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    <title>mindestenshaltbar.net: 0101 (Magazin für Meinungen)</title>
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    <description>Magazin für Meinungen</description>
    <dc:publisher>onitz</dc:publisher>
    <dc:creator>onitz</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-10T10:29:28Z</dc:date>
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    <title>mindestenshaltbar.net: 0101</title>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/53/">
    <title>About</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/53/</link>
    <description>Was macht mindestens haltbar zu mindestens haltbar? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstellation von Bloggerinnen und Bloggern sowie Journalistinnen und Journalisten kurz gesagt - der &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220;-Autoren, ist in jeder der einmal im Monat erscheinenden Ausgabe einmalig. Verschiedene Erfahrungsbereiche, Interessensgebiete und Lebenswelten pr&amp;auml;gen die inhaltliche Vielfalt. Was &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220; wirklich zu &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220; macht ist die Einzigartigkeit der Verbindung eines klassischen Online-Magazins mit den Erfahrungen aus der Blogosph&amp;auml;re und den St&amp;auml;rken von Weblogs. Die Vorteile der beiden Publikationsmedien miteinander vereint, ergeben eine neue Publikations- und Kommunikationsplattform auf der Autoren zu Lesern und Leser zu Autoren werden. Ein Medium auf Augenh&amp;ouml;he mit seinen Leserinnen und Lesern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassischen Elemente Magazins sind auf &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220; einerseits das &amp;#8222;Deckblatt&amp;#8220; das auf alle Artikel in Form eines Inhaltsverzeichnisses und kurzen Teasern verweist und andererseits die Gliederung der Beitr&amp;auml;ge in folgende Ressorts: 
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Cover&quot;&gt;Cover&lt;/a&gt;: die Coverstory zum Themenschwerpunkt der Ausgabe,   
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Cosmopolis&quot;&gt;Cosmopolis&lt;/a&gt;: die gro&amp;szlig;e weite Welt,   
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Nabelschau&quot;&gt;Nabelschau&lt;/a&gt;: &amp;#8222;Innenansicht&amp;#8220; aus &amp;Ouml;sterreich, Deutschland und der Schweiz,  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Instant+Illusion&quot;&gt;Instant Illusion&lt;/a&gt;: Essay zu kulturellen Themen,   
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Slow+Motion&quot;&gt;Slow Motion&lt;/a&gt;: die R&amp;uuml;ckkehr zur Langsamkeit. Beitr&amp;auml;ge zu den Themen Entschleunigung und Simplyfing von allen Lebensbereichen,  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Eyes+on&quot;&gt;Eyes On&lt;/a&gt;: Menschen und Dinge, die wir lieben werden unter die Lupe genommen,  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Kolumne&quot;&gt;Kolumne&lt;/a&gt;: der st&amp;auml;ndige Kolumnist Don Dahlmann schildert, was ihn besch&amp;auml;ftigt,  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Trottoir&quot;&gt;Trottoir&lt;/a&gt;: Stimmungsberichte und Alltagsbegebenheiten in Form von &amp;#8222;Moblog&amp;#8220;-Fotos (Fotos, die mit dem Handy gemacht und in einem Weblog ver&amp;ouml;ffentlicht werden) u.a. von der Plattform &lt;a href=&quot;http://www.moday.at&quot;&gt;moday&lt;/a&gt;,  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/Blogville&quot;&gt;Blogville&lt;/a&gt;: Interessantes aus der Blogosph&amp;auml;re,  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/topics/RecAll&quot;&gt;RecAll&lt;/a&gt;: in Vergessenheit geratene W&amp;ouml;rter werden neu definiert. Wozu die Welt neu erfinden, wenn man alt bekannte Dinge wiederverwerten kann? &lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Die Kommentarfunktion, das klassische Element von Weblogs, auf &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220;, erm&amp;ouml;glicht es den Lesern aktiv im Magazin mitzuwirken und direkt mit den Autoren zu diskutieren.&lt;br /&gt;
Inhaltlich setzt &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220; pro Ausgabe einen Schwerpunkt, der ein Blick in die Zukunft sein soll. Es geht nicht um bereits dutzendweise vorhandene Beobachtungen, sondern um bewusstes Nach- und Vorausdenken. Die ausgew&amp;auml;hlten Autoren lenken den Blick auf Bereiche die bislang unentdeckt blieben oder als nebens&amp;auml;chlich abgetan wurden. Dieser Ansatz ist richtungweisend f&amp;uuml;r alle Ressorts von &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220;. Weg von der illusorischen Objektivit&amp;auml;t, hin zu subjektiven Berichten ohne belanglos zu sein. Stimmungsberichte und Alltagsgeschichten werden den Eindr&amp;uuml;cken von Kosmopoliten gegen&amp;uuml;ber gestellt. Egal aus welcher Sicht, im Mittelpunkt steht immer die pers&amp;ouml;nliche Meinung. &amp;#8222;mindestens haltbar&amp;#8220; - bedacht, unkonventionell, in die Zukunft gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Logos zum Einbinden:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/layouts/default/webpromo_big_eckig.gif&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/layouts/default/webpromo_big_rund.gif&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/layouts/default/webpromo_small_eckig.gif&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/layouts/default/webpromo_small_rund.gif&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel HTML-Code f&amp;uuml;r kleine Grafik mit abgerundeten Ecken:&lt;br /&gt;
&lt;textarea name=&quot;&quot; cols=&quot;83&quot; rows=&quot;3&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net&quot;&gt;&lt;img style=&quot;padding-top: 8px;&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/layouts/default/webpromo_small_rund.gif&quot; alt=&quot;mindestens haltbar - magazin f&amp;uuml;r meinungen&quot; border=&quot;0&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/textarea&gt;</description>
    <dc:creator>onitz</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 onitz</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-16T13:09:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/12/">
    <title>Es ist noch Suppe da</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/12/</link>
    <description>Die Wahl ist entschieden lange bevor der eigentliche Wahlkampf beginnt, und der Sieger ist alle Jahre wieder die Erbsensuppe. Kaum eine gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Wahlkampfveranstaltung kommt ohne sie aus, erst recht kein parteifinanziertes Stadtteilfest. Die Gesichter und die Slogans auf den Plakaten m&amp;ouml;gen sich &amp;auml;ndern, die Erbsensuppe aber ist ebenso unverzichtbarer Standard wie der Werbe-Kugelschreiber mit Parteilogo. Die Suppe allein vereint den schnauzb&amp;auml;rtigen Gewerkschaftler der SPD Gelsenkirchen-Buer mit dem nadelgestreiften Unternehmer aus dem CDU-Ortsverein Hamburg Blankenese in der einzig wahren gro&amp;szlig;en Koalition.&lt;br /&gt;
