am 17. Okt, 23:25

Das ist ein riesiger Lesegenuss; und als Schweizer kenne ich viele dieser Dinge - mutatis mutandis - auch. Auch hier ist der Dialekt eine patriotische Ausdrucksform, aber insgesamt sehe ich ihn nicht so schlecht an wie Sie. Er hindert uns sowenig am "richtigen" Erlernen einer hochstehender Schriftsprache genauso wenig wie die Deutschen. Ganz im Gegenteil, aus dem ständigen Wechsel zwischen zwei verwandten Sprachen kann auch Kreativität entstehen, und die Kinder, die sich damit herumschlagen müssen, können an dieser Aufgabe auch wachsen.

Lustig vor allem, dass ich den österreichischen Akzent im Hochdeutschen (noch einmal etwas anderes als der Dialekt) sehr mag, als Schweizer den schweizerischen aber im Ausland auch zu unterdrücken versuche. Wir sind halt Kleinstaatler.

am 18. Okt, 11:15

insgesamt sehe ich die sache ja auch nicht so eng, muss aber genau beim darauf folgenden argument widersprechen. ich hab die erfahrung gemacht, dass kinder, die NUR "im dialekt" aufwachsen später oft größte probleme mit sprache und schrift haben.
und genau hier muss man endlich mal eine lanze fürs fernsehen brechen, welches in ländlichen gegenden noch immer meist die einzige möglichkeit ist, auch ein bisschen deutsch mitzubekommen.


am 20. Okt, 22:38

Ich durfte als gebürtige Wienerin mit bisher drei Jahren Deutschlanderfahrung (und ich habe wahrlich viel gelernt in diesen drei Jahren *fg*) zuletzt acht Monate in Bern zubringen.
Ich kann dazu nur sagen, es tut mir leid für die Schweizer, aber von Hochdütsch haben die meisten keine Ahnung. Die Kommunikationsprobleme waren allgegenwärtig. Selbst wenn die Schweizer Kollegen ihr bemühtestes Hochdeutsch an den Tag legten. Von Berndütsch ganz zu schweigen.




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