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    <title>mindestenshaltbar.net: 0102 (Magazin für Meinungen)</title>
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    <description>Magazin für Meinungen</description>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/102/">
    <title>Blogs machen wuschig im Kopf</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/102/</link>
    <description>In Flann O&amp;#8217; Brian Roman &quot;&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/At_Swim-Two-Birds&quot;&gt;At two Swimbirds&lt;/a&gt;&quot; geht es um einen Autoren, der sich mit der Erstellung eines Romans abm&amp;uuml;ht, in dem es um einen Autoren geht der wiederum einen Roman schreibt. Alles will nicht so recht laufen, Seiten f&amp;uuml;llen sich langsam, w&amp;auml;hrend die Flaschen immer schneller leer werden. Das geht so lange, bis die Hauptfiguren seines Romans beschlie&amp;szlig;en, die Sache selber in der Hand zu nehmen, was dazu f&amp;uuml;hrt, am Ende niemand mehr wei&amp;szlig;, wer den Roman jetzt eigentlich schreibt. Wenn man ein bisschen gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig ist, dann k&amp;ouml;nnte man sagen, dass Flann O&amp;#8217; Brian der erste Blogger war, denn in Blogs geht es meist auch nicht anders zu, als in O&amp;#8217; Brians ebenso konfusen wie lesenwert Werk, da Realit&amp;auml;ten und Personen schneller wechseln, als der Leser meist folgen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anonymit&amp;auml;t der Internets verleitet schnell dazu, eine Figur zu erfinden, die nicht existiert, au&amp;szlig;er im Kopf des Erfinders. Warum auch nicht. Schon der Alltag ist ein Spiel mit den Realit&amp;auml;ten. Kaum jemand kann sich auf seiner Arbeitsstelle so geben, wie er es vielleicht gerne machen w&amp;uuml;rde, man versteckt sich, man &amp;auml;ndert Kleinigkeiten in seinem Verhalten um sich anzupassen, um nicht aufzufallen, um seine Miete zu verdienen. Da ist die Verlockung, im Internet mal die Sau, bzw. sich selber mal raus zulassen gro&amp;szlig;, denn hier kann mal all das sein, was man ansonsten nicht zeigen darf. Man kann seine Pers&amp;ouml;nlichkeit ein wenig aufbl&amp;auml;hen, ein paar Charaktereigenschaften dazu schreiben, die man gerne h&amp;auml;tte, oder sich schlicht und ergreifend als 90-60-90 Fr&amp;auml;uleinwunder ausgeben, auch wenn die Ma&amp;szlig;e hinten wie vorne nicht stimmen. Hauptsache, man ist selber zufrieden mit dem Image, dass man sich in seinem Blog kreiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mit dem Image ist aber keine so einfache Sache, denn es spaltet sich gerne mal auf. Die eine H&amp;auml;lfte ist die Differenz zwischen der eigenen Pers&amp;ouml;nlichkeit und der, die man in seinem Blog beschreibt. Die andere ist die, wie das Geschriebene von einem Leser wahrgenommen wird. Schon bei den eigenen Beschreibungen kommt man ins Schwimmen. Leicht neigt man dazu, einer erlebten Situation etwas mehr Pfeffer zu geben, damit man am Ende das gew&amp;uuml;nschte Ziel erreicht. Sich selbst ein wenig besser darzustellen, oder der Geschichte den Pfiff zu geben, den sie ohne die kleine &amp;#8222;Ausbesserung&amp;#8220; nicht h&amp;auml;tte. Die Art und Weise des Schreibens, wie auch die Themenauswahl, k&amp;ouml;nnen dazu f&amp;uuml;hren, dass man sich etwas anders darstellt, als man es in der Realit&amp;auml;t ist. Was Folgen haben kann. Denn die Tatsache, dass man fr&amp;ouml;hliche oder eher dunkle Eintr&amp;auml;ge ins Netz stellt, hei&amp;szlig;t nicht, dass man die ganze Zeit als Optimist oder schwerstdepressiver Mensch durch die Gegend l&amp;auml;uft. Das dumme ist nur, dass der Leser das nicht wei&amp;szlig;, nicht wissen kann, und sich so ein Bild macht, dass am Ende nur schwer wieder zu ver&amp;auml;ndern ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem mit dem Image ist bekannt. Schauspieler leiden da noch viel mehr. Sean Connery war am Ende von den unz&amp;auml;hligen Fans, die von ihm den Satz &amp;#8222;Mein Name ist Bond, James Bond&amp;#8220; h&amp;ouml;ren wollten, so abgenervt, dass er aus der Serie ausstieg und &amp;uuml;ber ein Jahrzehnt ben&amp;ouml;tigte, bis man ihn endlich auch in anderen Rollen akzeptierte. Ein Komiker wie &lt;a href=&quot;http://www.jerrylewiscomedy.com/&quot;&gt;Jerry Lewis&lt;/a&gt; hat sogar fast sein ganzes Leben darauf warten m&amp;uuml;ssen, bis er in &amp;#8222;King of Comedy&amp;#8220; endlich mal eine ernste Rolle spielen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind Blogger keine Stars, aber das Problem, dass man eine Leserschaft hat, die einen bestimmten Typus von Eintr&amp;auml;gen erwartet, ist nicht zu untersch&amp;auml;tzen. Sein Image und damit seine eigene Pers&amp;ouml;nlichkeit vor der Vermischung von Realit&amp;auml;t und Phantasie zu retten, ist nicht leicht. Man kann sich entweder komplett zur&amp;uuml;ckziehen, weil einem die Erwartungshaltung von au&amp;szlig;en zu gro&amp;szlig; wird, oder man kann radikal mit seinem Image spielen. Robbie Williams hat das mal versucht, als er, um sich von seinem Image als Teeniestar zu l&amp;ouml;sen, eine Album raus brachte, auf dem er nur Musik aus den 40ern und 50er Jahren aufnahm. Genutzt hat es ihm allerdings wenig, seine Fans wurden sogar noch mehr. Man muss schon zu harten Methoden greifen, wie zum Beispiel der Musiker und K&amp;uuml;nstler &lt;a href=&quot;http://www.genesisp-orridge.com/&quot;&gt;Genesis P. Orridge&lt;/a&gt;. Der hatte ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach keine Lust mehr, vor ein paar Fans zu stehen, die sich seine Musik anh&amp;ouml;rten, und dann m&amp;ouml;glichst immer die gleichen Lieblingslieder. Er machte dann mit seinem Image sehr kurzen Prozess und erkl&amp;auml;rte, dass er ab sofort ein Kunstwerk sein. Ein Kunstwerk geschaffen von Sch&amp;ouml;nheitschirurgen, denn Ziel seiner Aktion ist am Ende genauso auszusehen wie seine Frau, was ihm, wenn man ehrlich ist, nur so ein leidlich gelingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blogger haben wenigstens meist den Vorteil, dass man ihr Gesicht nicht kennt, sondern nur eine diffus umrandete Person, die ab und an etwas schreibt. Aber schon das Schreiben reicht, um einen in eine kleine Identit&amp;auml;tskrise zu st&amp;uuml;rzen. Eine Bloggerin, deren Thema oft ihr Sexualleben war, meinte zu mir, nachdem sie ihr erfolgreiches Blog dicht gemacht hatte, dass sie es einfach nicht mehr ausgehalten h&amp;auml;tte, einmal die Woche &amp;uuml;ber ihre Bettgeschichten zu plaudern. Einerseits sei der Zuspruch ja sehr sch&amp;ouml;n gewesen, andererseits habe sie sich bald dabei ertappt, wie sie mit dem Gedanken spielte, sich auf irgendeine Geschichte einzulassen, nur damit sie mal wieder etwas interessantes auf ihrer Seite packen konnte. Der Zwang, dem Leser neues Futter zu geben, weil dadurch