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    <title>Mindestens haltbar: 0212 (Magazin für Meinungen)</title>
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    <description>Magazin für Meinungen</description>
    <dc:publisher>Christine Schranz</dc:publisher>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:date>2006-08-02T11:41:34Z</dc:date>
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    <title>Mindestens haltbar: 0212</title>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1083/">
    <title>Wir sind so verdammt abgebr&amp;uuml;ht.</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1083/</link>
    <description>1980 war ich in der sechsten Klasse. Wir wohnten in der N&amp;auml;he von Alzenau, das ist nicht weit von Kahl, wo ein Atomkraftwerk steht und unsere Klasse hatte f&amp;uuml;r eine Projektarbeit zum Thema Atomkraft etwa vier Wochen Zeit bekommen. Daher zogen wir zu viert durch die umliegenden D&amp;ouml;rfer und befragten mit einem Kassettenrekorder bewaffnet irgendwelche Leute auf der Stra&amp;szlig;e. Die Frage war naiv und nat&amp;uuml;rlich w&amp;uuml;rde man sie eigentlich anders stellen m&amp;uuml;ssen: &amp;#8222;Sind sie f&amp;uuml;r oder gegen Atomkraft?&amp;#8220;. Ich habe ein paar Eintr&amp;auml;ge in meinen alten Tageb&amp;uuml;chern gefunden. Ich habe damals in sehr kurzen S&amp;auml;tzen geschrieben, fast Telegrammartig, aber sie zeigen mir, dass wir dieses Projekt und unseren Anteil daran sehr Ernst genommen haben. Auch naiv war die Vorstellung, guter Journalismus sei es, so genau wie m&amp;ouml;glich zu sein, was dazu f&amp;uuml;hrte, dass wir akribisch an die achtzig Seiten Gespr&amp;auml;che vom Band abtippten &amp;#8211; inklusive aller &amp;#8222;&amp;Auml;h&amp;#8217;s&amp;#8220; und &amp;#8222;&amp;ouml;h&amp;ouml;m&amp;#8217;s&amp;#8220;. Damals schrieb ich auf, dass ich &amp;#8222;keine Angst davor habe, dass da in den n&amp;auml;chsten Jahren was passiert, aber wenn es hier irgendwann richtig viele Atomkraftwerke gibt, will ich lieber nicht mehr in Deutschland sein&amp;#8220;. Ich erinnere mich daran, wie unverst&amp;auml;ndlich es f&amp;uuml;r mich gewesen ist, dass die Erwachsenen sich solche Dinger ausdenken und hinstellen konnten. Eine der Schauboxen erkl&amp;auml;rte, wie ein Supergau funktionieren k&amp;ouml;nnte. Und da stand, dass es in den USA schon fast einen gegeben hatte, im Mailer von Three Miles Island.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. April 1986 gab es ihn dann wirklich, denn es explodierte ein Reaktor in &lt;a href=&quot;http://www.chernobyl.info/index.php?userhash=14811901&amp;amp;navID=10&amp;amp;lID=1&quot;&gt;Chernobyl&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 wohnten wir in Pforzheim und ich war in der zehnten Klasse. Meine Tagebucheintr&amp;auml;ge von damals waren das typische Gejammer pubert&amp;auml;rer, unsportlicher und zu kleiner Jungs mit Brille. Und dazwischen ein paar belustigte Eintr&amp;auml;ge dar&amp;uuml;ber, wie bescheuert das Geschreibsel ist, weil es sich ja anh&amp;ouml;rt wie pubert&amp;auml;res Gejammer. Ich habe damals immer mal wieder vergessen, ein Datum aufzuschreiben, aber es war wohl Anfang Mai. Montag wahrscheinlich, denn ich schrieb dar&amp;uuml;ber, dass, so langweilig das Wochenende gewesen ist, es heute in der Schule &amp;uuml;berhaupt nicht langweilig war, da es nur ein Thema gab: Tschernobyl (warum man das wohl heute anders schreibt?). Ich schrieb &amp;#8222;Eigentlich w&amp;auml;re es mir lieber, wenn es langweilig geblieben w&amp;auml;re. Wenn Herr B. mich aus Latein geworfen oder Herr  S. mir meine verhauene Mathearbeit zur&amp;uuml;ckgegeben h&amp;auml;tte. Jetzt kommt langsam heraus, was die Russen da eigentlich gemacht haben. Aber was soll denn der Schei&amp;szlig;? Wir haben wei&amp;szlig; der Geier wie viele Atomkraftwerke hier rumstehen, glauben die wirklich, das kann hier nicht passieren?&amp;#8220; Damals demonstrierten viele Sch&amp;uuml;ler, wir h&amp;ouml;rten Weltuntergangsmusik von Pink Floyd und  U2 sangen genau das was wir dachten. Wir schauten uns jede Nachrichtensendung an, um am n&amp;auml;chsten Tag wieder zu diskutieren und wir waren sauer dar&amp;uuml;ber, festzustellen, wie verflucht ignorant, wie ungeheuer bigott, wie verlogen, wie geld- und machtgeil diese Erwachsenen sind, die sich einen Schei&amp;szlig;dreck um unsere Zukunft zu scheren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute blogge ich und schreibe gerne mal ironische Essays und zynische Bemerkungen zur Weltpolitik. Ich lese dar&amp;uuml;ber, wie naiv und albern man Gutmenschen wie Bono und Herbert Gr&amp;ouml;nemeyer findet und wie man sich s&amp;uuml;ffisant dar&amp;uuml;ber belustigt, wenn jemand die Welt verbessern will. Man &amp;uuml;berbietet sich mit Abgebr&amp;uuml;htheit und Coolness. Niemand kann es uns Recht machen: Ist man unbekannt, braucht man ja nur drauf warten, dass er scheitert, ist er bekannt, kann man die Nase r&amp;uuml;mpfen &amp;uuml;ber den satten Million&amp;auml;r, der uns die Welt erkl&amp;auml;ren will. Wo wir doch alles besser wissen. Man steht &amp;uuml;ber all diesen Dingen wie Idealen, Utopien und Solidarit&amp;auml;t, man ergeht sich in Abges&amp;auml;ngen an das so genannte Gute im Menschen, wo auch immer das mal gewesen sein soll, denn jeder ist doch korrupt und k&amp;auml;uflich und wenn nicht, dann nur, weil man es einfach noch nicht herausgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollen wir so sein? Postmodern und immer auf der sicheren Metaebene, von der aus man schon vorher wei&amp;szlig;, dass man ohnehin nichts &amp;auml;ndern kann? Ist das so wirklich die L&amp;ouml;sung? Sich einfach dadurch aus der Verantwortung zu stehlen, in dem man die schon l&amp;auml;ngst vollzogene Resignation und das klein Beigeben mit angeberischem Besserwissen &amp;uuml;bert&amp;uuml;ncht? Sind das die Spie&amp;szlig;er, denen wir uns intellektuell &amp;uuml;berlegen f&amp;uuml;hlen oder ist nicht vielmehr das spie&amp;szlig;ig sein von heute, wenn wir dumm und zynisch &amp;uuml;ber alles Lachen, was zu &amp;auml;ndern man in Wirklichkeit zu bequem ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind so verdammt abgebr&amp;uuml;ht. Und wenn unsere Kinder uns Schauk&amp;auml;sten hinstellen und erkl&amp;auml;ren, was vielleicht in f&amp;uuml;nf oder sechs Jahren passieren k&amp;ouml;nnte und wenn unsere Kinder uns Schei&amp;szlig;e finden, weil genau das passiert ist und wir immer noch nicht unsere &amp;Auml;rsche hochbekommen, dann sollten wir vielleicht mal zuh&amp;ouml;ren anstatt sie f&amp;uuml;r naiv oder pubert&amp;auml;r zu erkl&amp;auml;ren, nur um uns wieder selbst so gro&amp;szlig;artig und abgebr&amp;uuml;ht zu f&amp;uuml;hlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn in Wirklichkeit sind wir nicht abgebr&amp;uuml;ht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind so verdammt feige.