Leider mag von den Protagonisten des Stra&amp;szlig;enwahlkampfs kaum noch jemand seine t&amp;auml;gliche Suppe l&amp;ouml;ffeln, was ich nur zu gut nachvollziehen kann. Im Haus meiner politisch sehr engagierten Eltern ging man von der Muttermilch direkt zur Erbsensuppe als Hauptnahrungsmittel &amp;uuml;ber. Als Kind dachte ich lange, die Schlu&amp;szlig;phase des Wahlkampfes w&amp;uuml;rde &amp;#8222;hei&amp;szlig;e Phase&amp;#8220; genannt, weil dann die wirklich gro&amp;szlig;kalibrigen Gulaschkanonen aufgefahren wurden, in deren B&amp;auml;uchen genug Suppe f&amp;uuml;r das halbe Ruhrgebiet k&amp;ouml;chelte. Bis heute unterteile ich die einzelnen Phasen des Wahlkampfs gedanklich nach den f&amp;uuml;r sie typischen Nahrungsmitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst kommt die Schnittchen-Phase, in der verschwitzte M&amp;auml;nner jede Menge Schnittchen, R&amp;uuml;hrei und Bier ben&amp;ouml;tigen, um f&amp;uuml;r das hochkomplizierte Kleben der Plakate ger&amp;uuml;stet zu sein. Diese Phase ist anstrengend, weil die soeben aufgeh&amp;auml;ngten und in Nachtarbeit kunstvoll fremdverzierten Plakate sehr bald schon durch saubere Originale ersetzt werden m&amp;uuml;ssen. Wir liefen auf dem Schulweg h&amp;auml;ufig an be- und &amp;uuml;bermalten Plakaten vorbei und erstatteten dann begeistert Meldung: &amp;#8222;Dem Herrn X sind &amp;uuml;ber Nacht H&amp;ouml;rner gewachsen und ganz wilde Haare. Er sieht jetzt gar nicht mehr aus wie Elmer Fudd, der J&amp;auml;ger von Bugs Bunny.&amp;#8220; Um verunstaltete Plakate mit dem Konterfei von Familienmitgliedern k&amp;uuml;mmerten wir uns direkt vor Ort, bis wir schmerzlich lernen mu&amp;szlig;ten, da&amp;szlig; die Obrigkeit &amp;#8222;die Familienehre&amp;#8220; als Rechtfertigung f&amp;uuml;r das Abrei&amp;szlig;en von Plakaten nicht gelten l&amp;auml;&amp;szlig;t und zehnj&amp;auml;hrigen Jungdelinquenten gern eine l&amp;auml;ngere Strafpredigt plus Heimfahrt im Polizeiauto spendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schnittchenphase gleitet sanft &amp;uuml;ber in die &amp;Auml;pfel-und-Gummib&amp;auml;rchen-Phase, denn beides l&amp;auml;&amp;szlig;t sich wunderbar mit Aufklebern versehen und auf der Stra&amp;szlig;e an hungrige Passanten verteilen. Ersteres ist auch saisonal passend, da Wahlen in Deutschland am liebsten im Sp&amp;auml;therbst ausgetragen werden, weil es sich dann so sch&amp;ouml;n frieren l&amp;auml;&amp;szlig;t in den Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngerzonen der Republik und die Menschen dankbar sind f&amp;uuml;r eine Plastikschale mit Erbsensuppe. F&amp;uuml;r die moderne Apfel-Variante gehen Ortsvorsitzende lange vor der Ernte zum Obstbauern ihres Vertrauens und bekleben die noch unreifen &amp;Auml;pfel liebevoll mit Logo-Schablonen, so da&amp;szlig; die &amp;Auml;pfel sp&amp;auml;ter einen &amp;ouml;kologisch v&amp;ouml;llig korrekten Naturaufdruck tragen. In Politikerhaushalten gibt es zu dieser Zeit sehr viel Apfelmus, denn irgendwo m&amp;uuml;ssen sowohl die aussortierten &amp;Auml;pfel als auch der angestaute Stra&amp;szlig;enwahlk&amp;auml;mpferfrust hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu guter Letzt landet man dann in der hei&amp;szlig;en, der Erbsensuppenphase. In dieser hektischen Zeit wurde uns Kindern der Einfachheit halber mehrmals t&amp;auml;glich Suppe eingefl&amp;ouml;&amp;szlig;t, bevor wir wieder Passanten behelligen durften. Bis heute l&amp;auml;&amp;szlig;t mich der Anblick der Wahlkampfst&amp;auml;nde zun&amp;auml;chst an Erbsensuppe und erst dann an meine nicht vorhandene Rentenplanung denken. Und mein Magen beginnt sehr unsch&amp;ouml;n zu rumoren, sobald ich irgendwo eine mobile Suppenk&amp;uuml;che sehe.&lt;br /&gt;
Denn wenn Politiker mal wieder ganz besonders verkniffen gucken, mu&amp;szlig; das nicht unbedingt etwas mit schlechten Wahlprognosen zu tun haben, sondern kann auch einfach auf eine &amp;Uuml;berdosis der obligatorischen Erbsensuppe zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren sein. Zuviel davon ... nun ja, zuviel davon setzt unangenehme und ger&amp;auml;uschvolle Verdauungsprozesse in Gang. Meine Mutter ist daher ein etwas rundlicherer, aber wesentlich entspannterer Mensch, seit ihr Ortsverein die Suppenkelle gegen das Waffeleisen getauscht hat. Deshalb meine Wahlempfehlung: E&amp;szlig;t an den St&amp;auml;nden, damit die Angeh&amp;ouml;rigen nicht jeden Tag die Reste aufgetischt bekommen. Und seid nett zu den Stra&amp;szlig;enwahlk&amp;auml;mpfern. Eine von ihnen k&amp;ouml;nnte meine Mutter sein und mit der ist im Zweifel nicht gut Suppe essen.</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Kolumne</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T10:15:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/27/">
    <title>Super Pursuit Mode</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/27/</link>
    <description>K. sagt &quot;fr&amp;uuml;her war alles besser&quot;. Fr&amp;uuml;her h&amp;auml;tte man sich nicht so hetzen m&amp;uuml;ssen, h&amp;auml;tte mehr Zeit gehabt, fr&amp;uuml;her, da w&amp;auml;re das Leben &quot;beschaulicher&quot; gewesen. K. sagt, jetzt g&amp;auml;be es diese Beschaulichkeit nicht mehr. Irgendwann soll Schopenhauer gesagt haben &quot;Man kann zwar tun was man will, aber nicht wollen was man will&quot;. Heute m&amp;uuml;sste es eigentlich hei&amp;szlig;en &quot;Man mu&amp;szlig; tun was man kann, egal ob man will oder nicht&quot;. Es ist ein st&amp;auml;ndiges Aufbrechen, von einem Ort zum Anderen, von einer T&amp;auml;tigkeit zur Anderen. St&amp;auml;ndig in Bewegung, kaum Ruhe, kein Stillstand. &amp;Uuml;ber Jahrhunderte haben wir unser gesellschaftliches Leben immer mehr beschleunigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit ist knapp, keine Frage. 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche, 52 Wochen, jedes Jahr. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt zwar st&amp;auml;ndig, das menschliche Kernproblem l&amp;ouml;st das aber nicht. Unser Leben ist endlich, &quot;diskret&quot; wie Mathematiker sagen w&amp;uuml;rden, eben nicht &quot;stetig&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Zeit ist ein kostbares Gut. Wer sie &quot;spart&quot; der &quot;hat&quot;, kann leichtfertig &quot;schenken&quot; und &quot;geben&quot;, wird sie sich &quot;nehmen&quot; und sie wird ihm &quot;gestohlen&quot; werden. Es gibt eben ein &quot;Zeitbudget&quot;. Nur mit dem Unterschied, dass Steuererh&amp;ouml;hungen nicht mehr Zeit bringen. K. sagt, f&amp;uuml;r sie sei die Zeit mehr wie ein Kreislauf, eine immerw&amp;auml;hrende Folge wiederkehrender Dinge, ein Kommen und Gehen ohne Anfang und Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ungew&amp;ouml;hnlich. Nur einige Naturv&amp;ouml;lker sehen die Zeit noch so. Zyklisch anstatt linear. Wer, wie wir, der Ansicht ist, Zeit sei knapp, versteht sie linear. Die Physik unterst&amp;uuml;tzt freilich das lineare Zeitbild, in einem der fundamentalen Gesetze, dem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik#Zweiter_Hauptsatz&quot;&gt;zweiten Hauptsatz der Thermodynamik&lt;/a&gt;. Wikipedia sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;
&quot;dass es eine extensive Zustandsgr&amp;ouml;&amp;szlig;e Entropie S gibt, die in einem abgeschlossenen System niemals abnimmt&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was das bedeutet? Nun, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik#Statistische_Interpretation&quot;&gt;Wikipedia sagt&lt;/a&gt;, &quot;Die statistische Interpretation des Zweiten Hauptsatzes ist: ein abgeschlossenes System, sich selbst &amp;uuml;berlassen, wird immer den Zustand gr&amp;ouml;&amp;szlig;ter Unordnung anstreben.