Leben wir nicht alle hauptsächlich momentan? In unserer schnelllebigen Zeit könnte man sagen, dass wir vom einen Moment zum anderen leben, ohne großartig über den übernächsten Augenblick nachzudenken.
Momentan ist ein schwieriger Geselle. Dieser Beitrag zeigt die Verwendung des Begriffs und seine Bedeutungsoptionen. Denn momentan ist nicht nur eine düstere Einschränkung für die guten Momente in schwierigen Zeiten, darin schwingt oft auch Hoffnung mit: Auf ein Ende des Übels, auf Besserung und auf die weitere Veränderung.
Alte Beziehung – trocken wie Reiskräcker, aber sicher. Alter Job – aufregend wie ‘n Stück Obst, aber sicher. Bloß keine Entscheidungen fällen, könnte ja was schief gehen. Doch so geht noch mehr daneben.
Was ist das Jetzt? Vielleicht nur Stillstand. Doch selbst im Stillstand kann man sich entscheiden, den nächsten Augenblick anderem zu widmen. Aufzustehen. Hinauszugehen.
Rosa, Lili, Vesna, Ellen. Vier Personen, wie sie verschiedener nicht sein könnten, und doch ist ihnen allen eines gemeinsam: Am Ende des Tages wird für sie manches anders sein als an seinem Beginn.
Alles, was ist, dauert bekanntlich drei Sekunden: eine Sekunde für vorher, eine für nachher, eine für mittendrin. – Mittendrin gibt’s aber gar nicht, behauptet meine Tante Elvira. Beziehungsweise ist es anders, als ich mir das vorstelle.
Ein Computerproblem kann den Verlust eines halben Lebens an Erinnerungen bedeuten. Grund zur Verzweiflung? Nein, keineswegs: Ein etwas anderer Blickwinkel.
Mit Spannung verfolge ich das Hörbuch, welches mein iPod mir gerade in die Ohren presst, als ich über den Domvorplatz Richtung Bahn schlendere. Ein Anschlag im Kölner Dom und ein gestohlenes Sakrileg wird just in dem Moment Thema meiner auditiven Unterhaltung.
Hat man einmal seine Heimat gefunden, wird man sie nicht mehr los, wohin es einen auch verschlagen mag. Man wird immer wieder zurückkommen, um sich für einen Moment zuhause zu fühlen.
Ich wußte nicht, was richtig war, habs einfach getan; und nun geht es nicht mehr. Ich bin traurig darüber, daß ich glücklich war, ohne es zu wissen, und mich selbst aus diesem blinden Glück wieder verbannt habe, vor der Zeit.
Der Moment in dem ein Text entsteht, ist der, in dem das Papier noch völlig leer ist: Ein zu bewältigender Berg, die schier unendliche Kombinierbarkeit der Zeichen, die massiv werden wollen.
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