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:45:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1076/">
    <title>Wer anderen eine Grube gr&amp;auml;bt...</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1076/</link>
    <description>Er gr&amp;auml;bt und gr&amp;auml;bt um endlich einen Raum zu schaffen in dem genug Platz f&amp;uuml;r alle seine Tr&amp;auml;ume ist. Grad hatte er das Gef&amp;uuml;hl der Platz k&amp;ouml;nne reichen um jemanden hinein zu bitten. Gedacht getan und siehe da, der Raum war gro&amp;szlig; genug, nur leider hatte er nicht damit gerechnet, dass sie die kleine Luke ganz hinten in der Ecke &amp;ouml;ffnen w&amp;uuml;rde. Alles was er in den letzten eineinhalb Jahren abgetragen hatte lagerte dort und sickerte nun unaufhaltsam in den Raum zur&amp;uuml;ck. Die Entt&amp;auml;uschung, der Schreck und die Last erstickten alle Hoffnungen. Der Kummer war so gro&amp;szlig;, dass er erwachte. Dankbar f&amp;uuml;r die Vorwarnung fing er an die Luke am Ende der H&amp;ouml;hle sorgf&amp;auml;ltig abzudichten. Er wusste es w&amp;uuml;rde ihn ein weiteres Jahr kosten, aber das sollte es ihm wert sein. Als das Jahr vergangen war tr&amp;auml;umte dem Maulwurf der Raum sei sicher genug und endlich lud er sie ein. Als sie aber in der H&amp;ouml;hle ankam war er so nerv&amp;ouml;s, dass er ohne es zu bemerken mit seinen gro&amp;szlig;en Schaufeln an der abgesicherten Stelle einen kleinen Riss verursachte. Da wollte die Maulwurfdame unbedingt wissen was sich hinter der Mauer verbarg. In Panik geraten erwachte er und fing umgehend an ein sch&amp;ouml;nes gro&amp;szlig;es Fenster an der gesicherten Stelle einzubauen. Er wusste es w&amp;uuml;rde viel Zeit brauchen um das Fenster dort zu platzieren, doch er wollte es so. Als das Fenster eingebaut war und alles in neuem Glanz erstrahlte beschloss er sofort loszuziehen und die Maulwurfdame seines Herzens zu sich einzuladen. Es dauerte nicht lange, da fand er sie. Sie sah seine kr&amp;auml;ftigen Schaufeln und seine vor Aufregung funkelnden Augen und war ganz entz&amp;uuml;ckt aber er bekam kein Wort heraus. Ganz merkw&amp;uuml;rdig r&amp;ouml;chelte er vor ihr herum. Er hatte fast vier Jahre lang seine Stimmb&amp;auml;nder nicht benutzt und nun bekam er keinen Ton heraus. Er sah wie sie entt&amp;auml;uscht von dannen zog und dachte still bei sich:&lt;br /&gt;
&quot;Wer anderen eine Grube gr&amp;auml;bt ...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://rehvolution.twoday.net/stories/2188544/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; des Autors erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:44:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1087/">
    <title>Dreizehn Fragmente &amp;uuml;ber das Bruchst&amp;uuml;ck.</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1087/</link>
    <description>Eins.&lt;br /&gt;
Ich bin unf&amp;auml;hig Tagebuch zu f&amp;uuml;hren. Ich habe es versucht. Mehrfach und auf Papier. Sp&amp;auml;testens am zweiten Tag standen auf dem Papier Gedanken, die ich nur hatte, weil da Papier war. Nicht weil ich das ohnehin gedacht h&amp;auml;tte. Das Tagebuch war dann wohl eigentlich &amp;uuml;bers Tagebuchschreiben und somit nutzlos. Ein reines Dokument seines eigenen Feedbacks. Tagebuch-Bloggen hab ich auch nicht lange durchgehalten. Aber normal bloggen, das geht. Manchmal schmuggle ich Tagebuchnotizen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei.&lt;br /&gt;
Die Wikipedia sagt unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Der Ausdruck &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fragment&quot;&gt;Fragment&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; (v. lat.: &lt;/i&gt;frangere&lt;i&gt; brechen) bezeichnet: &lt;br /&gt;
das Bruchst&amp;uuml;ck eines ehemals Ganzen,&lt;br /&gt;
etwas Unvollendetes, insbesondere ein nicht abgeschlossenes Kunstwerk,&lt;br /&gt;
als literarische Gattung [in der Romantik] ein[n] bewusst unabgeschlossene[n] Gedankenentwurf&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Also: In der Romantik, als man mit dem organischen, gewachsenen und als vollkommen gedachten klassischen Kunstwerk brach. In der Romantik, als die Industrialisierung langsam durchschlug, als mit Feuerbach und Hegel die Basis f&amp;uuml;r Marx gelegt wurde und mit dem Wissenschaftler Frankenstein die Science Fiction begann, und die Biotechnologie, die Wissenschaftsethik. Und der Horrorroman. (Der allerdings nicht mit &quot;Frankenstein&quot; von Mary Shelley.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei.&lt;br /&gt;
Ich vergesse. Ich vergesse Leute, Dinge, Ereignisse, Namen. Ich schreibe viel zu wenig auf. Eine ganze Schublade ist voller Kalender. Aber ich verstehe die Abk&amp;uuml;rzungen nicht. Nicht mehr. Auch die Abk&amp;uuml;rzungen im Traumtagebuch, das ich gef&amp;uuml;hrt habe, sind mir schleierhaft. Traumtagebuch? Ich war irritiert von Deja-Vu-Erlebnissen. Situationen, in denen ich dachte: Das hast du schon mal erlebt, das hast du vielleicht sogar mal getr&amp;auml;umt. Also: Tr&amp;auml;ume aufschreiben. Kann man trainieren. Geht ganz gut. Der Notizblock muss neben dem Bett liegen. Oder der PDA. Die Deja-Vu-Erlebnisse sind noch da, Psychologen sagen: Das sind Kurzschl&amp;uuml;sse im Hirn. Im Augenblick des Erlebens macht das Gehirn sozusagen einen Zeitsprung und konstruiert das gerade Erlebte als Erinnerung von &apos;irgendwann fr&amp;uuml;her&apos;. Das Traumtagebuch hat jedenfalls keine prophetischen F&amp;auml;higkeiten enttarnt und ich muss nicht in einem parapsychologischen Forschungslabor weggesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier.&lt;br /&gt;
Den Roman &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dracula_%28Roman%29&quot;&gt;&quot;Dracula&quot;&lt;/a&gt; von Bram Stoker aus dem Jahr 1897 sollte man lesen. Das ist ein Buch ohne Erz&amp;auml;hler. Ein Roman montiert aus Tagebuchaufzeichnungen, aus Telegrammen (also: Chats), aus Briefen, aus einem phonographischen Tagebuch eines Arztes (also sozusagen: der erste Tagebuch-Podcaster), aus Zeitungsausschnitten. Eine multimediale, multiperspektivische Collage von Materialen, die davon handelt, wie die Hauptfiguren sich treffen und, erst, als sie ihre Materialien b&amp;uuml;ndeln erkennen k&amp;ouml;nnen, wer und was sie da bedroht. Noch besser: Dracula bekommt mit, dass eine Hauptfigur das ganze Material aus Kurzschrift transkribiert und abtippt und versucht das Manuskript zu zerst&amp;ouml;ren (das ja genau das Buch ist, das wir hier vor uns haben), er hat Erfolg - aber es gibt eine Kopie im Safe. Haben wir nochmal Gl&amp;uuml;ck gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;nf.&lt;br /&gt;
gamma//magie/Schwarz auf Wei&amp;szlig; /nenne Ich /beim Namen //steine /rei&amp;szlig;en N&amp;auml;gel /aus dem Fels/ Lawinen voraus // horizonte / in Sicht/in der Enge / schneidet sich /eine der Parallelen /ins eigene Fleisch// &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs.&lt;br /&gt;
Schwer zu sagen, wie viele Blogeintr&amp;auml;ge ich im letzten Jahr geschrieben habe. Seit dem ersten Juli 2005 bin ich Pro-Blogger. In einem der Blogs sind es sicher &amp;uuml;ber 2000 Eintr&amp;auml;ge. Die Datenbank musste zwischendurch umgestellt werden und die Z&amp;auml;hlung stimmt nicht mehr ganz. Kann ich mich an alle diese Eintr&amp;auml;ge erinnern? Nein. Hab ich schon was doppelt gebloggt? Ich glaube: bisher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben.&lt;br /&gt;
Kurven// so tr&amp;auml;umen / wie leben / immer in kurven // nie ganz sicher /was ist /und was nicht // hat das telefon geklingelt /schl&amp;auml;fst du schon /hat jemand nicht gerade etwas gesagt /wo ich bin /und warum // leben / wie tr&amp;auml;umen /in kurven /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acht.&lt;br /&gt;
William Burroughs und Brion Gysin schlagen in den 60er-Jahren in ihrem Buch &lt;a href=&quot;http://www.amazon.com/gp/product/0394179846/&quot;&gt;&quot;The Third Mind&quot;&lt;/a&gt; neue Herangehensweisen an die Erstellung von literarischen Texten vor. Sie greifen Zufallsmethoden der Dada-Bewegung wieder auf und kreieren die &apos;Cut-Up&apos;-Methode. Grob gesagt: Zerschneide eine Zeitungsspalte in vier Teile, kombiniere die vier St&amp;uuml;cke auf alle m&amp;ouml;glichen Arten und schreibe jeweils den entstehenden Text ab. So wird die Textproduktion und die Zahl der m&amp;ouml;glichen Wort- und Begriffskombinationen, nun, sozusagen: So wird das Entstehen von Gedanken, vom Gehirn und seinen Beschr&amp;auml;nkungen abgekoppelt. Die Texte werden durch ihre (scheinbare) Zerst&amp;ouml;rung: befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neun.&lt;br /&gt;
fragmente //nur noch mit bleistift /wage ich worte/ auf billigpapier/ vielleicht war gestern schon/ dichten/ luxus.// meine erstkl&amp;auml;&amp;szlig;lerschrift / krame ich hervor / nicht hereinzufallen / auf gro&amp;szlig;e worte.// m&amp;uuml;de / schreibt sichs am besten / traum und wort / beider ursache / vermag ich nicht anzugeben. // ungelesen / f&amp;uuml;gt sich in meinem regal / buch an buch /schutzlose r&amp;uuml;cken. // an meiner wand / ein stadtplan von paris / die seine / und quasimodos buckel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn. &lt;br /&gt;
