gesagt. Das ist dein Kapital. Bis man das kapiert hat, hat man Kubikmeter von Tr&amp;auml;nen vergossen und kilometerlange Briefe nach Irgendwo geschrieben, die nie abgeschickt worden sind. Worte, die keiner h&amp;ouml;ren wollte und Tr&amp;auml;nen, die keiner gesehen hat. Bis die Erkenntnis kommt, alles, was Du im Griff hast, Mensch, sind deine eigene Gef&amp;uuml;hle, dein Ich und deine Empfindungen. Du kannst die Gef&amp;uuml;hle der anderen nicht kontrollieren. Du hast keine Kontrolle &amp;uuml;ber deinen Kontostand, du hast keine echte Kontrolle &amp;uuml;ber deine Gesundheit, du hast keine Kontrolle &amp;uuml;ber deine Kinder. Und was du auch nicht kontrollieren kannst, ist der Mensch next you. Du kannst weder seine Liebe erzwingen, noch versuchen, ihn/sie dazu zu bewegen, ihr/sein eigenes Gl&amp;uuml;ck in die Hand zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ritual:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zuerst nachdenken, dann bloggen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist definitiv nicht mein M&amp;auml;rchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Nach innen schau!&lt;br /&gt;
Wenn es dir einmal begegnet, dass du dich&lt;br /&gt;
nach au&amp;szlig;en wendest, in der Absicht, irgendeinem zu&lt;br /&gt;
gefallen, so wisse, dass du deine innere Stellung verloren&lt;br /&gt;
hast.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedem seine eigene M&amp;auml;rchenwelt.&lt;br /&gt;
In meinem M&amp;auml;rchen blogge ich in Echtzeit, statt zuerst dar&amp;uuml;ber nachzudenken. Das gibt mir Macht. Macht, die keine besondere Wirkung nach au&amp;szlig;en hat, eine Macht &amp;uuml;ber mein eigenes Ich. Ohne nachzudenken, was die Anderen denken w&amp;uuml;rden, &amp;uuml;ber das, was ich zuvor &amp;uuml;bergedacht und zurechtgeschnitten habe, als ob ich dar&amp;uuml;ber Kontrolle haben k&amp;ouml;nnte, wer was &amp;uuml;ber mich denkt. Hab ich nicht. Interessiert mich nicht. Jeder denkt sich sein eigenes Teil dazu und gut ist. Auf gut Gl&amp;uuml;ck. Ob meine Intention, meine Gef&amp;uuml;hlslage nach au&amp;szlig;en so kommt, wie ich es mir erw&amp;uuml;nscht habe, kann ich nicht kontrollieren. Deswegen bringt es mir nichts, dar&amp;uuml;ber nachzudenken, zu erw&amp;auml;gen, was ich schreibe und wie das aufgenommen wird. Ich schreibe los. Worte werden eingetippt, das Gehirn wird pro Wort um ein Kilo leichter. So ist das. Menschen lesen B&amp;uuml;cher, Menschen lesen The News, Menschen lesen in den Gesichtern. Und Menschen lesen eben Blogs. Mit Betonung auf l-e-s-e-n. Ich teile mich mit, Menschen lesen. Ich zeichne meine Gef&amp;uuml;hlslage auf und Menschen lesen. Ich sehe was du nicht siehst und Menschen lesen. Wie sie das tun, was sie sich dabei denken, was sie &amp;uuml;ber mich denken, dar&amp;uuml;ber hab ich keine Kontrolle. Auch dann nicht, wenn ich stundenlang dar&amp;uuml;ber nachdenke, wie ich die Menschen dazu bewegen k&amp;ouml;nnte, ein bisschen zu manipulieren. Ein bisschen dazu zu zwingen, meine Einsichten als die wahren anzuerkennen.  Blogger w&amp;uuml;nschen sich tolle Leser, so wie die Zeitschriften sich tolle Leserschaft w&amp;uuml;nschen, so wie sich die Literaturp&amp;auml;pste intelligente Leser w&amp;uuml;nschen, Leser, die selbst einem selbst w&amp;uuml;rdig sind. Darauf hast du keinen Einfluss, Blogger. Auch, wenn du dich so sehr drum bem&amp;uuml;hst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Der Ausdruck &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Manipulation&quot;&gt;Medienmanipulation&lt;/a&gt; bezeichnet die verzerrte Darstellung der Realit&amp;auml;t, die Journalisten und Nachrichtenproduzenten durch eine bestimmte Vorauswahl bzw. die Art der Berichterstattung in die Massenmedien bringen, sowie die daraus folgende verzerrte Wahrnehmung.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vezerrte Darstellung der Realit&amp;auml;t finden wir auch in unseren Blogs, in denen wir durch unsere subjektive Art der Berichterstattung das zu beschreiben versuchen, was wir denken, tun, was wir beobachten, was wir gut oder nicht gut finden. Grandios, keine Frage. Jeder auf seine Art. Die Gedanken geradeaus los schreiben. Unkontrolliert. Lostippen. Loswerden. Dinge loswerden, die sich vor&amp;uuml;bergehend  im Kopf breit gemacht haben. Die Maschine namens Mensch arbeitet non-stop ohne Pause. Atme ein, atme aus, denke. Gedankenblasen im Kopf, die mit passenden Worten ausgef&amp;uuml;llt werden. Worte liegen dort quer und kreuz und warten drauf, in richtiger Reihenfolge eingetippt zu werden. Nichtssagende Gedanken, obligatorisch klingende S&amp;auml;tze, im Kopf bestehende Welten, die Welten aus Millionen von nicht immer zusammenh&amp;auml;ngenden Silben. Und dann wird losgetippt, wei&amp;szlig; der Teufel warum. Wei&amp;szlig; der Teufel wieso Millionen von Menschen in ihren Blogs Gedanken schreiben.&lt;br /&gt;
Sie tun es eben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wer hat den Schaden?&lt;br /&gt;
Wenn dich jemand schlimm behandelt, oder&lt;br /&gt;
Schlimmes von dir redet, so bedenke, dass er es tut&lt;br /&gt;
oder redet in der Meinung, er sei im Recht. Es ist nun&lt;br /&gt;
nicht m&amp;ouml;glich, dass er dem folge, was du f&amp;uuml;r richtig&lt;br /&gt;
h&amp;auml;ltst, sondern dem, was er daf&amp;uuml;r h&amp;auml;lt. Wenn nun&lt;br /&gt;
seine Meinung falsch ist, so hat er den Schaden, sofern&lt;br /&gt;
er sich in einer T&amp;auml;uschung befindet.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich hat&apos;s vielleicht die Weltmeisterschaft gekostet. Gef&amp;uuml;hle sind Gef&amp;uuml;hle, das macht uns Menschen aus. Emotionale  Ausrutscher. Damit sind wir menschlich gebrandmarkt. Brand it like Mensch. Dem Zidane war sein eigener Stolz und die eigene Ehre viel wichtiger als die Ziele, die er sich als Mensch bzw. Spieler gesetzt hat. Vielleicht, weil Ziele langfristig sind und der Stolz kurzfristig zu befriedigen ist. Das ist sehr einfach und wird rucki zucki erledigt. Und wer hat den Schaden getragen?  Ich bin mir sicher, das waren weder Frankreich noch das Volk bzw. die Fans, das war Zidane selbst. In die Falle gelockt, reingefallen. Wem eigene Ehre und Stolz wichtiger sind als das Ziel, der ist reingefallen, in einen Strudel von Eitelkeit und falschem Stolz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wie man dem L&amp;auml;sterer das Maul stopft.&lt;br /&gt;
Wenn dir jemand hinterbringt, dass der&lt;br /&gt;
oder jener Schlimmes von dir rede, so verteidige&lt;br /&gt;
dich nicht gegen das Gesagte, sondern antworte: Der&lt;br /&gt;
wusste also nichts von meinen &amp;uuml;brigen Fehlern, sonst&lt;br /&gt;
w&amp;uuml;rde er wohl nicht blo&amp;szlig; von diesen gesprochen haben.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G&amp;uuml;nter Grass. Was ist mit G&amp;uuml;nter Grass? &lt;br /&gt;
G&amp;uuml;nter Grass gibt zu, menschliche Schw&amp;auml;chen zu haben. Er ist bereit, von den Medien, Menschen, der Masse, niedergetreten zu werden, seine Ehre und seinen Stolz zu verlieren.&lt;br /&gt;
Vielleicht hat sich Herr Grass die letzte Zeit mit Epiktet auseinandergesetzt oder ist Herr Grass einfach erwachsen geworden. Wo die Ehre, der Stolz keine Macht mehr &amp;uuml;ber einen hat, keine Kontrolle aus&amp;uuml;bt, sondern das wahre, eigene Ich die Oberhand gewinnt. Das eigene, verletzliche Ich. Ich habe Fehler gemacht, und ich stehe dazu. Ihr k&amp;ouml;nnt ruhig drauf treten und drauf spucken, das ist eure gutes Recht, aber es ber&amp;uuml;hrt mich nicht. Dinge sind nun mal geschehen. Die Meinung der Menschen ist, wie bereits erw&amp;auml;hnt, sehr leicht manipulierbar. Die Macht der Masse, die den Standard kontrolliert. Den Standard, den die besagte Masse schluckt, wie Nahrung, um weiterleben zu k&amp;ouml;nnen. Wie die Goldfische im Aquarium, die in eigner Kloake schwimmen. An die eigene Nase anfassen, das vergessen die Leute, es ist einfacher, mit dem Finger irgendwo drauf zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wer hat den Schaden?&lt;br /&gt;