&quot; Das Chaos nimmt also immer mehr zu. Aber wenn es, neben der physikalischen Erkl&amp;auml;rung, verschiedene Zeitverst&amp;auml;ndnisse geben kann, was ist die Zeit dann? Ein Gesetz? Ein Zustand? Sie ist vielmehr eine Abmachung. Ein Axiom. Genauso wie 1 + 1 = 2. Wir haben uns darauf geeinigt. Womit die Physik wohl definitiv recht hat ist, dass wir in einer sequentiellen Welt leben. Wir k&amp;ouml;nnen einen Ablauf der Dinge ausmachen, w&amp;uuml;rden wir das nicht akzeptieren h&amp;auml;tten wir wohl einige H&amp;uuml;rden zu &amp;uuml;berwinden. Man kann nunmal das Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;cksei nicht essen, bevor es gesch&amp;auml;lt ist, ins Auto einsteigen bevor die T&amp;uuml;r ge&amp;ouml;ffnet wurde oder seine Mails abrufen wenn der Computer noch nicht mal eingeschalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist doch klar, immer Eines nach dem Anderen, Schritt f&amp;uuml;r Schritt. Obwohl wir mit dieser Sequenzialit&amp;auml;t gut umgehen k&amp;ouml;nnen, so bringt sie doch gravierende Nachteile mit sich. Wir m&amp;uuml;ssen uns damit abfinden Dinge aufzugeben. Hinter uns zu lassen. Und wir m&amp;uuml;ssen geduldig auf jene Ereignisse warten, die da noch kommen m&amp;ouml;gen. Wir fragen nach dem Anfang und denken an das Ende. Wer zyklisch denkt, dem sind solche Fragen egal, denn jeder Punkt ist gleichzeitig Anfang und Ende. Alles was kommt, war schon da und alles was da war, wird wieder kommen. Das macht es einfach im &quot;Jetzt&quot; zu leben, unsere lineare Vorstellung hingegen ist ein st&amp;auml;ndiges &quot;Vorbei&quot; an Momenten, Gedanken und Gelegenheiten. Das st&amp;auml;ndige Gef&amp;uuml;hl etwas zu verpassen oder zu verlassen. Weil es, kaum ist es da, auch schon wieder weg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gef&amp;uuml;hl macht uns leer und unzufrieden. Wir versuchen es manchmal durch ein mehr an Geschwindigkeit auszugleichen, zu beschleunigen, um den Moment des Abschieds so kurz als m&amp;ouml;glich werden zu lassen. Doch sind nicht manche Momente kurz und dennoch unendlich lang? Wir haben zwar eine objektive Zeit erfunden, eine Zeit die gemessen und bestimmt wird, so genau, dass &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Atomuhr&quot;&gt;260 Atomuhren weltweit&lt;/a&gt; daf&amp;uuml;r herhalten m&amp;uuml;ssen. Schon im fr&amp;uuml;hesten Kindesalter bekommen wir das Gef&amp;uuml;hl f&amp;uuml;r die Zeit beigebracht. Doch es tr&amp;uuml;gt. K. sagt, ihr k&amp;auml;me jetzt alles viel k&amp;uuml;rzer vor, die Zeit w&amp;uuml;rde schneller vergehen. Studien haben bewiesen, dass wir mit zunehmendem Alter tats&amp;auml;chlich den Eindruck haben, die Zeit vergehe schneller. Weil wir noch immer ein subjektives Zeitgef&amp;uuml;hl haben. Und das ist relativ. Nicht jeder Moment ist gleich lang und wir messen die Zeit relativ zu unserem eigenen Lebensalter. &lt;a href=&quot;http://www.completealbumlyrics.com/lyric/55869/Udo+J%FCrgens++-+TAUSEND+JAHRE+SIND+EIN+TAG+-+(Album+&apos;Gestern,+Heute,+Morgen&apos;).html&quot;&gt;&quot;Tausend Jahre, sind ein Tag&quot;&lt;/a&gt;. Danke, Udo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die Zeit erfunden um uns zu entwickeln. Um unseren Horizont zu erweitern. Schon paradox. Es bedarf der Disziplin und Einschr&amp;auml;nkung um ein sensibles Gef&amp;uuml;ge von Abh&amp;auml;ngigkeiten zu schaffen, welches in einer agrarischen Gesellschaft nicht notwendig und damit gleichzeitig deren gr&amp;ouml;&amp;szlig;ter Hemmschuh war. Oder haben wir die Zeit entwickelt weil wir genau jenes Gef&amp;uuml;ge schaffen mussten um zu wachsen? Vermutlich von beidem ein wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer arbeitsteiligen Welt muss jeder Mensch &quot;funktionieren&quot; um das Gesamtsystem nicht zu gef&amp;auml;hrden. P&amp;uuml;nktlichkeit z&amp;auml;hlt erst seit dem Industriezeitalter zu einer erstrebenswerten Tugend, nur so kann &quot;Maschine&quot; produzieren. &lt;a href=&quot;http://www.filmzentrale.com/rezis/modernezeitensk.htm&quot;&gt;Moderne Zeiten&lt;/a&gt; eben. Egal ob &lt;a href=&quot;http://www.accel-team.com/scientific/scientific_02.html&quot;&gt;Taylorismus&lt;/a&gt; oder Bentham&apos;s &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Panopticon&quot;&gt;Panopticon&lt;/a&gt;, kontrollierte Menschen bringen kontrollierten Output. Zeit ist auch Macht. Wer andere warten lassen kann, wer die Macht hat &amp;uuml;ber die Zeit anderer zur verf&amp;uuml;gen, der hat Macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau vor 175 Jahren, am 15. September 1830 beginnt das Zeitalter der Eisenbahn, mit Er&amp;ouml;ffnung der Strecke Liverpool-Manchester. Und mit der Eisenbahn beginnt auch das Zeitalter der Zeit. Genau genommen der Weltzeit. Die M&amp;ouml;glichkeit gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Entfernungen schneller &amp;uuml;berwinden zu k&amp;ouml;nnen, macht es notwendig sich zu einigen. Wieder eine Abmachung. Aus den verschiedensten Lokalzeiten werden auf gro&amp;szlig;en Konferenzen Zeitzonen geschaffen. Und alle halten sich daran. Alle? Fast alle, ein kleines Dorf in ..... fast. Manche L&amp;auml;nder interpretieren &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitzone&quot;&gt;Zeitzonen&lt;/a&gt; sehr individuell. Nepal hat aus Abgrenzungsgr&amp;uuml;nden zu Indien beschlossen, exakt 5:45 zur &lt;a href=&quot;http://www.ucolick.org/~sla/leapsecs/timescales.html&quot;&gt;UTC&lt;/a&gt; zu addieren. Eine Viertelstunde mehr als eben der gro&amp;szlig;e Nachbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit ist k&amp;uuml;nstlich und allgegenw&amp;auml;rtig. Sei es in unserer Sprache, in unserem Lebensalltag, unserer Gesellschaft, unserer Kunst und Kultur. Hunderte B&amp;uuml;cher und Filme &amp;uuml;ber Zeitreisen, Zeitschleifen, Zeitverschiebungen oder Raum und Zeit. K. sagt &quot;keiner hat sie, jeder will sie, alle reden dr&amp;uuml;ber und am Ende kommt nichts raus&quot;. In der Tat. Die Zeit vergeht und wir f&amp;uuml;hlen uns als h&amp;auml;tten wir trotzdem nichts vollbracht. K. sagt &quot;ich m&amp;ouml;chte Tischler sein und jeden Abend ein St&amp;uuml;ck Holz in mein Haus tragen. Dann m&amp;ouml;chte ich es ansehen, den ganzen Abend und denken &apos;das hast du heute geschaffen&apos;. Ich m&amp;ouml;chte wieder erschaffen, m&amp;ouml;chte Zeit haben etwas zu bewegen&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas bewegen. Sch&amp;ouml;ner Gedanke. Doch wie? Und vor allem wann? Wirft man einen schnellen Blick in die Magazine und Zeitungen, vielleicht beim Fris&amp;ouml;r, beim Arzt oder im Caf&amp;eacute;, stellt man fest: Langsamkeit kommt. Als Thema. Dabei geht es genauso um die bewu&amp;szlig;te Auswahl von Alternativen. Handy an oder aus? Festnetz statt Handy? Bergh&amp;uuml;tte statt Ballermann? Chill-Out statt Party-On? Spa statt Spa&amp;szlig;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben l&amp;auml;ngst der Technik die Rolle zugewiesen uns mehr Zeit zu verschaffen, zu beschleunigen, quasi &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Knight_Rider#.22Super_Pursuit_Mode.22&quot;&gt;Super Pursuit Mode&lt;/a&gt;. Information, Kommunikation, Kapitulation. Wer versp&amp;uuml;rt nicht manchmal eine &quot;Kommunikationsaversion&quot; mit militanten Folgen, den &quot;Information Overload&quot; in der Email Inbox oder die Hoffnungslosigkeit beim Lesen der &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de&quot;&gt;Zeit&lt;/a&gt;. Ja wir sind &quot;Overnewsed&quot; und &quot;Oversexed&quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie werden wir in der Zukunft leben? Wof&amp;uuml;r oder wogegen werden wir uns entscheiden oder entscheiden m&amp;uuml;ssen? Wie werden wir lernen und arbeiten? Welche Technik wird uns das Leben erleichtern? In welcher Form und mit welchen Mittel werden wir kommunizieren und uns informieren? Wie wichtig wird uns Mobilit&amp;auml;t sein? Werden virtuelle Netzwerke das soziale Gef&amp;uuml;ge der Familie ver&amp;auml;ndern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Siemens hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht und das Leben von morgen im &lt;a href=&quot;http://w3.siemens.de/horizons2020/&quot;&gt;Kommunikationsszenario Horizons2020&lt;/a&gt; untersuchen zu lassen. Das Ergebnis sind zwei Szenarien f&amp;uuml;r das Jahr 2020, beide mehr als zutreffend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://w3.siemens.de/horizons2020/de/pages/szenario/horizon1.htm&quot;&gt;Horizon1&lt;/a&gt; k&amp;ouml;nnte als &quot;Wiederentdeckung der Langsamkeit&quot; bezeichnet werden. Eine Abkehr vom st&amp;auml;ndigen &quot;bigger, better, faster, more!&quot;, Linda Perry in allen Ehren. Der Mensch suche ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit, diesmal aber wirklich. Zeit f&amp;uuml;r das Ego und die Familie, bewu&amp;szlig;t unerreichbar, bewu&amp;szlig;t Festnetz, bewu&amp;szlig;t Bergh&amp;uuml;tte. &lt;a href=&quot;http://w3.siemens.de/horizons2020/de/pages/szenario/horizon2.htm&quot;&gt;Horizon2&lt;/a&gt; skizziert eher ein mehr vom selben, ein dynamisches, von Wettbewerb und Entwicklung gepr&amp;auml;gtes Bild. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. sagt &quot;ich versuche wieder zuzuh&amp;ouml;ren. Den Menschen rund um mich und auch mir selbst. Ich h&amp;ouml;re auf meine Uhr.&quot; K. ist ein wenig New-Age Esoterik gew&amp;ouml;hnt, aber hat prinzipiell Recht. Die &lt;i&gt;Eigenzeit&lt;/i&gt;, das eigene Zeitempfinden, die eigene Geschwindigkeit, das subjektive Zeitgef&amp;uuml;hl sind F&amp;auml;higkeiten und Instrumentarien die wir l&amp;auml;ngst verlernt haben. Dabei w&amp;auml;ren sie wichtiger denn je. Essen wenn man hungrig ist. Zu Bett gehen wenn man m&amp;uuml;de ist. An manchen Tagen bis sp&amp;auml;t Nachts arbeiten, weil man energiegeladen und leistungsf&amp;auml;hig ist und an anderen Tagen stundenlang im Caf&amp;eacute; sitzen, weil man sich zu gar keiner T&amp;auml;tigkeit motivieren kann, nicht mal zur Bestellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder ist die Zeit etwa ein Monster, ein postmoderner &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Leviathan&quot;&gt;Leviathan&lt;/a&gt;, Instrument des b&amp;ouml;sen mit dem wir in einem st&amp;auml;ndigen Kampf stehen? K&amp;ouml;nnen wir so ein Monster &amp;uuml;berhaupt besiegen? Nat&amp;uuml;rlich. &lt;a href=&quot;http://www.teamknightrider.com/classic/episodes/season3/kittkarr.html&quot;&gt;K.I.T.T. konnte K.A.R.R. besiegen.&lt;/a&gt; K. sagt: &quot;da hast du Recht&quot;.</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Slow Motion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T16:25:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/17/">
    <title>Verw&amp;auml;hlen bis zum Untergang</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/17/</link>
    <description>Herr F. tippt die Nummer in sein Telefon. Am anderen Ende der Leitung l&amp;auml;utet es. &quot;K.?&quot; - &quot;Ist dort L.?&quot; - &quot;Nein hier ist K., wer spricht denn bitte?&quot; - &quot;Ja, hier F. Entschuldigen Sie die St&amp;ouml;rung, ich habe mich offensichtlich verw&amp;auml;hlt.&quot; - &quot;Macht nichts, L. mu&amp;szlig; eine &amp;auml;hnliche Nummer haben, das passiert &amp;ouml;fter.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Menschheitsgeschichte ist das Ph&amp;auml;nomen des Verw&amp;auml;hlens zwar kein neues, jedoch erfuhr es im Zeitalter der Kommunikation einen rasanten Aufschwung und entfaltet derzeit eine Bl&amp;uuml;teperiode, um zeitgleich mit dem Untergang der Welt seinen H&amp;ouml;hepunkt erreichen. Doch dazu sp&amp;auml;ter. Beginnen wir konventionell, also am Anfang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &lt;a href=&quot;http://www.bibel-online.net/buch/43.johannes/1.html&quot;&gt;Anfang war das Wort&lt;/a&gt;. Knapp nach dem Wort folgte die Zeit, in der Adam und Eva durch das Paradies lustzuwandeln pflegten. Und hier geschah der Fehler, der uns auf Dauer zum Verh&amp;auml;ngnis werden sollte. Denn die unheilvolle Kombination von Frau, Schlange und Wort f&amp;uuml;hrte dazu, da&amp;szlig; es zu einem Verw&amp;auml;hlen im Bereich der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Pomologie&quot;&gt;Pomologie&lt;/a&gt; kam, was Gott verst&amp;auml;ndlicherweise in die Zwangslage versetzte, uns den Zugang zum Paradies dauerhaft verwehren zu m&amp;uuml;ssen. Damit nicht genug, w&amp;auml;hlten die Nachfahren des ersten Liebespaares der Weltgeschichte stets den Weg des S&amp;uuml;ndenpfuhls, soda&amp;szlig; Gott noch mehr z&amp;uuml;rnte und uns die Sintflut schickte, womit er vorerst einmal die Zahl der Lebewesen auf ein ertr&amp;auml;gliches Ma&amp;szlig; zurechtstutzte, n&amp;auml;mlich auf zwei pro Gattung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit zur ersten Phase der Evolution und ihrem beinahe j&amp;auml;hem Ende. Die Geschichte der Menschheit blieb dennoch die Geschichte des Verw&amp;auml;hlens, die unmittelbar zu der Frage f&amp;uuml;hrt, ob wir trotz oder wegen des st&amp;auml;ndigen Verw&amp;auml;hlens dort angekommen sind, wo wir heute stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blenden wir zur&amp;uuml;ck in die Steinzeit. Herr N. macht sich auf die Suche nach Nahrungsmitteln, erblickt auf einer Lichtung einen Hasen und einen B&amp;auml;ren, &amp;uuml;berlegt und w&amp;auml;hlt - weil ihn B&amp;auml;renhunger qu&amp;auml;lt und ihm demzufolge d&amp;uuml;nkt, ein Hase mache nicht satt - den B&amp;auml;ren. Herr N. l&amp;auml;&amp;szlig;t seine Keule auf des B&amp;auml;ren Haupt herniederrasseln, was jenen jedoch wenig k&amp;uuml;mmert, denn der fri&amp;szlig;t seinerseits Herrn N. Herr H., der Jagdgef&amp;auml;hrte des Herrn N., erstarrt vor Schreck, erkennt die falsche Wahl Herrn N.&apos;s und lernt. Das Geschehen l&amp;auml;&amp;szlig;t auch den B&amp;auml;ren seine Schl&amp;uuml;sse ziehen, und so kommt es, da&amp;szlig; beide einen evolution&amp;auml;ren Schritt vorangehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es w&amp;uuml;rde den Rahmen dieser Abhandlung sprengen, einen chronologischen Abri&amp;szlig; s&amp;auml;mtlicher Verw&amp;auml;hlungen und ihrer Auswirkungen auf den Lauf der Welt darzustellen. Jeder Autofahrer, der auf der Autobahn die richtige Abfahrt nicht gew&amp;auml;hlt hat, wei&amp;szlig; um das darwinistisch-evolution&amp;auml;re Potential seiner Entscheidungsschw&amp;auml;che, speziell dann, wenn er seine Verwahl durch eine weitere Verwahl wettzumachen sucht, indem er die Autobahn zwecks Wahrung der Chance auf eine zweite - diesmal richtige - Wahl in der &lt;a href=&quot;http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1095984.html&quot;&gt;falschen Richtung&lt;/a&gt; bef&amp;auml;hrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier schlie&amp;szlig;t sich zwar kein Bogen, doch scheint an dieser Stelle der richtige Zeitpunkt gekommen, um den vorhin angesprochenen Weltuntergang zu prognostizieren. Dieser wird durch ein Telefonat ausgel&amp;ouml;st, welches der Pr&amp;auml;sident der Vereinigten Staaten mit seiner Frau zu f&amp;uuml;hren trachtet, wobei er sich einer der beiden Wahlm&amp;ouml;glichkeiten bedient, die das vor ihm stehende rote Telefon zu bieten hat. Nat&amp;uuml;rlich ist selbst der Pr&amp;auml;sident als solcher nicht davor gefeit, sich zu verw&amp;auml;hlen, was dieser im Zustand h&amp;ouml;chster Erregung jedoch nicht bemerkt, soda&amp;szlig; er seinem Gespr&amp;auml;chspartner die Worte &quot;Es ist aus! Vorbei! Ich mach mit dir hier und jetzt Schlu&amp;szlig;!&quot; entgegenschmettert. Der irrt&amp;uuml;mlich angesprochene Pr&amp;auml;sident der Staaten-F&amp;ouml;deration trifft sodann die seiner Meinung nach einzige richtige Wahl und l&amp;ouml;st klischeehaft einen Atomkrieg aus, der nat&amp;uuml;rlich erwidert wird und in einer Teilnahme weiterer Staaten m&amp;uuml;ndet, soda&amp;szlig; die Erde binnen kurzer Zeit in Schutt und Asche liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Womit die zweite Phase der Evolution abgeschlossen w&amp;auml;re ...</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T13:22:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/13/">
    <title>Politik und Demokratie</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/13/</link>
    <description>Kein Kretin&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Nehmen wir&lt;/i&gt; Bundesrat K.: Als Politiker (fr&amp;uuml;her &lt;a href=&quot;http://www.fpoe.at/&quot;&gt;blau&lt;/a&gt;, dann &lt;a href=&quot;http://www.bzoe.at/&quot;&gt;orange&lt;/a&gt;, heute farblos) Teil der gesetzgebenden K&amp;ouml;rperschaft im &amp;ouml;sterreichischen Parlament. Und als solcher machte Bundesrat K. eben wof&amp;uuml;r er &amp;#8222;gew&amp;auml;hlt&amp;#8220; wurde, n&amp;auml;mlich Politik. Was sich im Regelfall auf m&amp;auml;&amp;szlig;ig spektakul&amp;auml;re, zeitlich gestreckte politische Willenserkl&amp;auml;rungen bel&amp;auml;uft, &amp;uuml;berstieg im Fall des Herrn K. aber die sonst &amp;uuml;bliche Performance der L&amp;auml;nderkammer. Da wurden Wehrmachtsdeserteure als &amp;#8222;zum Teil Kameradenm&amp;ouml;rder&amp;#8220; bezeichnet und die &amp;#8222;Naziverfolgung&amp;#8220; nach dem Zweiten Weltkrieg beklagt. &lt;br /&gt;