In den 90-ern habe ich begonnen mit Copy-Art, mit computergenerierten Semi-Zufallstexten, mit algorithmisch-zuf&amp;auml;lligen Cut-Up-Methoden zu &lt;a href=&quot;http://oliver-gassner.de/textratouren&quot;&gt;experimentieren&lt;/a&gt;. Ab 1996 dann mit Konstrukten in HTML, die aus Zufallstexten, Grafik, E-Mails und einer m&amp;ouml;glichst undurchschaubaren aber relativ genau kalkulierten Navigation kombiniert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf.&lt;br /&gt;
In den Fliegen, mit Angst, dar&amp;uuml;ber nachdenken. Zu aufm&amp;uuml;pfig f&amp;uuml;r einen Tod. Rilke. Vielleicht Kaffee. Vielleicht Kaffee. Vielleicht Kaffee. Vielleicht. Das &amp;Ouml;kosystem funktioniert weiter. Von der Wand ein Gl&amp;uuml;ck, da&amp;szlig; sie nicht eine Verstehensm&amp;ouml;glichkeit postuliert. Regen auf Bibliotheken. Einnisten. Ich klage an. Wen. In the volume. If the volume. If the volume. If the reader opens this page. In der Wand, an meinen Fingern&amp;auml;geln: zwei Menschen gemeinsam wie gut, da&amp;szlig; Blut. Meine ich nicht: Ein Wald flammt kalt im Flugtraum.&lt;br /&gt;
Im Greyhounddepot ist es, die Wahrheit zuzugeben: Es st&amp;uuml;rbe sich verloren. Wie sie da ist kartographiert, genormt, definiert. Am Tag einen Satz. Das Wort k&amp;uuml;ndet ihnen einen Tod. Jeder braucht einen Tod ... unserer Grammatik ... Eine Banane. Auch Illusionen haben Erkenntniswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zw&amp;ouml;lf.&lt;br /&gt;
Das Internetprotokoll, oder besser gesagt, das Transport Control Protocol (TCP) des Internets, basiert auf der Idee, Daten nicht kontinuierlich &amp;uuml;ber eine Leitung zu &amp;uuml;bertragen, sondern die Daten in kleine Datenpakete aufzusplitten, die Informationen dar&amp;uuml;ber enthalten, wie sie wieder zu einer kompletten Datei zusammengesetzt werden k&amp;ouml;nnen. Ein Mocken einer E-Mail d&amp;uuml;st also &amp;uuml;ber Tokio in die USA, einer &amp;uuml;ber London und einer &amp;uuml;ber S&amp;uuml;dafrika. Erst im Zielrechner wird alles wieder zusammengebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreizehn.&lt;br /&gt;
Split Second // Das Wort spaltet das Gehirn. Stochastik ist die Lehre &amp;uuml;ber die Vorhersagbarkeit von Ereignissen. Die Anzahl der m&amp;ouml;glichen Ereignisse muss bekannt sein. Das beschr&amp;auml;nkt die Stochastik auf die L&amp;ouml;sung &amp;uuml;bersichtlicher Probleme. Das Wort spaltet das Gehirn. Die Chaosforschung, oder besser: die Analyse dynamischer Systeme, besch&amp;auml;ftigt sich mit mathematischen Modellen der Wirklichkeit, bei denen geringste Abweichungen der Startparameter daf&amp;uuml;r sorgen, dass die Ergebnisse nach nur wenigen Iterationen in der Auswirkung extrem differieren. Das hei&amp;szlig;t: Messung und Iteration sind keine geeigneten Methoden zur Beherrschung der Welt. Jede ungenaue Messung ist keine Messung, jedes gerundete Rechenergebnis ist kein Rechenergebnis. Das Wort spaltet das Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;

</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cover</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:46:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1077/">
    <title>Das Spiel</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1077/</link>
    <description>Ich gehe im Park spazieren und setzte mich auf eine Bank. Da sitzt sie pl&amp;ouml;tzlich neben mir. Wir verstehen uns gut. Sehr gut sogar. Pl&amp;ouml;tzlich bemerken wir, dass wir auf einem Karussell sitzen. Erstaunt, wer es wohl eingeschaltet hat, genie&amp;szlig;en wir die Fahrt. Es macht sehr viel Spa&amp;szlig;. Es ist wie fliegen. Das Karussell wird schneller. Es macht noch mehr Spa&amp;szlig;. Es dr&amp;uuml;ckt uns richtig eng zusammen. Das Karussell wird noch schneller. Jetzt wird&amp;#8217;s etwas zu eng. Es wird noch schneller. Uns wird&amp;#8217;s zu eng. Es grenzt an Schmerz. Noch schneller, es ist nicht mehr zum Aushalten. Schmerz ... es ist zu schnell. Wir werden beide herausgeschleudert. Ich lande wieder auf dem Weg im Park. Sie landet wieder auf einer Bank und es sitzt wieder ein Fremder neben ihr. Sie f&amp;auml;hrt wieder Karussell. Ich finde die Bank nicht mehr ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://lieblingsbank.blogspot.com/2006/06/das-spiel.html&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; des Autors erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:44:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1080/">
    <title>Eulen nach Athen und Schokolade in die Schweiz tragen</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1080/</link>
    <description>In jungen Jahren besuchte ich zum ersten Mal die Schweiz und meinte, naiv und unerfahren, &amp;#8222;Eulen nach Athen&amp;#8220; zu tragen sei was f&amp;uuml;r Luschen, Schokolade aus Deutschland den Schweizern n&amp;auml;her zu bringen, sei die wahre Herausforderung der modernen Zeit! Ich hatte zehn bunte Tafeln der Marke &amp;#8222;Ritter-Sport&amp;#8220; gew&amp;auml;hlt, Sie wissen schon, diese quadratische, mit unterschiedlichen F&amp;uuml;llungen. Rot war mit Marzipan, Gr&amp;uuml;n mit Pfefferminz und Weiss, der absolute Gourmet-Traum, war mit Jogurtcreme gef&amp;uuml;llt! Ich erlebte ein Fiasko. Die Schweizer mochten, wenn &amp;uuml;berhaupt nur Dunkelblau, das war die Nugat-F&amp;uuml;llung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Schokolade sportlich ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schw&amp;auml;bische Schokoladenhersteller Alfred Ritter in Waldenbuch bei Stuttgart war &amp;uuml;brigens eine dahinsiechende Schokoladenfabrik wie viele andere in Deutschland, bis man auf die geniale Idee kam, das Schokolade &amp;#8222;quadratisch, praktisch, gut&amp;#8220; zu sein habe, damit das &amp;#8222;Pralinentanten-Image&amp;#8220; abstreifte und sich der neuen Fitness-Generation &amp;ouml;ffnete. Sport-Schokolade wurde ein Verkaufsschlager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruchst&amp;uuml;cke verschwinden leicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wohnte ein paar Jahre in der N&amp;auml;he der Ritter-Schokoladenfabrik und kaufte beim Pf&amp;ouml;rtner regelm&amp;auml;ssig Bruch. Den gab es nur von den gef&amp;uuml;llten Sorten, weil die so extrem kompliziert herzustellen sind und dabei leicht zu Bruch gehen. Vollmilch geht hingegen nicht kaputt. Also ein Kilo Jogurt, Pfefferminz oder Marzipan f&amp;uuml;r neun Mark, das war ein fairer Preis, da waren schnell ein paar Kilo beieinander. Und dann geschah regelm&amp;auml;ssig das grosse &amp;#8222;K&amp;uuml;hlschrankwunder&amp;#8220;. Lagerte ich meine Bruchschokolade im gemeinschaftlich genutzten WG-K&amp;uuml;hlschrank, hatte sie sich regelm&amp;auml;ssig nach max. 1-2 Tagen Aufenthaltsdauer von allein in Luft aufgel&amp;ouml;st! Gleichzeitig war der sonstige Appetit meiner Mitbewohner merkw&amp;uuml;rdig reduziert. Da konnten noch so leckere Speisen am Abend auf den Tisch kommen, keiner hatte richtig Hunger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schokoladengeschmack der Schweizer ist anders, lernte ich sp&amp;auml;ter. Die stehen mehr auf Ragusa-Riegel und weniger auf Vollmilch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Biss des Schweigens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt auch andere Extreme in der Schweiz. Ein f&amp;uuml;r Deutsche absolut nicht nachvollziehbarer Genuss ist zum Beispiel der &amp;#8222;Ovomaltine-Riegel&amp;#8220;. Er besteht nachweisslich nur aus fest gepresstem Ovomaltine-Pulver. Ein Biss hinein, und du schweigst erst mal eine ganze Weile, weil Dir die Spucke zum Reden fehlt, so staubtrocken ist dieses Riegel. Beim Schweizer Milit&amp;auml;r ist er Teil der Feldnahrung, denn man kann ihn prima in heisser Milch anr&amp;uuml;hren. Aber essen? Geht das nicht gegen die Genfer Konventionen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Schokoladenhersteller Hershey lieferte der US-Army w&amp;auml;hrend des 1. Golfkriegs einen ganz &amp;auml;hnlichen Schokoriegel, genannt &amp;#8222;Desert-Bar&amp;#8220;, der auch bei 60 Grad Celsius noch nicht zu schmelzen begann. Die Begeisterung der Truppe &amp;uuml;ber die 144.000 ausgelieferten Riegel hielt sich sehr in Grenzen. Von einer weiteren kommerziellen Produktion hat man Abstand genommen. Schade eigentlich. Vielleicht w&amp;auml;re das Ding ja in der Schweiz ein Mega-Erfolg geworden?
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:45:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1088/">
    <title>Editorial</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1088/</link>
    <description>Sch&amp;ouml;n, dass das oben stehende Bruchst&amp;uuml;ck des Editorials Sie auf diese Seite gef&amp;uuml;hrt hat. Bruchst&amp;uuml;cke haben irgendwann einmal zu einem Ganzen geh&amp;ouml;rt, bis sie (un)absichtlich vom Rest getrennt wurden. Jeder Teil einer Erinnerung zum Beispiel, kann zu weiteren Teilen f&amp;uuml;hren und so wieder alles zusammenf&amp;uuml;gen. Vergleichbar mit kleinen Mosaiksteinen, die f&amp;uuml;r sich sch&amp;ouml;n f&amp;auml;rbig sind und vielleicht vermuten lassen welche Farbe der Stein daneben haben k&amp;ouml;nnte, wodurch ein sch&amp;ouml;nes &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mosaik_Petersdom.jpg&quot;&gt;Bild &lt;/a&gt;entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruchst&amp;uuml;cke sind &amp;uuml;berall, auch da wo man sie gar nicht vermutet. Angefangen von &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1083/&quot;&gt;Erinnerungen &lt;/a&gt;bis hin zu &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1080/&quot;&gt;Schokolade&lt;/a&gt;.