Wenn dich jemand schlimm behandelt, oder&lt;br /&gt;
Schlimmes von dir redet, so bedenke, dass er es tut&lt;br /&gt;
oder redet in der Meinung, er sei im Recht. Es ist nun&lt;br /&gt;
nicht m&amp;ouml;glich, dass er dem folge, was du f&amp;uuml;r richtig&lt;br /&gt;
h&amp;auml;ltst, sondern dem, was er daf&amp;uuml;r h&amp;auml;lt. Wenn nun&lt;br /&gt;
seine Meinung falsch ist, so hat er den Schaden, sofern&lt;br /&gt;
er sich in einer T&amp;auml;uschung befindet.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;P.S.:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Anspruchslosigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemals nenne dich selbst einen Philosophen.&lt;br /&gt;
Auch sprich unter Laien nicht viel von den&lt;br /&gt;
Lehrs&amp;auml;tzen der Wissenschaft, sondern handle nach&lt;br /&gt;
denselben. So sprich z.B. bei der Mahlzeit nicht&lt;br /&gt;
davon, wie man essen soll, sondern iss, wie man essen&lt;br /&gt;
soll. Erinnere dich, dass auf diese Weise Sokrates alles&lt;br /&gt;
sich zur Schau Stellen von sich abgelegt hat. Es&lt;br /&gt;
kamen sogar Leute zu ihm, welche von ihm den Philosophen&lt;br /&gt;
vorgestellt sein wollten, und er f&amp;uuml;hrte sie hin. &lt;br /&gt;
So leicht ertrug er es, &amp;uuml;bersehen zu werden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Epiktet: Handb&amp;uuml;chlein der stoischen Moral)
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cover</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:50:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1237/">
    <title>Aufs Meer hinausfahren</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1237/</link>
    <description>Vor etwa zwei Jahren war mein Beruf die p&amp;auml;dagogische Begleitung von sogenannten arbeitsmarktorientierten Projekten f&amp;uuml;r Arbeitslose unter 25 Jahren. Zus&amp;auml;tzlich geh&amp;ouml;rte der Unterricht im gro&amp;szlig;en Bereich &quot;Wirtschaft und Soziales&quot; zu meinen Aufgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W&amp;uuml;rde man meine Teilnehmer von damals verschlagworten wollen, k&amp;auml;men auf jeden Fall diese uns&amp;auml;glichen Ausdr&amp;uuml;cke &quot;bildungsferne Haushalte&quot; und &quot;Migrationshintergrund&quot; vor. Gebraucht wurde daher an Unterrichtsinhalten nahezu alles. So k&amp;uuml;ndigten wir in meinem Unterricht eifrig Mobilfunkvertr&amp;auml;ge, zerpfl&amp;uuml;ckten Bildzeitungsmeldungen oder machten uns Gedanken &amp;uuml;ber Versicherungen, die ein Mensch so braucht. Alles mit mehr oder weniger Interesse meiner Teilnehmer. Meist weniger, doch der Gedanke, das Gelernte doch irgendwie gebrauchen zu k&amp;ouml;nnen, hielt die Leute halbwegs bei der Stange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer meiner Teilnehmer (nennen wir ihn Hassan) war anders: Hassan war Marokkaner,  mit einer Deutschen verheiratet und schon fast intellektuell. Es gab kaum einen Tag, an dem er seine Pause nicht &amp;uuml;ber ein Buch vertieft verbrachte. Zu seinen Kollegen war er ausnahmslos freundlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit gut einem Jahr war er in Deutschland. Er sprach vier Sprachen flie&amp;szlig;end, und es gab nichts, was ihn nicht interessierte. Ob M&amp;ouml;belstilkunde, Privatinsolvenz, Gesch&amp;auml;ftsbriefe schreiben oder Prozentrechnen: Hassan saugte Informationen auf wie ein Schwamm und folgte dem Unterricht gespannt. Nur ab und zu bl&amp;auml;tterte er in seinem Franz&amp;ouml;sischw&amp;ouml;rterbuch, mit dem er sich W&amp;ouml;rter &amp;uuml;bersetzte, die er nicht verstanden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Vorstellungsgespr&amp;auml;ch fuhr ich Hassan nach Hause. Er wohnte sehr l&amp;auml;ndlich, und die Anbindung mit &amp;ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln war mehr als ung&amp;uuml;nstig. Wir fuhren durch die h&amp;uuml;gelige und fast unbewohnte Landschaft, und Hassan beschrieb mir voller Begeisterung, wo seine Lieblingspl&amp;auml;tze sind und wo man die beste Aussicht aufs Tal hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W&amp;auml;hrend ich noch bewunderte, wie schnell er sich eingelebt und an der meiner Meinung nach eher nichtssagenden Umgebung Gefallen gefunden hat, sprach Hassan von einem nahegelegenen Steinbruch. Dort sei er &amp;ouml;fter, weil man dort so sch&amp;ouml;ne Fossilien finde. Aber er m&amp;uuml;sse aufpassen, denn das sei verboten, und wenn der Besitzer des Steinbruchs ihn erwische, dann schicke er Hassan immer weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hassan konnte das nicht verstehen: Wie konnte einem Menschen Landschaft geh&amp;ouml;ren? Es sei ja auch kein Zaun drum, und es st&amp;ouml;re doch niemanden, wenn er dort nach Fossilien sucht. Ich erkl&amp;auml;rte ihm, dass das vermutlich auch nicht das Problem sei. Doch wenn er dort st&amp;uuml;rzen und sich schwer verletzen w&amp;uuml;rde, dann m&amp;uuml;sse der Besitzer des Steinbruchs vielleicht Schadenersatz an ihn zahlen. Und um das von vorneherein zu vermeiden, lie&amp;szlig;e der Besitzer niemanden zum Steinbruch, vermutete ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wolle doch gar keinen Schadenersatz, entgegnete Hassan, er wolle nur Fossilien suchen. Und wenn er irgendwo st&amp;uuml;rzt, sei das seine Sache. Ich beschrieb ihm, wie Krankenkassen und Rentenversicherer bei Unf&amp;auml;llen nachfragen k&amp;ouml;nnen, um die Haftung auf jemanden anderes abzuw&amp;auml;lzen. Sp&amp;auml;testens ab dann sei der Unfall und seine Kosten nicht mehr nur sein eigenes Problem. Was w&amp;auml;re, wenn er ungl&amp;uuml;cklich f&amp;auml;llt und sich das Genick bricht? Wer soll dann f&amp;uuml;r seine Familie sorgen? Ich hielt einen Vortrag &amp;uuml;ber Lebensversicherungen, Krankenkassen, Rentenversicherungstr&amp;auml;ger und zeichnete in wenigen Minuten einen gordischen Knoten aus Versicherungen, Anspr&amp;uuml;chen, Gegenanspr&amp;uuml;chen, Prozessen und Gutachten auf, der erst zerschlagen sein m&amp;uuml;sste, bis seine Familie versorgt werden k&amp;ouml;nne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hassan wurde immer nachdenklicher. Bei sich in Marokko, dort geh&amp;ouml;re das Meer niemandem. Wenn er dort mit seinen Freunden angeln will, dann fragt er nirgendwo. Er fahre einfach los. Wenn einer beim Angeln ertrinkt, dann k&amp;uuml;mmere sich die Familie oder die Dorfgemeinschaft um die Hinterbliebenen. Sicher nicht mit Geldleistungen wie eine Kapitallebensversicherung das tut. Aber es muss niemand hungern. Und jeder kann aufs Meer hinausfahren, wann er m&amp;ouml;chte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hassan ist inzwischen nicht mehr in Deutschland. Kurz nach diesem Gespr&amp;auml;ch musste er zur&amp;uuml;ck nach Marokko, weil er sich zu sehr in den deutschen Gesetzen verheddert hat. Ohne schuld daran zu sein. Doch das ist eine andere Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal, wenn ich meine Versicherungsunterlagen durchgehe, denke ich an dieses Gespr&amp;auml;ch mit ihm. Und daran, wie gern ich auch einfach aufs Meer hinausfahren w&amp;uuml;rde, ohne jemanden zu fragen.
