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    <title>Mindestens haltbar: 0214 (Magazin für Meinungen)</title>
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    <description>Magazin für Meinungen</description>
    <dc:publisher>Christine Schranz</dc:publisher>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:date>2006-08-31T09:16:34Z</dc:date>
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    <title>Mindestens haltbar: 0214</title>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1192/">
    <title>Editorial</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1192/</link>
    <description> Mich erinnert &amp;#8222;beziehungsweise&amp;#8220; an &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0204&quot;&gt;eigentlich&lt;/a&gt;&amp;#8220;. Ein Begriff, der die Worte davor und danach in Beziehung stellt und viel Platz zur Interpretation l&amp;auml;sst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1187/ &quot;&gt;Beziehungsweise&lt;/a&gt;&amp;#8220; oder &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1186/&quot;&gt;Beziehungswaise&lt;/a&gt;&amp;#8220;, die Autoren der neuen Ausgabe von mindestens haltbar haben den Begriff aus vielen Blickwinkeln betrachtet und gekonnt veranschaulicht.
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Editorial</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:40:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1186/">
    <title>Beziehungswaise</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1186/</link>
    <description>Die Beziehung eines Teils der Wiener zu Mensch und Tier ist eine sehr spezifische. Zu Mensch pflegt dieser Teil der Wiener n&amp;auml;mlich gar keine Beziehung, w&amp;auml;hrend das Tier in den Mittelpunkt des Interesses r&amp;uuml;ckt und Ziel von Zuneigung, Liebe und Ansprache, kurz zur Befriedigung des Bed&amp;uuml;rfnisses nach sozialen Kontakten wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun mag dieser Umstand als solcher zwar nicht Wien-spezifisch sein, doch ist der Anteil jener Menschen, deren Beziehungen zu Menschen verwaist sind, in dieser Stadt besonders hoch. Woran das liegt wei&amp;szlig; keiner recht zu sagen, allerdings l&amp;auml;sst sich ein Zusammenhang zu der Tatsache konstruieren, dass der Wiener als solcher stets bem&amp;uuml;ht ist, das Klischee des immer grantigen N&amp;ouml;rglers zur Belustigung des Stadtbesuchers tats&amp;auml;chlich zu bedienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Wiener leben sehr zur&amp;uuml;ckgezogen, m&amp;ouml;gen keine Menschen, Tiere daf&amp;uuml;r umso mehr , wodurch manche Tiere den Status indischer K&amp;uuml;he erlangt haben, was bedeutet, dass diese Sonderrechte sonder Zahl genie&amp;szlig;en, sehr zum Schaden der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da w&amp;auml;re mal der Hund. Er bellt, er kratzt, er frisst seinen Besitzer arm, er frisst seines Besitzers Arm und er attackiert harmlose Radfahrer und Jogger. Er verbreitet L&amp;auml;use und manchmal kann er ganz sch&amp;ouml;n stinken. Dazu ist er f&amp;uuml;r den gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Kollateralschaden urbanen Lebens verantwortlich - die auf Gehsteigen, Wiesen und Kinderspielpl&amp;auml;tzen verteilten Abfallprodukte seines Verdauungssystems. Negativa sonder Zahl, denen eine Eigenschaft gegen&amp;uuml;bersteht, der auch nur soziophobe Wiener etwas Positives abgewinnen k&amp;ouml;nnen: Hunde folgen. Meistens jedenfalls. Sofern man sie daf&amp;uuml;r abgerichtet hat. Man kann ihnen antrainieren, was man vom Mitmensch angesichts gegenseitigen langj&amp;auml;hrigen Abneigungsaufbaues nicht mehr erh&amp;auml;lt. Die Liebe. Hunde lieben auf Befehl. Sie kommen kuscheln und sind immer dankbar, sie sehen treuherzig drein und lecken mit der rauen nassen Zunge, und all das gibt&apos;s zum Preis einer relativ g&amp;uuml;nstigen Hundesteuer, die nach Meinung vieler Hundeeigner daf&amp;uuml;r bestimmt ist, die bereits erw&amp;auml;hnten Abfallprodukte von irgendwelchen Menschen entfernen zu lassen nur nicht von einem selbst. Das Beste an der Sache ist: Ein Hund redet nicht frech zur&amp;uuml;ck. Man kann zu ihm so grantig sein wie zur Nachbarin, stets wird er mit lieben Augen schauen und noch dankbar daf&amp;uuml;r sein, dass er einen Wortfetzen des Eigners aufschnappen durfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht minder werden Tauben geliebt. Die Ratten der L&amp;uuml;fte, wie sie von manchen Kritikern genannt werden, die daf&amp;uuml;r von dem Teil der Wiener, um den es hier geht, gehasst wird. Tauben stinken, sie verbreiten eklige Krankheiten und &amp;auml;rgern das Bundesdenkmalamt indem sie, &amp;auml;hnlich wie Hunde, ihren Kot &amp;uuml;berall in der Stadt verteilen. Mag man Hunden zugute halten, dass diese sich wenigstens nur in Bodenn&amp;auml;he aufhalten, so dass deren Verteilradius sich auf Bereiche beschr&amp;auml;nkt, auf die man als Mensch von oben herabsehen kann, so verbreiten Tauben ihren Mist in 3 Dimensionen, wobei sie keine R&amp;uuml;cksicht darauf nehmen, ob die von ihnen zus&amp;auml;tzlich beanspruchte Dimension aus fr&amp;uuml;heren Jahrhunderten stammt und aus Sandstein errichtet wurde. Und so wird unser liebstes Wahrzeichen, der Stephansdom, langsam aber sicher immer weiter zersetzt. Des einen Teils der Wiener liebstes Hobby ist nun das Taubenf&amp;uuml;ttern. Obwohl den Vogerln dieser Stadt das Aussehen fliegender Kugelfische innewohnt, meinen Tierliebhaber, den nahen Hungertod der Tiere zu erblicken, was zu einem reflexartigen Ausstreuen von Brotkr&amp;uuml;meln f&amp;uuml;hrt, welche von Flug- und echten Ratten bereitwillig aufgefressen werden und was so zu einer stetigen Populationssteigerung jener Tierchen beitr&amp;auml;gt. Die Futterausstreuer werden daf&amp;uuml;r von den Tauben, scheint&amp;#8217;s, geliebt. Sie tun zumindest so, denn Tauben sind nicht dumm. Je dankbarer sie gurren und je herzzerrei&amp;szlig;ender sie die F&amp;uuml;tterer ansehen, desto mehr an Futter ist ihnen sicher. Die Taubenliebhaber sehen sich durch die Dankbarkeit der V&amp;ouml;gel best&amp;auml;tigt und gehen nach vollbrachter guter Tat selbstzufrieden in ihr leeres Heim zur&amp;uuml;ck, um sich mit einem Seufzer zu sagen, dass es ja doch jemanden gibt, der sie liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehungen zu Menschen sind oftmals verwaist. Weise ist dies jedoch nicht. </description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:39:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1185/">