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T12:24:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1082/">
    <title>Hauptsache, Tor - egal f&amp;uuml;r wen</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1082/</link>
    <description>Erster Fu&amp;szlig;ball-WM-Sonntag 2006, 17 Uhr. Wir befinden uns in einem Wiener Heurigenlokal. Eine Szene wie aus einem Tourismusprospekt - rotbackige Dirndltr&amp;auml;gerinnen mit ansehnlichem Vorbau tragen riesige Tabletts mit &lt;a href=&quot;http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h559793.htm&quot;&gt;Heurigem&lt;/a&gt; durch den Gastgarten, w&amp;auml;hrend ein paar Meter weiter &lt;a href=&quot;http://www.extremschrammeln.at/&quot;&gt;Roland Neuwirth&lt;/a&gt; mit seinen Extremschrammeln, nunja - extrem schrammelt. Dass gleichzeitig irgendwo ein paar hundert Kilometer weiter Mexiko gegen den Iran spielt, ist den Heurigenbesuchern offenbar v&amp;ouml;llig egal. Zumindest k&amp;ouml;nnte man das glauben, bis man das finstere Hinterzimmer findet, in dem ein altersschwacher Fernseher mit schlecht eingestellter Zimmerantenne ein heftiges Schneetreiben zeigt, in dem man mit ein bisschen Phantasie bunte Gestalten und manchmal sogar einen Ball erahnen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Mexikooo&quot; ruft eine Zuschauerin begeistert - der Mann neben ihr erkl&amp;auml;rt hingegen, dem Iran die Daumen zu dr&amp;uuml;cken. Sein Arbeitskollege sei n&amp;auml;mlich Iraner, und die Jungs da am Spielfeld seien &quot;ganz klasse Burschen&quot;. Und damit ist der gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Vorteil der &amp;Ouml;sterreicher beim WM-Schauen schon erkl&amp;auml;rt: Wir spielen diesmal gar nicht mit. &amp;Auml;tsch! Anstatt mit einem Team zu fiebern, das auf den Titel ohnehin wenig Chancen h&amp;auml;tte, suchen wir uns von Spiel zu Spiel die Mannschaft zum Anfeuern heraus, die uns besser gef&amp;auml;llt - sei es aufgrund von spielerischen Qualit&amp;auml;ten oder wegen sch&amp;ouml;ner Urlaubserlebnisse in ebendiesem Land, wegen netter Arbeitskollegen, angesichts hervorragender S&amp;auml;nger im Stadion oder auch nur wegen der Trikotfarbe - und manche vergeben ihre Sympathiepunkte sogar an die h&amp;uuml;bscheren Waden. Und scheidet die favorisierte Mannschaft aus - was soll&apos;s, wir suchen uns einfach eine neue. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nat&amp;uuml;rlich werden die meisten Spiele nicht in d&amp;uuml;steren Hinterzimmern gesehen - Wien ist voller Gro&amp;szlig;bildleinw&amp;auml;nde und Flachbildschirme, und vor jedem einzelnen finden sich interessierte Zuschauer ein. In v&amp;ouml;llig entspannter Atmosph&amp;auml;re. Kein Zittern und Beben, kein d&amp;uuml;steren Drohungen gegen unf&amp;auml;hige Trainer und b&amp;ouml;sartige Schiedsrichter, keine endlosen Berechnungen, wer wann wie hoch gegen wen gewinnen muss, damit die eigene Mannschaft im n&amp;auml;chsten Spiel auf den &quot;richtigen&quot; Gegener trifft - wir haben keine Mannschaft. Also ist jede Mannschaft, die sch&amp;ouml;n spielt, unsere Mannschaft. Und wir sind nicht kleinlich dabei...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einem der Gro&amp;szlig;bildschirme im innerst&amp;auml;dtischen &lt;a href=&quot;http://www.flex.at/&quot;&gt;Flex&lt;/a&gt;. England spielt gegen Schweden. Der m&amp;auml;nnliche Teil eines P&amp;auml;rchens schreit angesichts einer sch&amp;ouml;nen englischen Ballakrobatik begeistert auf. Seine weibliche H&amp;auml;lfte: &quot;Aber wir hatten doch ausgemacht, wir sind f&amp;uuml;r Schweden!?&quot; - Er: &quot;Oh, sorry, das hab ich vergessen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einem kleinen Lokal in der Stadt. Im Gastgarten sitzen zwei M&amp;auml;nner und schauen sinnend in ihr Bier. Drinnen l&amp;auml;uft ein Fernseher, und man h&amp;ouml;rt am Tonfall des Sprechers, dass etwas Wichtiges passiert sein muss. &quot;Tor!&quot; ruft einer der beiden, ohne sich nach dem Fernseher umzudrehen. &quot;F&amp;uuml;r wen?&quot; fragt der andere. &quot;Brasilien, wahrscheinlich.&quot; Der andere nickt: &quot;Is eh wurscht. Hauptsache, Tor.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwo an der s&amp;uuml;d&amp;ouml;stlichen Wiener Peripherie. Ein eher unscheinbares Lokal mit einem riesigen Bildschirm, der auch aus dem vollbesetzten Gastgarten eingesehen werden kann. Italien spielt gegen Ghana, und unter den G&amp;auml;sten ist ein eindeutiger Italien-Fan-&amp;Uuml;berhang auszumachen. Keiner ist f&amp;uuml;r Ghana, au&amp;szlig;er dem dunkelh&amp;auml;utigen Mann an der Bar, der schlecht Englisch und gar kein Deutsch spricht. Der l&amp;auml;sst bei jeder ghanesischen Ballber&amp;uuml;hrung einen Jauchzer h&amp;ouml;ren, und ein tiefes, von Kopfsch&amp;uuml;tteln begleitetes &quot;Oh-oh-oh&quot;, wenn die Italiener sich mit Ball dem ghanesischen Strafraum n&amp;auml;hern. Er lebt so malerisch mit, dass das gesamte Lokal kippt - noch in der ersten Halbzeit jubeln alle Anwesenden f&amp;uuml;r Ghana, sogar die Gruppe mit den italienischen Trikots und dem Campari auf den Tisch. Gen&amp;uuml;tzt hat&apos;s nix, aber nett war es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur eine Mannschaft darf mit wenig &amp;ouml;sterreichischem R&amp;uuml;ckhalt rechnen: Die Deutsche. Denn so gut Klinsmann seine Jungs auch trainiert hat - jedes Tor, das in den deutschen Kasten geht, erinnert den &amp;Ouml;sterreicher ein bisschen an &quot;unser&quot; magisches Tor von &lt;a href=&quot;http://www.sport1.at/coremedia/generator/id=3369848.html&quot;&gt;1978&lt;/a&gt;. Heute noch nennt man W&amp;uuml;rstelbuden in Gro&amp;szlig;leinwand-Schaust&amp;auml;tten &quot;Cordo-Bar&quot;, und jeder grinst bei dem Anblick. Und das einzige, das dann die gute Stimmung tr&amp;uuml;ben kann, ist ein vorbeispazierender Deutscher, der h&amp;auml;misch murmelt: &quot;Und was war mit den Far&amp;ouml;ern?&quot;
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:45:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1084/">
    <title>Sommer, Sonne, Sauerkraut</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1084/</link>
    <description>In den Ohren steckten St&amp;ouml;psel, von denen aus d&amp;uuml;nne Kabel zu einem iPod f&amp;uuml;hrten, den er in einer seiner kleinen, zierlichen, faltigen H&amp;auml;nde hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses M&amp;auml;nnchen schaukelte ein wenig zur Musik und das Mienenspiel in seinem knittrigen, beweglichen Gesicht, welches h&amp;auml;ufig in dieses geheimnisvolle wissende, asiatische Grinsen &amp;uuml;berging, verriet innere Freude. So musste ich als Europ&amp;auml;er es interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein fast glatzk&amp;ouml;pfiger Mann offensichtlich arabischer Herkunft setzte sich neben ihn und begann, auf ihn einzureden. Der Chinese grinste. Er grinste und grinste und wackelte manchmal wie vor Freude mit dem Kopf und lie&amp;szlig; seine H&amp;auml;nde Kapriolen schlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst als er nach einer ganzen Weile die St&amp;ouml;psel aus seinen Ohren nahm, stellte ich fest, dass er gar nicht verstanden haben konnte, was sein Nachbar ihm erz&amp;auml;hlte. Da der eine Chinese ist der andere arabischer Herkunft und sie sich in ihren jeweiligen Heimatsprachen nicht verst&amp;auml;ndigen konnten, sprachen sie Deutsch. D.h. nur der Araber redete. Der Chinese nickte mit dem Kopf und grinste best&amp;auml;tigend und ein wenig belustigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa einer viertel Stunde, in der der sprechende Mann pausenlos erz&amp;auml;hlt hatte, was er wie als Essen zubereitete und wo er dieses und jenes jeweils kaufte, stand dieser auf und meinte jetzt etwas gehetzt wirkend. &quot;Jetzt muss ich aber&quot; und ging eilends von dannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chinese wand sich hell lachend mir, der ich auf der Nachbarbank sa&amp;szlig;, zu und wiederholte mit hoher, feiner Stimme in exzellentem Deutsch: &quot;Jetzt muss ich aber. Jetzt muss ich aber.&quot; Und nach einer kleinen Kunstpause: &quot;Sauerkraut kaufen&quot; gestikulierte aufgeregt mit den Armen, steckte die St&amp;ouml;psel wieder in seine Ohren, schaukelte ein wenig und grinste geheimnisvoll wissend.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:45:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1074/">
    <title>Eyes On - Mc Donald&apos;s</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1074/</link>
    <description>Mc Donald&amp;#8217;s soll ein neues Design bekommen: Die geplante architektonische Neuorientierung soll unter dem Motto hip und gem&amp;uuml;tlich &amp;#8211; &amp;#8222;wie ein iPod&amp;#8220; stehen. Ein nahe liegender Vergleich, Big Mac und mp3 Player haben schlie&amp;szlig;lich von Haus aus sehr viel gemeinsam.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1073/">
    <title>Eyes On - die Frauentrag-WM</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1073/</link>