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Instant Illusion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:49:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1239/">
    <title>Vom wilden Lachen</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1239/</link>
    <description>&amp;Uuml;ber Robert Gernhardt ist anl&amp;auml;sslich seines Todes viel und besser geschrieben worden als ich es k&amp;ouml;nnte. Der Mann hatte Humor und war Deutscher, womit bewiesen w&amp;auml;re, dass sich beide Eigenschaften nicht zwingend gegenseitig ausschlie&amp;szlig;en. Aus europ&amp;auml;ischer Nachbarschaft trifft uns n&amp;auml;mlich oft genug der Vorwurf der Humorlosigkeit, ein Totschlagargument aus Entstehungszeiten des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/German_Bashing&quot;&gt;German Bashings&lt;/a&gt;. Vielleicht verstehen man ihn im Ausland nur nicht, den deutschen Humor. Immerhin hat Humor oft genug mit Sprache zu tun, und die wird selbst von vielen Deutschen nicht ausreichend beherrscht. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Was uns dabei leider in die Quere kommt, ist ein Hang zur Selbstkontrolle. Nur Kindern wird hemmungsloses Lachen nachgesehen. Zumindest wenn es in der richtigen Dosierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zarten Alter von neun Jahren war ich Teilnehmer einer Safari durch Kenia. In einem alten VW-Bus wurden wir durch die Savanne gekarrt. Erwischte der Fahrer ein Schlagloch, wurden alle zehn Insassen wie auf Kommando gleichzeitig von ihren Sitzen geschleudert. Die Szene war in meinen Augen so grotesk, dass ich mich vor Lachen bog und ungeduldig auf das n&amp;auml;chste Schlagloch wartete. Der einheimische Fahrer beobachtete mein Verhalten und fragte schlie&amp;szlig;lich meine Mutter, ob mit mir alles in Ordnung sei. Sie wusste nicht, ob sie wahrheitsgetreu zustimmen k&amp;ouml;nne, ermahnte mich aber zur Sicherheit, mich zusammenzurei&amp;szlig;en. Dabei hatte ich den alten Gauner in Verdacht, dass er absichtlich kein Schlagloch auslie&amp;szlig;, um mein Verhalten zu provozieren. So entstehen Vorurteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am liebsten lachte ich &amp;uuml;ber Missgeschicke der anderen. Als meine Gro&amp;szlig;mutter beispielsweise nach einem Topf im K&amp;uuml;chenschrank angelte und pl&amp;ouml;tzlich kopf&amp;uuml;ber in selbigen hineinkippte, gab es f&amp;uuml;r mich kein Halten mehr. Zugegeben, ich habe mit einem kleinen Stups nachgeholfen. Hinterher verging mir das Lachen sehr schnell. Auch sonst hatte ich nicht viel zu lachen. Das hat Kindheit so an sich. Deswegen erfand ich ein Spiel, das &lt;i&gt;Z&amp;uuml;ndungslachen&lt;/i&gt; hie&amp;szlig; und in langweiligen Zeiten zum Einsatz kam. Der Anlasser unseres alten Autos stand daf&amp;uuml;r Modell. Die Regeln waren sehr einfach: man produziert einen willk&amp;uuml;rlichen Lachlaut. Auf jeden Lacher folgt ein weiterer, bis der Motor anspringt und von alleine l&amp;auml;uft. Im Zuge sp&amp;auml;terer Recherche musste ich leider feststellen, dass meine Idee von einem durchgeknallten  indischen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Lachclub&quot;&gt;Freak&lt;/a&gt; geklaut worden ist. Die sollten sich lieber mal nach ordentlichen Autos umsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Mutter erz&amp;auml;hlte gerne lustige Geschichten, wobei sich bereits mit den ersten S&amp;auml;tzen ein unkontrolliertes Grinsen in ihrem Gesicht breit machte. Im Laufe der Erz&amp;auml;hlung versuchte sie erfolglos, das in ihr aufsteigende Lachen zu unterdr&amp;uuml;cken. Die Folge davon waren entgleiste Gesichtsz&amp;uuml;ge, eine gepresste Stimmlage und unlogisch gekiekste Betonungen sowie eine unverst&amp;auml;ndliche Aussprache. Am Ende rang sie meist nach Luft und wischte sich die Tr&amp;auml;nen aus den Augen. Ich fand dieses Gebaren sehr entw&amp;uuml;rdigend, zumal ich mich in meiner Pubert&amp;auml;t stets bem&amp;uuml;hte, ihr mit unver&amp;auml;nderter Miene zu lauschen, was zugegebenerma&amp;szlig;en nicht einfach war. Auch diese meine Idee zur Verfeinerung der K&amp;ouml;rperbeherrschung traf ich sp&amp;auml;ter bei Literaturlesungen wieder. Finden sich n&amp;auml;mlich Menschen ein, um Kunst zu konsumieren, hat dies in dem Werk angemessener Manier zu geschehen. Wer lacht, enttarnt sich als Dummkopf. Die Klugen philosophieren lieber theoretisch &amp;uuml;ber Humor in der Literatur, um ihren Kunstverstand zu zelebrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schule blieb auch ich nicht vor den gro&amp;szlig;en Schriftstellern verschont. Dabei saugte ich dankbar jede humorige Wendung zwischen den trockenen Satzgefilden auf. So war ich der irrt&amp;uuml;mlichen &amp;Uuml;berzeugung, Thomas Mann sei irre komisch. Erst als ich wirklich humorvolle Literatur las, wurde mir klar, es geht auch anders. Ich entdeckte David Sedaris. Um einen kranken Freund zu erheitern, las ich ihm aus meiner Neuentdeckung vor, selbstverst&amp;auml;ndlich auf englisch. Dabei unterbrach ich den Vortrag immer wieder mit Kommentaren wie &amp;#8222;ist das nicht lustig?&amp;#8220; oder &amp;#8222;ich k&amp;ouml;nnte mich wegschmei&amp;szlig;en, wenn ich das lese&amp;#8220;, teilweise auch durch lautstarkes Lachen nach besonders famosen Formulierungen. Der Kranke - seines Zeichens geb&amp;uuml;rtiger M&amp;ouml;nchengladbacher - teilte meine Meinung nicht im mindesten, was mich nachdenklich stimmte. Warum hatten wir nicht denselben Sinn f&amp;uuml;r Humor? War ich am Ende doch keine Deutsche, sondern nur nach der Geburt vertauscht worden? Erst als ich Gernhardt entdeckte, da wusste ich, wir sind derer schon zwei. Und fortan scheute ich mich nicht, in unkontrolliertes Gel&amp;auml;chter auszubrechen, wenn mir danach war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niveauvoll ist das selbstverst&amp;auml;ndlich nicht, eher laut, entfesselt und aus meinem tiefsten Inneren. In Japan ernte ich daf&amp;uuml;r von Passanten indignierte Blicke. Eine Japanerin lacht nur hinter vorgehaltener Hand, ganz wie es die Tradition vorschreibt. &amp;Uuml;berhaupt ist die &amp;Auml;u&amp;szlig;erung von Gef&amp;uuml;hlsregungen dort verp&amp;ouml;nt. Man l&amp;auml;sst sich einfach nicht in der &amp;Ouml;ffentlichkeit gehen, da dies einem Gesichtsverlust gleichkommt. Damit verglichen sind selbst Bewohner aus dem k&amp;uuml;hlen Norden Deutschlands die reinsten Feuerwerksk&amp;ouml;rper. Wer in der Lage ist, unkontrolliert zu lachen, &amp;uuml;berflutet seinen K&amp;ouml;rper mit Gl&amp;uuml;ckshormonen. Besonders wichtig wird diese Tatsache angesichts der bevorstehenden dunklen Jahreszeit. Wer nicht herzhaft lachen m&amp;ouml;chte, der kann f&amp;uuml;r denselben Effekt alternativ tonnenweise Schokolade essen, sich im Dauerlauf durch den Wald pr&amp;uuml;geln, sich stundenlang einer H&amp;ouml;hensonne aussetzen oder wahllos seine Mitmenschen k&amp;uuml;ssen. Besonders ratsam ist das jedoch nicht. Lachen hingegen macht gl&amp;uuml;cklich, ist leicht zu lernen und kostet nur ein wenig &amp;Uuml;berwindung. Und unkontrolliertes Lachen ist fast so sch&amp;ouml;n wie ein niveauloser Orgasmus.
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:49:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1244/">
    <title>Wein &amp;#8211; Genussmittel im Kontrollzustand </title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1244/</link>