    <title>Der Herr Sch&amp;ouml;nbohm, Radio Multikulti und &amp;uuml;berl&amp;uuml;ssige Begrifflichkeiten.</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1185/</link>
    <description>Sommer in &lt;a href=&quot;http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=200053&amp;amp;_t=ft&amp;amp;_b=1112678&amp;amp;doc_page=1&quot;&gt;Deutschland&lt;/a&gt;. In &lt;a href=&quot;http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=94367&amp;amp;IDC=2&quot;&gt;Frankreich&lt;/a&gt;. In &lt;a href=&quot;http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&amp;amp;ressort=c&amp;amp;id=572934&quot;&gt;England&lt;/a&gt;. Ganz Europa &amp;auml;chzt und st&amp;ouml;hnt &amp;#8211; von wenigen &lt;a href=&quot;http://www.spiesser.de/index.php?id=176&amp;amp;artikel=629&amp;amp;ref_id=131&quot;&gt;Ausnahmen&lt;/a&gt; einmal &lt;a href=&quot;http://hinterstuebchen.juliette-guttmann.de/comments/1038_0_1_0_C/&quot;&gt;abgesehe&lt;/a&gt;n &amp;#8211; unter der &amp;#8222;m&amp;ouml;rderischen&amp;#8220; Hitze. Das Sommerloch ist also dieses Jahr um Myriaden gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als in k&amp;auml;lteren Jahren und muss deswegen mit noch viel mehr komischen Vorst&amp;ouml;&amp;szlig;en und Nachrichten gestopft werden. Diesen Anschein erweckt zumindest Herr Sch&amp;ouml;nbohm, seines Zeichens Innenminister Brandenburgs. Der hat n&amp;auml;mlich einen Brief geschrieben, der sich mit einer lebenswichtigen Problematik besch&amp;auml;ftigt. Es sei, so seine Meinung, doch ganz sinnvoll, Radiomultikulti einen anderen Namen zu geben. Radio Integration n&amp;auml;mlich. Oder, noch besser, Radio Schwarz-Rot-Gold, schlie&amp;szlig;lich war ja grad die WM und da h&amp;auml;tten ja auch gerade junge Zuwanderer und Zuwandererkinder Begeisterung demonstriert f&amp;uuml;r unsere Nationalfarben. Nun gibt es besagten &amp;#8211; &amp;uuml;brigens unglaublich guten &amp;#8211; Radiosender schon seit 12 Jahren, der Name ist etabliert und &amp;#8211; ganz wichtig &amp;#8211; auch Programm. Von 17 bis 22 Uhr wechseln sich Sendungen in den unterschiedlichsten Sprachen ab und gerade in lauen Sommern&amp;auml;chten kann einem schwindelig werden von dem wunderbar-interessanten, doch mir leider v&amp;ouml;llig unverst&amp;auml;ndlichen babylonischen Sprachwirrwarr. Und Weltmusik ist bei diesem Wetter ohnehin v&amp;ouml;llig perfekt. Doch ich schweife ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Hannelore Steer, die stellvertretende Intendantin des rbb, zu dem Radiomultikulti geh&amp;ouml;rt, nicht eben h&amp;auml;nderingend auf solche Vorschl&amp;auml;ge gewartet hat, ist sicher nicht verwunderlich. Dass in ihrer Stellungnahme dazu ein belustigter Unterton mitschwingt, sicher auch nicht. Und dass Herr Sch&amp;ouml;nbohm ganz fix zur&amp;uuml;ckruderte, nun ganz und gar nicht. Doch warum eigentlich das Ganze &amp;#8211; abgesehen von der bereits erw&amp;auml;hnten Sommerlochproblematik? Multikulti sei Neben-, Integration nun mal Miteinander und Multikulturalismus ohnehin ein gescheitertes Experiment, bringt Sch&amp;ouml;nbohm den Grund seiner sorgendurchwachten N&amp;auml;chte auf den Punkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was hei&amp;szlig;t das eigentlich genau: Multikulti ist gescheitert und das Schlagwort Integration pl&amp;ouml;tzlich der Weisheit letzter Schluss? Schaut man sich die Definitionen beider Begriffe an, so sind sie sich in ihrer gem&amp;auml;&amp;szlig;igten Bedeutung gleich: Kulturelle Eigenheiten behalten, Grund- und Menschenrechte achten, tolerant sein. Also k&amp;ouml;nnte man ja auf eine Multikulti-/Integrationsdebatte &amp;#8211; auch &amp;uuml;ber Radiomultikulti hinaus &amp;#8211; verzichten, meint der geneigte Leser? K&amp;ouml;nnte man auch, wenn die beiden W&amp;ouml;rter nicht so negativ besetzt w&amp;auml;ren, die Fronten nicht derart verh&amp;auml;rtet. Verwenden Multikulturalisten das Wort &amp;#8222;Integration&amp;#8220;, so meint man, als Nachsatz &amp;#8222;beziehungsweise Assimilation&amp;#8220; zu h&amp;ouml;ren, und stellt sich unwillk&amp;uuml;rlich eine Horde Gleichmacher vor, die in sch&amp;ouml;nster Borg-Tradition jeglichen Individualismus verdammen und vernichten wollen. Sprechen Integrationsbef&amp;uuml;rworter indes von &amp;#8222;Multikulturalismus&amp;#8220;, so stehen unheilsschwanger die viel zitierten Parallelgesellschaften im Raum, voll von Ehrenmorden, Kopftuchdebatten und Negieren der demokratischen Ordnung. Doch w&amp;auml;hrend die einzelnen politischen Lager fr&amp;ouml;hlich vor sich hin debattieren, gefallen sich radikale Islamisten als lebende Bomben und radikale Neonazis als testosteron&amp;uuml;berlaufende Schl&amp;auml;ger, und w&amp;auml;hnen sich nicht ohne Grund als Gewinner &amp;#8211; ganz in der Tradition der lachenden Dritten. Vielleicht sollte man sich einfach einen neuen Begriff ausdenken, der Multikulturalisten und Integrationsbegeisterte wieder auf die wesentlichen Ziele lenkt &amp;#8211; wie w&amp;auml;r&amp;#8216;s mit Multigration?