    <description>Anfang Juli war es wieder so weit: Die finnische Weltmeisterschaft im Frauen-Tragen wurde ausgetragen. Das ber&amp;uuml;hmte Ereignis beruht auf der Tradition, dass es in dieser Gegend &amp;uuml;blich war, Frauen aus der Nachbarschaft zu entf&amp;uuml;hren. Der diesj&amp;auml;hrige Sieger hei&amp;szlig;t Margo Uusorg.</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:42:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1079/">
    <title>Ein St&amp;uuml;ck Weg</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1079/</link>
    <description>Jetzt sahen sie ihn schon wieder so komisch an. Was dachten die sich eigentlich dabei? Fr&amp;uuml;her, da h&amp;auml;tte es so etwas nicht gegeben. Seine Mutter hatte ihn gelehrt, was sich geh&amp;ouml;rte und was nicht &amp;#8211; und in Z&amp;uuml;gen unverhohlen auf fremde Menschen zu starren geh&amp;ouml;rte eindeutig zu zweiterer Gruppe von Verhaltensweisen. Nun, was k&amp;uuml;mmerte es ihn; man gew&amp;ouml;hnte sich schlie&amp;szlig;lich an alles. Trotzig streckte er dem Teenager, der ihm gegen&amp;uuml;ber sa&amp;szlig;, die Zunge heraus, so dass dieser schnell wegschaute, aus dem Fenster, in die ober&amp;ouml;sterreichische Steppe  - als ob es da etwas zu sehen gegeben h&amp;auml;tte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in Linz aus dem Zug stieg, sp&amp;uuml;rte er instinktiv, dass es Probleme geben w&amp;uuml;rde. Er konnte zwar noch nicht sagen, welcher Art diese sein w&amp;uuml;rden; doch irgendjemand oder irgendetwas, dessen war er sich sicher, w&amp;uuml;rde dem reibungslosen Ablauf des Umsteigens im Wege stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatte er den Bahnsteig betreten, schon schloss sich eine grobe Hand um sein rechtes Handgelenk. Er fuhr herum und sah sich einem Polizisten gegen&amp;uuml;ber &amp;#8211; nun, Polizist war vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck. Der Uniformierte, der ihn umklammert hielt, war wohl eher ein Polizistchen. Er war klein, sehr sogar, blass und unscheinbar. H&amp;auml;tte er keine Uniform getragen, h&amp;auml;tte man ihn glatt &amp;uuml;bersehen k&amp;ouml;nnen. Der feste Griff wollte so gar nicht zur schm&amp;auml;chtigen Erscheinung des Gesetzesh&amp;uuml;ters passen, sein verlegenes L&amp;auml;cheln noch weniger. Er l&amp;auml;chelte zur&amp;uuml;ck, was h&amp;auml;tte er auch sonst tun sollen. Schlie&amp;szlig;lich wollte er Harmlosigkeit vermitteln, und was konnte harmloser sein als ein L&amp;auml;cheln? Der Polizist schien etwas unsicher; sein Blick huschte &amp;#8211; m&amp;ouml;glichst unauff&amp;auml;llig, wie er hoffte &amp;#8211; zur Gegend seines G&amp;uuml;rtels, um sicherzugehen, dass das, was sich darunter abspielte, nicht sofort ersichtlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Was bringt sie nach Linz?&amp;#8220; (welch bl&amp;ouml;de Frage, setzte er in Gedanken hinzu, als ob er kein Polizist auf der Jagd nach kriminellen &amp;#8222;Elementen&amp;#8220; (wie immer dachte er &amp;#8222;Elemente&amp;#8220; in Anf&amp;uuml;hrungszeichen), sondern ein zuf&amp;auml;llig am Bahnsteig getroffener alter Bekannter w&amp;auml;re.) Gutaussehende M&amp;auml;nner machten ihn immer nerv&amp;ouml;s; dieser hier trug sogar die gleiche Markenjeans wie er, was ihn noch nerv&amp;ouml;ser machte. Gemeinsamkeiten lie&amp;szlig;en ihn immer sofort auf eine m&amp;ouml;gliche Zukunft zu Zweit spekulieren; er ertappte sich meist an der Stelle, an der sie &amp;#8211; er selbst und der sch&amp;ouml;ne Unbekannte, nebeneinander auf dem schwarzen IKEA Sofa sitzend - zu ZIB 3 Spaghetti aus demselben Teller a&amp;szlig;en. Auch jetzt w&amp;auml;re er, als er zu dieser Stelle seines altbekannten Tagtraumes kam, am liebsten sich selbst gegen&amp;uuml;ber im Boden versunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst jetzt fiel ihm auf, dass sein Gegen&amp;uuml;ber noch immer nicht geantwortet hatte. Wahrscheinlich hatte er die Frage ebenfalls als &amp;auml;u&amp;szlig;erst unangemessen empfunden. Das war&amp;#8217;s dann wohl gewesen, schlie&amp;szlig;lich war allgemein bekannt, dass der erste Eindruck der wichtigste war. Er r&amp;auml;usperte sich: &amp;#8222;Wir wurden darauf hingewiesen, dass Sie bereits den ganzen Tag zwischen Wels und Linz pendeln&amp;#8220;, sagte er fest und sah sein Gegen&amp;uuml;ber abwartend an. Dieser erwiderte jedoch nichts, sondern kratzte sich am Kinn und starrte in die Luft. Unwillk&amp;uuml;rlich folgte der Polizist seinem Blick, konnte aber nichts entdecken, das seine Aufmerksamkeit verdient h&amp;auml;tte. &amp;#8222;Und wir&amp;#8220;, begann er wieder und &amp;auml;rgerte sich &amp;uuml;ber das &amp;#8222;wir&amp;#8220; im selben Moment, in dem er es aussprach, &amp;#8222;sind auch davon unterrichtet worden, dass Sie sich&amp;#8230; &amp;auml;hm&amp;#8230; seltsam verhalten haben. In diesem Zug, meine ich &amp;#8211; ich will Ihnen hier nichts unterstellen, keinesfalls, nein, ich erkenne einen rechtschaffenen Mann, wie Sie einer sind, schlie&amp;szlig;lich schon von weitem. Als Polizist entwickelt man ein Gesp&amp;uuml;r f&amp;uuml;r solche Dinge, m&amp;uuml;ssen Sie wissen. Aber, es ist, also es ist unsere Pflicht, Hinweisen aus der Bev&amp;ouml;lkerung nachzugehen. Wenn Sie mir also bitte einfach nur Ihren Namen verraten w&amp;uuml;rden, und vielleicht noch einen Ausweis h&amp;auml;tten&amp;#8230; Ich bin sicher, wir haben schnell alle Missverst&amp;auml;ndnisse aus der Welt geschafft und sie k&amp;ouml;nnen Ihre Reise fortsetzen.&amp;#8220; Nach wie vor w&amp;uuml;rdigte ihn der Mann keines Blickes; inzwischen hatte er begonnen, &amp;#8222;Hang on Sloopy&amp;#8220; zu pfeifen. Er traf den Ton nicht ganz, aber es war unzweifelhaft &amp;#8222;Hang on Sloopy&amp;#8220;. &amp;#8222;M&amp;ouml;gen Sie die McCoys?&amp;#8220;, fragte der Polizist, und als er selbst auf diese einfache Frage keine Antwort bekam, sp&amp;uuml;rte er, wie sich ein d&amp;uuml;nner Film kalten Schwei&amp;szlig;es auf seinem R&amp;uuml;cken bildete. Es war doch immer wieder dasselbe. Jeden Tag, gleich nach dem Aufstehen, stellte er sich, wie ihm sein Pers&amp;ouml;nlichkeitstrainer geraten hatte, nackt vor den Badezimmerspiegel und sagte sich (wider besseren Wissens): &amp;#8222;Ich bin.&amp;#8220; Er konnte fast psychisch sp&amp;uuml;ren, wie er Zentimeter um Zentimeter kleiner wurde, als sein in den vergangenen Wochen m&amp;uuml;hevoll erarbeitetes Selbstbewusstsein in sich zusammenst&amp;uuml;rzte. Beim Versuch, das sperrige Funkger&amp;auml;t mit der linken Hand aus der rechten Hosentasche zu ziehen, w&amp;auml;hrend er mit der rechten immer noch das Handgelenk des Fremden umklammert hielt, lie&amp;szlig; er es auf den Bahnsteig fallen. Die Batterie kollerte heraus und rollte &amp;uuml;ber den leicht absch&amp;uuml;ssigen Bahnsteig, bis sie zwischen den Gitterst&amp;auml;ben eines Kanaldeckels verschwand, wo sie wenige Sekunden sp&amp;auml;ter mit einem leisen &amp;#8222;Tock&amp;#8220; am Boden aufschlug. Der Polizist richtete sich wieder auf und sah sich vorsichtig um. Wie h&amp;auml;tte er sich gew&amp;uuml;nscht, von allen angestarrt zu werden! Stattdessen erntete er keine Beachtung, Menschen kamen und gingen, schleppten Reisetaschen &amp;uuml;ber den Bahnsteig oder zerrten zeternde Kleinkinder hinter sich her. Von Zeit zu Zeit ging jemand sehr dicht an ihm vorbei, doch niemand schien Notiz zu nehmen. Wieder einmal begann der Polizist, ernsthaft an der eigenen Existenz zu zweifeln. Ganz pl&amp;ouml;tzlich lie&amp;szlig; er das Handgelenk los, als w&amp;auml;re es gl&amp;uuml;hend hei&amp;szlig;. &amp;#8222;Nichts f&amp;uuml;r ungut!&amp;#8220;, fl&amp;uuml;sterte er und rannte mit gro&amp;szlig;en Schritten in die Richtung, in der er den Dienstwagen abgestellt zu haben glaubte; inmitten des dichten Bahnhofsgedr&amp;auml;nges f&amp;uuml;hlte er sich sehr einsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Mann? Der blieb am selben Fleck stehen, bis er das Lied fertiggepfiffen hatte; dann dreht er sich um und kaufte ein Ticket nach Wels. </description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Instant Illusion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:44:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1086/">
    <title>Die Welt zu Gast am Spie&amp;szlig;</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1086/</link>