    <description>Ein Gespenst ging um in Europa, zu Jahresbeginn, das Gespenst des B&amp;ouml;sen Weines. Das &lt;a href=&quot;http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2005:0547:FIN:DE:HTML&quot;&gt;Handelsabkommen&lt;/a&gt; mit den Vereinigten Staaten lie&amp;szlig; bei den Konsumenten die Angst vor dem totalen Kunstwein entstehen, Bezeichnungen wie &amp;#8222;Frankensteinwein&amp;#8220; machten die Runde. Die Eichenchips waren da noch das Begreiflichste unter den beim &amp;#8222;Feind&amp;#8220; erlaubten Ma&amp;szlig;nahmen, w&amp;auml;hrend die ber&amp;uuml;chtigte &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/?url=/?id=2262722&quot;&gt;spinning cone column&lt;/a&gt; ganz den d&amp;uuml;steren Labors sinistrer Unterwanderer der hehren Lehre des reinen Weines zu entstammen schien. Und so entstieg gleichzeitig ein Mythos den angsterf&amp;uuml;llten europ&amp;auml;ischen Herzen, der Mythos von den urspr&amp;uuml;nglichen Weinlandschaften, die h&amp;ouml;chsten Genuss reifen lassen, und die M&amp;auml;r vom urspr&amp;uuml;nglichen, authentischen, terroirgetr&amp;auml;nkten und von aufrichtigen Winzerh&amp;auml;nden zum Leben gebrachten Wein, der nicht nur Nischenberechtigung haben d&amp;uuml;rfe, sondern in aller Munde sich entfalten solle, feierte fr&amp;ouml;hliche Urst&amp;auml;nd. Grund genug, sich dieses so begehrlich geh&amp;uuml;teten Schatzes der Alten Welt etwas anzunehmen. Und siehe da, bei n&amp;auml;herer Betrachtung kommt die Einsicht, dass Wein in jedweder Form, aber eben auch in seiner h&amp;ouml;chsten Qualit&amp;auml;tsausformung ein Produkt der totalen Kontrolle ist, wo dem Zufall so wenig Spielraum als m&amp;ouml;glich zu lassen versucht wird. Das beginnt schon bei der Auswahl der Rebstock-Klone, die ma&amp;szlig;geschneidert f&amp;uuml;r den jeweiligen Boden und das dort herrschende Mikroklima zu haben sind; erfolgreiche Winzer selektieren selbst und lassen ihre Erfolgsreben z&amp;uuml;chten und vervielf&amp;auml;ltigen. Dann die vermeintliche Naturverbundenheit der Weingartenarbeit, die sich inzwischen als einer der ma&amp;szlig;geblichsten Faktoren f&amp;uuml;r konkurrenzf&amp;auml;hige Weine mit eigenst&amp;auml;ndigem Profil auch in den K&amp;ouml;pfen bislang technikgl&amp;auml;ubiger Winzer, die diese Erkenntnis nun stolz vor sich her tragen, durchgesetzt hat: f&amp;uuml;r das ideale Verh&amp;auml;ltnis Qualit&amp;auml;t : Ertrag bedarf es unz&amp;auml;hliger Handgriffe, von ma&amp;szlig;vollem Pflanzenschutz &amp;uuml;ber Bodenbearbeitung bis hin zum kontrollierten Rebschnitt, und da muss man schon prophetisch veranlagt sein, um zum rechten Zeitpunkt &amp;uuml;ber das Mehr oder Weniger entscheiden zu k&amp;ouml;nnen. Die Ernte dann: Da kommt neuerdings die Temperaturkontrolle ins Spiel, K&amp;uuml;hlw&amp;auml;gen sorgen f&amp;uuml;r Schonung der Trauben bis zum Presshaus, die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Lesegef&amp;auml;&amp;szlig;e spielt ebenso eine Rolle, und Mehrfach-Lesedurchg&amp;auml;nge f&amp;uuml;r optimale Ausbeutung der Traubenreife sind mittlerweile Standard im Qualit&amp;auml;tsweinbau. Und erst recht im klinisch sauberen Keller: Ohne neue Technologie geht da kaum mehr was, wenn der Zufall nicht &amp;uuml;berhand gewinnen will. Selbst der bewusste Einsatz von Schwerkraft, um den Wein nicht unn&amp;ouml;tig vorzeitig zu stressen, f&amp;auml;llt unter den Begriff &amp;#8222;Kontrolle&amp;#8220;. Man m&amp;ouml;ge auch nur einmal all die erlaubten Wege und Mittel zur &lt;a href=&quot;http://news.reseau-concept.net/images/oiv/Client/Pratiques%20oenologiques%202005%20%20OIV-UE-US.pdf&quot;&gt;Weinbehandlung&lt;/a&gt;  gen&amp;uuml;sslich studieren &amp;#8211; da erscheint das Weinland Europa (um es mal ganz global zu sehen) gleich in weniger strahlendem Licht. F&amp;uuml;r mich der Inbegriff an Ironie aber ist jenes Labor, das sich explizit um die &lt;a href=&quot;http://www.lalittorale.de/de/home.php&quot;&gt;Authentizit&amp;auml;t&lt;/a&gt; der mit seinen Produkten entstandenen Weine schm&amp;uuml;ckt! Irgendwann fragt man sich jedenfalls, ob ehrliche Eichenchips, die mangels Holzatmung ohnehin nie zu einem eleganten Barrique-Wein verhelfen k&amp;ouml;nnen, nicht mindestens so akzeptabel sind wie g&amp;auml;ngige Konzentrationsmethoden, die aus wenig viel zu machen versuchen. Ja und dann ist da noch das mit der &lt;a href=&quot;http://www.verschlusssache-wein.de/&quot;&gt;Verschlusssache&lt;/a&gt;: Korken Sie noch oder schrauben Sie schon? Inmitten eines Wustes an Ma&amp;szlig;nahmenpaketen zur Kontrolle des Weines als Winzer mit eigenst&amp;auml;ndigem Profil beachtungsgebietendem Wein dennoch zu bestehen, ist zugegeben eine st&amp;auml;ndige Gratwanderung. Und so scheint es kein Wunder, dass sich ehrenwerte Winzergruppierungen um Abgrenzung bem&amp;uuml;hen wie die Vinea Wachau mit dem neuen &lt;a href=&quot;http://www.vinea-wachau.at/deutsch/presse/codex_wachau/codex_wachau.htm&quot;&gt;Codex&lt;/a&gt;, dass Rufe nach einem &amp;#8222;Reinheitsgebot f&amp;uuml;r deutschen Wein&amp;#8220; ert&amp;ouml;nen oder von Andreas M&amp;auml;rz eine &lt;a href=&quot;http://www.merum.info/de/06haupt_app.lasso?passacod=MR_0627&quot;&gt;Charta des Reinen Weines&lt;/a&gt; initiiert wird. Als mitf&amp;uuml;hlende Konsumentin genie&amp;szlig;e ich jedenfalls die sorgsam kontrollierten Weine im Wissen um ihre M&amp;ouml;glichkeiten, hoffe auf deren Eigenleben im Laufe ihrer Reifungsjahre und gebe mich mit Freude dem kontinuierlichen Kontrollverlust hin ....</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:50:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1238/">
    <title>Einsatz der Wurstpolizei</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1238/</link>
    <description>W&amp;uuml;rde man die Schweizer fragen, was ihnen zum Stichwort &quot;1. August&quot; in den Sinn kommt, w&amp;auml;ren die drei meistgenannten Begriffe wahrscheinlich &quot;Nationalfeiertag&quot;, &quot;Feuerwerk&quot; und &quot;Grillen&quot;. Ich glaube nicht, dass hier der Nationalfeiertag allzu anders gefeiert wird als sonstwo, und nat&amp;uuml;rlich wird auch nicht nur gegrillt und Unsummen von Schweizer Franken in die Luft gepulvert. H&amp;auml;user und G&amp;auml;rten werden mit Fahnen und Girlanden geschm&amp;uuml;ckt, die Kinder veranstalten Lampionumz&amp;uuml;ge und das Schweizer Kreuz hat Hochkonjunktur. Auf Bergen und H&amp;uuml;geln werden &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henfeuer&quot;&gt;H&amp;ouml;henfeuer&lt;/a&gt; gez&amp;uuml;ndet, die Menschen sitzen zusammen, ob bei privaten oder &amp;ouml;ffentlichen Feiern, und wer etwas auf sich h&amp;auml;lt, schafft es irgendwann in seinem Leben, als 1. August-Redner aufzutreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Jahr war alles anders. Aufgrund von Trockenheit und Waldbrandgefahr wurde gegen Ende Juli in der ganzen Schweiz ein Verbot f&amp;uuml;r private Feuerwerke ausgesprochen. W&amp;auml;hrend einige Kantone das Verbot auch auf offizielle Feiern ausweiteten, gingen andere, unter anderem auch der Kanton Z&amp;uuml;rich, sogar noch weiter: Das &quot;Br&amp;auml;teln&quot; auf offenen Feuerstellen oder mit Holzkohlegrillger&amp;auml;ten sei zu unterlassen, wer sich dem Verbot widersetze, werde erst gemahnt und dann mit einer Geldstrafe geb&amp;uuml;&amp;szlig;t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im &quot;Jahrhundertsommer&quot; 2003 dauerte es nicht lange, bis sich erste B&amp;uuml;rger unseres Landes in ihrer pers&amp;ouml;nlichen Freiheit bedroht f&amp;uuml;hlten. W&amp;auml;hrend die meisten wohl noch Verst&amp;auml;ndnis f&amp;uuml;r das Feuerwerksverbot aufbringen konnten, ging ihnen das Grillverbot eindeutig zu weit. Ein solches Verbot nicht fl&amp;auml;chendeckend auszusprechen macht auch wenig Sinn, schlie&amp;szlig;lich durchquert wohl so manche Kantonsgrenze einen Wald, und w&amp;auml;hrend man nun links der Grenze auf dem trockenen Waldboden ein Feuer entfachen und die W&amp;uuml;rste am Stecken gegrillt werden durften, wurde dies rechts der Grenze untersagt . Das Chaos schien perfekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Medien nahmen das Thema dankbar auf und stopften damit das Sommerloch. Das Schweizer Boulevardmagazin &lt;a href=&quot;http://www.blick.ch/&quot;&gt;Blick&lt;/a&gt; sagte einen &quot;Br&amp;auml;teltourismus&quot; voraus und berichtete, dass &quot;erste Z&amp;uuml;rcher bereits in den Aargau fliehen&quot; und es &quot;schon &amp;uuml;ber 60 Eins&amp;auml;tze f&amp;uuml;r die Wurst-Polizei&quot; gegeben habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tats&amp;auml;chlich, die Vorstellung hat was: Die von der restlichen Schweiz nicht ganz zu Unrecht als arrogant verschrienen Z&amp;uuml;rcher unterwegs in den von ihnen stets bel&amp;auml;chelten Nachbarskanton Aargau, der Kanton, dessen Nummernschild sie f&amp;uuml;r (fast) kein Geld dieser Welt an ihrem Auto h&amp;auml;ngen haben m&amp;ouml;chten, der Kanton, dessen Bewohner sich ihrer Meinung nach viel zu oft in Z&amp;uuml;rich aufhalten, und wer ein echter Z&amp;uuml;rcher sein will, der meidet an Abenden, an denen die Aargauer unterwegs sind, gewisse Quartiere und Lokale seiner Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was w&amp;auml;re wohl geschehen, w&amp;auml;re es zu dem von Blick prophezeiten Exodus der Stadtz&amp;uuml;rcher in den Aargau gekommen? Wie h&amp;auml;tten die Aargauer reagiert? Wir wissen es nicht, nach ausgiebigen Regenf&amp;auml;llen hat die Z&amp;uuml;rcher Kantonsregierung am 1. August um 17.00 Uhr das Grillverbot n&amp;auml;mlich aufgehoben. Da Schweizer Haushalte normalerweise mit einem Tiefk&amp;uuml;hlfach oder einer Tiefk&amp;uuml;hltruhe ausgestattet sind, gehe ich davon aus, dass darin die eine oder andere Wurst lagerte und an dem Abend so dann doch noch Verwendung fand.&lt;br /&gt;

</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:49:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1243/">