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:39:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1191/">
    <title>Untreu</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1191/</link>
    <description>Untreu? Untreu deshalb, weil ich mich zuhause vom Internet befreit habe. Vom ewigen schnell was nachschauen, dorthin surfen, eigentlich nichts finden und sich doch verlieren? Wohin hat das gef&amp;uuml;hrt? Dass man nach 2 Minuten nicht mehr wei&amp;szlig;, wo man eigentlich hin wollte und doch nichts gefunden hat. Meine Beziehung zum Internet hat sich ge&amp;auml;ndert, auch durch die t&amp;auml;glichen vielen neuen Blogbeitr&amp;auml;ge, die mittlerweile Blogs genannt werden. Das st&amp;ouml;rt doch auch meine Beziehung zu Blogs, wenn die Blogger auf einmal Blogs schreiben und damit Blogbeitr&amp;auml;ge meinen. Die Verk&amp;uuml;mmerung der Blogosph&amp;auml;re, oder ein Zeichen dass ich einfach &amp;auml;lter werde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber kommen wir zum eigentlichen Inhalt dieses CoverBlogBeitrages. Ein Beitrag &amp;uuml;ber Beziehungen kann nicht zum Monolog meiner Beziehung zum Internet werden. Wichtiger ist doch allemal, dass man Beziehungen ins richtige Leben kn&amp;uuml;pft. Und genau das tun Blogs, wenn auch z&amp;ouml;gerlich und mit einer gro&amp;szlig;en Skepsis habe ich mich vor Jahren schon entschlossen, Blogger die mich lesen und die ich lese auch real zu treffen. Zuerst ganz weit weg im fernen Wien, nur zu zweit mal erste Erfahrungen ausgetauscht. Angetroffen hab ich einen Blogger, der ganz anders wie ich durchs Leben geht und trotzdem konnte viel ausgetauscht werden. Anderseits konnte die Skepsis zum &amp;Uuml;bergang in die reale Welt weichen. Skepsis war da, denn als man noch nicht gebloggt hat, hat man gechattet, hat eine wunderbare Welt angetroffen und sich danach getroffen. Da hat es einem dann richtig gestunken oder eben, man hat richtig was durchgemacht. Beziehungsweise richtig richtig war es nie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren Schritte im Umgang mit richtig realen Bloggern waren zaghaft, und so ergab es sich, dass wir uns auch in Z&amp;uuml;rich trafen. Einige Individualisten, die sich lesen, sa&amp;szlig;en sich auf einmal gegen&amp;uuml;ber. Und es gab viel zu erz&amp;auml;hlen, zu lachen und zuzuh&amp;ouml;ren. Wobei letzteres in einer Runde mit Bloggern doch eher schwierig ist, lieben es Blogger doch allgemein zu senden.  Aber wir haben es geschafft, dem ersten Treffen folgte ein zweites und aus dem Bloggertreffen wurde ein Essen unter Freunden. Die Blogs sind immer noch da, auch wenn der eine oder andere &amp;uuml;ber einen Ausstieg nachdenkt, aber man trifft sich aus anderen Gr&amp;uuml;nden. Zum Fu&amp;szlig;ballschauen, zum Essen oder einfach um sich zu sehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man trifft dieselben Leute wie vor 2 Jahren, nur sind die Beziehungen anders, die Blogger sind zu P&amp;auml;rchen geworden, zwei Blogs haben sich sozusagen in eine Lebensgeschichte gewandelt. Man verfolgt die Blogs parallel und sieht auf einmal die Resonanz der beiden Blogger und stellt sich vor, wie sie sich erg&amp;auml;nzen. Und man wei&amp;szlig;, man hat diese Beziehung in irgendeiner Form begleitet, oder man begleitet sich noch immer. Und diese Beziehungen aus dem Internet, aus der Welt der Blogs, sind mittlerweile Freundschaften!
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cover</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:40:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1190/">
    <title>Parallelwelt</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1190/</link>
    <description>&lt;b&gt;R&amp;uuml;ckschau #1: 1993&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Es ist 1993 kurz nach dem Brand des Wei&amp;szlig;en Hauses, als mich Aeroflot das erste Mal nach Moskau fliegt. Sch&amp;uuml;leraustausch. Ich bin 15 und auf diesen Moment so vorbereitet, wie man als 15-J&amp;auml;hrige sein kann: auf die Schnelle vollgestopft mit kyrillischer Schrift, die Sinne vom Kleinstadtleben Leben eingelullt. Ich treffe auf eine Stadt im Smog. Auf triste H&amp;auml;userschluchten mit vollgepinkelten Fahrst&amp;uuml;hlen und Parks, in denen das Gras jeden Schimmer seines Gr&amp;uuml;ns verloren hat. Und auf Menschen, die mich voller Herzlichkeit empfangen und mir zeigen, was es hei&amp;szlig;t, lebendig zu sein. Trotz allem. Ich mag diese Menschen, und ich mag ihre Kultur. Genauso wie ich Mascha mag, mit der ich mich stundenlang in ihrem winzigen Kinderzimmer einschlie&amp;szlig;e. Wir h&amp;ouml;ren russische Popmusik, sie legt mir Karten. Versch&amp;auml;mt sprechen wir &amp;uuml;ber Jungs und &amp;uuml;bers K&amp;uuml;ssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;R&amp;uuml;ckschau #2: 1995&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Sommerferien. Ich bin allein in Moskau, das Austauschprogramm hat die Schule gestrichen. Mascha zeigt mir, wie ich mir die Augen schminke. In diesem Sommer bekomme ich meinen ersten Liebesbrief. Von Pawel. Drei Jahre sp&amp;auml;ter wird er mir zusammen mit meinem Portmonnee geklaut. Wir h&amp;auml;ngen in der Datscha ihrer Gro&amp;szlig;eltern ab. Die Russen bringen mir bei, die sowjetische Nationalhymne zu singen. Tags&amp;uuml;ber sitzen wir auf einem rostigen Traktor und machen den Jungs sch&amp;ouml;ne Augen. Oder gehen zum Teich und sehen ihnen heimlich beim Schwimmen zu. Abends hocken wir am Lagerfeuer im Wald. Irgendwer hat eine Gitarre dabei und singt schw&amp;uuml;lstige Liebeslieder, deren Text ich nicht verstehe. Wir sprechen Russisch, Deutsch, Englisch, Franz&amp;ouml;sisch miteinander. Und brauchen eigentlich nicht reden. Gro&amp;szlig;werden funktioniert in allen Sprachen gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;R&amp;uuml;ckschau #3: 1997&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Mascha besucht mich. Wir fahren in die Disko nach Dortmund. Sie ist 17 und war noch nie tanzen. Ich sage zum T&amp;uuml;rsteher, sie sei 22 und eine Diplomatentochter. Zuvor haben wir stundenlang Klamotten getauscht. Wir fotografierten uns mit Gesichtsmasken und h&amp;ouml;rten Punk Rock. Taten so, als w&amp;auml;ren wir Models. Sp&amp;auml;ter wird sie mir sagen, dass das einer der sch&amp;ouml;nsten Abende ihres Lebens war. In Moskau kauft sie das Eau de Toilette des Jungen, der uns in einem rostigen Opel Kadett in die Disko gefahren hat, spr&amp;uuml;ht ein St&amp;uuml;ck Stoff damit ein und schickt es mir mit der Post.