    <description>In der Public-Viewing-Area zur WM in Hamburg, wo sich zu den Spielen bis zu 70.000 Menschen aufhalten, gibt es aus jedem teilnehmenden Land einen Stand, an dem Essen verkauft wird. Gedacht war sicherlich daran, da&amp;szlig; die Nationen ein jeweils typisches Gericht anbieten, was nat&amp;uuml;rlich eine exotische, bunte Mischung erwarten lie&amp;szlig;. Man k&amp;ouml;nnte sich bei so etwas einmal um die Welt essen, wenn alle paar Schritte ein anderer Ausschnitt aus einer K&amp;uuml;chenkultur vorgestellt wird. Das typische Gericht ist aber, wie man bei einem Rundgang schnell merkt, in jedem Land ein Fleischspie&amp;szlig;. Ein gew&amp;ouml;hnlicher Fleischspie&amp;szlig; mit Gefl&amp;uuml;gel, Schwein oder Rind, jeweils per Schild als &amp;#8222;Original&amp;#8220; angepriesen, also original angolanisch, australisch, tunesisch usw. Man staunt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das nun bestimmt nicht mit den tats&amp;auml;chlichen kulinarischen Traditionen &amp;uuml;bereinstimmt, mu&amp;szlig; man sich fragen, wie es zu so etwas kommen kann. Sicherlich kommt nur H&amp;ouml;flichkeit als Erkl&amp;auml;rung in Frage. Ich nehme an, die jeweiligen K&amp;ouml;che haben sich vor der Reise Gedanken gemacht und nachgefragt, was Deutsche wohl gerne essen. &amp;#8222;Viel Fleisch!&amp;#8220; wird die Antwort gewesen sein, verbunden mit dem Hinweis, da&amp;szlig; wir im Sommer geradezu zwanghaft grillen, ja, da&amp;szlig; hier Sommersonnentage ohne Grillfleisch geradezu verlorene Tage sind. Und weil die WM eine betont freundschaftliche Veranstaltung ist, wollten die G&amp;auml;ste alle nett sein und uns viel Fleisch grillen. So steht man staunend vor den Spie&amp;szlig;en und fragt sich, was daran landestypisch sein soll. Versuche lehren: Gegrilltes Fleisch schmeckt eindeutig genau wie gegrilltes Fleisch. Weltweit. Der Grill scheint das eigentlich menschheitsverbindende Kulturgut zu sein.  Es scheint auch international gleich, dass der Mensch am Grill immer ein Mann ist und dass man nicht einfach bekommen kann, was man m&amp;ouml;chte, sondern dass er nach geheimnisvollem Insiderwissen Fleisch zuteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar die L&amp;auml;nder, die zun&amp;auml;chst ohne eigenen Grill begonnen haben, zogen angesichts dieser &amp;Uuml;bermacht ringsum nach einigen Tagen nach, seitdem tropft auch bei Korea und Japan schmelzendes Fett auf Kohle: &amp;#8222;Original koreanischer Spie&amp;szlig;&amp;#8220;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier L&amp;auml;nder nur blieben standhaft und verweigerten sich dem Grill. Zum einen ausgerechnet der Gastgeber selbst, der die immerhin tats&amp;auml;chlich deutsche Erfindung Currywurst gew&amp;auml;hlt hat, um seine K&amp;uuml;che zu repr&amp;auml;sentieren, zum anderen etwa Portugal. Portugal grillt auch &amp;#8211; aber kein Fleisch, sondern Sardinen, und die nicht einmal am Spie&amp;szlig;. Welch Eigenst&amp;auml;ndigkeit! Sie stehen damit auch in bester Tradition einer Kolonialmacht, denn der eher infernalische Geruch der gegrillten Fische nebelt etwa zehn andere St&amp;auml;nde mit ein, die k&amp;ouml;nnen machen was sie wollen, bei ihnen schmeckt alles nach verbranntem Fisch. Die Franzosen ein paar Meter weiter verweigern sich komplett der Massenkultur und verkaufen nur eine edle K&amp;auml;seauswahl und Austern, die Italiener wiederum h&amp;auml;ngen ganz alten Klischees nach und verkaufen ausschlie&amp;szlig;lich Pizza. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der fu&amp;szlig;ballinteressierte Mensch bemerkt, sind die vier Verweigerer des kulinarischen Gruppendrucks die letzten vier Mannschaften im Turnier. Womit wieder erwiesen w&amp;auml;re: Wenn man zu spie&amp;szlig;ig ist, kommt man auch nicht weiter. 
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    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:46:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1085/">
    <title>Flamencobruchst&amp;uuml;cke</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1085/</link>
    <description>Israel Galvan, der zweiunddrei&amp;szlig;igj&amp;auml;hrige T&amp;auml;nzer aus Sevilla, ist umstritten, bewegt sich anders als alle anderen, bricht den Flamenco auf und setzt ihn neu wieder zusammen. Als er vor ein paar Wochen zum ersten Mal in Deutschland ein Workshop gab, machte ich mich auf den Weg, den T&amp;auml;nzer, der lieber Fu&amp;szlig;baller geworden w&amp;auml;re, zu treffen um von ihm zu lernen. Als ich endlich im Zug Richtung M&amp;uuml;nchen sa&amp;szlig;, war ich aufgeregter als sonst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten und leider bisher auch einzigen Mal hatte ich vor ein paar Jahren die Gelegenheit, ihn live tanzen zu sehen. Damals in Granada wusste ich noch gar nichts von ihm. Ich ging in die Vorf&amp;uuml;hrung, weil eine Flamencoversion des Ballettfilms &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Die_roten_Schuhe&quot;&gt;&amp;#8222;die roten Schuhe&amp;#8220;&lt;/a&gt; gezeigt wurde. Und obwohl ich den Film noch nie gesehen hatte, wusste ich um seinen Legendencharakter. Und obwohl ich noch nie etwas von Israel Galvan geh&amp;ouml;rt hatte, wusste ich: er ist der Sohn der beiden Flamencotanz-Legenden Jos&amp;eacute; Galv&amp;aacute;n und Eugenia de Los Reyes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Ich komme aus einer K&amp;uuml;nstlerfamilie, meine Kindheit war schon eine besondere, ich habe viel in der Nacht gelebt, ich war oft mit meinen Eltern unterwegs, wenn sie Auftritte hatten.&amp;#8220;&lt;/b&gt; (Israel Galvan im Interview mit Susanne Zellinger, zu lesen im &lt;a href=&quot;http://www.anda.de&quot;&gt;Flamencomagazin anda&lt;/a&gt;, Nr 64, 2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israel Galvan hat einen krausen, sch&amp;uuml;tteren Bart und mittelbraunes, kurzes Haar. Auch sch&amp;uuml;tter. Seine Figur erinnert an eine Birne, wenn er in diesen seltsamen Karottenhosen auf der B&amp;uuml;hne posiert und sich mit weichen, gleichzeitig aber unendlich exakten Bewegungen von einem Bild zu n&amp;auml;chsten bewegt. Oder er bleibt stehen und wartet. Oder verschwindet zwischenzeitlich komplett von der B&amp;uuml;hne. &lt;br /&gt;
Damals in Granada war ich verwirrt. Der Flamenco, den er zeigte, hatte so wenig mit jenem Flamenco zu tun, den ich untertags bei den Workshops beigebracht bekam. Der Tanzschulen-Flamenco war streng, systematisch, wild und laut. Aber das was Israel Galvan zeigte, war gleichzeitig auch noch weich und leise, weniger streng und doch exakt zugleich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erkannte, dass das, was ich lernte, wohl nur die ersten paar Vokabel einer Sprache sein konnten, mit der Israel Galvan auf poetisch-radikale Weise von seinen Gedanken erz&amp;auml;hlte. Modern zwischen den einzelnen Posen, die gleichzeitig aber an alte, vergilbte schwarz-wei&amp;szlig;-Aufnahmen vergangener Zeiten erinnerten. Er ist kein Flamencot&amp;auml;nzer, wie man ihn aus spanischen Tourismusspots kennt. Daf&amp;uuml;r fehlen ihm die &amp;ouml;ligen, schwarzen Locken. Die Figur m&amp;uuml;sste schlanker sein, statt der Karottenhosen w&amp;auml;re ein Anzug besser. Und der krause Bart m&amp;uuml;sste weg. Schon rein optisch bricht er mit dem g&amp;auml;ngigen Bild vom Flamenco. Und mit seinen Posen und Schritten bewegt er sich scheinbar noch ein gr&amp;ouml;&amp;szlig;eres St&amp;uuml;ck weiter weg vom wilden, schnaubenden Flamencomacho auf der B&amp;uuml;hne &amp;#8211; nur um doch wieder bei den Wurzeln zu landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&amp;#8222;Ich werde als der &amp;Auml;lteste der neuen Flamencogeneration bezeichnet, weil meine Posen und Bewegungen jenen von den ganz alten Meistern des Flamenco sehr &amp;auml;hnlich sind. Aber das erkennen die wenigsten. Nur wenige erinnern sich so weit zur&amp;uuml;ck.&amp;#8220; &lt;/b&gt;(Israel Galvan beim Abendessen in M&amp;uuml;nchen, Mai 2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Gegensatz ist es, der die Leute nerv&amp;ouml;s macht, wenn sie ihn tanzen sehen. Er irritiert, weil er Bewegungsabl&amp;auml;ufe in den Flamenco bringt, die man nirgendwo anders sehen kann. Gleichzeitig gelingt es ihm damit aber, eine tiefe, ehrliche, ber&amp;uuml;hrende Form des Tanzes zu zeigen. Er polarisiert, weil er sich nicht gleich im ersten Takt an die manchmal strengen Flamencoregeln h&amp;auml;lt. Vielleicht macht er das erst im zweiten Takt. Oder zehnten. Oder gar nicht. Man wei&amp;szlig; nicht sofort, was er macht und viele meinen daher: &amp;#8222;Das ist nicht Flamenco!&amp;#8220;. Mich ber&amp;uuml;hrt seine Art, den Flamenco zu interpretieren. Er findet seine eigenen S&amp;auml;tze, mit denen er seine Geschichten erz&amp;auml;hlt. Seine Sprache ist der Flamenco, aber er plappert nicht bereits vorgefertigte Standards&amp;auml;tze nach. F&amp;uuml;r mich ist er wie ein Ruhepol im Schrittgewitter eines rauschenden Flamencotanzes, weil er nicht den anderen T&amp;auml;nzerInnen hinterher hechelt sondern seinen eigenen, eigenwilligen Weg geht. Und damit bin ich nicht alleine, denn als er im vergangenen Jahr die h&amp;ouml;chste Auszeichnung bekam, die in Spanien ein T&amp;auml;nzer gewinnen kann, den Premio Nacional de Danza, war endlich der Jubel der Fans lauter als die N&amp;ouml;rglerei der altmodischen, angeblichen Flamencopuristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als ich vor ein paar Wochen im Zug nach M&amp;uuml;nchen daran dachte, dass ich in ein paar Stunden ein kleines St&amp;uuml;ck seiner Choreographien lernen w&amp;uuml;rde, war ich aufgeregter als sonst. 
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:46:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1081/">
    <title>Patchworkgesellschaft</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1081/</link>
    <description>Es gab Zeiten, da waren Familien noch Familien, Gemeinden noch Gemeinden und die Definitionen von L&amp;auml;ndern und Nationalit&amp;auml;ten waren eindeutig. Es gab zu der Zeit eine klare Vorstellung von Karriere und Werdegang und alles lief kollektiv linear vor sich hin. Das war f&amp;uuml;r manchen langweilig und beengend, aber trotz allem gaben diese Richtlinien Sicherheit und lie&amp;szlig;en nicht viele Fragen offen, dar&amp;uuml;ber wer man ist und was man werden m&amp;ouml;chte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hatte Vater, Mutter, Opa, Oma und vielleicht noch Geschwister, machte seinen Abschluss an der Schule, fand einen Ausbildungs- oder Studienplatz, hielt ein paar &amp;#8222;nicht Herrenjahre&amp;#8220; durch und war eine gemachte Person. Danach kam dann meist nichts mehr. Man arbeitete bis zur Rente, die man dann auch weitere 20-30 Jahre bekam und starb dann mehr oder weniger zufrieden, um auf den Friedhof der Gemeinde beerdigt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist alles anders. Es gibt kaum mehr Familien, oder sagen wir es anders es gibt Familien aber das sind meist Patchworkfamilien. Frau mit Kind trifft Mann mit Kind. Oder Mann mit Kind trifft Frau ohne Kind. Oder die &lt;a href=&quot;http://www.leihomas-leihopas.de/&quot;&gt;Oma Nachbarin&lt;/a&gt; wird adoptiert, weil sie keine Enkelkinder hat und die Kinder der allein erziehenden Mutter, dringend eine Oma br&amp;auml;uchten, die aber tot ist oder in Nicaragua lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kann es sein das ein Kind mehrere Geschwister, Omas, V&amp;auml;ter und M&amp;uuml;tter aus verschiedenen Beziehungen hat. Biologie war gestern, heute sind es Beziehungsabschnitte der Eltern die Familie definieren.&lt;br /&gt;
Man lebt selten nur noch einen Ort.  Fast Niemand wird noch irgendwo geboren und begraben. Viele ziehen um, zu Ort A wegen der Beziehung, zu Ort B wegen der Universit&amp;auml;t und zu Ort C wegen dem Beruf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts ist mehr linear. Alles l&amp;auml;uft im Zickzack und bruchst&amp;uuml;ckartig ab. Wer etwas will, muss &lt;a href=&quot;http://the-blank.net/archives/000042.html&quot;&gt;flexibel&lt;/a&gt; sein, in allen Bereichen. So sind die alternde Mutter oder die Freunde kein Grund mehr vor Ort zu bleiben. Den Studienplatz oder Ausbildungsplatz kriegt man meist auch nicht mehr im Heimatort. Wer etwas werden will, muss seine Gemeinde verlassen. Wer erfolgreich sein will, darf keine R&amp;uuml;cksicht auf unflexible Menschen in seinem Umfeld nehmen, denn &lt;a href=&quot;http://www.nrw-export.de/export/4686.asp&quot;&gt;Auslandserfahrungen&lt;/a&gt; und Flexibilit&amp;auml;t sind die Pfeiler unserer globalisierten Welt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozial verankertes Verhalten kann sich heute niemand mehr leisten. Es sei denn er/sie verzichtet auf  Karriere oder Besch&amp;auml;ftigung. Da aber der Sozialstaat auch gerade abgeschafft wird, sieht eine unflexible Zukunft verdammt d&amp;uuml;ster aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sind wir auch selber Schuld und nicht nur die Konzerne, die erwarten, dass wir unser ganzes Leben nach ihnen ausrichten. Wir sind verblendet von der Werbung, den Musterlebensl&amp;auml;ufen. Von der Modellfrau, die eine Karriere hat, niedliche Kinder, die sie nebenher aufzieht, drei Hobbys aus&amp;uuml;bt , sozial engagiert ist und dann nat&amp;uuml;rlich auch noch Romeo an ihrer Seite hat, der ihr jede Nacht vor dem Einschlafen einen Minnegesang darbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben wir das echt? Sind wir so bescheuert? Wer das alles hat, hat doch in Wirklichkeit gar nichts. Er/Sie hat Bruchst&amp;uuml;cke von Allem, aber nichts richtig. Oft hat die Liebe nur ein kurzes Haltbarkeitsdatum, die Modellfigur wird durch Fettabsaugen unterst&amp;uuml;tzt und die Kinder gehen fr&amp;uuml;h in psychotherapeutische Beratung, weil sie sich entwurzelt und durch den st&amp;auml;ndigen Wechsel von Orten und Bezugspersonen verwirrt f&amp;uuml;hlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht beenden wir auch zu schnell Beziehungen und Karrieren, weil sie mit dem medialen Bild so gar keine &amp;Auml;hnlichkeit haben. Wir glauben, wir m&amp;uuml;ssen das alles haben. Wenn der Partner nur ein guter Elternteil ist und einem treu und ergeben ist, reicht das nicht, er/sie muss auch die sexuelle Erf&amp;uuml;llung sein und abends noch singen.&lt;br /&gt;
Das kann tut er/sie aber  nicht, weil er/sie m&amp;uuml;de ist vom Arbeiten, vom letzten Flug oder vom Kinder betreuen, also wird er/sie schneller als man gucken kann ausgetauscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie, der Partner will ihnen nicht nach Timbuktu folgen? Nicht seine Arbeit, seine Familie und seine Hobbys aufgeben? Angsthase! Ausgetauscht! &lt;br /&gt;
So Einen/so Eine trifft man auch woanders. Ach ja, da war doch was - er/sie ist der ErzeugerIn der Kinder, hat ihnen durch schwere Zeiten geholfen, die Gro&amp;szlig;mutter betreut, tja Pech, wenn etwas aus ihnen werden soll, kann man auf solche Sachen keine R&amp;uuml;cksicht nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder weinen, weil sie nicht schon wieder neu eingeschult werden m&amp;ouml;chten, Papa, Mama oder Oma vermissen werden? Wie gut, dass die Kinder kein Mitspracherecht haben. Die Oma ist krank geworden? Dann stecken wir sie doch in ein Pflegeheim, von dem Gehalt, das man bald in Timbuktu verdient, wird man ihr auch das Beste vor Ort bezahlen k&amp;ouml;nnen. So gute Pflege k&amp;ouml;nnte man selber kaum leisten. Oma sollte dankbar sein! Ja, auch die Kinder sollten dankbar sein, denn sie bekommen fast m&amp;uuml;helos schon fr&amp;uuml;h wichtige Auslandserfahrung, Fremdsprachen und das richtige Qu&amp;auml;ntchen an Flexibilit&amp;auml;t eingeimpft! &lt;br /&gt;
W&amp;auml;hrend fr&amp;uuml;her stabile Verh&amp;auml;ltnisse als Sicherheit angesehen wurden ist es heute genau andersrum. Flexibilit&amp;auml;t ist Sicherheit. Jeder, der auf Stabilit&amp;auml;t pocht, ist dem Untergang geweiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Problem nur: Die Evolution h&amp;auml;ngt mal wieder hinterher. Der Mensch ist darauf nicht optimiert. Wir erleben bei jedem Wechsel einen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturschock&quot;&gt;Kulturschock&lt;/a&gt;. Unsere Gehirne, unser K&amp;ouml;rper und  unsere Psyche rebelliert bei st&amp;auml;ndigen Wechsel und &lt;a href=&quot;http://www.sonntagsblatt.de/artikel/1999/43/43-s9.htm&quot;&gt;sozialer Entwurzelung&lt;/a&gt;.  Wir sind immer noch soziale Gewohnheitstiere, aber diese Eigenschaften sollten wir schnell ablegen, wenn wir in der globalisierten Welt &amp;uuml;berleben m&amp;ouml;chten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der moderne Karrieremensch ist also ein egoistischer Einzelg&amp;auml;nger. Er hat keine Familie, kein Zuhause, keine sozialen und gesellschaftlichen Verpflichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das menschlich? Ist Menschlichkeit nicht das miteinander? Werden wir so nicht zu einer allzeit auszuwechselnden Schraube in der Maschinerie der Konzerne und deren Globalisierung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M&amp;uuml;ssen wir alles aufgeben, um Alles und gleichzeitig Nichts zu sein? Muss unser Lebenslauf im Zickzack verlaufen? M&amp;uuml;ssen wir losgel&amp;ouml;st sein von allem, was mal wichtig war? Klar kann das auch toll sein, besonders  f&amp;uuml;r junge Menschen, man kann viel erleben, viele L&amp;auml;nder sehen, Erfahrungen rund um den Globus sammeln, aber wenn man &amp;auml;lter wird, Kinder bekommen m&amp;ouml;chte, oder vielleicht auch nicht mehr so gesund ist, was ist dann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist man dann nicht mehr brauchbar? Wertlos, weil unflexibel? Ist jeder Mensch ab 30/40/50/60 ein Wegwerfartikel? &amp;Uuml;berholt und nicht mehr funktional? Lassen wir uns nicht alle verblenden? Sehen das gro&amp;szlig;e Geld und vergessen das Stabilit&amp;auml;t, Liebe und Gl&amp;uuml;ck auch wichtige Komponenten zur Zufriedenheit sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verkaufen uns, verkaufen was uns ausmacht, verkaufen unsere Familie, unseren Lebenslauf. Alles ist k&amp;auml;uflich geworden. Alles verg&amp;auml;nglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Leben ist nur noch ein Augenaufschlag. Schnell vergessen, blo&amp;szlig; keine tiefen Bindungen aufbauen, es k&amp;ouml;nnte hinderlich sein, wehtun und die Produktivit&amp;auml;t hemmen. Ewige Liebe - wer will das heute noch? Familie, Kinder wer kann sich das heute noch leisten?  &lt;br /&gt;
Doch wer kriegt da noch Kinder? Wer k&amp;uuml;mmert sich um die Kinder, Alten oder anders Hilfebed&amp;uuml;rftigen?  Niemand! Soziales Abseits! Kinder bekommen nur noch Leute, die keine Karriere zu erwarten haben, Pflege wird immer mehr zu einen Ding, das Kirchen oder sonstige karitativen Einrichtungen &amp;uuml;bernehmen. Nur wem alles egal ist, aus dem wird etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem dabei, man muss sich auch selber egal sein! Denn was ist, wenn man selber mal Hilfe oder Liebe braucht? Dann ist da niemand, und so schnell wie man aufgestiegen ist, st&amp;uuml;rzt man auch wieder ab. Kein soziales Netz, das einen auff&amp;auml;ngt. Nichts. Wir sind alle Seilt&amp;auml;nzer geworden. Solange man in Form ist, mag das eine spa&amp;szlig;ige Sache sein, aber was ist, wenn man mal ein Glas Wasser braucht, oder sich den Kn&amp;ouml;chel verstaucht? Auch mit Geld kann man sich nur begrenzt Hilfe leisten, und wenn man dann noch den Seilt&amp;auml;nzerjob verliert, dann h&amp;ouml;rt das mit der bezahlten Hilfe auch bald auf.  Es ist erwiesen, das nicht allein Medikamente und hygienische Behandlung  von Wunden zu Heilung f&amp;uuml;hren. Oft ist es auch die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Psychosomatik&quot;&gt;Psyche&lt;/a&gt;, die an der Heilung ma&amp;szlig;geblich beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gut kann bezahlte F&amp;uuml;rsorge sein? Und gilt der Spruch: &lt;a href=&quot;http://www.mein-finanzbrief.de/index.htm?http://www.mein-finanzbrief.de/familie/liebe001.htm&quot;&gt;&amp;#8222;Liebe heilt alle Wunden&amp;#8220;&lt;/a&gt;? Wie sieht es mit bezahlter Liebe aus? Kann man die &amp;uuml;berhaupt kaufen? Jemand, der einem die Stirn k&amp;uuml;sst und einem in lieben Worten zuspricht das bald alles wieder gut sein wird? Wir werden alle Prostituierte! Ohne zu Hause, ohne Freunde, ohne Familie und wenn dann weit entfernt und verstreut &amp;uuml;ber dem Globus. Wie will man da noch Geborgenheit sp&amp;uuml;ren? Wie will man sich da unterst&amp;uuml;tzen? Okay, es gibt Internet, Telefon und Videochats. Aber ist ein Kuss auf einem Bildschirm oder eine Umarmung per Chat das Gleiche? W&amp;auml;rmt es die Seele? Sp&amp;uuml;rt man das auf der Haut? Ist die Beaufsichtigung der Kinder/der Eltern, die teuer ist, besser als wenn es in der Familie/Gemeinde aus Liebe gemacht w&amp;uuml;rde? Ist der &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/data/2004/03/08/248324.html&quot;&gt;Trend&lt;/a&gt;, sich nicht mehr begraben zu lassen, sondern sich als Staub in die Meere oder in die Luft verstreuen zu lassen, nicht ein Sinnbild unserer Gesellschaft? Heimatlos &amp;uuml;ber die Welt verstreut? Verg&amp;auml;nglich ohne Erinnerung an das Dasein? Sofort verschwunden nach dem Tod? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo bleiben das Gl&amp;uuml;ck und die Zufriedenheit? Ist Gl&amp;uuml;ck finanzieller Erfolg? Ignorieren wir dabei nicht unsere essentiellen Bed&amp;uuml;rfnisse, das Menschsein? Wir leben in einem Land in dem Trinkwasser die Toilette runter flie&amp;szlig;t, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Cellulose&quot;&gt;Cellulose&lt;/a&gt;, die auf  Kosten der Regenw&amp;auml;lder hergestellt wurde, zum Arsch abwischen genutzt wird, ein Land, in dem die &lt;a href=&quot;http://www.medizinauskunft.de/artikel/wohlfuehlen/28_04_dick.php&quot;&gt;Fettleibigkeit&lt;/a&gt; langsam zum Problem wird und nicht der Hunger, ein Land, in dem fast niemand obdachlos ist, ein Land, in dem ein durchschnittlicher Single oder &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz_IV&quot;&gt;Hartz IV&lt;/a&gt;- Empf&amp;auml;nger  2000 KW &lt;a href=&quot;http://www.kefk.net/Hardware/Energie/Verbrauch/index.asp&quot;&gt;Strom&lt;/a&gt; im Jahr f&amp;uuml;r sein Elektroger&amp;auml;te verbraucht.  Wer will uns einreden, dass wir uns soziale Systeme, kostenlose Schul- und Universit&amp;auml;tssysteme, Rente und das Gesundheitssysteme nicht mehr leisten k&amp;ouml;nnen, verkaufen m&amp;uuml;ssen um zu &amp;uuml;berleben? Wir k&amp;ouml;nnen uns frei entscheiden und es besteht kein Zwang!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist genug Geld da! Doch das Kollektiv ist verschwunden, jeder denkt nur noch an sich, die Politiker, die Angestellten, alle denken nur: &amp;#8222; ich, ich, ich&amp;#8220; und lassen sich blenden von den kurzfristigen Vorteilen. Doch was ist sp&amp;auml;ter? Was ist, wenn sie alt und hilfsbed&amp;uuml;rftig werden? Was ist mit der nachkommenden Generation von jungen Menschen, die keine Bildung mehr bekommen, wer soll dieses Land in die Zukunft tragen? Klar, wer Geld hat, kann sich privat Bildung leisten, aber so wenige Kinder wie es in der &lt;a href=&quot;http://www.wams.de/data/2005/02/27/545105.html&quot;&gt;Elite&lt;/a&gt; gibt, kann das wohl nicht die Antwort sein!? Die Renten werden auf Grund der &lt;a href=&quot;http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/bev_pyr4.php&quot;&gt;Alterspyramide&lt;/a&gt; wegfallen, ich werde schon keine Rente mehr bekommen, darf aber jetzt noch einzahlen, obwohl es schon schwierig genug f&amp;uuml;r mich war, &amp;uuml;berhaupt einen Einstieg in die Arbeitswelt zu bekommen. Staatliche Studienpl&amp;auml;tze gibt es auch immer weniger und  zuk&amp;uuml;nftig soll man daf&amp;uuml;r auch noch &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Studiengeb&amp;uuml;hren&quot;&gt;bezahlen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Wie soll das funktionieren? Es ist alles zu kurzfristig gedacht, zu bruchst&amp;uuml;ckhaft. &lt;br /&gt;
Mich reizt der Gedanke, aus dem System auszusteigen und kein Geld mehr einzuzahlen, um den Menschen, die das entschieden und hergeleitet haben, dann im Alter ins Gesicht zu lachen und zu sagen: &amp;#8222; So wie du mir so ich dir!&amp;#8220; Sie haben mich nicht unterst&amp;uuml;tzt, also warum sollte ich sie unterst&amp;uuml;tzen? Sie sind krank, alt, dachten, ich w&amp;uuml;rde ihnen Rente bezahlen? Wieso sollte ich ihnen helfen? Ich habe jahrelang gek&amp;auml;mpft, mich selbst ern&amp;auml;hrt, Kredite aufgenommen, die ich bis heute noch abbezahle und gleichzeitig in einen Rentenfond eingezahlt, aus dem ich nie einen Pfennig sehen werde. Was wollen sie von mir? Haben sie mich nicht schon genug ausgebeutet?&lt;br /&gt;
Jetzt liegen sie da in den Scherben des Systems, welches sie zerst&amp;ouml;rt haben, ich hoffe, sie f&amp;uuml;hlen sich wohl und liegen gut! Ich halte mich an ihr Vorbild und k&amp;uuml;mmere mich um mich selbst!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren mir ein guter Lehrer!
</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1072/">
    <title>Zerbrochen</title> 
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Beim Fu&amp;szlig;ballspiel...&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von Jikan&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/jikan/124074657/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Spiel, Spannung...&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von The Eggplant&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/eggplant/11520475/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1067/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1067/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1067/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Schokoherzen&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von marie b.&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/marieb/86246865/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;und auch andere.&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von Smile Jennarator&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/photosbyjenni/94615725/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;Scherben...&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von deinhero2&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/deinheld/117403319/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1066/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1066/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0212/stories/1066/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;a href=&quot;&quot; style=&quot;color:#666666;&quot;&gt;...bringen Gl&amp;uuml;ck&lt;/a&gt;&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;startAutor&quot;&gt;von Seaside Photographer&lt;/div&gt;
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&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/seasidephotography/169234323/&quot;&gt;Bildquelle&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;
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&lt;div class=&quot;clearall&quot;&gt;&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>Christine Schranz</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Christine Schranz</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-28T08:41:00Z</dc:date>
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