auch dank vieler Kommentare, Mails und eventuellen Interviewanfragen aus den Printmedien, das Ego ein wenig aufpoliert wird, w&amp;auml;chst mit dem Erfolg, bzw. dem Gef&amp;uuml;hl, dass da drau&amp;szlig;en eine Masse sitzt, die etwas von einem erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Auml;hnlich erging es mir, als ich mal in einer nicht so positiven Phase meines Lebens, dazu &amp;uuml;bergangen war, eher d&amp;uuml;stere Eintr&amp;auml;ge ins Blog zu stellen. Das Bog quasi als Seelenwaschmittel zu nutzen. Das schmutzige aus der Seele raus schreiben, damit man selber wieder etwas besser schlafen kann. Das funktioniere auch ganz gut, nur merkte ich auch, dass der Zuspruch und die Unterst&amp;uuml;tzung, die ich erhielt, abh&amp;auml;ngig davon waren, welche Eintr&amp;auml;ge ich verfasste. Wurden sie humorvoller, ging die subjektiv gef&amp;uuml;hlte Unterst&amp;uuml;tzung nach unten, jammerte ich wieder ein wenig, kletterte sie nach oben. Ich ertappte mich selber dabei, dass ich nach einem Grund suchte, warum es mir schlecht gehen k&amp;ouml;nnte, damit ich wieder etwas ins Blog schreiben konnte, was mir den Zuspruch brachte. Ein ziemlich schizophrenes Verhalten, wenn es einem eigentlich bestens geht, man aber dar&amp;uuml;ber verzweifelt ist, weil einem nichts traurig-sch&amp;ouml;nes mehr einf&amp;auml;llt, dass man seinen Lesern geben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch schlimmer wird es aber, wenn man die Grenzen der Realit&amp;auml;t v&amp;ouml;llig verl&amp;auml;sst, und eine Kunstfigur ins Netz stellt. Ist man bei sich selber schon manchmal nicht sicher, was man wirklich erlebt hat, und was man um einer guten Geschichte willen erfindet, werden die Grenzen einer erfundenen Pers&amp;ouml;nlichkeit noch nebul&amp;ouml;ser. Schauspieler brauchen manchmal, wenn die Rolle sehr viel von ihnen verlangte, Monate, um wieder zu sehr selber zu finden. Manche Schriftsteller haben sich mit ihren Figuren schon mal derartig verzahnt, dass sie am Ende nicht mehr wussten, ob die Figur nun etwas macht, was sie erfunden haben, oder ob sie etwas tut, was der Autor selber gerne machen w&amp;uuml;rde, es sich aber nicht traut. Nicht ohne Grund ist die Anzahl der Alkoholiker unter Buchautoren so hoch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Amerikaner trieb die Sache mal auf Spitze, in dem er sich knapp zwei Jahre lang als ein junges, leicht depressives M&amp;auml;dchen ausgab. Die Fangemeinde wuchs best&amp;auml;ndig und niemand sch&amp;ouml;pfte Verdachte, dass hinter der Frau ein gelangweilter Ehemann steckte, der mit beachtlichen schriftstellerischen F&amp;auml;higkeiten gesegnet war. Als es dem Erfinder zu viel wurde, lie&amp;szlig; er das Blog einfach alleine und k&amp;uuml;mmerte sich mehr darum. Ein fataler Fehler, denn die Fangemeinde machte sich Sorgen und setze alles M&amp;ouml;gliche in Bewegung, um nach der vermeintlichen Autorin zu forschen. Schlie&amp;szlig;lich fand sich der Amerikaner in den acht Uhr Nachrichten wieder und gab einer erstaunten Leserschar eine Erkl&amp;auml;rung ab, in der sich entschuldigte. Ein Versuch sei es gewesen, der ihm am Schluss so sehr aus den H&amp;auml;nden geglitten sei, dass er bald selber an die Existenz der Blogautorin geglaubt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nat&amp;uuml;rlich ist dies ein Extrembeispiel, aber die Frage bleibt, wie sehr sich die gew&amp;uuml;nschte Realit&amp;auml;t mit der tats&amp;auml;chlich vorhandenen vermischt. Ob man Ende ein Autor ist, der eine Figur im Netz darstellt, der er im Laufe der Jahre immer mehr zu entsprechen versucht, um am Ende in eine h&amp;uuml;bsche Identit&amp;auml;tskrise zu rutschen. Vielleicht entdecken Psychologen demn&amp;auml;chst das Ph&amp;auml;nomen der Blog-induzierten Schizophrenie. Nein, nicht vielleicht, sondern ganz sicher, die brauchen ja auch pro Dekade ein neues Krankheitsbild. An Flann O`Brian h&amp;auml;tten sie jedenfalls ihre Freude gehabt.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Cover</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-07T10:36:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/118/">
    <title>Ger&amp;uuml;hrt, nicht gesch&amp;uuml;ttelt</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/118/</link>
    <description>&amp;#8222;Ach, wir waren halt eine wirklich gelungene Mischung&amp;#8220;, sagte meine Oma immer, wenn ich sie gefragt habe, wie sie das so viele Jahre mit meinem Opa ausgehalten hat. Entschuldigt, das mu&amp;szlig; nat&amp;uuml;rlich hei&amp;szlig;en, wenn ich sie nach dem Geheimnis ihrer gl&amp;uuml;cklichen Ehe gefragt habe. Eine gute Mischung sind dann wohl auch meine Eltern, seit immerhin 34 Jahren gl&amp;uuml;cklich verheiratet, die noch immer wie frisch Verliebte kichern, wenn sie sonntags morgens knutschend in der K&amp;uuml;che stehen.&lt;br /&gt;
Ihr geschicktes H&amp;auml;ndchen bei der Partnerwahl haben sie leider nicht vererbt, zumindest nicht an ihre Tochter. Mir kam nach mehr oder weniger abenteuerlichen Experimenten mit teilweise ungenie&amp;szlig;baren Mischungen schon gelegentlich der Verdacht, ich sollte wom&amp;ouml;glich solo durchs Leben segeln. Das w&amp;auml;re zumindest sowohl f&amp;uuml;r mich als auch f&amp;uuml;r meine Umwelt wesentlich nervenschonender. Ich denke da z.B. an die Episode mit dem Mann, dessen vielf&amp;auml;ltige Neurosen so wunderbar zu meinen zu passen schienen.&lt;br /&gt;
Wir lernten uns in einer schlechten Phase kennen, sa&amp;szlig;en n&amp;auml;chtelang auf einem Steg an der Alster und verf&amp;uuml;tterten unsere Depressionen an die Enten. Wir zeigten Verst&amp;auml;ndnis f&amp;uuml;r all die kleinen, liebenswerten Eigenarten, die bei fr&amp;uuml;heren Partnern im besten Fall f&amp;uuml;r hochgezogene Augenbrauen gesorgt hatten. Meinetwegen konnte er gern das ganze Wochenende mit seinem Monsterj&amp;auml;gerpullover herumlaufen, solange er auch die Monster unter meinem Bett vertrieb. Da&amp;szlig; gegenseitige Unterst&amp;uuml;tzung etwas anderes ist als die positive Verst&amp;auml;rkung ungesunder Angewohnheiten merkte ich erst, als wir nur noch &amp;uuml;ber unsere jeweiligen Stofftiere miteinander kommunizierten.&lt;br /&gt;
Der n&amp;auml;chste Mann mu&amp;szlig;te nat&amp;uuml;rlich ganz anders sein und war daher ... eine Frau. Das Prinzip der Mischung von zwei latent Verr&amp;uuml;ckten wurde allerdings beibehalten und ging wieder grandios schief. Dem Wahnsinn ist es ganz egal, in welcher Art von Beziehung er w&amp;uuml;tet und welche Form die sekund&amp;auml;ren Geschlechtsmerkmale seiner Opfer haben. Nachdem ich mich m&amp;uuml;hsam wieder aufgerappelt und meine kl&amp;auml;glichen &amp;Uuml;berreste neu zusammengesetzt hatte, probierte ich ganz ernsthaft eine andere Mischung. &lt;br /&gt;