    <title>M&amp;uuml;sli und Perestroika</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1243/</link>
    <description>Als die USA und die UdSSR &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Krieg#Vom_Prager_Fr.C3.BChling_bis_zu_Gorbatschow_.281968-1985.29&quot;&gt;1969&lt;/a&gt; Gespr&amp;auml;che zur nuklearen R&amp;uuml;stungsbegrenzung aufnahmen, schien es wieder Sinn zu machen sich in der pers&amp;ouml;nlichen Lebensplanung auf ein r&amp;uuml;stiges Methusalemalter einzustellen und die Vollwertern&amp;auml;hrungslehre wurde an den Universit&amp;auml;ten aus den Archiven geholt und &amp;uuml;berarbeitet. Meine Kindheit f&amp;auml;llt in die Zeit wachsender M&amp;uuml;slipopularit&amp;auml;t. Michail Gorbatschow pr&amp;auml;gte Glasnost und Perestroika, Kriege waren ein entwickelten Nationen unw&amp;uuml;rdiger Zustand, und wir wurden mit selbstgepresstem Petersiliensaft und Nervenkeksen nach dem Rezept der Hildegard von Bingen auf ein langes, langes Leben vorbereitet. (Kaum vorstellbar, dass noch wenige Jahre zuvor niemand vorgehabt hatte, die 30 wesentlich zu &amp;uuml;berschreiten und der pers&amp;ouml;nliche Drogenmix schon im Hinblick auf dieses Ziel zusammengestellt wurde.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil meine Mutter die Sorge, wie viele Vitamine in Rohkost heutzutage tats&amp;auml;chlich noch enthalten sind, nie loslie&amp;szlig;, lagen neben unseren Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ckstellern feins&amp;auml;uberlich abgez&amp;auml;hlt Hefetabletten (f&amp;uuml;r Haut und Haar), ein Multivitaminpr&amp;auml;parat (f&amp;uuml;r fast alles), Knoblauchkapseln (f&amp;uuml;r das Ged&amp;auml;chtnis), Betacarotin&amp;#8211;Kapseln (f&amp;uuml;r den Teint) &amp;#8211; immer jedenfalls viele bunte Gesundheitsbonbons. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken, nat&amp;uuml;rlich investierten wir unser Taschengeld in zahnschmelzfeindliche Riesenkaugummis. McDonald&amp;#8217;s machte sich im Stadtbild breit und rechtzeitig bevor ich auf vegane Ern&amp;auml;hrung umstellte, hatte ich die Schl&amp;uuml;mpfe &amp;#8211; Serie aus der Junior T&amp;uuml;te komplett. Aber der Vitaltrend war sp&amp;uuml;rbar hartn&amp;auml;ckiger und m&amp;auml;chtiger und wir belasteten unseren Organismus mit Chips und Schokolade in dem Bewusstsein, dass wir diese nur dem Vergn&amp;uuml;gen dienenden, rein ungesunden Dinge essen m&amp;uuml;ssen, bevor sie nur noch mit Ballaststoffen und Vitaminen angereichert erh&amp;auml;ltlich sein werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zum Sport fand man in der Zeit zwischen den M&amp;uuml;slianf&amp;auml;ngen und den Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cks-Cerealien, wie wir sie jetzt kennen, einen anderen Zugang: In meiner sehr fr&amp;uuml;hen Kindheit bestand die einzige auch in nicht-alpinen Regionen weit verbreitete Sportart darin, auf gut beschilderten, ebenen Wegen in die freundlich gesinnte Natur hinauszuspazieren, um bei einer sehr nahe gelegenen H&amp;uuml;tte Mohnstrudel, Krapfen, Schnitzel oder wof&amp;uuml;r auch immer die jeweilige Wanderroute bekannt war, zu vertilgen. Mit so wenig Anstrengung l&amp;auml;sst es sich nat&amp;uuml;rlich nicht 200 Jahre alt werden und so entstanden f&amp;uuml;r die Bewusster-Leben-Generationen nach und nach Aerobic-Kurse, Fitnesscenter, Schulen f&amp;uuml;r fern&amp;ouml;stliche K&amp;ouml;rperverbiegungsk&amp;uuml;nste und ihre westlichen Variationen und regalweise B&amp;uuml;cher &amp;uuml;ber richtiges Laufen und richtiges Gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren stiegen auch Leute, die ihre Kinder nie antiautorit&amp;auml;r erzogen oder W&amp;ouml;rter wie Kommune und Joint laut ausgesprochen h&amp;auml;tten, anl&amp;auml;sslich der vertrauenserweckenden 25. Auflage von Joseph Murphys Hauptwerk in die Macht des Unterbewusstseins und das positive Denken quer ein oder h&amp;ouml;rten beim Autofahren Autosuggestionskassetten. Ich erinnere mich an Mathematik&amp;#8211;Schularbeiten, auf die ich mich unter Anleitung meiner Eltern durch 50 Wiederholungen t&amp;auml;glich n&amp;auml;mlich des Satzes &amp;#8222;Ich werde mit jedem Tag und mit jeder Stunde immer besser und besser&amp;#8220; vorbereitet habe. Zimmerpflanzen versuchten wir nicht nur mit Substral, sondern vor allem auch mit gut Zureden zum Bl&amp;uuml;hen zu bringen. Es geisterte sogar die Theorie herum, dass man Kakteen die Stacheln ausreden kann, wenn man sie nur regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig freundlich darauf hinweist, dass man das Stechen als unangenehm empfindet. Alles war mit der richtigen mentalen Einstellung und viel M&amp;uuml;he zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das positive Denken hatte einen passenden politischen Rahmen: Schon der Begriff Krieg war bald so unzeitgem&amp;auml;&amp;szlig;, dass man lieber von Krisen, Konflikten und bewaffneten Auseinandersetzungen sprach - Termini, die nahe legen, dass es sich um etwas handelt, das durch eine vern&amp;uuml;nftige Aussprache geschlichtet werden kann. Streitigkeiten zwischen zivilisierten Staaten sollten vorzugsweise vor Gericht, n&amp;auml;mlich vor dem internationalen Gerichtshof in den Haag ausgetragen werden. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: die 70er und 80er Jahre waren kaum weniger vom &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Terrorismus &quot;&gt;Terrorismus&lt;/a&gt; gebeutelt als das neue Jahrtausend. - Wahrscheinlich ziehen gerade Gesellschaften, die Gewaltfreiheit und Rechtsstaatlichkeit hochhalten, den Terror als Mittel der psychologischen Kriegsf&amp;uuml;hrung an, weil ein umso gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Ruck durch das &amp;ouml;ffentliche Bewusstsein geht, je ferner die M&amp;ouml;glichkeit willk&amp;uuml;rlicher Brutalit&amp;auml;t in dieser Gesellschaft scheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es machte doch den Eindruck, als m&amp;uuml;sste man nur &lt;a href=&quot;http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/science/lutz.html&quot;&gt;das richtige Konzept&lt;/a&gt; finden und mit einer Eselsgeduld verhandeln, um solche Krisen zu entsch&amp;auml;rfen: In meinem Maturajahr erhielten Nelson Mandela und de Klerk gemeinsam den Friedensnobelpreis, im Jahr darauf Yasser Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin. Den Eisernen Vorhang gab es nicht mehr. Der UN-Sicherheitsrat richtete &lt;a href=&quot;http://zeus.zeit.de/text/1998/26/199826.gericht.2_.xml &quot;&gt;Tribunale&lt;/a&gt; f&amp;uuml;r Jugoslawien und Ruanda ein, weil es f&amp;uuml;r Makroverbrechen, also Verbrechen von Staaten, eine zust&amp;auml;ndige Instanz geben sollte. Und ja, mit dem Pathos, das man gegen Ende der Schulzeit gerade noch haben darf, war ich damals der Meinung, in einer Zeit zu leben, in der dauerhafte L&amp;ouml;sungen f&amp;uuml;r die gro&amp;szlig;en Krisen der Vergangenheit gefunden werden, f&amp;uuml;r eine nach der anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich umgesehen, ob jemand die Nordic Walking Sticks niederlegt und eine Krapfendi&amp;auml;t anf&amp;auml;ngt, jetzt, wo es nicht mehr unzeitgem&amp;auml;&amp;szlig; ist, ein &lt;a href=&quot;http://www.bpb.de/publikationen/3RZXE0,0,I%92m_a_war_president_Essay.html&quot;&gt;&amp;#8222;war president&amp;#8220;&lt;/a&gt; zu sein, sondern sogar mit einigem Stolz in einem Land, das auf jeder Weltkarte eingezeichnet ist, gesagt werden kann. Aber es sieht so aus, als w&amp;auml;ren die Vors&amp;auml;tze schlank, fit und gesund &amp;uuml;ber die 200 Jahres Marke hinauszuwalken ungebrochen. Sicher, man munkelt, die Pension werde nicht so lustig, wie man sich das lange gedacht hat. Es wird nicht funktionieren mit dem Geld-Haben ohne arbeiten zu m&amp;uuml;ssen. Neuere Studien belegen, dass Schokolade gut gegen Herzinfarkt sein soll, Kaffee dem K&amp;ouml;rper kein Wasser entzieht, Cholesterin nicht so sch&amp;auml;dlich wie Margarine ist, k&amp;uuml;nstliche Vitamine krebserregend sind und Laufen die Gelenke zu sehr abnutzt. Dahinter k&amp;ouml;nnte nat&amp;uuml;rlich eine Verschw&amp;ouml;rung stecken, die uns in Zeiten wie diesen von unserem Weg zum jugendlichen Greisentum abbringen will. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass es dem Vitaminkapselz&amp;auml;hlen ganz regul&amp;auml;r so wie vielen anderen unserer Bem&amp;uuml;hungen ergangen ist, bei denen sich nachtr&amp;auml;glich herausstellt, dass sie von vornherein zu mindestens 72% verkehrt waren. Aber Scheitern ist immer noch besser als sp&amp;auml;ter einmal zu bereuen nie mit seinem Kaktus gesprochen zu haben - h&amp;auml;tte man zumindest in meiner Kindheit gesagt.