Und dann geschah erst einmal nichts. Nur mit einiger Verz&amp;ouml;gerung stie&amp;szlig; die Rede des Herrn K. auf Resonanz, nicht zuletzt wohl deshalb, weil er kurz darauf an die Spitze der L&amp;auml;nderkammer aufr&amp;uuml;cken sollte. Die Geschichte ist bekannt, wir wissen, dass Herr K. zuerst auf den Vorsitz verzichtet hat, dann vom R&amp;uuml;cktritt zur&amp;uuml;ckgetreten ist, bis es zur jetzigen Situation gekommen ist: Statt Herrn K. ist nun Herr M. Pr&amp;auml;sident des Bundesrates. Erm&amp;ouml;glich durch eine im Eilverfahren beschlossene Gesetzes&amp;auml;nderung, die eine Umreihung der vom Landtag entsandten Mandatare erlaubt, sofern die mandatsst&amp;auml;rkste Partei dem Platzwechsel zustimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dennoch: Bundesrat K. betont bei jedem Anlass, der sich ihm f&amp;uuml;r eine &amp;ouml;ffentliche Stellungnahme bietet, seine demokratischen Qualit&amp;auml;ten. Zuletzt vor Gericht, als er sich dagegen verwehrte, von Herrn P. als &amp;#8222;Kretin&amp;#8220; bezeichnet zu werden. Genauer: er will sich nicht einen &amp;#8222;Schwachsinnigen&amp;#8220; rufen lassen. Und die Erkl&amp;auml;rung, die Herr K. dabei vorgebracht hat, ist so simpel, wie abstrus: Er habe sich nicht so sehr daneben benommen, &amp;#8222;dass ich nicht demokratietauglich bin&amp;#8220;. Das l&amp;auml;sst zwei Fragen offen: Erstens. Wie daneben muss sich jemand benehmen, um nicht mehr aktiv am politischen Leben eines demokratischen Staates teilnehmen zu d&amp;uuml;rfen? Diese Frage stellt sich umso mehr in Zusammenhang mit K&amp;#8217;s Kollege, Bundesrat G., gegen den die Staatsanwaltschaft derzeit wegen Versto&amp;szlig; gegen das NS-Verbotsgesetz ermittelt. Und zweitens: Die Demokratietauglichkeit K&amp;#8217;s sei dahingestellt - seine absolute Fehlbesetzung an der Spitze des Bundesrates war aber jedenfalls evident. Auch wenn es der Staat ausgehalten h&amp;auml;tte, ein halbes Jahr mit einem solchen Spitzenrepr&amp;auml;sentanten zu leben &amp;#8211; die Aussenwirkung w&amp;auml;re miserabel gewesen. In diesem Fall war die Anlassgesetzgebung das geringere &amp;Uuml;bel. Wenn auch ein f&amp;uuml;r die Demokratie besch&amp;auml;mendes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Wahl (?)&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Im Aufzug&lt;/i&gt;, der einen von der U3-Station Stubenring auf die Ebene des Caf&amp;eacute; Pr&amp;uuml;ckel bringt. Wer die Abfahrt beschleunigen will, dr&amp;uuml;ckt auf den &amp;#8222;Schlie&amp;szlig;en-Knopf&amp;#8220; &amp;#8211; und ab geht&amp;acute;s. Funktioniert zwar, aber nicht weil man selbst durch das Bet&amp;auml;tigen des T&amp;uuml;r-Buttons irgendeinen Einfluss darauf gehabt h&amp;auml;tte; behauptet jedenfalls der slowenische Philosoph &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Slavoj_Zizek&quot;&gt;Slavoj Zizek&lt;/a&gt;. Seine These vom funktionslosen Placebo namens T&amp;uuml;r-Button steht bei ihm &amp;#8222;f&amp;uuml;r die Einflussm&amp;ouml;glichkeiten der Individuen auf den postmodernen&amp;#8217; politischen Prozess&amp;#8220;. Wer die Wahl hat, hat mitunter gar keine, so seine Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bertragen auf die politische Landschaft in &amp;Ouml;sterreich: Die bewusst gesuchte Abgrenzung vom Koalitionspartner ist hier ein Regierungs-Charakteristikum. Weil der kleine Partner nicht in der relativen Positionsgleichheit untergehen will, muss er fast zwangsweise auf Differenzierung, mitunter auf Provokation setzen. Soll schon vorgekommen sein, dass die orange Sicht der Welt sich mitunter sehr gewollt von der schwarzen Perspektive unterscheidet. Letztes Beispiel: Die Debatte, ob es eine &amp;#8222;Arbeitsgruppe Steuerreform&amp;#8220; gibt, oder nicht. Oder war das eher ein Beispiel f&amp;uuml;r schlechte Vermarktung? Die Zizek`sche These von der Konformit&amp;auml;t der Wahlalternativen trifft dennoch nicht, zumindest im politischen System. Im Rahmen von &amp;#8211; zugegeben: eingeschr&amp;auml;nkten &amp;#8211; M&amp;ouml;glichkeiten, bleibt immer noch eine Variante B. Und sei es die, Nein zu sagen. Die Auswahl ist beschr&amp;auml;nkt, aber es gibt sie immerhin. Sollte es nach den n&amp;auml;chsten Nationalratswahlen zu einer weiteren Verschm&amp;auml;lerung der politischen Alternativen kommen, w&amp;auml;re das ein demokratiepolitisches Manko. Und die Politik w&amp;auml;re um einiges langweiliger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein frischer Wind&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Diskussion&lt;/i&gt; wurde gef&amp;uuml;hrt. Nur eben ohne diejenigen, die letztlich davon betroffen w&amp;auml;ren. Man wollte unter sich bleiben im Verfassungskonvent, immerhin galt es die eigenen Interessen abzusichern. Also wurde die F&amp;ouml;deralismusdebatte mit Bravour von den Landeshauptleuten abgew&amp;uuml;rgt, wurden die Kontrollrechte von den Regierenden m&amp;ouml;glichst unangetastet gelassen. Wer sich tats&amp;auml;chlich &amp;Auml;nderungen im Grundgesetz erwartet hat, hat die Basis, von der dabei ausgegangen wurde, nicht genug beachtet.&lt;br /&gt;
Dabei w&amp;auml;re die Debatte an sich sogar sehr spannend. Und mit gen&amp;uuml;gend frischem Expertisenwind von au&amp;szlig;en h&amp;auml;tte der Konvent vielleicht sogar die n&amp;ouml;tige mediale Begleitung bekommen, die es gerade bei so einem spr&amp;ouml;den Thema dringend braucht. War nicht so - Chance verwirkt. Das Interesse an einer aktiven B&amp;uuml;rgerantizipation hielt sich unter den politisch Verantwortlichen gelinde gesagt in Grenzen. Jetzt wird die notwendige Reform des Bundesrates beklagt, werden die (konsensualen) Landesgerichtsh&amp;ouml;fe gefordert. Zu sp&amp;auml;t, um dem Thema jene Glaubw&amp;uuml;rdigkeit zu verleihen, die es w&amp;auml;hrend der laufenden Konventsdebatte gehabt h&amp;auml;tte. Jeder Reformidee, die in dieser Phase vorgebracht wird, haftet nun der Geschmack der Substanzlosigkeit an. Denn die Chancen auf Realisierung vor den n&amp;auml;chsten Nationalratswahlen sind gleich Null. Wer sich danach in der Spitzenpolitik mehr Engagement und Einbindung &amp;#8222;der B&amp;uuml;rger&amp;#8220; w&amp;uuml;nscht, sollte Letzteres erm&amp;ouml;glichen, BEVOR die entscheidenden Weichen gestellt werden. Mit der oft genannten Volksabstimmung am Ende des Verfassungsgestaltungsprozesses kann es nicht getan sein.</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Cover</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T10:32:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/23/">
    <title>Die Bedingungen der Wahl</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/23/</link>
    <description>Im folgenden m&amp;ouml;chte ich ein Problem formulieren, dass ich &quot;Die Bedingungen der Wahl des Schleiertragens&quot; nenne, um dieses anschliessend mit &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Slavoj_Zizek&quot;&gt;Slavoj Zizek&lt;/a&gt; aufzul&amp;ouml;sen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns eine verschleierte muslimische Frau im Londoner Hyde Park vor. Sie geht spazieren und passiert einige Passanten, die auf einer Parkbank sitzend ihre Verschleierung kommentieren. Dabei meinen die Parkb&amp;auml;nkler &quot;Solange sie die Verschleierung aufgrund ihres eigenen Wunsches tr&amp;auml;gt und sie sich diese nicht von anderen aufdr&amp;auml;ngen l&amp;auml;&amp;szlig;t, tolerieren wir die Verschleierung.&quot;&lt;br /&gt;