Der Mann f&amp;uuml;r den n&amp;auml;chsten Versuch war grundsolide und damit zun&amp;auml;chst eine erholsame Abwechslung. Er trank morgens genau eine Tasse Kaffee, schwarz mit zwei St&amp;uuml;ck Zucker, a&amp;szlig; zwei Toast und ein Ei, mittelweich. Er besa&amp;szlig; eine lederne Aktentasche, die er von seinem Opa geerbt hatte und einen zweiten Vornamen, ebenfalls vom Gro&amp;szlig;vater geerbt, den er abgek&amp;uuml;rzt im Namen f&amp;uuml;hrte. A Punkt. Er besa&amp;szlig; einen Mittelklassewagen und eine Ikea-K&amp;uuml;che, war p&amp;uuml;nktlich, ordentlich und verl&amp;auml;&amp;szlig;lich. Beruflichen Erfolg bema&amp;szlig; er in Geld, partnerschaftliche N&amp;auml;he in gemeinsam verbrachter Zeit. Er wollte von beidem m&amp;ouml;glichst viel und organisierte das eine ebenso methodisch wie das andere.&lt;br /&gt;
Wir taten uns nur kurzfristig gut. Auf Dauer brachte ich zuviel Unordnung in sein Leben, war eine wandelnde Unw&amp;auml;gbarkeit, die einzige strukturschwache Zone in seinem heimischen Planquadrat. Nach jeder Nichterf&amp;uuml;llung des Plansolls meinerseits zog er die Schrauben enger, plante minuti&amp;ouml;ser, beharrte auf noch mehr Wir und noch weniger Ich. Als sich die Symptome einer Zweisamkeits&amp;uuml;berdosis nicht l&amp;auml;nger guten Gewissens ignorieren lie&amp;szlig;en, fl&amp;uuml;chtete ich. Gerade noch rechtzeitig vor dem goldenen Schu&amp;szlig;.&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger war ebenfalls solide und verl&amp;auml;&amp;szlig;lich, brauchte aber mindestens so viel Freiraum wie ich. Jeder lebte sein eigenes Leben und gelegentlich fand man sich mal zusammen f&amp;uuml;r ein Wochenende. N&amp;auml;he funktionierte auch ganz ohne r&amp;auml;umliches Miteinander, ein &amp;auml;u&amp;szlig;erst subjektives Konstrukt, durch das der Partner m&amp;ouml;glichst wenig behelligt wurde. Irgendwann lebten wir dann so g&amp;auml;nzlich unbehelligt voneinander, da&amp;szlig; sich das partnerschaftliche Mischungsverh&amp;auml;ltnis endg&amp;uuml;ltig auf eine hom&amp;ouml;opathische Dosis verd&amp;uuml;nnt hatte. Bei D20 sollte man leise Adieu sagen.&lt;br /&gt;
Ich wu&amp;szlig;te zwar nach jedem Experiment wieder ein bi&amp;szlig;chen besser, was ich nicht wollte - nicht zuviel Irrsinn, aber bitte auch nicht ganz ohne, nicht zuviel N&amp;auml;he, aber auch nicht den Gro&amp;szlig;en Graben &amp;#8211; doch was genau ich hinzuf&amp;uuml;gen mu&amp;szlig;, damit die Mischung stimmt, ist mir bis heute ein R&amp;auml;tsel. Zum Gl&amp;uuml;ck keines, das mir schlaflose N&amp;auml;chte bereitet. Mir wird h&amp;ouml;chstens mal ein bi&amp;szlig;chen schwindelig beim Anr&amp;uuml;hren einer neuen Mixtur.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Kolumne</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T12:19:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/122/">
    <title>Schweinef&amp;uuml;&amp;szlig;e im Kr&amp;auml;uterdampf</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/122/</link>
    <description>Ich lese gerne und ausgiebig Reisef&amp;uuml;hrer. Meist habe ich gleich mehrere im Gep&amp;auml;ck, alle mit Lesezeichen, Randnotizen und deutlichen Gebrauchsspuren versehen. Aber wenn ich dann vor Ort bin, werde ich oft das Gef&amp;uuml;hl nicht los, ein Pflichtprogramm zu absolvieren. Die ber&amp;uuml;hmten Geb&amp;auml;ude sehen auch nicht viel anders aus als in den B&amp;uuml;chern, die Menschen drumherum sind schon wochenlang durch meinen Kopf gehuscht und die unbekannten Seitenstra&amp;szlig;en wirken ohnehin viel verlockender. Bei einem Kaffee landet der Reisef&amp;uuml;hrer dann zusammen mit dem schlechten Gewissen (&amp;#8222;aber Kind, hast Du denn xy nicht gesehen?&amp;#8220;) in der Tasche, und ich mache mich nur mit einem Stadtplan in der Hand wieder auf den Weg (ohne Stadtplan w&amp;uuml;rde ich heute noch verzweifelt in irgendeiner Stadt am anderen Ende der Welt umherirren).&lt;br /&gt;
So &amp;auml;hnlich bin ich auch in den Hinterzimmern von &lt;a href=&quot;http://www.chinatown-online.com/nychinatown/aboutchinatown.shtml&quot;&gt;New Yorks Chinatown&lt;/a&gt; gelandet. In diesem Fall darf man sogar das Klischee &amp;#8222;immer der Nase nach&amp;#8220; bem&amp;uuml;hen, denn was mich zuerst von den Hauptstra&amp;szlig;en und den St&amp;auml;nden mit gef&amp;auml;lschten Prada-Handtaschen (eine sehr eigene Form von Paradies) in die engen Seitengassen gelockt hat, war der fremde Geruch. Und dann die fremde Sprache, denn Englisch h&amp;ouml;rt man schon wenige Meter abseits der gro&amp;szlig;en Stra&amp;szlig;en kaum noch.&lt;br /&gt;
In kleinen, dunklen Gem&amp;uuml;sel&amp;auml;den liegen Knollen, die ich noch nie gesehen habe und beim Schlachter ist das Schaufenster liebevoll dekoriert mit ganzen Schweink&amp;ouml;pfen und Schweinepfoten, die wie ein Mobile von der Decke h&amp;auml;ngen und sanft im Wind eines Ventilators schaukeln. Dazu passend verkauft der Imbi&amp;szlig; an der Ecke statt Burger etwas, das verd&amp;auml;chtig nach fritierten H&amp;uuml;hnerf&amp;uuml;&amp;szlig;en aussieht. Ich bestelle per Handzeichen von m&amp;ouml;glichst vielen Dingen ein bi&amp;szlig;chen und widme mich meinem liebsten Hobby: Gaumenreisen. Hier mu&amp;szlig; man unerschrocken zu Werke gehen, denn wer Angst hat und schw&amp;auml;chelt, den kriegen fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter die professionellen Reiseveranstalter, stecken ihn in einen klimatisierten Bus und f&amp;uuml;ttern ihn mit pappigen Sandwiches.&lt;br /&gt;
Nachdem die H&amp;uuml;hnerf&amp;uuml;&amp;szlig;e ihre letzte Reise angetreten haben, entdecke ich einen Laden, der aussieht wie eine Mischung aus Omas Apotheke und dem Traum einer jeden barf&amp;uuml;&amp;szlig;igen Kr&amp;auml;uterhexe. An den W&amp;auml;nden stehen gro&amp;szlig;e Schr&amp;auml;nke mit kleinen Schubladen, die mit unbekannten Schriftzeichen versehen sind, und von der Decke h&amp;auml;ngen dicht an dicht getrocknete Kr&amp;auml;uterb&amp;uuml;schel. Dazwischen bewegt sich fast ger&amp;auml;uschlos eine sehr alte Frau, die fast zwei K&amp;ouml;pfe kleiner ist als ich. Als ich sie etwas frage, zeigt sie wortlos auf ein Schild am anderen Ende des Ladens: &amp;#8222;English speakers must be accompanied by translator. The doctor will not speak English.&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Mir ist nicht klar, was genau der Doktor &amp;uuml;berhaupt tut und ob er kein Englisch sprechen kann oder blo&amp;szlig; nicht will, aber mir ist sofort klar, was ich will. Einen Termin n&amp;auml;mlich. Ich leide tats&amp;auml;chlich seit geraumer Zeit hin und wieder an mysteri&amp;ouml;sen Bauchschmerzen, vor allem aber an unstillbarer Neugier. Die alte Dame greift zum Telefon und kritzelt dann einen Termin f&amp;uuml;r den n&amp;auml;chsten Tag auf einen kleinen Zettel. Ich bedanke mich h&amp;ouml;flich bei ihrem R&amp;uuml;cken.&lt;br /&gt;