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;R&amp;uuml;ckschau #4: 2002&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Moskau hat sich ver&amp;auml;ndert. Ist Weltstadt geworden. In den H&amp;auml;userschluchten blinkt Neonreklame. Sushi-Restaurants und Spielcasinos laden ein. Mascha ist verheiratet. Mit einem Tennisspieler und Schauspielsohn. Hat Finnisch studiert und in Helsinki gewohnt. Ihr Vater ist nun &quot;Businessman&quot;. Er hat eine Datscha mit f&amp;uuml;nf Schlafzimmern gekauft, die an der gleichen Stra&amp;szlig;e liegt wie die des Herrn Putin. Wir sitzen dort in der Sauna und unterhalten uns &amp;uuml;ber M&amp;auml;nner und Zukunftspl&amp;auml;ne. &amp;Uuml;ber Familie-haben-wollen und den Beruf. Fast wie damals, 1993, in ihrem Kinderzimmer. Nur &amp;uuml;bers K&amp;uuml;ssen sprechen wir nicht. Damit kennen wir uns inzwischen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blicke ich zur&amp;uuml;ck, sehe ich nur uns. Nicht Russland, nicht Deutschland. Wie wir die vergangenen Jahre durchlebt haben, erwachsen geworden sind mit Musik, Klamotten und Jungs. Mir scheint, als seien unsere zwei Leben eins, das nur an zwei Orten stattfindet. Und sehe, dass irgendwie alles gleich ist. &amp;Uuml;berall.
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:40:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1189/">
    <title>If you love somebody set them free</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1189/</link>
    <description>Es war nicht das erste Mal, dass ich mich dar&amp;uuml;ber wunderte, was die Menschen so miteinander anstellen, aber aus irgendeinem Grund erinnere ich mich besonders an diesen Abend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sa&amp;szlig; auf der R&amp;uuml;ckbank eines Opel Corsa, auf dem Beifahrersitz sa&amp;szlig; die Besitzerin des Wagens und am Steuer sa&amp;szlig; ihr Freund. Sie waren sich uneins. Die Luft war dick und sie schien es zu sein, die die Suppe weiter eindickte. Den Anfang des Zwistes hatte ich nicht mitbekommen, denn ich war in die Angelegenheit erst eingestiegen, als das M&amp;auml;dchen mir den Beifahrersitz mit den Worten &quot;weil du mich nicht heiraten willst!&quot; gegen die Kniescheibe drosch und mir damit meinen Platz im Fond zuwies. Das Knie schmerzte, aber ich mochte mich nicht beschweren. Es schien mir kein g&amp;uuml;nstiger Zeitpunkt zu sein und au&amp;szlig;erdem war ich nicht gemeint, weder mit der zornigen Klappstuhlattacke, noch mit dem Ehewunsch. Also schwieg ich und rieb mein Knie im Hintergrund. Vorne sagte der Freund etwas, das nach Verteidigung klang, aber zwischen seinen Worten konnte man eine Zukunft aufblitzen sehen, in der er nicht mehr hinter dem Steuer dieses Corsas sitzen w&amp;uuml;rde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von meiner Position auf der R&amp;uuml;ckbank aus sah ich das. Die Frau auf dem Beifahrersitz aber hatte keine so gute Sicht. Sie schimpfte weiter, schoss mit Vorw&amp;uuml;rfen und rundete alles mit einer Aufz&amp;auml;hlung von Freundinnen, die bereits von ihren Freunden beantragt worden waren, ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sah aus dem Fenster, versuchte zu erhaschen, ob es an den vorbeiwischenden Zigarettenautomaten Mentholzigaretten gab und wunderte mich.&lt;br /&gt;
In meiner Welt wurde bis dahin immer aus Liebe geheiratet. Man heiratete, weil man sich nichts Sch&amp;ouml;neres vorstellen konnte, als mit dem anderen Menschen zusammen zu sein, und meiner Welt war man sich dar&amp;uuml;ber auch immer einig gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile glaube ich, dass meine eigene Sicht der Dinge darauf zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren ist, dass ich meine Kindheit in einem Karton voller Erstausgaben von &lt;a href=&quot;http://www.talkinbroadway.com/world/Mornings.html&quot;&gt;&quot;Morning&apos;s at Seven&quot;&lt;/a&gt; verbracht habe, eingesperrt und ohne Englischkenntnisse. Die Welt au&amp;szlig;erhalb des Kartons habe ich nie richtig verstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hing das Erlebte unter die Decke meines Sch&amp;auml;dels und nahm es erst vier Jahre sp&amp;auml;ter wieder herunter, als mir die Geschichte eines Freundes zugetragen wurde, der seine Freundin zum Essen eingeladen hatte. Das war nat&amp;uuml;rlich keine normale Einladung zum Essen; so ein Essen, bei dem man eine Viertelstunde in der Karte bl&amp;auml;ttert, weil man sich nicht entscheiden kann. Ich bin sicher, dass mein Freund schon vor diesem Abend ganz genau wusste, was er bestellen w&amp;uuml;rde, denn gemessen an der Wahl der richtigen Worte f&amp;uuml;r das, was er vorhatte, war die Wahl des Essens l&amp;auml;cherlich einfach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er stand dann zwischen Hauptgang und Dessert auf, ging direkt vor seiner Freundin und etwas weiter weg von den anwesenden G&amp;auml;sten auf die Knie, hielt einen Ring im aufgeklappten Ringaufgebahrungsgef&amp;auml;&amp;szlig; zwischen sie und fragte, ob sie seine Frau werden wollte. &lt;br /&gt;
Sie wollte nicht. Der genaue Wortlaut der Absage ist genauso wenig &amp;uuml;berliefert wie das, was aus dem Dessert geworden ist. Fest steht nur, dass sie seinen Ford danach nicht mehr gefahren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder wunderte ich mich und ich fragte mich, wieso Menschen so eng zusammen sein wollen, obwohl sie doch offensichtlich so weit voneinander entfernt sind. &lt;br /&gt;
Ich dachte lange Zeit, der Schl&amp;uuml;ssel zu der Sache l&amp;auml;ge in den Automarken. Die Verkaufszahlen der beiden Marken waren aber genauso r&amp;uuml;ckl&amp;auml;ufig, wie die Zahl der Eheschlie&amp;szlig;ungen, w&amp;auml;hrend die Zahl der Scheidungen anstieg.&lt;br /&gt;
Den Schl&amp;uuml;ssel kenne ich heute immer noch nicht. Es ist aber wenigstens statistisch belegt, dass es nicht die Autos sind.