Leider wissen unsere Parkb&amp;auml;nkler aber nicht, ob die muslimische Frau den Schleier aus freier, individueller Wahl tr&amp;auml;gt oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun treffen unsere Parkb&amp;auml;nkler einen Ethnologen und fragen diesen um Rat. Der Ethnologe entgegnet ihnen: &quot;Das Problem ist nicht ob die Frau einen Schleier tr&amp;auml;gt oder nicht, sondern das Problem ergibt sich ja erst aufgrund eurer Pr&amp;auml;missen: Euren eigenen Vorstellungen&lt;br /&gt;
&amp;uuml;ber Frauen in euerer Gesellschaft. Deshalb solltet ihr euer Bezugssystem wechseln und die Verschleierung der Frau aus der Sicht einer islamischen Gemeinschaft betrachten und dann l&amp;ouml;st sich das Problem von selbst.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parkb&amp;auml;nkler sind verwirrt, hinterfragen ihre eigenen Wertvorstellungen, k&amp;ouml;nnen sich aber nicht davon &amp;uuml;berzeugen das ihr Frauenbild falsch sei.&lt;br /&gt;
In diesem Moment kommt eine muslimische Frau ohne Verschleierung vorbei und setzt sich ebenfalls auf die Parkbank. Nach einiger Zeit fr&amp;auml;gt einer der beiden Parkb&amp;auml;nkler: &quot;Warum tragen sie keine Verschleierung?&quot; Die junge Frau antwortet ihnen: &quot;Sehen Sie, die Frage ob ich einen Schleier trage oder nicht, ist eigentlich eine doppelte Frage. Einerseits muss ich mir die Frage stellen, ob ich einen Schleier aufgrund meiner inneren religi&amp;ouml;sen Spritualit&amp;auml;t oder aufgrund des Wunsches meiner Freunde und Familie trage. Kurzum die erste Frage die ich mir stelle, lautet: Was m&amp;ouml;chte ich?&lt;br /&gt;
Die zweite Frage, die ich mir aber stellen muss sind die Bedingungen unter denen ich meine Entscheidungen treffe. Ob ich den Schleier aufgrund meines eigenen Wunsches trage, kann niemand anhand meiner &amp;auml;u&amp;szlig;erer Merkmale erkennen. Deswegen stellt diese Variante mich immer unter Verdacht ich trage den Schleier aufgrund des Wunsches meiner muslimischen Familie und Bekannte. Diese Entscheidung wird von den Westlern aber immer als abwertend und negativ empfunden. Somit habe ich in Wirklichkeit gar keine Wahl, denn:&lt;br /&gt;
Einzig das Nichttragen des Schleiers signalisiert ihnen eine eindeutige Wahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspiriert aufgrund dieses &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2005/24/EU-Wahl&quot;&gt;Artikels&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;../13&quot;&gt;Slavoj Zizek&lt;/a&gt; in der Zeit: &quot;Mit einem Wort: Eine Wahl ist immer eine &amp;raquo;Wahl zweiter Ordnung&amp;laquo;, eine Entscheidung &amp;uuml;ber die Modalit&amp;auml;ten der Wahl selbst.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://mindtools.twoday.net/stories/855480/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; des Autors erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T16:13:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/46/">
    <title>Impressum</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/46/</link>
    <description>Information nach &amp;sect; 5 ECG und Offenlegung nach &amp;sect; 25 MedienG &lt;br /&gt;
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&amp;Ouml;sterreich &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrer:&lt;/b&gt; Mag. Dieter Rappold, Matthias Platzer &lt;br /&gt;
Gesellschafter, deren Einlage oder Stammeinlage 25vH &amp;uuml;bersteigt: Mag. Dieter Rappold (Wien), DI Michael Platzer (Wien), Matthias Platzer (Wien) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Redaktion:&lt;/b&gt; Don Dahlmann, Mag. Kristina Mittendorfer, Olaf Nitz BSc, Melanie M&amp;uuml;ller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Grafik und Bildbearbeitung:&lt;/b&gt; Markus Schmeiduch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlegende Richtung: Von Parteien und Interessensgruppen unabh&amp;auml;ngiger Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung im Sinne einer umfassenden Informationsfreiheit auf der Basis der parlamentarischen Demokratie, des Rechtsstaates, einer jeden Extremismus ausschlie&amp;szlig;enden freien Gesellschaftsordnung sowie der Sozialen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Firmenbuchnummer:&lt;/i&gt; 206432b &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Firmenbuchgericht:&lt;/i&gt; Handelsgericht Wien &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;UID:&lt;/i&gt; ATU51468709 &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Kammer:&lt;/i&gt; Wirtschaftskammer Wien &lt;br /&gt;
Mitglied der Wirtschaftskammer Wien </description>
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    <title>Ansichtssache</title> 
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    <description>&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Ist das ein Teamsport?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;216&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/teamsport.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Mr.Spock hatte schon immer Recht.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;313&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/spock.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Echte Helden kommen mit dem Fahrrad.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;216&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/hercules.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Fusion Food sch&amp;ouml;n und gut -&lt;br&gt;aber das geht zu weit.&lt;br&gt;Die Schattenseiten der Globalisierung.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;216&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/chinesisch.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Ziemlich aufgeblasen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;217&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/fallschirm.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Vergiss Videotelefonie,&lt;br&gt;portable TV ist &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; Ding.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;309&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/tv.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Erfrischend alt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;288&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/erfrischend.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;... muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;216&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/flugzeug.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;storyTeaser&quot;&gt;Der langersehnte Lichtblick.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;317&quot; alt=&quot;&quot; width=&quot;288&quot; src=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net/static/0101/images/lichtblick.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Trottoir</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-15T12:26:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/15/">
    <title>I am what I consume</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/15/</link>