Am n&amp;auml;chsten Tag werde ich von meiner &amp;Uuml;bersetzerin empfangen, einer jungen Frau, die ganz offensichtlich h&amp;ouml;flich, aber kein Freund &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssiger Worte ist. Wir warten schweigend, dann f&amp;uuml;hrt sie mich schlie&amp;szlig;lich nach nebenan zu einem alten Mann, der ein paar Fragen stellt und mir dann tief in die Augen blickt. Er zerrt ein wenig an meinen Augenlidern, stellt noch zwei Fragen, murmelt zufrieden und dr&amp;uuml;ckt der &amp;Uuml;bersetzerin schlie&amp;szlig;lich einen Zettel in die Hand. Den Zettel bekommt die alte Frau, die dann verschiedene Schubladen &amp;ouml;ffnet und diverse Kr&amp;auml;uter in eine gro&amp;szlig;e Schale wirft. Zum Schlu&amp;szlig; f&amp;uuml;llt sie alles in einen Beutel und weist mich an, mehrmals t&amp;auml;glich aus der staubig-kr&amp;uuml;meligen Mischung Tee zuzubereiten.&lt;br /&gt;
Ich bedanke mich, zahle und trage meinen Einkauf begl&amp;uuml;ckt nach Hause. Der Freund, bei dem ich untergekommen bin, erkl&amp;auml;rt mich f&amp;uuml;r verr&amp;uuml;ckt und h&amp;auml;lt mir einen l&amp;auml;ngeren Vortrag &amp;uuml;ber eingebildete Bauchschmerzen, unerforschte Arzneimittel, m&amp;ouml;gliche Verunreinigung durch Schimmeltoxine und die Gefahren der Freihanddosierung. Ich koche derweil Wasser und setze meinen Tee an. Das fertige Produkt sondert gef&amp;auml;hrliche D&amp;auml;mpfe ab, die dem Freund die Nackenhaare kr&amp;auml;useln, und schmeckt, freundlich gesagt, extrem gew&amp;ouml;hnungsbed&amp;uuml;rftig. Aber ich habe schlie&amp;szlig;lich einen gro&amp;szlig;en Beutel von der Kr&amp;auml;utermischung und genug Zeit, mich daran zu gew&amp;ouml;hnen. &lt;br /&gt;
Heute ist der Beutel leer und ich bin offensichtlich nicht zu Schaden gekommen. Ganz im Gegenteil, die Bauchschmerzen, egal ob nun eingebildet oder nicht, haben sich dauerhaft verabschiedet. Geblieben ist nur eine zerknitterte Visitenkarte des Kr&amp;auml;uterdoktors und die Sehnsucht nach den Hinterzimmern dieser Welt.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/97/">
    <title>Nach der Schrift die Sintflut</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/97/</link>
    <description>Unvergessen jener Moment, in dem ich vor Scham im Boden versank, als mir meine norddeutsche Brieffreundin am Ende unseres allerersten Telefonats schmeichelte: &quot;Also deinen Dialekt finde ich &amp;uuml;brigens total niedlich!&quot;&lt;br /&gt;
Das w&amp;auml;re ja an und f&amp;uuml;r sich nicht so schlimm gewesen, aber ich hielt mich bis zu diesem Moment f&amp;uuml;r einen der wenigen Menschen, die sich sehr und stets darum bem&amp;uuml;hen, ihre regionale Herkunft nicht auf der Zunge zu tragen wie ein abturnendes Piercing.&lt;br /&gt;
Im Laufe der unverz&amp;uuml;glich durchgef&amp;uuml;hrten Recherche stellte sich heraus, dass es zwar Schriftdeutsch sei, was ich da spr&amp;auml;che, es allerdings eher unbeholfen und angelernt kl&amp;auml;nge, da der &amp;ouml;sterreichische Sprachapparat offenbar nicht daf&amp;uuml;r geschaffen ist, Druckbuchstabenverbindungen unverf&amp;auml;lscht wiederzugeben. Ein bisschen wie Eiern auf d&amp;uuml;nnem Eise sei es, wenn &amp;Ouml;sterreicher sich am Hochdeutschen versuchen, meinte die Gute, und dass ihr dieses Ph&amp;auml;nomen nicht neu sei.&lt;br /&gt;
Seit jenem Tag h&amp;ouml;re ich noch genauer hin und es ist wahr: Man h&amp;ouml;rt den &amp;Ouml;sterreicher auch bei noch so geschultem Personal wie etwa Schauspielern, Politikern, etc. heraus. Es ist diese gewisse unverkennbare Klangschattierung. So, so&amp;#8230;. so weinerlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;These 1 &amp;#8211; Unschuldsvermutung! Das Manko wird uns in die Wiege gelegt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ma-ma, Pa-pa, Ple-ste-schn,&amp;#8230; - so sprechen wir mit dem Brabbelkinde, aufopfernd artikulierend und ohne Bequemlichkeitsschlamperei. Kaum aber wenden wir uns einem anderen Familienmitglied zu, h&amp;ouml;rt das Kind haupts&amp;auml;chlich Scheu&amp;szlig;lichkeiten wie: &quot;Gei heast Oide, breing ma naoua Bia!&quot; und &quot;Hui da s&amp;ouml;&amp;uuml;wa ans, i bein jou neit dei H&amp;uuml;&amp;uuml;fstschackl!&quot;&lt;br /&gt;
Und wer meint, dass diese Worte besser klingen als sie niedergeschrieben aussehen, der irrt.&lt;br /&gt;
So etwas kriegt man nat&amp;uuml;rlich sein Leben lang nicht mehr weg. Auch der ambitionierteste Nachderschriftsprecher verf&amp;auml;llt in Stress-Situationen oder im Zuge innerer Aufgew&amp;uuml;hltheit (Rage, guter Sex usw.) sofort wieder in seinen Kindheitsdialekt. Immer dann also, wenn unser Unterbewusstsein das Steuer &amp;uuml;bernimmt, und das Unterbewusstsein, wir wissen es, hat im Zweifelsfall IMMER Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach au&amp;szlig;en hin vereint uns also unser &amp;Ouml;sterreichisch. Innersprachlich herrschen indes biblische Zust&amp;auml;nde:&lt;br /&gt;
Babylon, Sodom und Gomorrha, um nur die Wichtigsten zu nennen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn &amp;Ouml;sterreich ist fl&amp;auml;chendeckend mit Dialekten und Mundarten durchzogen und zwar grenzgenormt. Auch wenn der Tiroler nur einen Meter von der Salzburger Grenze entfernt lebt, wird er nach dem ersten Laut, den er in der Millionenshow von sich gibt, von 800.000 Zusehern problemlos als Tiroler identifiziert werden und nicht erst, nachdem er an der zweiten Frage kl&amp;auml;glich scheiterte.&lt;br /&gt;
Am Schwierigsten f&amp;auml;llt die Zuordnung bei Salzburgern, Burgenl&amp;auml;ndern und Nieder&amp;ouml;sterreichern, und zwar genau in dieser Reihenfolge, aber nach dem Ausschlussprinzip kommt man auch hier ans Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Ouml;sterreich als Schmelztiegel f&amp;uuml;r deutsch&amp;auml;hnliche Ausdrucksweisen? Ein harmonisches Neben- und Miteinander vom steirischen Bellen &amp;uuml;bers tiroler Kr&amp;auml;chzen bis hin zum wiener Seiern? Wohl kaum! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;These 2 &amp;#8211; Mia san mia&amp;#8230;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den Bewohnern von Dorf X glasklar ist, muss im Nachbardorf Y noch lange nicht verstanden werden.&lt;br /&gt;
Konkretes Beispiel: Was in Graz &quot;zwei Eier&quot; sind, sind zwanzig Kilometer weiter s&amp;uuml;dlich &quot;zwa Eia&quot;. Zwanzig weitere Kilometer s&amp;uuml;dlich bereits &quot;zwoa Oa&quot;. Vom zweiten Wort ist nach einer halben Stunde Fahrtzeit also &amp;uuml;berhaupt nichts mehr &amp;uuml;brig geblieben. Schlimmer wird es dann Gott sei Dank nicht mehr, weil dann schon Slowenien kommt. &lt;br /&gt;
Diese sprachlichen Barrieren sind wohl auch der Grund, warum man in provinziellen Gegenden gerne mal die F&amp;auml;uste sprechen l&amp;auml;sst bei auftretenden Kommunikationsdifferenzen, denn DIESE Sprache versteht nun wirklich jeder.&lt;br /&gt;