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:50:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1242/">
    <title>Schwumm</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1242/</link>
    <description>Langsam und unsicher stakse ich n&amp;auml;her. Kiesel pieksen mich in die Fu&amp;szlig;sohlen. Halb &amp;auml;ngstlich, halb gespannt taste ich mich heran an das milchig-blaue Wasser. Mein gro&amp;szlig;er Zeh taucht zuerst ein. Es ist kalt, aber nicht so sehr wie bef&amp;uuml;rchtet. Keine l&amp;auml;hmende K&amp;auml;lte &amp;#8211; eher erfrischend und prickelnd strudelt es um meine Kn&amp;ouml;chel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache ein paar Schritte weiter hinein und die Str&amp;ouml;mung beginnt, kaum merklich an mir zu ziehen. Jetzt kommt der Moment, an dem ich mich einfach fallen lassen m&amp;uuml;sste. Am besten gleich kopf&amp;uuml;ber hinein. Mich einfach mitrei&amp;szlig;en lassen, immer weiter, immer vorw&amp;auml;rts. Schnell. Dazu bin ich schlie&amp;szlig;lich hier. Und es ist hei&amp;szlig;. Wenn nicht jetzt, wann dann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Meter bis zum Untertauchen sind schnell &amp;uuml;berbr&amp;uuml;ckt. Ein Sprung und die K&amp;auml;lte nimmt mir einen Moment lang den Atem. Nach ein paar schnellen Schwimmz&amp;uuml;gen Richtung Flussmitte schwindet das klamme Gef&amp;uuml;hl mehr und mehr. Ich lasse mich treiben. Zur&amp;uuml;ck geht es nicht mehr &amp;#8211; alles andere als ein paar steuernde Z&amp;uuml;ge, die mich in der Flussmitte halten, hat wenig Aussicht auf Erfolg. Mein K&amp;ouml;rper f&amp;uuml;hlt sich ganz leicht an. Nie bin ich mit weniger Aufwand schneller geschwommen. Vorbei am Ufer, an B&amp;auml;umen und Spazierg&amp;auml;ngern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich untertauche, h&amp;ouml;re ich die Flusskiesel  unter mir singen. Mal klingt es wie ein helles Zirpen, mal wie ein Summen. Dazwischen mischen sich vereinzelte T&amp;ouml;ne wie &amp;#8222;Pling&amp;#8220; oder &amp;#8222;Klang&amp;#8220;. &amp;Uuml;ber Wasser h&amp;ouml;re ich nur ein paar Rufe vom Ufer, sonst ist es still. Ich treibe unter der ersten Br&amp;uuml;cke durch. Touristen winken mir und den anderen Schwimmern zu. Wir sind zu schnell vor&amp;uuml;bergetrieben, um zur&amp;uuml;ckzuwinken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langsam f&amp;auml;llt auch die letzte Anspannung von mir ab. Ich kann nicht viel tun und das ist sch&amp;ouml;n. Immer weiter. Pling! Immer vorw&amp;auml;rts. Klang! Schnell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der n&amp;auml;chsten Biegung taucht das Marzilibad auf, dort soll ich raus - am vorletzten Ausstieg, dem mit der Petunie. Jetzt muss ich wieder arbeiten. Langsam weg, raus aus der Flussmitte, rauf auf die Innenbahn. Das kostet Kraft, die Str&amp;ouml;mung will mich nicht gehen lassen, doch allm&amp;auml;hlich habe ich den Bogen raus. Schr&amp;auml;g n&amp;auml;here ich mich dem Ufer, es wird immer flacher. Mein gro&amp;szlig;er Zeh nimmt &amp;#8211; wieder als erster &amp;#8211; Kontakt auf. Autsch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An &amp;#8222;meinem&amp;#8220; Ausgang greife ich im Vorbeitreiben nach dem Gel&amp;auml;nder und erwische es auf Anhieb. Erst h&amp;auml;nge ich daran wie ein W&amp;auml;schest&amp;uuml;ck im Wind. Dann f&amp;auml;llt mir auf, wie flach es hier ist, und dass ich, trotz Str&amp;ouml;mung, einfach aufstehen kann. Ich hangele mich aus dem Fluss. Die Sommerhitze hat mich wieder. Mein erster Aareschwumm ist Geschichte.
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:50:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1241/">
    <title>Nur nicht auffallen</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1241/</link>
    <description>&amp;#8222;Nun, wie finden Sie den Plakatentwurf,&amp;#8220; fragte Dr. G&amp;uuml;rtner den Praktikanten.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;&amp;Auml;h... also ich find&amp;#8217;s gut so. Nur das Kind sieht so seltsam aus.... ist es zur&amp;uuml;ckgeblieben?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Der Praktikant irrte sich. Denn das Kind war nicht behindert, sondern nur ungl&amp;uuml;cklich fotografiert. Aber es war G&amp;uuml;rtners Tochter Jenny. Noch am gleichen Tag bekam der Prakti seine Papiere und den goldenen Handschlag. Denn er hatte die uralte Regel gebrochen, dass man in einem hierarchischen System wie dem Berufsleben immer wissen muss, &amp;uuml;ber was man mit wem spricht. Jedes negative Wort und leider oft auch positive &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen k&amp;ouml;nnen zur falschen Zeit, beim falschen Adressat &amp;uuml;berraschend negative Reaktionen ausl&amp;ouml;sen. Es gibt viele solche Regeln. Robert Green nennt in seinem Buch &amp;#8222;Power&amp;#8220; 48 Gesetze der Macht, z.B. &amp;#8222;Stelle nie den Meister in Frage&amp;#8220;, &amp;#8222;Vertraue Deinen Freunden nie zu sehr&amp;#8220;, &amp;#8222;Bediene Dich Deiner Feinde&amp;#8220;, &amp;#8222;Halte Deine Ansichten stets geheim&amp;#8220;, &amp;#8222;Sage immer weniger als n&amp;ouml;tig&amp;#8220;, &amp;#8222;Sch&amp;uuml;tze Deinen guten Ruf mit allen Mitteln&amp;#8220;, &amp;#8222;Mache Dir klar, mit wem Du es zu tun hast und kr&amp;auml;nke nicht die Falschen&amp;#8220;, &amp;#8222;Vergiss, was Du nicht haben kannst, es zu ignorieren ist die beste Rache&amp;#8220;, &amp;#8222;Denke was Du willst, aber verhalte Dich wie die anderen&amp;#8220;, &amp;#8222;Halte anderen Spiegel vor&amp;#8220; usw. Gute F&amp;uuml;hrungskr&amp;auml;fte und die Karrieristen dieser Welt befolgen tats&amp;auml;chlich solche Regeln. Um sie anzuwenden, braucht man vor allem eins: Selbstkontrolle. Nat&amp;uuml;rlich muss man auch ein paar andere Eigenschaften mitbringen. Nur n&amp;uuml;tzt es nichts, wenn man schlaue Antworten zur falschen Zeit gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Wie sch&amp;auml;tzen Sie diesen Businessplan ein?&amp;#8220;, wollte G&amp;uuml;rtner von Jens Schulze wissen. Schulze wurde ihm von der Personalabteilung als sein zuk&amp;uuml;nftiger Assistent vorgeschlagen. &lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ich glaube, das Gesch&amp;auml;ftsmodell basiert auf falschen Annahmen. Klingt mir sehr aus dem Bauch heraus gebastelt. Wir sollten uns einen Research ansehen und anhand der Zahlen entscheiden&amp;#8220;. Der Doktor bedankte sich und verabschiedete ihn. Danach diktierte er seiner Sekret&amp;auml;rin eine Notiz, in der er den Businessplan als zu wenig fundiert beschrieb und ein Research empfahl. Dann lie&amp;szlig; er sich den Personalchef geben: &amp;#8222;H&amp;ouml;r mal Uwe, alles was ich will, ist jemand, der mir mit Schreibkram zur Hand geht und mich bei Terminen vertritt, auf die ich keinen Bock habe. Einen Klugschei&amp;szlig;er aus dem Fachschaftsrat der Harvard Business School kann ich nicht gebrauchen.&amp;#8220; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Streber macht vielleicht seinen Lehrer gl&amp;uuml;cklich, aber hat er wirklich Erfolg? Auf dem Schulhof nicht. Und in Unternehmen auch nicht, denn Leute, die ihre Klappe halten und die Erfolge ihrem Chef &amp;uuml;berlassen, sind praktischer. Das mag hart klingen, aber versetzt man sich in die Situation der F&amp;uuml;hrungskraft, ist es sehr erstrebenswert, Mitarbeiter zu haben, die flach spielen und den Teamleiter hoch gewinnen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne tr&amp;auml;umt man als junger Aufsteiger davon, von einer F&amp;uuml;hrungskraft protegiert zu werden, die das junge Talent erkennt und einem den Weg ebnet. Die gute Nachricht ist, das gibt es wirklich. Die Schlechte: Das hat weniger mit uneigenn&amp;uuml;tziger Unterst&amp;uuml;tzung, um der Sache willen zu tun, sondern passt dem Boss gut in den Plan.  Bei unliebsamen Meetings kann der Protegierte  als Blitzableiter dienen oder umstrittene Analysen erstellen, an denen sich der Chef selbst lieber nicht die Finger schmutzig macht (&amp;#8222;Ich wundere mich ja selbst &amp;uuml;ber das Ergebnis und finde es emp&amp;ouml;rend, aber wir sollten der Sache nachgehen. Wenn herauskommt, dass es ein Irrtum ist, umso besser.&amp;#8220;). Das muss man nicht gut finden. Nur wissen, seine Schl&amp;uuml;sse daraus ziehen und entsprechend selbstkontrolliert handeln. Das kann nicht jeder, so wie nicht jeder wei&amp;szlig;, wie man die wichtigen Leute gl&amp;uuml;cklich macht. In manchen Unternehmen ist es nicht mal offensichtlich, wer die wichtigen Leute sind und welche Strippen und Hebel sie in der Hand halten. Bis man es wei&amp;szlig;, kann einem die gleichsam alte und simple Regel aus Schule und Milit&amp;auml;r weiterhelfen: Blo&amp;szlig; nicht auffallen. Denn erst, wer den Chef oder das komplette Team hinter sich hat, kann es sich leisten, eine andere Meinung als die Gruppe zu vertreten und damit wom&amp;ouml;glich auch noch Recht zu behalten. Ansonsten lernt man schmerzhaft: Der hervorstehende Nagel bekommt den Hammer zu sp&amp;uuml;ren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstkontrolle ist nur den wenigsten in die Wiege gelegt. Aber jeder kann sie erlernen. Wer den eigenen Aufstieg plant, tut gut daran, seine sichtbaren Gef&amp;uuml;hle zu beherrschen und das eigene Auftreten und Handeln dem gew&amp;uuml;nschten anzugleichen. Darwin beschrieb die nat&amp;uuml;rliche Auslese nicht als &amp;Uuml;berleben des St&amp;auml;rksten, sondern des Angepasstesten (Survival of the fittest). Statt kurzsichtigem &amp;#8222;ich will alles und zwar sofort&amp;#8220; hangelt sich der selbstkontrollierte Aufsteiger von einem Etappenziel zum n&amp;auml;chsten und lernt aus jedem Fehlschlag. Jeder muss in einige Fettn&amp;auml;pfe treten und &amp;uuml;ber Fallstricke stolpern, bis er versteht, wie der Hase l&amp;auml;uft. Und dann l&amp;auml;sst er die anderen laufen und gewinnt dennoch wie der Igel das Rennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G&amp;uuml;rtner kam vom Mittagessen zur&amp;uuml;ck und fand im Vorzimmer die n&amp;auml;chste Kandidatin vor, die ihm Uwe geschickt hatte. Er bat sie in sein B&amp;uuml;ro.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Setzen Sie sich. Haben Sie lange gewartet?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Nur ein paar Minuten und es war kein Problem, ich hatte ein spannendes Fachbuch dabei&amp;#8220;.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Darf ich fragen, was Sie gerade lesen?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;&amp;Auml;h... um ehrlich zu sein. Nun ja, es ist von Ihnen.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ach wirklich?!&amp;#8220;