    <description>Seit einiger Zeit frage ich mich, w&amp;auml;hrend ich die Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngerzone entlang laufe, wo sind all die Punks und die merkw&amp;uuml;rdigen &lt;i&gt;Gestalten &lt;/i&gt;der fr&amp;uuml;heren Subkulturen abgeblieben? Sind sie erwachsen geworden?  Haben sie einen neuen Feind? Haben sie die Fronten gewechselt und haben  mit der so von ihnen verachteten Gesellschaft den Frieden geschlossen? Oder hat die Gesellschaft mit Ihnen den Frieden geschlossen und sie fallen einfach nicht mehr auf? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Think different, drink different, be different, cause things are different, simply different, a different world.&lt;/i&gt; Aber sch&amp;ouml;n selektiv-different, man nimmt ja nicht alles. Das &amp;#8222;being different&quot; wird immer komplizierter. Es kostet M&amp;uuml;he, Umst&amp;auml;nde und Zeit. Dauerwettkampf zwischen &lt;i&gt;Underground &lt;/i&gt;und &lt;i&gt;Mainstream&lt;/i&gt;. Auf der Suche nach Etwas, das die eigene Pers&amp;ouml;nlichkeit individueller erscheinen l&amp;auml;sst. Denn fast alles ist heute anders. Besser und cooler. Man geh&amp;ouml;rt heute zu Dauerkonsumenten von Dauer-Neuprodukten, die Analogie und die Psychologie des Produktes, wird nicht nur auf Herz und Nieren untersucht, sondern auch auf das anders-sein getuned: be cool, be different, be better. So verkaufen die Produkte eine, durch die Werbemenschen perfekt gestaltete und wahnsinnig  konsumpositive Philosophie. Bekenner-Brief. Duftmarke. Watermark-Effekt... &lt;i&gt;I am what I do?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wird, im Handumdrehentempo, die ganze Welt &lt;i&gt;anders. &lt;/i&gt;Verpixelung der Welt, durch und durch, Fleck f&amp;uuml;r Fleck, Pixel f&amp;uuml;r Pixel. Konsum-Verpixelung. Und alle machen mit. Was nicht vermarktet wird, wird nicht gesehen und was nicht gesehen wird, geht unter und das Ding mit &lt;i&gt;anders &lt;/i&gt;ist gegessen. Weil kein Kontrast. Ohne Kontrast kein Preis. Musik, Stil, Kunst, Handlungen, Aktionen und Interventionen werden zum Ziel der Konsumgesellschaft, die nur darauf wartet, dass man sie in feiner &lt;i&gt;Produktform &lt;/i&gt;kaufen kann. Und das bitte schnellstm&amp;ouml;glichst, zum n&amp;auml;chsten freiverf&amp;uuml;gbaren Termin.&lt;i&gt; I am what I achieve?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird immer schwieriger und komplizierter. Normen, Regeln und Strukturen liefern die perfekten Voraussetzungen zum dezenten Abt&amp;ouml;ten von Stil und Pers&amp;ouml;nlichkeit. Die Subkultur-Vermarktungs-Maschine arbeitet pr&amp;auml;zise und verwischt alle Spuren. Was dabei rauskommt, hat mit &lt;i&gt;anders-sein&lt;/i&gt; nichts mehr zu tun: personifizierte &lt;i&gt;Random-Images&lt;/i&gt;.  Zufallsmenschen. Angriffe auf die Vernunft: zwecklos. Um doch noch ein bisschen Coolness und Anerkennung zu bekommen, kaufen die Menschen genau die Produkte ein, die das Versprechen, womit sie sich kaum noch identifizieren k&amp;ouml;nnen. Kaufe das und jenes und du bist gut. Du bist interessant, du bist ein Teil der Szene, die M&amp;auml;dchen und die Jungs fangen an nerv&amp;ouml;s zu werden, in deiner Gegenwart. Und so legen sich die Menschen Identit&amp;auml;ten an, und alle sind auf einmal so selbstbewusst, autonom, kulturaufmerksam, kontrovers und rebellisch  und was wei&amp;szlig; ich was alles. Hauptsache das Zeug h&amp;auml;lt, was verspricht. &lt;i&gt;I am what other people think of me?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der schlimmsten Schauspiele auf der Erde, das ganze. Passive Mitarbeit erw&amp;uuml;nscht. Mitspieler, &lt;i&gt;junge M&amp;auml;nner und Frauen zum Mitmachen&lt;/i&gt; gesucht, tolle Pr&amp;auml;mien erwarten dich. Die wenigen, die da nicht mitmachen, die Trendverweigerer, werden zuerst ignoriert, dann verachtet und wenn das alles nicht hilft, mit Nachahmung bestraft. Bis der Trend, der noch keiner ist, von den Konsumgeiern erkannt, aufgeschnappt wird, verpackt, vermarktet und Brandzeichen drauf. N&amp;auml;chster Teller, n&amp;auml;chster Gast, n&amp;auml;chste Pizza. Das Gemeine dabei, man kann dem nicht mehr entkommen. Man wird sp&amp;auml;ter oder fr&amp;uuml;her, ein Teil der Masse sein die irgendwann mal reiz&amp;uuml;berflutet, m&amp;uuml;de und verwirrt  da steht, ohne die M&amp;ouml;glichkeit, auf sein eigenes Subjektivurteil zu vertrauen. Schlechter Geschmack? Was ist das. Das Misstrauen wird erfolgreich unterdr&amp;uuml;ckt, und alles was die Pers&amp;ouml;nlichkeit eines Menschen ausmacht: die Authentizit&amp;auml;t, die Individualit&amp;auml;t, landet in einem Sammelbeh&amp;auml;lter mit Ballermann-Sangria, wo alle, mit speziell daf&amp;uuml;r von Marketing-Menschen entwickelten Strohhalmen, mehr oder weniger gen&amp;uuml;sslich, dran ziehen. &lt;i&gt;I am one of the gang?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist es auch so schwer, anders zu sein. Man k&amp;ouml;nnte ja versuchen, auf die Dauer extrem anti-trendig zu fahren, Schmalspur, Landweg, uncool und unsexy. Null &lt;i&gt;Sozialneid-Gefahr&lt;/i&gt;. Underground-Trends setzen, die so was von extrovertiert sind, die so was von peinlich sind, die sowas von asozial sind, dass sie nie zum Masse-Trend werden. Aber auch diese Schmerzgrenze wird bald &amp;uuml;berschritten sein. Wenn die das bereits nicht ist. &amp;Uuml;berschritten. Ich denke an die &lt;a href=&quot;http://www.netzwelt.de/handy-logo/13/115535_5501-sexy-arsch-hintern-furz.html&quot;&gt;Klingelt&amp;ouml;nehysterie&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=924583&quot;&gt;Anorexiekult&lt;/a&gt; , &lt;a href=&quot;http://www.bild.t-online.de/BTO/promiskinomusik/2005/09/09/paris__hilton__double/paris__hilton__double,templateId=renderKomplett.html&quot;&gt;Look-like-a-celeb-Sucht&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/pt/2005/09/05/a0198.nf/text.ges,1&quot;&gt;Trash-Tv&lt;/a&gt;. Was dir letztendlich bleibt ist die Wahl zwischen intuitivem Ablehnen oder bewusstem Ignorieren, aber das macht die Sache nicht wesentlich angenehmer. &lt;i&gt;I am what I control? &lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T11:34:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/14/">
    <title>Winkelmesser</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/14/</link>
    <description>Wir kennen sie noch aus dem Mathematikunterricht, meist integriert in das &amp;#8211; damals noch &amp;#8211; wichtigste Arbeitsger&amp;auml;t und Wurfgeschoss aller Sch&amp;uuml;ler: dem Geodreieck. Doch kaum ist die Matura geschafft, landen Lernutensilien aller Art meist in der untersten Schublade des Schreibtischs und werden maximal aus zwei Gr&amp;uuml;nden wieder hervorgekramt. Entweder beim n&amp;auml;chsten Umzug &amp;#8211; zwecks Entsorgung - oder zum n&amp;auml;chsten Maturatreffen &amp;#8211; aus Nostalgiegr&amp;uuml;nden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht w&amp;auml;re es aber an der Zeit f&amp;uuml;r ein Comeback des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Winkelmesser&quot;&gt;Winkelmessers&lt;/a&gt;, m&amp;ouml;glicherweise integriert in Laptops, Handys oder iPods, und ausgestattet mit einer neuen Funktion: die Messbarkeit der eigenen Winkeltreue. Wie treu sind wir unserem Blickwinkel in Zeiten, in denen maximale Flexibilit&amp;auml;t in allen Dingen als erstrebenswert gilt? W&amp;auml;re da ein Ger&amp;auml;t n&amp;uuml;tzlich, das uns hin und wieder darauf aufmerksam macht, wenn wir unseren Idealen untreu werden und unsere Standpunkte aus Opportunismus oder Charakterschw&amp;auml;che verlassen? Oder w&amp;auml;re es schlicht selbstzerst&amp;ouml;rerisch? Was tun, wenn der Alarm im Kopf nicht mehr vehement genug ist? Elektroschock? Daran w&amp;auml;ren die 68er wahrscheinlich zugrunde gegangen&amp;#8230; Nein, so brutal sollte man nicht vorgehen. Die Realit&amp;auml;t ist eben kein Wunschkonzert und die Zeiten f&amp;uuml;r Idealisten sind hart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nehmen wir mal an, man h&amp;auml;tte so eine Ger&amp;auml;tschaft, die im 2 Jahres-Rhythmus den eigenen Blickwinkel analysiert &amp;#8211; vielleicht mittels eines cleveren Fragenkatalogs-, anzeigt, wo wir uns entwickelt und wo wir vom Kurs abgewichen sind. Und wenn wir das n&amp;auml;chste Mal vergessen, was uns eigentlich wichtig war, dann weist man uns dezent, aber wirksam darauf hin. Vielleicht durch einen fiesen Piepston oder ein dezentes Blaulicht. Vielleicht w&amp;auml;re das gar nicht so schlecht. Und der Blick in den Spiegel w&amp;uuml;rde nicht irgendwann wehtun&amp;#8230;</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>RecAll</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T10:57:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/16/">
    <title>Henne oder Ei?</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/16/</link>