Hauptst&amp;auml;dter, lacht nicht! Nat&amp;uuml;rlich k&amp;auml;me kein Wiener auf die Idee, der wiener Kaugummi-Sprech k&amp;ouml;nnte  unter Umst&amp;auml;nden NICHT das Nonplusultra verbaler &amp;Auml;sthetik sein. Seltsam nur, dass diese Ansicht au&amp;szlig;erhalb Wiens kein Mensch teilt.&lt;br /&gt;
Das Gute am Wienerischen: man nimmt es nicht an. Es ist leicht imitierbar, doch f&amp;auml;rbt es nicht ab. Ein kulanter, ja, so gesehen ein richtig sympathischer Dialekt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;These 3 &amp;#8211; &amp;#8230;und ia sads ia!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;Ouml;sterreicher als solcher liebt und pflegt seinen Dialekt. Es ist sein ganz pers&amp;ouml;nlicher Patriotismus, den er stets bei sich f&amp;uuml;hrt. &lt;br /&gt;
Und auch die Liste der akademischen F&amp;uuml;rsprecher ist lang. Leider geht ihr Hauptargument (&amp;#8222;Die Mundarten beleben die deutsche Sprache ja erst so richtig!&amp;#8220;) v&amp;ouml;llig an der Realit&amp;auml;t vorbei, denn in Wahrheit hemmen und zerst&amp;ouml;ren Dialekte alles Verbindende, was weniger an den Dialekten liegt, denn an ihren Verwendern und deren nicht immer unbedingt freiwillige Intoleranz. &lt;br /&gt;
Nach der Schriftsprache zu kommunizieren wird von jenen die es nicht tun, oder schlichtweg nicht k&amp;ouml;nnen, als arrogant angesehen und f&amp;auml;llt somit in die typisch &amp;ouml;sterreichische Kategorie: &amp;#8222;Da will sich einer wichtig tun!&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Bestenfalls wird man nur ausgelacht, schlimmstenfalls eingeliefert. Wer Letzteres provozieren will, hier ein todsicherer Tipp: einfach mal in einer Kneipe im Imperfekt &amp;uuml;ber ein Alltagserlebnis berichten und dann zusehen, wie die Kinnladen ringsum auf den Tresen plumpsen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nicht immer ist es von Nachteil, dass es hierzulande unverst&amp;auml;ndliche Dialekte gibt!  &lt;br /&gt;
Wer erinnert sich nicht an Anita Wachter? Sie war in den 90ern eine recht erfolgreiche Skil&amp;auml;uferin, aber leider aus Vorarlberg und so waren ihre Siegerinterviews f&amp;uuml;r den Rest &amp;Ouml;sterreichs nicht zu verstehen. In einer Sommerpause trat dann wohl ihr PR-Mann auf sie zu und meinte: &amp;#8222;Liebe Anita, so wirst du leider nie f&amp;uuml;r die SPAR-Werbung angeheuert werden. Bitte besuch einen Deutsch- und Rhetorikkurs!&amp;#8220;&lt;br /&gt;
Und das tat sie dann offensichtlich auch.&lt;br /&gt;
Erst nach dieser Wandlung erfuhren wir, was die Montafonerin der Welt mitzuteilen hatte: &quot;Der Schnee war heute sehr aggressiv, aber unser Servicemann Seppl Mosbauer, dem ich diesen Sieg widmen m&amp;ouml;chte, hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet.&quot;&lt;br /&gt;
Und da war die Nation dann wirklich sehr froh, das endlich mal zu erfahren.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-07T10:06:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/115/">
    <title>In praise of slowness</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/115/</link>
    <description>Manchmal kann man ruhig ein wenig langsamer sein. Zum Beispiel wenn es um die Entdeckung des Buches &quot;In Praise of Slowness&quot; von &lt;a href=&quot;http://www.inpraiseofslow.com/author.htm&quot;&gt;Carl Honor&amp;eacute;&lt;/a&gt; geht. Ein kanadischer Autor, der in einem typisch amerikanischen Buch &amp;uuml;ber die Wiederentdeckung der Langsamkeit schreibt. Es ist also schon Herbst 2005, trotzdem eine Buchkritik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch ist in Amerika bereits 2004 erschienen, die deutsche Variante &quot;Slow Life&quot; folgte auf dem Fu&amp;szlig;e. Warum auch nicht. Sowohl die st&amp;auml;ndige steigende Lebensgeschwindigkeit als auch die Gegenbewegung die Honor&amp;eacute; in seinem Buch beschw&amp;ouml;rt, sind globale Ph&amp;auml;nomene. Er schreibt als Therapie (ein Blogger?), beschreibt seinen Weg um die Welt auf den Spuren der Langsamkeit (ein Reiseblogger?) und schreibt die Ver&amp;auml;nderung herbei (definitiv ein Blogger).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer &amp;ouml;fter amerikanische B&amp;uuml;cher unter die Finger bekommt, wird ihn schnell m&amp;ouml;gen, den schnellen, flapsigen, federleichten Erz&amp;auml;hlstil, der eher von Erlebnis zu Erlebnis m&amp;auml;andert als sich konkret mit Fakten auseinander zu setzen. Man kann ihn mit dem Autor erleben, den lauen Sommerabend in einem italienischen Restaurant, erf&amp;uuml;llt von Langsamkeit, fernab von Hektik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob daraus gleich eine weltweite Bewegung wird, so wie Honor&amp;eacute; vermutet? Nat&amp;uuml;rlich darf auch der &quot;&lt;a href=&quot;http://www.zeitverein.de/&quot;&gt;Verein zur Verz&amp;ouml;gerung der Zeit&lt;/a&gt;&quot; nicht fehlen (eine Klagenfurter Sch&amp;ouml;pfung, jetzt in Deutschland beheimatet), nat&amp;uuml;rlich nicht allerlei Legenden rund um die Eigenzeit, die Urv&amp;ouml;lker und den Gewinn an Lebensqualit&amp;auml;t durch Verlangsamung. Ein unersch&amp;ouml;pflicher Schatz an Geschichten, die sich in diversen Abendkonversationen, Lebensberatungssitzungen und Zeitmanagementseminaren sicher gut verwerten lassen. Und letztlich ein Appell an das Selbst, sich mit der eigenen Einstellung zu vielen Dingen zu besch&amp;auml;ftigen. Allerdings oft wirkungslos. Vermutlich weil man es nicht in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit lesen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in Allem ein sch&amp;ouml;nes Buch, voll von detaillierten Beobachtungen, wie es f&amp;uuml;r eine Therapie vermutlich notwendig ist. Gott sei Dank kein Ratgeber, denn was k&amp;ouml;nnte man mehr gebrauchen als den Stress den Ma&amp;szlig;nahmen notgedrungen ausl&amp;ouml;sen. Ob die weltweite Bewegung allerdings Realit&amp;auml;t ist, kann man durchaus bezweifeln. Auf jeden Fall machen die Erz&amp;auml;hlungen Lust auf mehr, mehr Zeit, gutes Essen, Langsamkeit. Und Lust ist ja f&amp;uuml;r ein Buch etwas prinzipiell Gutes.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Slow Motion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T07:35:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/123/">
    <title>Batman Brot</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/123/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_batman.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer h&amp;auml;tte nicht gern Batman als Brotlieferant?&lt;br&gt;
P&amp;uuml;nktlich, zuverl&amp;auml;ssig und der Helfer in der Not.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T18:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/126/">
