ISSN 1816-8159
Ausgabe 0103 - November 2005
Nächste Ausgabe am Do, 15.12.2005
von Kristina Mittendorfer
Mythen, Legenden und Fabeln hat es schon immer gegeben und wird es wohl auch immer geben. Egal, ob griechische Heldensagen oder doch nur die Geschichte der Freundin des Bruders der Nachbarin meiner Mutter, sie werden uns immer beschäftigen, die phantasie-
vollen Begebenheiten. Farblos ist die Welt ohnehin oft genug, warum sie also nicht hin und wieder blühend erscheinen lassen?
von Modeste
Umkleidet mit der Pracht kostbarer Reliquiare, geschmückt mit allem, was einer vergangenen Zeit der Ruhm ihrer Heiligen und Blutzeugen wert erschien, warten Reliquien in den Schatzkammern der Dome und Abteien auf den Flaneur, der mehr zu sehen vermag als eine ferne, verblassende Erinnerung.

von Kaltmamsell
Eben war sie noch eine gestandene Geschäftsfrau im Kostüm, nun erscheint sie selig lächelnd als glitzernder Haufen Sahnebaiser.Warum reden bloß alle vom „Traum in Weiß“?



von Blogistin
Zeit ist ein wertvolles Gut - warum also verschwenderisch damit umgehen, wenn man doch zeitgleich verschiedene Dinge erledigen kann. Optimierung wo es nur geht, ein Segen oder doch ein Fluch?


von Miss.understood
Für jedes in einem E-Mail getippte Rufzeichen spendet Bill Gates tausend Dollar an die anonymen Internetsüchtigen. Urbane Mythen als ständiger Begleiter durch den Alltag.



Von Melanie Müller
Authentizität ist ausverkauft. Macht aber nix: denn heutzutage ist die Kopie näher dran an der Wirklichkeit als das Original. Das zumindest behaupten Silke Becker und Judith Mair in ihrem neuen Buch „Fake for Real“.


von moccalover
Hier in der Schweiz gibt’s keine Fabeln, höchstens Fabeltiere. Von Eitelkeit geblendete Raben und eine Horde vereinsamter Murmeltiere. Fabelhaft ist hier rein gar nichts; ebenso wenig hätte man je ein Wunder gesehen. Perfektion ist kein Wunder.

von Maximilian „Merlix“ Buddenbohm
Ab einer Temperatur von sieben Grad sollte man nur mehr mit Winterreifen fahren. Woher stammt diese Weisheit eigentlich? Und was passiert, wenn man sich nicht daran hält?


von thisandthat
Rolltreppenfahrten. Nebelfetzen. Kürzere Tage. Einkaufstouren. Maronistände. Der kleine Unterschied zwischen Tee und Kakao. Ja, es wird wie jedes Jahr wieder wieder - mit kalten, knochigen Fingern - Herbst.



von Marcus Anhäuser
Heute sind wir ein wenig endzeitlich gestimmt. Als Kinder der 80er passiert das schon hin und wieder. Damals stand die Erde täglich vor dem Abgrund.
Leider haben wir keine Erde 2.0.



von Ole Cordsen
"Undank ist der Welten Lohn, alsbald verdreht sich Dank zum Hohn", grummelt Wulnikowski durch seine trockenen Lippen, während er seinen verbitterten Blick durch die verwaschene Gardine aus dem Küchen-
fenster bohrt…