
My own Private Kindergarten
von Frau Kollegin
Wenn man mit einer 13 Monate alten Tochter und einer großen Verwandtschaft gesegnet ist, dann kann es passieren, dass nach Weihnachten und dem ersten Geburtstag (vor allem, wenn beides innerhalb von zwei Wochen stattfindet) das Kinderzimmer wie ein besserer Kindergarten aussieht.
Ich weiß das, denn schließlich besichtigt man als gute Mutter bis zum 1. Geburtstag seines Kindes mindestens 3 Kindergärten.
Was mich aber mehr beunruhigt als der Neid aller Kindergärtnerinnen im Umkreis von 15 Kilometern ist die Frage, wie das Kind mit seinem Bett jemals ins Kinderzimmer umziehen soll – was eigentlich für die nächste Zeit geplant war – wo doch dort gar kein Platz mehr ist. Wahrscheinlich wird die Tochter auf ewig bei uns im Schlafzimmer und ein Einzelkind bleiben.
Mit jeder weiteren Festivität werden wir wohl ein weiteres Zimmer an das Kind verlieren. Denn natürlich will keine Oma der anderen nachstehen, keine Tante weniger schenken als die andere und von uns spreche ich schon gar nicht mehr.
Also quält man sich damit ab, Listen für die Verwandtschaft zu schreiben, was demnächst den Weg in unser Haus finden darf. Denn pädagogisch wertvoll soll’s schon sein. Und bitte möglichst ohne Geräusche, Mama ist da etwas empfindlich.
Eine oberflächliche Bestandsaufnahme hat kürzlich Folgendes ergeben: 15 Bücher (davon kann man allerdings nie genug haben), 14 Stofftiere, ein Schaukelpferd, ein Bobby Car, zwei Bauernhöfe mit zig Tieren, zwei Nachziehtiere, eine selbstfahrende Eisenbahn auf Schienen, ein Activity-Würfel, Duplo-Steine, elf Bälle, Puzzles, Musikinstrumente, Schwimmflügel fürs Trockentraining, diverse Taschen und Dosen, ein Hund der größer ist als das Meiste, was einem heutzutage als Hund verkauft wird und ein Elch, der es mit jedem echten Elch aufnehmen könnte. Dazu unzählige kleine Dinge, die ich gar nicht benennen kann. Und zu guter Letzt eine Raumstation, die groß genug ist, die ganze Familie gleichzeitig zu beherbergen, ausgestattet mit einem Notausgang in Form eines zwei Meter langen Tunnels.
Und was meint das Kind dazu? Nicht viel.
Deutlich größere Aufmerksamkeit wird nämlich auf die kleinen und großen Dinge des Alltags gelegt. Das Telefon zum Beispiel. Die Stereoanlage. Fernbedienungen, Geschirrspüler und der Herd mit seinen Knöpfen. Oder, aber das ist strengstens verboten, Mamas Laptop samt dazugehörender Mouse.
Natürlich fallen all die zuvor erwähnten Dinge nicht in die Kategorie kindgerechtes Unterhaltungsprogramm, was zu regelmäßigen Machtkämpfen im Hause Kollegin führt. So oft kann man gar nicht, wenn die kleinen Finger sich wieder einmal dem Herd nähern, „Nein“ gesagt haben, als dass für die Frau Tochter nicht doch noch die Verlockung bestehen würde, kurz am Knöpfchen zu drehen. Da wartet Mama schon mal vergeblich, dass das Wasser endlich zu kochen beginnt.
Heute habe ich ihr übrigens Kochtöpfe im Miniformat gekauft. In der Hoffnung, dass ihr die genauso viel Spaß machen wie meine.
Ich bin unbelehrbar.
Ich weiß das, denn schließlich besichtigt man als gute Mutter bis zum 1. Geburtstag seines Kindes mindestens 3 Kindergärten.
Was mich aber mehr beunruhigt als der Neid aller Kindergärtnerinnen im Umkreis von 15 Kilometern ist die Frage, wie das Kind mit seinem Bett jemals ins Kinderzimmer umziehen soll – was eigentlich für die nächste Zeit geplant war – wo doch dort gar kein Platz mehr ist. Wahrscheinlich wird die Tochter auf ewig bei uns im Schlafzimmer und ein Einzelkind bleiben.
Mit jeder weiteren Festivität werden wir wohl ein weiteres Zimmer an das Kind verlieren. Denn natürlich will keine Oma der anderen nachstehen, keine Tante weniger schenken als die andere und von uns spreche ich schon gar nicht mehr.
Also quält man sich damit ab, Listen für die Verwandtschaft zu schreiben, was demnächst den Weg in unser Haus finden darf. Denn pädagogisch wertvoll soll’s schon sein. Und bitte möglichst ohne Geräusche, Mama ist da etwas empfindlich.
Eine oberflächliche Bestandsaufnahme hat kürzlich Folgendes ergeben: 15 Bücher (davon kann man allerdings nie genug haben), 14 Stofftiere, ein Schaukelpferd, ein Bobby Car, zwei Bauernhöfe mit zig Tieren, zwei Nachziehtiere, eine selbstfahrende Eisenbahn auf Schienen, ein Activity-Würfel, Duplo-Steine, elf Bälle, Puzzles, Musikinstrumente, Schwimmflügel fürs Trockentraining, diverse Taschen und Dosen, ein Hund der größer ist als das Meiste, was einem heutzutage als Hund verkauft wird und ein Elch, der es mit jedem echten Elch aufnehmen könnte. Dazu unzählige kleine Dinge, die ich gar nicht benennen kann. Und zu guter Letzt eine Raumstation, die groß genug ist, die ganze Familie gleichzeitig zu beherbergen, ausgestattet mit einem Notausgang in Form eines zwei Meter langen Tunnels.
Und was meint das Kind dazu? Nicht viel.
Deutlich größere Aufmerksamkeit wird nämlich auf die kleinen und großen Dinge des Alltags gelegt. Das Telefon zum Beispiel. Die Stereoanlage. Fernbedienungen, Geschirrspüler und der Herd mit seinen Knöpfen. Oder, aber das ist strengstens verboten, Mamas Laptop samt dazugehörender Mouse.
Natürlich fallen all die zuvor erwähnten Dinge nicht in die Kategorie kindgerechtes Unterhaltungsprogramm, was zu regelmäßigen Machtkämpfen im Hause Kollegin führt. So oft kann man gar nicht, wenn die kleinen Finger sich wieder einmal dem Herd nähern, „Nein“ gesagt haben, als dass für die Frau Tochter nicht doch noch die Verlockung bestehen würde, kurz am Knöpfchen zu drehen. Da wartet Mama schon mal vergeblich, dass das Wasser endlich zu kochen beginnt.
Heute habe ich ihr übrigens Kochtöpfe im Miniformat gekauft. In der Hoffnung, dass ihr die genauso viel Spaß machen wie meine.
Ich bin unbelehrbar.


twoday.net:dkg
am 16. Feb, 15:26
PS: Sehr schöne Stroy, wie auch dein Weblog.