Erde 2.0: Fehlanzeige

von Marcus Anhäuser
In der Diskussion über den Menschen gemachten Treibhauseffekt fallen die wenigen Wissenschaftler auf, die vehement die Meinung vertreten, der Mensch sei nicht mitverantworlich für die beginnende Klimakatastrophe.

Streng wissenschaftlich betrachtet haben sie Recht, wenn sie behaupten, der Zusammenhang von steigenden Temperaturen, steigendem CO2-Gehalt und zunehmendem Verbrauch fossiler Brennstoffe in den letzten Jahrzehnten ließe sich wissenschaftlich nicht nachweisen.

Es könnte sich um reinen Zufall handeln, dass gerade jetzt alles zugleich zunimmt.

Die reine Lehre verlangt einen experimentellen Nachweis, um die These zu testen. Man müsste es unter denselben Bedingungen überprüfen. Auf einer Erde 2.0.

Leider haben wir keine Erde 2.0.

Wir haben nur eine Erde.

Lasst uns die reine Lehre der wissenschaftlichen Methode dieses eine Mal vergessen. Sonst könnte es sein, das niemand mehr da ist, der noch etwas wissenschaftlich erforschen kann.



Dieser Artikel ist bereits im Weblog des Autors erschienen.
Auch in einer Zeit, in der wir glauben alles haben und erreichen zu können, gibt es Unersetzbares.
Die Wissenschaftsjournalisten Marcus Anhäuser und Martin Schäfer schreiben im Watch-
blog Plazeboalarm.de lässige Texte über, haarsträubende Wissenschaft, krude Theorien und unbewiesene Werbe-
versprechen.
mindestens haltbar 11/2005
Jahrgang 01
Ausgabe 03
ISSN 1816-8159
Autor: Marcus Anhäuser
Titel: Erde 2.0: Fehlanzeige
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am 17. Nov, 20:16

an der stelle frage ich mich immer, was daran so tragisch sein sollte. eine von unzähligen zivilisationen würde verschwinden. hm, wenn interessiert das schon, mal so gesamt gesehen. in ein paar milliarden jahren geht in diesem sonnensystem eh das große licht aus. bis dahin können wir allerdings die evolution noch x-mal neu auflegen. das wird wahrscheinlich aufgrund der unglaublichen zeitspanne ohnehin passieren. die menschheit sollte einfach mal in betracht ziehen, daß sie nicht die krone der schöpfung ist ...