    <title>MTV Hernals</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/126/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://www.moday.at/smime/stories/14659/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_mtv.jpg&quot; alt=&quot;http://www.moday.at/smime/stories/14659/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MTV-Aussenstation im 17.Wiener Gemeindebezirk...</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T18:23:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/127/">
    <title>Dr.Jesus</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/127/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://www.moday.at/dkg82/20051005/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/drjesus.jpg&quot; alt=&quot;http://www.moday.at/dkg82/20051005/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr.Jesus steht mit Rat und Tat zur Seite.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T18:25:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/128/">
    <title>Happy Family</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/128/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://chefe.twoday.net/stories/1002839/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_familie.jpg&quot; alt=&quot;http://chefe.twoday.net/stories/1002839/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die heile Welt... Kann man die kaufen?</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T18:27:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/129/">
    <title>Ab zur Sonne</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/129/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://www.moday.at/sushimaster/stories/13401/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_sprung.jpg&quot; alt=&quot;http://www.moday.at/sushimaster/stories/13401/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonne so nah ist man selten.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T18:42:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/125/">
    <title>Trottoir</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/125/</link>
    <description>&lt;h3 &gt;Batman Brot&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_batman.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer h&amp;auml;tte nicht gern Batman als Brotlieferant?&lt;br&gt;
P&amp;uuml;nktlich, zuverl&amp;auml;ssig und der Helfer in der Not.&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/123/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/123/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/123/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;h3 &gt;MTV Hernals&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://www.moday.at/smime/stories/14659/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_mtv.jpg&quot; alt=&quot;http://www.moday.at/smime/stories/14659/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MTV-Aussenstation im 17.Wiener Gemeindebezirk...&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/126/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/126/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/126/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;h3 &gt;Dr.Jesus&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://www.moday.at/dkg82/20051005/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/drjesus.jpg&quot; alt=&quot;http://www.moday.at/dkg82/20051005/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr.Jesus steht mit Rat und Tat zur Seite.&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/127/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/127/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/127/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;h3 &gt;Happy Family&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://chefe.twoday.net/stories/1002839/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_familie.jpg&quot; alt=&quot;http://chefe.twoday.net/stories/1002839/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die heile Welt... Kann man die kaufen?&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/128/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/128/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/128/#comments&quot;&gt;0 Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


&lt;h3 &gt;Ab zur Sonne&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;280&quot; height=&quot;280&quot; title=&quot;http://www.moday.at/sushimaster/stories/13401/&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0102/images/trottoir_sprung.jpg&quot; alt=&quot;http://www.moday.at/sushimaster/stories/13401/&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonne so nah ist man selten.&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;small&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/129/&quot;&gt;Permalink&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/129/comment&quot;&gt;Kommentar posten&lt;/a&gt; | &lt;a prefix=&quot; | &quot; href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/129/#comments&quot;&gt;1 Kommentar&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Trottoir</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-12T18:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/109/">
    <title>EyesOn - Waldi, den M&amp;ouml;ter</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/109/</link>
    <description>Eine der liebenswertesten Mischungen. Halb Mensch, halb K&amp;ouml;ter. Im englischen Original ein &quot;Mog&quot;. Wann war das Tier jemals ein besserer Freund f&amp;uuml;r den Menschen? Die Frage die ewig offen bleibt, wie haben die das mit dem st&amp;auml;ndig wedelnden Hundschweif hinbekommen? Auf schwedisch bedeutet &quot;m&amp;ouml;tande&quot; treffen - also &quot;Mensch trifft K&amp;ouml;ter&quot;.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Eyes On</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-11T11:55:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/106/">
    <title>Ride On</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/106/</link>