    <description>&quot;Je besser ein Gehirn funktioniert und je h&amp;ouml;her es entwickelt ist, umso freier ist derjenige, der mit diesem Gehirn ruml&amp;auml;uft.&quot;, so der Gehirnforscher &lt;a href=&quot;http://www.uni-ulm.de/klinik/psychiatrie3/leitung.html&quot;&gt;Manfred Spitzer&lt;/a&gt;. Nicht alle seiner Kollegen sehen das so, da gibt es schon auch welche wie etwa &lt;a href=&quot;http://www.mpih-frankfurt.mpg.de/global/Np/Staff/singer_d.htm&quot;&gt;Wolf Singer&lt;/a&gt;, der offen bekennt, da&amp;szlig; er unsere Handlungen und Entscheidungen f&amp;uuml;r rein neuronal determiniert h&amp;auml;lt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Korrelationen sind keine Kausalbeziehungen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Neurowissenschafter der Gegenwart versuchen oft, das marionettenhafte Wesen unserer Gedankenfreiheit wissenschaftlich zu untermauern - ein Teil ihres Kampfes mit der Psychologie und Psychotherapie um die Vorherrschaft, die Position der Leitwissenschaft (und nat&amp;uuml;rlich auch um Forschungsgeld): Die Neuronen sind ausschlaggebend. &lt;br /&gt;
Eine Wissenschaft wie die Psychologie, die mit abstrakten Begriffen argumentiert, kann dem &lt;a href=&quot;http://www.wissenschaft-online.de/artikel/783398&quot;&gt;nicht zustimmen&lt;/a&gt;. Im Disput haftet man aber oft an den Begriffen: Wenn etwa neuronale Aktivit&amp;auml;ten in bestimmten Gehirnregionen, die mit bildgebenden Verfahren festgestellt werden k&amp;ouml;nnen, in eine kausale Beziehung zu den konkreten Gedanken, die eine Person in diesem Augenblick hat, gesetzt werden, wo man doch nur von einem Korrelat sprechen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Freiheit ein graduelles Ph&amp;auml;nomen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Die Vorgaben sind da, der Rahmen, in dem unsere Entscheidungen fallen - oder nicht fallen, die Parameter unserer Wegman&amp;ouml;ver stehen fest. Ich wei&amp;szlig; nicht, ob es Zweckoptimismus ist, wenn ich mich an alte Vorstellungen vom freien Willen des Menschen klammere, dr&amp;auml;ngt sich doch am Ende immer Schopenhauers ber&amp;uuml;hmter Sager in die entsprechenden Bereiche meiner Gro&amp;szlig;hirnrinde: &amp;#8222;Ein Mensch kann zwar tun was er will, aber nicht wollen was er will.&amp;#8220; Das trifft auf die relativen, unterschiedlichen Entscheidungen (dem Wissen und der Bildung des Einzelnen entsprechend) ebenso zu wie auf die abstrakten Gedanken. Freiheit ist also ein graduelles Ph&amp;auml;nomen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Henne oder das Ei?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Sie sprechen also von H&amp;uuml;hnern und Eiern. Und wenn dann am Ende doch wieder die Frage steht, wer jetzt zuerst da gewesen sei, die Henne oder das Ei (die Henne, man beachte: kein Wort von einem Hahn!), dann gibt es wieder nur die gute alte Erkl&amp;auml;rung:  Das Ei ist die Art und Weise, wie ein Huhn zu einem anderen wird. &lt;br /&gt;
Auch die vers&amp;ouml;hnlichen T&amp;ouml;ne des Philosophen &lt;a href=&quot;http://www.michael-pauen.de/&quot;&gt;Michael Pauen&lt;/a&gt;, der Determination nicht im Widerspruch zu Freiheit sieht, &amp;auml;ndern wenig. Pauen sieht im Zufall die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Kr&amp;auml;nkung: Wenn die Vorherbestimmung wegfiele, bliebe als Regent nur der Zufall. Das Wesentliche aber ist die Selbstbestimmung: Ein Mensch, der selbstbestimmt entscheidet, entscheidet frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Philosophen der letzten zweitausend Jahre dachten, l&amp;auml;sst sich nicht mit millionenteuren Ger&amp;auml;ten und dem Chic der Neuro-Silbe, die vor alle m&amp;ouml;glichen Disziplinen gestellt wird, im Vorbeiflug kl&amp;auml;ren. Das wird l&amp;auml;nger dauern. &lt;br /&gt;
Mir gen&amp;uuml;gt Schopenhauer: &amp;#8222;Ich kann zwar tun was ich will, aber nicht wollen was ich will.&amp;#8220; So wird die Einschr&amp;auml;nkung unserer Wahl- und Entscheidungsfreiheit recht deutlich nachgezeichnet; gleichzeitig aber auch der Weg aus der Sackgasse gewiesen: Wenn ich mir der Bedingtheit meiner Entscheidungs- und Wahlm&amp;ouml;glichkeiten bewusst bin, dann wei&amp;szlig; ich, dass ich in einem Bezugssystem agiere, und meine Wahl erh&amp;auml;lt nicht nur Lokalkolorit, sondern vielleicht sogar Charme. &lt;br /&gt;
Einen fast &amp;ouml;sterreichischen Charme hat Jean Jacques Rousseaus Aussage: &quot;Die Freiheit eines Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.&quot; Ja, das klingt schon praktischer, da kann ich auch wieder an politische Wahlen denken, oder an den Traum vom Aussteigen und Auswandern, von S&amp;uuml;dfrankreich und Neuseeland, von Kanada und Burgenland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literatur:  &lt;br /&gt;
&amp;#8222;Selbstbestimmen&amp;#8220;, von Manfred Spitzer, Spektrum Akademischer Verlag 2003&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Illusion Freiheit?&amp;#8220;, von Michael Pauen, S. Fischer Verlag, 2005</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T11:45:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/18/">
    <title>Im Ring: Klima gegen AIDS</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/18/</link>
    <description>Angesichts der Flutkatastrophe im August in &amp;Ouml;sterreich und der Tragik der &amp;Uuml;berschwemmungen in New Orleans sind sich Experten da und dort einig: Die Art und Weise, wie wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen, ist gro&amp;szlig;teils Schuld am Ausma&amp;szlig; der Katastrophen. Eine weltweite Initiative gegen den Klimawandel wird wieder einmal lauthals gefordert, Amerikas lockerer Umgang mit Umweltschutzmassnahmen kritisiert. Wie kann man angesichts der ber&amp;uuml;hrenden und schrecklichen Bilder von in den Fluten treibenden Leichen daran zweifeln, dass Ma&amp;szlig;nahmen gegen den Klimawandel sofort zu ergreifen sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Kontinent, ein anderes Szenario: In Uganda gehen die Kondome aus. Durch Aufkl&amp;auml;rungsarbeit und die Verteilung von Pr&amp;auml;servativen konnte die Aids-Rate von 15 Prozent in den 1990er Jahren auf derzeit sechs Prozent gesenkt werden. Durch angeblich von den USA systematisch blockierte Kondomlieferungen drohe Uganda ein rapider Anstieg der Aids-Rate, meint der UN-Sonderbeauftragte f&amp;uuml;r Aids in Afrika, Stephen Lewis. Auch hier gibt es Aufsehen erregende Bilder zur Untermalung der Horrormeldung: Waisenkinder, dahinvegetierende Frauen und M&amp;auml;nner im &amp;#8222;besten Alter&amp;#8220;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Trockene Zahlen statt rei&amp;szlig;erischer Bilder&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Welches &amp;#8222;Weltproblem&amp;#8220; ist nun wichtiger oder zuerst zu beheben? Welches hat h&amp;ouml;here Priorit&amp;auml;t? Und wo stehen Probleme wie Unterern&amp;auml;hrung oder Migration im Vergleich zu Malariaerkrankungen oder Versorgung mit sauberem Trinkwasser? Genau diese Fragen versucht der d&amp;auml;nische Politikwissenschaftler Bj&amp;ouml;rn Lomborg zu beantworten, der laut Time Magazine im Jahr 2004 zu den 100 &amp;#8222;&lt;a href=&quot;http://www.time.com/time/2004/time100/scientists/&quot;&gt;most influential people&lt;/a&gt;&amp;#8220; z&amp;auml;hlte. Gemeinsam mit einem Team aus acht &amp;Ouml;konomInnen, darunter drei Nobelpreistr&amp;auml;gern, stellte er sich im Rahmen des Projekts &lt;a href=&quot;http://www.copenhagenconsensus.com&quot;&gt;Kopenhagen Konsensus&lt;/a&gt; bereits 2004 die Frage: &amp;#8222;Wenn man 50 Milliarden US-Dollar f&amp;uuml;r eine bessere Welt ausgeben k&amp;ouml;nnte, was w&amp;uuml;rden wir tun?&amp;#8220; Das Team setzte sich zum Ziel, ein Ranking der Probleme aus &amp;ouml;konomischer Sicht als Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Rechnung vorzunehmen. