ISSN 1816-8159
Ausgabe 0203 - Februar 2006
Nächste Ausgabe am Do, 16.03.2006
von Kristina Mittendorfer
Mögen Sie lieber „grau“ oder „schwarz und weiß“? Wenn „eigentlich“ in einer Farbskala eingereiht werden müsste, wäre es sicherlich grau. Also weder schwarz noch weiß. Weder ja noch nein. Weder farblos noch Farbe. Ich persönlich mag lieber Farben, alle und auch keine. Viele mögen lieber grau und somit wahrscheinlich auch das Wort „eigentlich“.

von Neuro
Das Leben könnte so schön sein, wäre da nicht das Denken, das uns immer wieder die Eigentlichkeiten, die wir eingegangen sind oder versäumt haben, vor Augen führt: Eigentlich hatten wir so viel mehr vor, eigentlich sollten wir viel reicher, berühmter und erfolgreicher sein. Vielleicht sollten wir aufhören, vergeblich auf Wunder zu warten und stattdessen einfach das tun, was Herr Schicksal und Frau Weltordnung für uns vorgesehen haben.
von St.Burnster
Wie man sich genüsslich vergiftet und meilenweit von dem abdriftet, was man mal von der Liebe erwartet hat. Im Grunde genommen eine ganz selbstverliebte Choreographie auf dem Exerzierplatz der Todessehnsüchtigen.

von Esther Brunner
Es gibt Menschen, die migrieren über Landesgrenzen. Und es gibt Menschen, die migrieren über Geschlechtergrenzen. Welchem Geschlecht gehören diese Menschen nun eigentlich an?


von bittersweet choc
Zu Fuß durch Barcelona, Städtereisen, Urlaub in New York oder All Inclusive am Strand - oder muss ich doch erst zum Mond, um als Cosmopolit zu gelten? Wer bestimmt eigentlich wer ein Cosmopolit ist und wer nicht?


von Nikolaus Ostermann
Wir Österreicher haben es im Moment nicht leicht. Da wollen wir die für unser Land erfolgreichsten Olympischen Spiele aller Zeiten feiern, und dann das. Alle wollen uns den Erfolg vermiesen, am Besten können wir das jedoch immer noch selbst.
von Brigitte
“In the future everybody will be famous for 15 minutes”, sagte einst Andy Warhol. Eigentlich dürfen es gerne auch einige Minuten mehr sein. Aber dann bitte gleich unter den passenden Umständen.



von Kerstin Radke
Jedes Ding hat einen eigentlichen, ursprünglichen Zweck. Dieser muss aber nicht immer der sinnvollste sein. Eigentlich muss auch nicht immer alles einen Sinn haben. Ein Aufruf zur fröhlichen Zweckentfremdung.

von Stefan Kappner
Die Not, die mich gerade heimsucht, hatte ich bereits. Und die Lösung auch. Erst jetzt bemerke ich die Kurve, die mich beim Dauerlauf wieder an die alte Stelle zurückführte. Egal: Ich höre mir die Predigt einfach nochmal an.


von Jens-Rainer Wiese
Die Vorgehensweisen gegen die hohe Feinstaubbelastung in den betroffenen Schweizer Kantonen erinnert an die alte Parabel vom Schiff und vom Eisberg.


von Morast
Prüfungen und die Zeit davor, die Erleichterung danach und die Leere dazwischen. Sich zweigeteilt fühlen und wieder eins werden. Die Zeit ist unaufhaltsam und das ist gut so.