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:50:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1234/">
    <title>&amp;#8220;Wer ist der am ersten Mal&amp;#8220; ...</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1234/</link>
    <description>Gelegentlich kauf ich bei McDonald&amp;#8217;s zwei Cheeseburger, das tu ich aber immer nur dann, wenn ich meine Uzi grad nicht mithabe. Grund ist dieser Running Gag mit der traditionellen Doppelconference, welche die Typen dort mit den Kunden immer abziehen, weil sie&amp;#8217;s offenbar nicht leid werden, das mords witzig zu finden, oder weil die Kundenverarschung bei denen halt zur Unternehmensfolklore geh&amp;ouml;rt, was wei&amp;szlig; ich. Erinnert mich immer an diesen Abbott &amp;amp; Costello-Dauerbrenner-&lt;a href=&quot;http://www.abbottandcostello.net/who.htm&quot;&gt;Sketch&lt;/a&gt; in &amp;#8220;Rain Man&amp;#8220; &amp;#8211; Na, jeder der schon mal bei McDonald&amp;#8217;s war, kennt die Nummer eh: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Zwei Cheeseburger zum mitnehmen, bitte.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Zum Trinken?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Zum mitnehmen. Zwei Cheeseburger.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Zum Trinken?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Nein, zum essen.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Zwei Cheeseburger zum mitnehmen und zum Trinken?&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Zum mitnehmen und essen.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&amp;#8220;Und zum Trinken?&amp;#8220; undsoweiter ad infinitum ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kommt der Moment, wo Michael Douglas in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Falling_Down&quot;&gt;&amp;#8220;Falling Down&amp;#8220;&lt;/a&gt; die Uzi aus seiner Reisetasche hervorholt und eine Salve in den Plafond ballert. Nicht, dass ich das in dem Moment nicht auch gern tun w&amp;uuml;rde, aber vern&amp;uuml;nftigerweise geh ich ja f&amp;uuml;r gew&amp;ouml;hnlich unbewaffnet zum Cheeseburgerkaufen und lass die Uzi vors&amp;auml;tzlich daheim, wie oben erw&amp;auml;hnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://noemix.twoday.net/stories/2458535/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; des Autors erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:48:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1240/">
    <title>Was sich geh&amp;ouml;rt</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1240/</link>
    <description>auch hitler war ein &amp;ouml;sterreicher&lt;br /&gt;
nicht nur christus&lt;br /&gt;
(Ernst Jandl)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stammte ja aus einer Familie, wie es sie zu jener Zeit mehr und mehr gab, in der man nur noch &lt;a href=&quot;http://www.socioweb.de/lexikon/lex_soz/f_j/implizit.htm&quot;&gt;implizit&lt;/a&gt; gl&amp;auml;ubig war: Ja, nat&amp;uuml;rlich musste es ein h&amp;ouml;heres Wesen geben, zur Sicherheit gr&amp;uuml;&amp;szlig;te man auch mit seinem Namen und sch&amp;auml;tzte ansonsten vor allem die arbeitsfreien Feiertage. &lt;br /&gt;
(Von seinem Vater wusste er, dass in seiner Kindheit die Lieferung von Brennstoffen mit &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hitlergru%C3%9F&quot;&gt;Heil Hitler&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;d&apos;Kohln san do&lt;/i&gt; angek&amp;uuml;ndigt wurde; mittlerweile waren die alten Verh&amp;auml;ltnisse wieder zurechtger&amp;uuml;ckt, &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BC%C3%9F_Gott&quot;&gt;Gr&amp;uuml;&amp;szlig; Gott&lt;/a&gt;. Hitler&lt;/i&gt;, das musste ein wiederabgesetzter Gottesputschist gewesen sein, dessen Vorschriften und Verbote man genau befolgen musste, dann konnte einem nichts geschehen, vor allem durfte man keinen Feindsender aufdrehen; die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/5._Sinfonie_(Beethoven)&quot;&gt;Pauken der BBC&lt;/a&gt; aber hatten sie alle geh&amp;ouml;rt, vom Kind zum Greis, und vor allem den Kleinen hatte man eingesch&amp;auml;rft, nur ja den Nachbarn nichts zu erz&amp;auml;hlen, sie k&amp;ouml;nnten einen verraten. Sp&amp;auml;ter, als es, &lt;i&gt;Gr&amp;uuml;&amp;szlig; Gott&lt;/i&gt;, vorbei war, war das katakombenhafte Radioh&amp;ouml;ren der kollektiv vorgebrachte Beweis einer, wenn auch verborgenen, so doch widerst&amp;auml;ndigen Gesinnung gewesen, &lt;i&gt;ta ta ta tomm&lt;/i&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags, zur Kirche (nein, die Eltern gingen nicht; Mama musste ja den &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Schweinsbraten&quot;&gt;Schweinsbraten&lt;/a&gt; und die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Semmelkn%C3%B6del&quot;&gt;Semmelkn&amp;ouml;del&lt;/a&gt; zubereiten, &lt;i&gt;Punkt Zw&amp;ouml;lf&lt;/i&gt; wurde gegessen, das &lt;i&gt;geh&amp;ouml;rt sich so&lt;/i&gt;) und zum mit fortschreitendem Heranwachsen immer unbeliebteren Spaziergang geh&amp;ouml;rt sich eine gescheite Hose angezogen, und auch die Haare waren schon wieder viel zu lang, &lt;i&gt;schaust ja aus wie ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hippie&quot;&gt;Hippie&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;. Aufs &lt;i&gt;na und?&lt;/i&gt; wurden externe Gr&amp;uuml;nde vorgebracht, vor allem Gespr&amp;auml;che zwischen Unbekannten: &lt;i&gt;Was da die Leut reden&lt;/i&gt;. Was aber sie genau vermutlich ganz sicher miteinander &amp;uuml;ber seine sonntagsspaziergangsinad&amp;auml;quate und also keinesfalls anzuziehende Hose (eine &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Jeans&quot;&gt;Blutschin&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; etwa) sprachen, wurde nicht n&amp;auml;her ausgef&amp;uuml;hrt, absch&amp;auml;tziges, soviel war sicher, und das konnte man sich nicht leisten; m&amp;ouml;glicherweise hatte man auch ehrliche Angst, sie k&amp;ouml;nnten einen verraten.&lt;br /&gt;
Aber &lt;a href=&quot;http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7067&amp;amp;ausgabe=200405&quot;&gt;&lt;i&gt;brav sein ist schwer&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; hatte ein in der Pfarrbibliothek mehrfach vorhandenes und trotzdem st&amp;auml;ndig ausverliehenes Kinderbuch von der Frau eines Arztes seiner Heimatstadt gehei&amp;szlig;en (&lt;a href=&quot;http://www.marabout.de/Haushofer/haushofer2.htm&quot;&gt;Die Wand&lt;/a&gt;, an der du anstehst, war auch keine Stunde entfernt, hatte er viel sp&amp;auml;ter herausgefunden.). &lt;i&gt;Waunsd goschad bisd, kriagsd ane in die Bappm&lt;/i&gt;. - Lieber also nicht auffallen, schon gar nicht, wenn diese gef&amp;auml;hrlichen Drohungen von Burschen kommen, die drei Jahre &amp;auml;lter sind als du. Nun gut, &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=3135&quot;&gt;schlimm sein ist auch kein Vergn&amp;uuml;gen&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heranwachsen bedeutet also, mit (tats&amp;auml;chlichen, mehr noch: mit vorgestellten) obrigkeitlichen Normierungen zu ringen, um diese sp&amp;auml;ter, als wohlgesitteter B&amp;uuml;rger, m&amp;ouml;glichst unver&amp;auml;ndert an die n&amp;auml;chste Generation weiter geben zu k&amp;ouml;nnen; vor allem aber, Wege zu finden, Ungeh&amp;ouml;riges (Trinken unter 14, Rauchen unter 16, Sexheftln &lt;i&gt;lesen&lt;/i&gt;, das Moped auffrisieren) im Verborgenen zu begehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was es aber mit unserer Lebenslangen, als, wie wir sehen mussten, durchaus nicht freiwillig zu bezeichnenden Selbstkontrolle auf sich hat, wie man sich selbst auf die Schliche kommen k&amp;ouml;nnte, um tats&amp;auml;chlich, da ist das Wort: FREI! zu werden, das bedarf einer gesonderten Untersuchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Postscriptum &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Freund aus einem Hochgebirgsdorf hatte als Student in der Hauptstadt seines zweigeteilten Bundeslandes einen Job bei einer international t&amp;auml;tigen deutschen Erotikhandelskette gefunden. Anfangs war er &amp;uuml;berrascht, wie viele Bekannte er in seinem etwas vom Zentrum abgelegenen Lokal pers&amp;ouml;nlich begr&amp;uuml;&amp;szlig;en durfte; ja, die Liste der Nichtbesucher w&amp;auml;re k&amp;uuml;rzer gewesen als die der Kunden, die sich &lt;i&gt;halt das Ganze nur einmal anschauen&lt;/i&gt; wollten. Der Gedanke, dass sie alle da waren, aber keiner vom andern erfahren durfte, am&amp;uuml;sierte ihn; genau besehen aber bedeutete es eine ungeheuerliche Macht, vergleichbar nur dem zugebeichteten Pfarrer daheim. &lt;br /&gt;
Aber auch der w&amp;uuml;rde noch kommen.