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:40:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1188/">
    <title>Heiliges Blech</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1188/</link>
    <description>Der Brief mit dem Gutachten kam an einem Donnerstag. Man best&amp;auml;tigte einen wirtschaftlichen Totalschaden. &amp;#8222;Wer den Schaden hat&amp;#8220;, h&amp;ouml;hnte meine innere Stimme, &amp;#8222;braucht f&amp;uuml;r den Schrott nicht zu sorgen.&amp;#8220; Doch ach! wie weh der Abschied von eben jenem Schrotthaufen tat, dem ersten Auto,  einem grasgr&amp;uuml;nen R5, meinem Frosch, dem ich Treue schwor &amp;#8222;bis dass der T&amp;Uuml;V uns scheide&amp;#8220;. &lt;br /&gt;
Nur war es nicht der T&amp;Uuml;V, welcher uns auseinander riss, sondern die Kollision mit einem Gef&amp;auml;hrt, dem ich schon aufgrund seiner schw&amp;auml;bischen Herkunft bis heute ein tiefes Misstrauen entgegenbringe. &lt;br /&gt;
In jenem Jahr, der Liter Benzin kostete zum letzten Mal nur eine D-Mark, man sprach noch nicht vom Ozonloch sondern vom sauren Regen, in jenem Jahr also, reisten wir gemeinsam durch Europa. Fort, weg, immer weiter bis an die st&amp;uuml;rmischen Gestade des Atlantiks. Sommer einatmen. Wir schliefen, a&amp;szlig;en, tranken in meinem Frosch-Auto und testeten kamasutrische Verrenkungen auf der R&amp;uuml;ckbank. Es war ein Sommer der ersten gro&amp;szlig;en Liebe, der Freiheit und der Jugend, j&amp;auml;h beendet durch die kleine Unachtsamkeit eines Mercedes-Fahrers. Ich weinte bittere Tr&amp;auml;nen des Verlustes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war es nicht mehr wie zuvor, die Liebe ging und der fahrbare Untersatz sollte nur eines sein: Praktisch, pannenarm und prestigehebend, dem neuen Status einer angehenden Akademikerin angemessen. Was sonst als ein Wolfsburger Automobilerzeugnis h&amp;auml;tte der Nachfolger meines geliebten Frosches sein k&amp;ouml;nnen? Er war praktisch, pannenarm und hob, wenn schon nicht mein Prestige, so doch wenigstens die H&amp;ouml;chstgeschwindigkeit von gem&amp;uuml;tlichen 130 km/h des R5 auf fetzige 165. Allein, die emotionale Befriedigung blieb aus. Ich erlebte nichts mit, nichts in diesem Auto, noch nicht einmal Petting auf der R&amp;uuml;ckbank. Vielleicht deshalb lie&amp;szlig; ich es systematisch verkommen. Kennen Sie diese fahrenden M&amp;uuml;llhalden? Deren Fahrer l&amp;auml;ssig auf dem Weg zur Arbeit einen Coffee to go trinken und den leeren Becher achtlos hinter den Fahrersitz werfen, wo sich zerkn&amp;uuml;llte Strafzettel an wenig genutzte Sportutensilien schmiegen? Ich geh&amp;ouml;rte dazu. Ich hatte nie ein Gef&amp;uuml;hl f&amp;uuml;r diese blecherne Vernunftgeburt. Nur ein schlechtes Gewissen und angeekelte Mitfahrer verhinderten das v&amp;ouml;llige Zuwachsen des Autos. Beinahe jedenfalls. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Hier w&amp;auml;chst ja schon Moos&amp;#8220;, lautete das Urteil des potenziellen K&amp;auml;ufers, der meinen verlotterten Golf begutachtete. Und den Kaufpreis gleich um einige hundert D-Mark nach unten dr&amp;uuml;ckte. Danach schwor ich mir: den N&amp;auml;chsten lasse ich nicht mehr so verkommen. Ich machte es also wie die anderen Millionen Autobesitzer Deutschlands, die ihr heiliges Blech in samst&amp;auml;glichen Putzorgien in keimfreie Zonen verwandeln. Ich wurde Stammgast in der Waschstra&amp;szlig;e und mit der Zeit eine Expertin in Sachen Sauberkeit: Lappen reinigen besser als B&amp;uuml;rsten, Hei&amp;szlig;wachs alle vier Wochen und eine Politur mit fl&amp;uuml;ssigem Hartwachs bringt den Lack ebenso zum Gl&amp;auml;nzen wie die Augen des Waschstra&amp;szlig;enbesitzers beim Z&amp;auml;hlen der Geldscheine. Sauber war dieser Wagen jedenfalls immer, zuverl&amp;auml;ssig meistens, geliebt nie. &amp;Uuml;brigens genauso wenig, wie ich den m&amp;auml;nnlichen, sich durch Zuverl&amp;auml;ssigkeit und Sauberkeit auszeichnenden Begleiter dieser Zeit liebte. Immerhin.&lt;br /&gt;
Als dessen Verfallsdatum &amp;#8211; das des Autos, denn der m&amp;auml;nnliche Begleiter war bereits aussortiert - durch einen in einer eisigen Winternacht allein auf einer nieders&amp;auml;chsischen Landstra&amp;szlig;e wandernden Kampfhund &amp;#8211; ein ausgewachsener Mastino Napolitano bringt &amp;uuml;brigens locker 70 Kilo auf die Waage &amp;#8211; herbeigef&amp;uuml;hrt wurde, entschloss ich mich: Jetzt kein Auto mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Wenn noch mal ein vierr&amp;auml;driges Gef&amp;auml;hrt, dann ein Kinderwagen&amp;#8220;, sagte ich mir und f&amp;uuml;gte ein &amp;#8222;&amp;Uuml;berhaupt: In der Gro&amp;szlig;stadt braucht man kein Auto&amp;#8220; hinzu. Eine sehr erwachsene Entscheidung, wie ich fand. Und sehr vern&amp;uuml;nftig, zumal mittlerweile ein Liter Benzin so viel kostete wie ein Glas K&amp;ouml;lsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch manchmal weicht man vom Pfad der Vernunft ab und kauft sich dann spontan so ein komisches Gef&amp;auml;hrt, eines, das weder sch&amp;ouml;n ist noch neu noch scheckheftgepflegt. &lt;br /&gt;
Die erste Liebe, hei&amp;szlig;t es, pr&amp;auml;gt f&amp;uuml;rs ganze Leben. Mein neuer, alter, unvern&amp;uuml;nftiger VW Bulli ist ebenso grasgr&amp;uuml;n wie mein erstes Auto. Er stottert manchmal, kommt ein wenig schwer in die G&amp;auml;nge und, nun ja, s&amp;auml;uft ziemlich viel. Wir sind uns also &amp;auml;hnlich. Ich habe den Wunderbaum des Vorbesitzers (Duftnote Cherry Dream) vom R&amp;uuml;ckspiegel abgeh&amp;auml;ngt und einen kleinen Buddha vom letzten Thailandurlaub an und bin losgefahren. Immer in Richtung Sonnenuntergang, und es ist fast so wie damals, als der Sommer noch jung war und der Horizont &amp;uuml;ber dem flimmernden Asphalt die ganze Welt versprach.  
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:39:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1187/">
    <title>Beziehungsweise</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1187/</link>
    <description>Der Weisheit letzter Schluss. Das ist es, was ich brauche, um endlich die perfekte Beziehung f&amp;uuml;hren zu k&amp;ouml;nnen. Beziehungsweise will ich sein. Sozusagen der &amp;#8222;&amp;Auml;ltestenrat&amp;#8220; was Beziehungen betrifft. Doch frage ich mich, wann die Ausbildung abgeschlossen ist? Wann kann ich sagen: &amp;#8222;Ich habe sie, die Weisheit. Beziehungsweisheit!&amp;#8220;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigenen, wie auch die beobachteten Erfahrungen lehren mich jedoch etwas Anderes. Das stete Neuerfinden. Das immer wiederkehrende Umstrukturieren der eigenen Person, das Anpassen an den anderen, die neue Umwelt, ein neues Leben. Der Weisheit letzter Schluss ist f&amp;uuml;r mich stets ein neuer. Ein anderer. Kann es das sein? Soll das Beziehungsweisheit sein? Oder bin ich es einfach nur nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wer ist beziehungsweise? Vielleicht ein Single. Am Besten ein solcher, der nie eine Beziehung hatte. Ein Wissenschaftler in Sachen Partnerschaft sozusagen. Ein Empiriker, der mit akribischer Genauigkeit seine Umwelt beobachtet, analysiert und sich ein Urteil bildet. In seinen Augen sollte Beziehung etwas Perfektes sein. Keine Kompromisse, keine Ver&amp;auml;nderungen. Stete Freude, immer wieder Neues und perfekter Alltag. Keine Langeweile und absolute Vertrautheit. Ja, das muss der Weisheit letzter Schluss sein. Das muss sie sein, die Beziehungsweisheit. Doch der Empiriker, der Analytiker, der &amp;uuml;berzeugte Single wird es bleiben. Der Beziehungsweise muss sich zur&amp;uuml;ckziehen. Das Wissen um die perfekte Beziehung, der Drang, eine solche anzustreben, macht sie unm&amp;ouml;glich. Beziehungsweisheit l&amp;auml;sst die Beziehung zu einem Traum werden. Ein Traum vom Perfekten, vom perfekt Sch&amp;ouml;nen. Der Wissende bleibt Single bleibt Single bleibt Single.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also ist der Weisheit letzter Schluss? Beziehungsweise ist der, der sich den Ver&amp;auml;nderungen unterwirft. Der Neues sucht und Altes vermisst. Das Bewusstsein um die Kontingenz der Zweisamkeit sowie der Einsamkeit. Dies alles macht mich weise. Eine Weisheit die spannend und traurig, sch&amp;ouml;n und h&amp;auml;sslich, gut und b&amp;ouml;se sein kann. 
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
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    <dc:date>2006-07-27T08:39:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1184/">
    <title>Ausweitung der Beh&amp;ouml;rdenwillk&amp;uuml;r</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1184/</link>
    <description>Wenn ich nicht innert zwei Wochen reagiere, w&amp;uuml;rde ich polizeilich vorgeladen und k&amp;ouml;nne mit Haft oder Bu&amp;szlig;e bestraft werden. Diese Drohung erhielt ich in einem eingeschriebenen Brief nur 10 Tage nachdem mich meine neue Wohngemeinde aufforderte, Auskunft &amp;uuml;ber meine Konfessionszugeh&amp;ouml;rigkeit zu erteilen. Ich war vor 14 Jahren aus der Kirche ausgetreten, hatte dies den Beh&amp;ouml;rden jedoch nie offiziell mitgeteilt, was meine Konfessionslosigkeit nun verd&amp;auml;chtig erscheinen lie&amp;szlig;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Freundin kann seit einem Unfall nicht mehr auf ihrem angestammten Beruf arbeiten und besucht nun eine Schule, damit sie auf einem neuen Gebiet Chancen f&amp;uuml;r eine berufliche Integration erlangen kann. Da sich die Unfallversicherung weigerte, den Unfall und die dadurch erfolgte Beeintr&amp;auml;chtigung anzuerkennen, blieb ihr nichts anderes als Sozialhilfe &amp;uuml;brig. Bis Ende letzten Jahres wurde sie mit Abz&amp;uuml;gen daf&amp;uuml;r bestraft, dass sie eine Ausbildung macht statt sich erfolglos zu bewerben. Heute erh&amp;auml;lt sie f&amp;uuml;r dasselbe Verhalten Motivationszulagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was will ich mit diesen Beispielen sagen? &amp;#8211; Solche und &amp;auml;hnliche F&amp;auml;lle zeugen von einer generellen Missbrauchsvermutung des Staates gegen&amp;uuml;ber seinen B&amp;uuml;rgerInnen und von einem seltsamen obrigkeitsstaatlichen Verst&amp;auml;ndnis. Beamte sind Angestellte der B&amp;uuml;rgerInnen. Und der Ermessensspielraum sollte auf Seiten der direkt Betroffenen sein, nicht auf Seiten des Verwaltungsapparats. Aber die aktuelle Entwicklung geht in die andere Richtung: Der erzieherische Staat ist wieder salonf&amp;auml;hig und aktuelle Gesetzesreformen stehen ganz im Zeichen der Missbrauchsbek&amp;auml;mpfung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir die Reform der Asyl- und Ausl&amp;auml;ndergesetze, &amp;uuml;ber die im September in der Schweiz abgestimmt wird. Obwohl die Zahl der Asylgesuche so tief ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr, wollen der Bundesrat und das Parlament nun das Asylrecht derart versch&amp;auml;rfen, dass es selbst die Genfer Fl&amp;uuml;chtlingskonventionen (mit der Schweiz als Deposit&amp;auml;rstaat!) verletzt. Und Ehen oder Partnerschaften zwischen SchweizerInnen und Ausl&amp;auml;nderInnen stehen unter Generalverdacht, Scheinehen zu sein. Zur Abkl&amp;auml;rung dieses Verdachts sollen Beamte k&amp;uuml;nftig Nachbarn und ArbeitskollegInnen der Ehewilligen befragen d&amp;uuml;rfen und die Ehe bis zu f&amp;uuml;nf Jahre sp&amp;auml;ter noch r&amp;uuml;ckwirkend f&amp;uuml;r nichtig erkl&amp;auml;ren. Wenn ein Paar in dieser Zeit nicht mehr die Wohnung teilt &amp;#8211; wof&amp;uuml;r es Gr&amp;uuml;nde geben kann &amp;#8211; wird dies sofort als Beweis daf&amp;uuml;r gehalten, dass die Ehe nie echt war. - Aber Hallo? Opfern wir den Schutz der Privatsph&amp;auml;re so leichtfertig dem Kontrollwahn der Missbrauchsbek&amp;auml;mpfung und nehmen eine verfassungsrechtlich fragw&amp;uuml;rdige Diskriminierung binationaler Ehen einfach in Kauf? &amp;#8211; Nicht mit mir! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach stellt vor allem der Sozialmissbrauch von oben, der Machtmissbrauch der Sozialb&amp;uuml;rokratie ein Problem dar. Anstatt die B&amp;uuml;rgerInnen dauernd zu verd&amp;auml;chtigen, sollten Gesetze so beschaffen sein, dass es m&amp;ouml;glichst wenig Spielraum f&amp;uuml;r institutionelle Dem&amp;uuml;tigungen gibt. Der Sozialstaat braucht dringend Reformen, aber solche, welche Grundrechte und -freiheiten f&amp;uuml;r alle ausbauen - statt Leistungen durch immer engere Bedingungen zu partikularisieren. 
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:39:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1183/">
    <title>Chaos und Ordnung</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1183/</link>
    <description>Von der Chaostheorie habe ich gelesen, dass sie Chaos wie folgt definiert: &lt;i&gt;Chaos ist die Ordnung, die wir noch nicht kennen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag diese Definition jedenfalls, auch wenn die Chaostheorie sie wohl nicht wirklich kennt. Da, wo andere ein gro&amp;szlig;es Durcheinander sehen, braucht der vermeintliche Chaosbesitzer nur zugreifen und schon ist das gesuchte Ding da. Von wegen Unordnung also. Wunder k&amp;ouml;nnen so einfach sein...  So viele Dinge umgeben uns: Allt&amp;auml;gliches, das immer wieder gebraucht wird. Dinge, die gebraucht werden k&amp;ouml;nnten. Dinge mit emotionalen Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur verbunden durch den Chaosbesitzer breiten sie sich um ihn herum aus und bilden ein ganz pers&amp;ouml;nliches Sammelsurium. Nur er selbst sieht dort eine Ordnung, die anderen verborgen bleibt. Manchmal aber auch ihm selbst. Und so ordnen sich seine Dinge versteckt in Schr&amp;auml;nken und Schubladen, in irgendwelchen Abstellr&amp;auml;umen oder auch offen. Als Au&amp;szlig;enstehender sch&amp;uuml;ttelt man gelegentlich den Kopf &amp;uuml;ber so viele Sachen, die scheinbar nicht gebraucht werden und doch da sind. F&amp;uuml;r sie ist es ein Chaos. Sie kennen eben die Ordnung noch nicht. Manchmal schr&amp;auml;nkt dieses Chaos ein Leben auch ein. Solche Menschen nennt man dann &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Messie-Syndrom&quot;&gt;Messies&lt;/a&gt;.  Chaosbesitzer sind verbunden mit ihren Sachen. Die Dinge sind nicht einfach Dinge. Die Sachen k&amp;ouml;nnte man schlie&amp;szlig;lich irgendwann einmal gebrauchen. Dann ist es nat&amp;uuml;rlich wichtig, einen mehr oder weniger gro&amp;szlig;en Vorrat zu haben - wenn mal was ist. Sicherheit und Versorgtsein  oder das schlicht und ergreifende MEINS! bindet die Dinge an uns und macht sie lebenswichtig. Wegwerfen w&amp;uuml;rde bedeuten, sich der Unsicherheit der Welt auszusetzen.  Noch unm&amp;ouml;glicher ist das bei Dingen, die f&amp;uuml;r uns einen emotionalen Wert besitzen. Ein Wert, der nicht in Geld ausgedr&amp;uuml;ckt werden kann. Da ist der zerfledderte Teddyb&amp;auml;r, dem sie auch heute noch das ein oder andere anvertrauen. Wenigstens der hat immer dichtgehalten und Trost gespendet. Oder die Eisenbahn, die eines Tages noch mal ganz gro&amp;szlig; und noch sch&amp;ouml;ner mit allem Pipapo aufgebaut werden soll. Ich selbst habe noch meinen geflickten, rosa Stoffkasper. Etwas unterern&amp;auml;hrt, aber meine Nichte bekommt ihn trotzdem nicht. Sie lassen uns in angenehmen Erinnerungen schwelgen.  Zusammen mit den Dinge, die man zum allt&amp;auml;glichen Leben braucht, bildet das Ganze ein Netz um uns herum. Verbunden mit uns, wenn auch unsichtbar und in einer vielleicht noch nicht mal uns bekannten Ordnung.  Oder nennen wir es doch lieber Chaos?
