
Editorial
von Kristina Mittendorfer
Revolution als Thema zur Weihnachtszeit? Wieder ein Versuch gegen die gesellschaftlichen Strukturen und Traditionen anzukämpfen? Nein. Die neue Ausgabe von mindestens haltbar zeigt wie vielschichtig die Worte „Revolution“ und „revolutionär“ interpretiert werden können und werfen die Frage in den Raum, ob künftige Revolutionen wieder auf jenen Ursprung zurückführen, den andere Revolutionäre verändern wollten. Und, wer entscheidet eigentlich wer oder was revolutionär ist? Ist eine Revolution nur eine solche, wenn man im Nachhinein sagt „wie konnten wir bisher ohne diese Veränderung leben?“, sowie die selbstverständlichste Möglichkeit sich zu Weihnachten eine Dauerwelle machen zu lassen? 1906 wickelte Karl Nessler das Haar der Damen auf bis zu 900g schwere, beheizte Bolzen, die ihnen dann das gewünschte Engelshaar verschafften. Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie wir zum Beispiel die 80er Jahre ohne diese Erfindung erleben hätten können.
Ist das ein Beispiel dafür, was wir uns unter einer wirklichen Revolution vorstellen? Oder war diese Erfindung immer noch zu banal, um als revolutionär bezeichnet zu werden? Heutzutage wird oft Blogging und Podcasting im Zusammenhang mit der Medienrevolution gebracht. Sind mindestens haltbar und der neue mindestens haltbar-Podcast also auch revolutionär? Entscheiden Sie selbst.
Ist das ein Beispiel dafür, was wir uns unter einer wirklichen Revolution vorstellen? Oder war diese Erfindung immer noch zu banal, um als revolutionär bezeichnet zu werden? Heutzutage wird oft Blogging und Podcasting im Zusammenhang mit der Medienrevolution gebracht. Sind mindestens haltbar und der neue mindestens haltbar-Podcast also auch revolutionär? Entscheiden Sie selbst.
Kommentar posten