    <description>Ein Blick in den R&amp;uuml;ckspiegel gen&amp;uuml;gt. Jedenfalls dann, wenn Sie es gewagt haben, in Ihrem Kraftfahrzeug vor sich hin zu tr&amp;auml;umen. Eine durchaus nahe liegende Besch&amp;auml;ftigung, schlie&amp;szlig;lich war die Ampel vor kurzem noch rot. Wildes Hupen l&amp;auml;sst Sie hochschrecken, im R&amp;uuml;ckspiegel erblicken Sie nach oben gereckte, hektisch rudernde Arme, dazwischen ein puterrotes, vor Wut verzerrtes Gesicht, der Mund st&amp;ouml;&amp;szlig;t ganz offenkundig wenig Schmeichelhaftes aus. Auch wenn der Ton fehlt, erkennen Sie einen erledigten Fall, zerst&amp;ouml;rt, jede Hoffnung w&amp;auml;re verfehlt. Zum veitstanzenden Monster geronnen wegen einer Verz&amp;ouml;gerung von wenigen Sekunden, ein kompletter Vollidiot eben. Nachdem Sie sich wieder in Gang gesetzt haben, rei&amp;szlig;t er bald ruckartig das Lenkrad nach links, zieht mit quietschenden Reifen an Ihnen vorbei, tippt sich dabei immer noch zeternd an die Stirn, prescht davon und rundet sein ersch&amp;uuml;tterndes Erscheinungsbild damit anschaulich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Opfer urbaner Regeln, die im Wesentlichen verlangen, stets in Bewegung von einem Punkt A zu einem Punkt B zu sein. Punkt A ist zum Verharren ebenso ungeeignet wie jede Zwischenstation und der Weg muss so schnell als m&amp;ouml;glich bew&amp;auml;ltigt werden, etwaige Hindernisse sind zu &amp;uuml;berwinden, wenn nicht zu beseitigen, nichts dabei ist st&amp;ouml;render als falsche R&amp;uuml;cksicht. Ein Anforderungsprofil also, das nur von Cowboys schadlos zu bew&amp;auml;ltigen ist, alle anderen werden verl&amp;auml;sslich daran scheitern, soviel ist sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Ihnen dabei betrunkene Huttr&amp;auml;ger vorschweben, die sinnlos in die Gegend ballern oder &amp;auml;ltere Herren, die &amp;raquo;Ich m&amp;ouml;cht&amp;#8217; so gern &lt;a href=&quot;http://www.iwde.de/bios/davedudley.htm&quot;&gt;Dave Dudley&lt;/a&gt; h&amp;ouml;r&amp;#8216;n&amp;laquo; singen, dann liegen Sie gr&amp;uuml;ndlich daneben, nein, das Cowboydasein ist in erster Linie einer Frage der Haltung. Geschossen wird dabei eher selten. Wer widerspenstige Rinderherden von Wichita nach &lt;a href=&quot;http://www.americanwest.com/pages/dodge.htm&quot;&gt;Dodge City&lt;/a&gt; treiben muss, hat wirklich nicht die Zeit, sich &amp;uuml;ber jede Bagatelle zu echauffieren, ohne ein ger&amp;uuml;tteltes Ma&amp;szlig; an Ignoranz w&amp;uuml;rde sich das Vieh bald in alle Winde zerstreuen, geschossen wird nur, wenn die Bel&amp;auml;stigung eine &amp;auml;u&amp;szlig;erste ist. Beachten Sie bitte auch, dass dabei Regeln gelten, die echten Gentlemen w&amp;uuml;rdig sind. Etwa beim &amp;uuml;berlieferten Duell zwischen Andrew Mullins und Duck Snowden im Jahr 1869: Snowden war von einigen ungenau placierten Treffern schon ziemlich l&amp;auml;diert, als Mullins pl&amp;ouml;tzlich die Kugeln ausgingen. Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig erk&amp;auml;rte sich Snowden bereit, das Duell zu unterbrechen, damit Mullins sich mit neuer Munition versorgen konnte. Der kam wenig sp&amp;auml;ter zur&amp;uuml;ck und bef&amp;ouml;rderte Snowden vollends ins Jenseits. Urteilen Sie selbst: Schrumpft der tobende Kraftfahrer nicht augenblicklich zum Zwerg angesichts solcher Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Verordnungen, Gesetze und allgemeine zivilisatorische Errungenschaften f&amp;uuml;r das selbst verwaltete Wertegeb&amp;auml;ude des Cowboys ausreichenden Ersatz b&amp;ouml;ten, glaubt nur, wer nicht zur Kenntnis nimmt, dass sich die Gerichte gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils mit Schwachsinnigen besch&amp;auml;ftigen, die bereits an der exakten H&amp;ouml;he des nachbarschaftlichen Gartenzauns verzweifeln. Und hartn&amp;auml;ckig wegsieht, wenn ein Pulk von Wartenden sich anschickt, in die U-Bahn einzusteigen und dabei jede Hemmung fallen l&amp;auml;sst. Der Cowboy hingegen wei&amp;szlig;, dass die F&amp;auml;higkeit zum pragmatischen Arrangement der unabdingbare Schl&amp;uuml;ssel zu einem entspannten Dasein ist, in der ehemals rechtlosen Weite des Westens ebenso wie im urbanen Leben neuerer Pr&amp;auml;gung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sich nicht zuletzt im Geschlechtlichen zeigt. In die L&amp;auml;nge gezogene Balzrituale zu Beginn, wochen- und monatelange, zerm&amp;uuml;rbende Beziehungsanalysen zum Ende hin, bevor sich die Kontrahenten &amp;#8211; unter wechselseitigen Versicherungen, auf jeden Fall Freunde zu bleiben &amp;#8211; endlich trennen, um anschlie&amp;szlig;end schnurstracks den n&amp;auml;chstgelegenen Singletreffpunkt anzusteuern, weil sie es keinen Tag alleine aushalten. Dem Cowboy reichen ein paar locker verteilte Komplimente, um das Herz einer Frau zu erobern. Fangen die Zicken erst an, knurrt er ein stoisches &amp;raquo;Sch&amp;auml;tze, diese Stadt ist nicht gro&amp;szlig; genug f&amp;uuml;r uns beide&amp;laquo;, sattelt sein Pferd und reitet weiter. Nichts liegt ihm ferner, als einen Therapeuten zum Ausheulen aufzusuchen, er hat wahrlich Besseres zu tun, die Rinder scharren schlie&amp;szlig;lich schon ungeduldig mit den Hufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraftfahrer, verzweifelte Nachbarn, U-Bahn-Fahrg&amp;auml;ste und Liebende: sie alle wissen nur, dass sie m&amp;ouml;glichst z&amp;uuml;gig zum Punkt B gelangen m&amp;uuml;ssen. Erreichen werden sie ihn letztlich nie, im Gegensatz zum Cowboy wissen sie das Wichtigste n&amp;auml;mlich nicht: Punkt B liegt immer &lt;i&gt;hinter&lt;/i&gt; dem Horizont, a long way from home. Und dort ist f&amp;uuml;r Weicheier nun mal kein Platz, tut mir leid.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-11T09:05:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/101/">
    <title>Das transatlantische B&amp;uuml;ndnis</title> 
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    <description>1974: ABBA gewinnt mit Waterloo den Grand Prix, in Deutschland sind Hits wie &quot;Tr&amp;auml;nen l&amp;uuml;gen nicht&quot; von Michael Holm oder Mirelle Mathieu mit &quot;La Paloma ade&quot; und in den Top Ten vertreten und in England feiert Barry White mit &quot;You&amp;#8217;re My First, My Last, My Everything&quot; Erfolge. In den amerikanischen Billboard Charts des Jahres erreicht eine Band Platz 5 und h&amp;auml;lt diesen &amp;uuml;ber mehrere Wochen, die einen f&amp;uuml;r amerikanische Ohren sehr deutschen Namen tr&amp;auml;gt, n&amp;auml;mlich &lt;a href=&quot;http://www.kraftwerk.de&quot;&gt;Kraftwerk&lt;/a&gt;. Deren Platte &quot;Autobahn&quot; stellte in verschiedenerlei Hinsicht eine Besonderheit dar: Der Text ist deutsch, das Titelst&amp;uuml;ck ist &amp;uuml;ber 20 Minuten lang (das allerdings auf eine 3 Minuten-Singelauskopplung zusammengedampft wurde) und besingt ein Erbe Hitlers, dass im Jahr nach dem ersten schmerzhaften &amp;Ouml;lpreisschock und dem Sonntagsfahrverbot wie weniges als Symbol f&amp;uuml;r Deutschland steht (von Kuckucksuhren und Sauerkraut einmal abgesehen), aber auch f&amp;uuml;r deutschen Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enwahn. Noch eine weitere, sehr wichtige Besonderheit ist zu vermerken: Das erste Mal in der Musikgeschichte hat es ein St&amp;uuml;ck in die Charts geschafft, das fast vollst&amp;auml;ndig synthetisch erzeugt wurde und somit als erstes Werk der elektronischen Musik &amp;uuml;berhaupt gilt, zumindest was die breitere H&amp;ouml;rerschaft anging. Die Musik klingt wie eine Absage an die bis dato existierende und dominierende anglo-amerikanische Kultur der 50er, 60er und 70er Jahre mit ihrem Blues und Rock. Die Single h&amp;auml;lt sich auf der Position &amp;uuml;ber vier Monate, und danach gibt es niemanden in den USA mehr, der den Begriff &quot;Autobahn&quot; nicht schon Mal geh&amp;ouml;rt hat und nicht wei&amp;szlig;, was damit gemeint ist. Bemerkenswert ist zudem, dass Kraftwerk zu der Zeit in Deutschland selbst noch keinerlei nennenswerten Erfolg hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981: Der Discoboom mit all den modischen und musikalischen Peinlichkeiten hatte zum Gl&amp;uuml;ck seinen Zenit l&amp;auml;ngst &amp;uuml;berschritten. Punk war mittlerweile eine etablierte Protestform, Industrial bzw. EBM war am Erbl&amp;uuml;hen und mit Hip Hop, Rap und Graffiti entstand eine gelebte Kultur der Strasse, die anf&amp;auml;nglich alles andere als eine modeorientierte und gut vermarktete Erscheinung war. Die allerersten Computer machten langsam ihren Weg in die Wohnzimmer, und wieder war es eine Platte von Kraftwerk, n&amp;auml;mlich Computer Welt, die als vision&amp;auml;r zu bezeichnende Aussagen traf &amp;uuml;ber weltweite Netzwerke, Datenbanken und Cybersex. 1981 war auch das Jahr, in dem sich Juan Atkins mit Rick Davis in Detroit zu dem Projekt &quot;&lt;a href=&quot;http://www.globaldarkness.com&quot;&gt;Cybotron&lt;/a&gt;&quot; zusammen schlossen und anfingen ihre offensichtlich durch Kraftwerk und Parliament beeinflussten Sound zu produzieren. Sie hatten nur ein Jahr sp&amp;auml;ter mit &quot;Clear&quot; einen der ersten Detroit Elektro Hits und erschufen so die Grundlage f&amp;uuml;r eine vollkommen neue Art von Musik. Techno war demnach also ein Kind aus jener Mischung spr&amp;ouml;den Kling-Klangs und funkigen Basslines.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994: Jahre zuvor tauchten aus den Tiefen des schwarzen Atlantik die Drexciyaner auf und erz&amp;auml;hlten von ihrer Welt der Lardossans, Darthouven Fish Men und Mutant Gillmen. Wie ein paar Jahre sp&amp;auml;ter im Innersleeve der Compilation &quot;The Quest&quot; dokumentiert sind die Drexciyaner die Nachkommen der von Bord der Sklavenschiffe geworfenen schwangeren afrikanischen Frauen. Deren Foeten wurden im Wasser geboren und waren so in der Lage, ohne Luft zu existieren. Diese Fiktion, die sich teilweise schon bei Sun Ra oder Parliament findet, bereiteten die Grundlage f&amp;uuml;r eine totale Begriffserneuerung des elektronischen Sounds: Wasser, Wellen, Druck, Luftblasen, Harpunenger&amp;auml;usche - das war die akustische Bildsprache, die Kraftwerks Aussagen von Autos, Computern und realen und irrealen Cyberwelten um etwas erweiterte, ja, ihr sogar etwas entgegensetzte. War Kraftwerk eher unpolitisch und ihr Technikverst&amp;auml;ndnis wertfrei, so verstanden &lt;a href=&quot;http://www.laut.de/wortlaut/artists/d/drexciya/&quot;&gt;Drexciya &lt;/a&gt;fiktionale Technik wie Antivapor Waves, Aquatic Bata Particles und Intensified Magnetrons als Ausdruck in einem ewigen Krieg ohne Waffen. Im Kern war die Mythologie Gef&amp;uuml;hlsausdruck des Fremdseins - schwarze Aliens an einem fremden Ort fern der Heimat, die weder ihre Geschichte noch ihre Zukunft wirklich beherrschen. Damit trafen sie einen Nerv, den Kodwo Eshun einmal &amp;uuml;beraus treffend schilderte als &quot;Du bist der Alien, den du suchst&quot;. 1994 ver&amp;ouml;ffentlichten Drexciya ein St&amp;uuml;ck, dass sie an Anlehnung an Kraftwerk &quot;Aquabahn&quot; nannten, und dass die Verschiebung dokumentiert: Keine vorbeifahrenden Autos auf geebneter Strecke, sondern pumpende Beats, wasserartige Ger&amp;auml;usche und Groove, der dem K&amp;ouml;rper keine andere Wahl l&amp;auml;sst als sich dazu zu bewegen. Und sp&amp;auml;testens mit dieser Ver&amp;ouml;ffentlichung legten sie den Grundstein f&amp;uuml;r einen Sound, der sich immer noch weiterentwickelt und auf beiden Seiten des Atlantiks sicher noch Generationen von Musikmachern und -h&amp;ouml;rern in den Bann ziehen und beeinflussen wird.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-07T10:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/100/">
    <title>Bis der Groschen f&amp;auml;llt...</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0102/stories/100/</link>
    <description>Vor dem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsgeb%C3%A4ude&quot;&gt;Reichstag&lt;/a&gt; wartete wie immer eine Schlange von Besuchern auf Einlass in den Fahrstuhl zur Glaskuppel. Ich h&amp;ouml;rte eine Mutter sagen: &quot;Ich glaube, da liegt ein Pfennig auf der Erde.&quot; Ihre Tochter, sch&amp;auml;tzungsweise vielleicht drei Jahre alt, sah sie mit gro&amp;szlig;en Augen an und fragte neugierig: &quot;Mama, was ist denn ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Pfennig&quot;&gt;Pfennig&lt;/a&gt;?&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spontane &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen sind eine starke Bastion und Ver&amp;auml;nderungen vielleicht erst abgeschlossen, wenn sie die intuitive Sprachwahl erobert haben. Schlie&amp;szlig;lich h&amp;auml;tte die Mutter genauso gut ausrufen k&amp;ouml;nnen: &quot;Ich glaube, da liegt ein Cent auf der Erde.&quot; Die Mutter muss dem kleinen M&amp;auml;dchen geradezu antiquiert erscheinen, wenn sie ihr erkl&amp;auml;rt, dass es fr&amp;uuml;her eine andere W&amp;auml;hrung gab, deren kleinste Einheit Pfennig hie&amp;szlig;. Genau so, nicht im Alltag gebr&amp;auml;uchlich, aber in weitergetragener Erinnerung archiviert, werden sich die W&amp;ouml;rter der alten W&amp;auml;hrung erhalten. Wie wir eben  heute noch verstehen k&amp;ouml;nnen, was das hei&amp;szlig;t: &quot;Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert.&quot; Nur dass der Pfennig dem Taler schon f&amp;uuml;r dieses kleine M&amp;auml;dchen an historischem Mysteriumscharakter in nichts nachstehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles bringt mich zu dem von mir so gemochten Begriff &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Groschen&quot;&gt;Groschen&lt;/a&gt;, den es auch nicht mehr geben wird. Ein 10 Cent St&amp;uuml;ck ist in Relation zu den anderen neuen M&amp;uuml;nzen so klein, schmal, leicht und unscheinbar, dazu passt die Bezeichnung Groschen nicht. Und ein 50 Cent St&amp;uuml;ck zum Groschen zu deklarieren, nur weil es haptisch und innerhalb des M&amp;uuml;nzengef&amp;uuml;ges vielleicht dem alten Groschen am n&amp;auml;chsten ist, das funktioniert wohl auch nicht. Gerne h&amp;auml;tte ich, dass das sch&amp;ouml;ne Wort Groschen uns lebendig erhalten bleibt. Aber daraus wird wohl leider nichts, wenn man bedenkt, wie altert&amp;uuml;mlich einem heute schon Brechts Titel &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dreigroschenoper&quot;&gt;Die Dreigroschenoper&lt;/a&gt;&quot; vorkommt.</description>
    <dc:creator>kristina.m</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina.m</dc:rights>
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