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:49:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1235/">
    <title>Das Kind im Manne</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1235/</link>
    <description>...oder der Frau. Keine Ahnung, wie ich darauf komme. Aber gerade gestern Abend beim Grillen kam mir dieser Gedanke. Ich stocherte noch in der Glut des Grills rum und nahm meinen F&amp;ouml;n, um der Glut richtig einzuheizen. Was nutzt ein Holzkohle-Grill, wenn die Kohle nicht wei&amp;szlig;-rot gl&amp;uuml;hend ist? Meiner Meinung nach nichts. Dann kann ich auch so einen schei&amp;szlig; Elektrogrill nehmen. Aber mein Besuch meinte, ich w&amp;auml;re ein kleiner Feuerteufel, ein Spielkind. Dar&amp;uuml;ber habe ich dann nachgedacht und bin eigentlich zu der Erkenntnis gelangt, dass dem gar nicht so ist. Das Feuer eines Grills oder eines Kamins oder Ofens hat nur immer schon auf mich eine gewisse Faszination ausge&amp;uuml;bt. So &amp;auml;hnlich wie das Reingucken in eine laufende Waschmaschine, wo man sich dann in Gedanken verliert und das drum herum vergisst. Aber hat das was mit dem Kind im Manne zu tun? Ich denke nicht und habe gedacht, wo dieses Kind wohl sein mag. Dieses kleine Kind, das jeder irgendwo in sich tr&amp;auml;gt. Wie viel Raum hat es und wie viel l&amp;auml;sst man ihm? Hat man es &amp;uuml;berhaupt noch? Im Bett liegend habe ich lange dar&amp;uuml;ber nachgedacht, wo meins ist. Aber es nicht gefunden und hab dann bei anderen gesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes ist mir mein Vater eingefallen, der mir in der Kindheit eine Elektroeisenbahn von M&amp;auml;rklin gekauft hat und die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Mein Vater schien f&amp;uuml;r die Eisenbahn mehr Spa&amp;szlig; zu entwickeln, als ich das tat. Jedes Mal, wenn er von der Arbeit kam, hat er sein Jackett ausgezogen, und noch bevor er seine Krawatte ausgezogen hatte, sa&amp;szlig; er vor der Eisenbahn und hatte sichtlich Spa&amp;szlig; daran. Vielleicht war es auch durch den Krieg verursachter Nachholbedarf eines Kindheitstraums. Jedenfalls spielte mein Vater mehr mit der Eisenbahn, als ich es tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne einen IT-Leiter einer gro&amp;szlig;en Versicherung, der f&amp;uuml;r sein Leben gerne mit seiner Carrera-Bahn spielt und jedes Mal anf&amp;auml;ngt, davon zu schw&amp;auml;rmen. Im Zuge der Kundenpflege habe ich ihm ein paar Fahrzeuge meiner alten Carrera-Bahn gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den krassesten Fall habe ich neulich in einem Blog gelesen. Da erz&amp;auml;hlt ein M&amp;auml;del von einem ach so tollen &amp;#8222;flotten Dreier&amp;#8220;, und vier Blogeintr&amp;auml;ge sp&amp;auml;ter davon, wie sie sich eines Nachts mit H&amp;ouml;rspielkassetten aus der Jugend &amp;aacute; la &amp;#8222;Benjamin Bl&amp;uuml;mchen&amp;#8220; oder &amp;#8222;Bibi Blocksberg&amp;#8220; &amp;uuml;ber die Nacht retten muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Freitag war ich das erste Mal bei der neuen Flamme meines guten Freundes L. Sie ist &amp;auml;lter als ich und arbeitet bei irgendeinem Wirtschaftspr&amp;uuml;fer. Neben dem Fernseher sah ich eine Playstation mitsamt Karaoke-Ausr&amp;uuml;stung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ehemaliger j&amp;uuml;ngerer Kollege von mir war ein richtiges Spielkind. Da konnte es passieren, dass man in das dunkele Lager kam und er mit dem auf dem Flohmarkt gekauften russischen Nachtsichtger&amp;auml;t und der Gotscha-Pistole auf einen losgeballert hat. Oder er hat einen alten Werkzeugkoffer aus der Technik genommen und mit den restlichen, &amp;uuml;brig gebliebenen Sylvesterknallern regelrecht weggesprengt. Ich muss sagen, das hat jede Menge Spa&amp;szlig; gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein guter Freund H. macht f&amp;uuml;r sein Leben gerne Modellbau und holt sich dar&amp;uuml;ber Zerstreuung, und er kann mir nicht erz&amp;auml;hlen, dass er nur seinem Sohn dabei helfen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem &amp;uuml;ber sechzigj&amp;auml;hrige Manni aus meiner Stammkneipe bereitet es ein diebisches Vergn&amp;uuml;gen, G&amp;auml;sten, die von der Theke auf die Toilette gehen, die Kippen in der Packung umzudrehen, und wenn man sich dann eine anmacht und nicht drauf achtet, z&amp;uuml;ndet man die Kippe am Filter an. Oder er klebt die Packung zu oder versteckt Bierdeckel in der Manteltasche, die dann erst zu Hause zum Vorschein kommen. Das Ganze hat irgendwas Kindliches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann habe ich wieder &amp;uuml;berlegt, wo mein kleines Kind sein konnte, und hab es nicht gefunden. Nat&amp;uuml;rlich habe ich auch Hobbys, aber diese sind in der Regel doch immer irgendwo mit der gro&amp;szlig;en M&amp;auml;nnerwelt verbunden, wie zum Beispiel motorsportliche Aktivit&amp;auml;ten oder am Oldtimer schrauben. Ich frage mich, wann ich es verloren habe, das kleine Kind. Oder ob ich es je hatte. Ob ich es aufgegeben habe, nachdem ich schon fr&amp;uuml;h Verantwortung f&amp;uuml;r &amp;#8222;meine&amp;#8220; Kinder getragen habe, vielleicht auch nur, um mich abzugrenzen. Vielleicht ist es ja noch irgendwo und ich muss nur mal wieder danach suchen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://chaot35.twoday.net/stories/2280996/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; des Autors erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:48:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1233/">
    <title>Eyes On - die Arche der Poesie</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1233/</link>
    <description>Eine Umfrage der Lyrikzeitschrift &lt;a href=&quot;http://www.dasgedicht.de/&quot;&gt;&amp;#8222;Das Gedicht&amp;#8220;&lt;/a&gt; hat ergeben, dass die Lieblingsdichter deutschsprachiger Lyriker Friedrich H&amp;ouml;lderlin und Ingeborg Bachmann sind. Die Gedichte &quot;H&amp;auml;lfte des Lebens&quot; von H&amp;ouml;lderlin und &quot;B&amp;ouml;hmen liegt am Meer&quot; von Bachmann w&amp;uuml;rden sie, so die Befragten, am liebsten auf die &lt;a href=&quot;http://www.dasgedicht.de/dg14.htm&quot;&gt;&amp;#8222;Arche der Poesie&amp;#8220;&lt;/a&gt; mitnehmen.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:47:00Z</dc:date>
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    <title>Eyes On - Paris&amp;#8217; Weltrekord</title> 
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    <description>Paris Hilton hat es zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde geschafft &amp;#8211; als &amp;#8222;am meisten &amp;uuml;berbewertete Pers&amp;ouml;nlichkeit&amp;#8220;. In mehreren Umfragen wurde sie zur unbeliebtesten und &amp;uuml;bersch&amp;auml;tztesten Bekanntheit gew&amp;auml;hlt. Wir gratulieren!</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
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    <title>Alles unter Kontrolle</title> 
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    <description>&lt;div style=&quot;float: left; width: 240px; height: 450px; padding:0 0px 20px 0&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Der Besch&amp;uuml;tzer...&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von Gertrud K.&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;padding:2px&quot;&gt;&lt;img width=&quot;237&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0215/images/trottoir_wachhund.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Unser Eigentum besch&amp;uuml;tzen lassen &amp;#8211; ruhig schlafen, wenn im Garten der beste Freund wacht.&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/gertrudk/30678422/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1230/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1230/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1230/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;float: left; width: 240px; height: 450px; padding:0 0px 20px 0&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Das Zepter...&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von ZunDee&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;padding:2px&quot;&gt;&lt;img width=&quot;237&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0215/images/trottoir_fernbed.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Die Welt unter Kontrolle haben &amp;#8211; bei nicht Gefallen einfach das Programm wechseln k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/zun/101800012/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;, &lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://zun.twoday.net/&quot;&gt;ZunDees Weblog&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1229/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1229/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0215/stories/1229/#comments&quot;&gt;1 Kommentar&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Trottoir</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-16T07:45:00Z</dc:date>
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