
Kuckuckseiertanz
von Filia Vicenta
Es regnet. Eine Stimme spricht. Die Melone liegt beinahe aufgegessen. Und ich bin auf die Welt gekommen, um allmählich aber sicher wieder zu gehen. Ein wenig darf ich mich noch aufhalten. Ich könnte es aber auch anders halten und Ludwig darum bitten, seinen Apotheker zu bestehlen.
"Mein Gott, Vicenta! Wie du redest!"
Gestern war ich in einem Buchladen (was nicht stimmen kann, da ich zu dieser Zeit über einer Knobelaufgabe saß) und mich faszinierten die vielen Bücher. Ein jedes dieser Bücher trägt Geschichten. Selbst die wahren sind erfunden. Ganze Welten stehen dort herum. Dabei interessieren sie mich gar nicht. Allein die Tatsache, dass der Gedanke, der zum Wort wird, solche Wirkung haben kann, ergibt für mich Sinn.
"Jetzt hörst du dich schon besser an, Vicenta. Erzähl nur weiter."
Als Kind sah ich in das riesige dunkle All und hielt mich an den Sternen fest. Auf der Wiese liegend versuchte ich, die Weite zu erfassen und über den letzten vorstellbaren Punkt des Alls hinauszugehen. Immer weiter und weiter, bis ich verzweifelte oder sagen wir besser, bis ein Umstand mich vor der Verzweiflung rettete. Ich habe es nicht ausgehalten.
"Übertreibst du nicht ein wenig, Vicenta?"
Heute habe ich mir überlegt, wie es aussehen muss, damit sich mein rechter Zeigefinger selbst berühren kann. Es ist ein ähnlicher Akt wie damals. Das Telefon klingelt.
"Ach, Vicenta."
Ich will niemanden hören. Niemanden. Nicht einmal mich. Ruhe. Schluss. Aus. Finito. Sei still. Weg mit dir. Ich muss aufhören. Ich kaufe mir eine Quarktasche. Jetzt sofort.
Dieser Artikel ist bereits im Weblog der Autorin erschienen.
"Mein Gott, Vicenta! Wie du redest!"
Gestern war ich in einem Buchladen (was nicht stimmen kann, da ich zu dieser Zeit über einer Knobelaufgabe saß) und mich faszinierten die vielen Bücher. Ein jedes dieser Bücher trägt Geschichten. Selbst die wahren sind erfunden. Ganze Welten stehen dort herum. Dabei interessieren sie mich gar nicht. Allein die Tatsache, dass der Gedanke, der zum Wort wird, solche Wirkung haben kann, ergibt für mich Sinn.
"Jetzt hörst du dich schon besser an, Vicenta. Erzähl nur weiter."
Als Kind sah ich in das riesige dunkle All und hielt mich an den Sternen fest. Auf der Wiese liegend versuchte ich, die Weite zu erfassen und über den letzten vorstellbaren Punkt des Alls hinauszugehen. Immer weiter und weiter, bis ich verzweifelte oder sagen wir besser, bis ein Umstand mich vor der Verzweiflung rettete. Ich habe es nicht ausgehalten.
"Übertreibst du nicht ein wenig, Vicenta?"
Heute habe ich mir überlegt, wie es aussehen muss, damit sich mein rechter Zeigefinger selbst berühren kann. Es ist ein ähnlicher Akt wie damals. Das Telefon klingelt.
"Ach, Vicenta."
Ich will niemanden hören. Niemanden. Nicht einmal mich. Ruhe. Schluss. Aus. Finito. Sei still. Weg mit dir. Ich muss aufhören. Ich kaufe mir eine Quarktasche. Jetzt sofort.
Dieser Artikel ist bereits im Weblog der Autorin erschienen.
Kommentar posten