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Instant Illusion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:39:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1181/">
    <title>Supermarkt Spiel</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1181/</link>
    <description>Samstag morgen um 11.25 Uhr im Hit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mag sie, diese M&amp;auml;nner, die mit ihren Frauen einkaufen m&amp;uuml;ssen und dabei extrem miesmutig reinschauen. Sie schieben muffelig den Einkaufswagen vor sich her und beobachten, wie das liebe Weib St&amp;uuml;ck um St&amp;uuml;ck den Wagen mit lauter wichtigen Dingen bef&amp;uuml;llt. Es ist absolut notwendig, das Leben dieser armseligen Kreaturen zu ver&amp;auml;ndern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum rolle ich an, mit einem L&amp;auml;cheln auf den Lippen und schaue ihnen offen ins Gesicht. ...&lt;br /&gt;
Ich liebe diese irritierten Blicke zur Seite oder aber diese offensichtlich freudige &amp;Uuml;berraschung in den Augen und das freundlich erwiderte L&amp;auml;cheln &amp;uuml;bers ganze Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dumm ist eigentlich nur, dass ich selber einen Wagen vor mir herschiebe, der vollgepackt ist bis oben hin, dessen Inhalt mit Sicherheit nicht f&amp;uuml;r eine gro&amp;szlig;e Single-Party steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://momente.twoday.net/stories/2273058/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; der Autorin erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:38:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1180/">
    <title>Kaffeefahrt in die Attributionspsychologie</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1180/</link>
    <description>Heute gibt es ohne besonderen Anlass einen Ausflug in die Attributionspsychologie. In die Systematik, wie die Menschen das, was ihnen widerf&amp;auml;hrt, begr&amp;uuml;nden. Also ab in den Bus und anschnallen. Los geht&apos;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals, im Bus, auf Klassenfahrt, gab&apos;s ja immer die Hintensitzer. Die sa&amp;szlig;en hinten, weil sie sich cool fanden. Und warum fanden sie das? Weil die M&amp;auml;dels ihnen sch&amp;ouml;ne Augen gemacht haben. Gedankengang: Die Perle will knutschen, ich bin ein geiler Macker. Internal und stabil attribuiert. Ein geiler Macker ist man entweder, oder man ist es nicht. Aber wenn man&apos;s ist, dann f&amp;uuml;r immer und ewig. Vielleicht dachten sie auch, dass die cool w&amp;auml;ren, weil sie toll Fu&amp;szlig;ball spielen k&amp;ouml;nnen. Also, einmal angestrengt und fett Tore geschossen: Ich bin ein Typ, der&apos;s echt drauf hat, wenn er nur will. Internal und instabil attribuiert. Die ganzen krassen Hintensitzer waren aber leider nicht so die Checker im Unterricht. Manche waren einfach zu bekifft. Einige sagten sich nach jeder Klassenarbeit: &quot;Ey, Aufgabe war voll schwer. Haben wir gar nicht durchgenommen vorher! War nicht meine Schuld!&quot; External und stabil attribuiert. Andere sagten sich einfach: &quot;Hab isch voll Pesch gehabt, Alta.&quot; External und instabil attribuiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Moral von der Geschicht&apos;? Keine. Oder doch. Es gibt gute Arten, den Ereignissen dieser Welt Gr&amp;uuml;nde zuzuschreiben, und schlechte. Am erfolgreichsten sind diejenigen Menschen, die &amp;uuml;berzeugt sind, dass sie Einfluss auf ihr Leben haben. Und diejenigen, die meinen, sie w&amp;auml;ren ohnehin tolle Typen. Ist so. Also immer sch&amp;ouml;n internal attribuieren und an sich selbst glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Kaffeefahrt. Alle aussteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://nessy.twoday.net/stories/2308197/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; der Autorin erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1179/">
    <title>Eyes On - Handys f&amp;uuml;r alle Lebenslagen</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1179/</link>
    <description>Eine britische Studie hat ergeben, dass Handys nicht nur zum Telefonieren eingesetzt werden, sondern immer h&amp;auml;ufiger auch ganz andere Zwecke erf&amp;uuml;llen: Frauen halten sich mit vorget&amp;auml;uschten Telefonaten aufdringliche M&amp;auml;nner vom Leib; die M&amp;ouml;glichkeit, sich per SMS zu entschuldigen, macht P&amp;uuml;nktlichkeit &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1178/">
    <title>Eyes On - Eyes On &amp;#8211; Vienna World Records Day</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1178/</link>
    <description>Am 17. September kann jeder, der will, beim ersten Gro&amp;szlig;event der Weltrekorde versuchen, sich einen Platz im Guinness Buch der Rekorde zu sichern: Gesucht werden kreative Rekordversuche und &amp;#8211;ideen.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1177/">
    <title>beziehungsweise...</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0214/stories/1177/</link>
    <description>&lt;div style=&quot;float: left; width: 240px; height: 450px; padding:0 0px 20px 0&quot;&gt;&lt;h3 class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;
&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Tauziehen&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von Running in Suffolk&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;padding:2px&quot;&gt;&lt;img width=&quot;237&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0214/images/trottoir_tauziehen.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Wie Hund und Katz&apos;&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von Dott. Daniele Galiffa&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mentegrafica.it&quot;&gt;picture by dott. Daniele Galiffa, infovis consultant&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;div class=&quot;clearall&quot;&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Trottoir</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-27T08:36:00Z</dc:date>
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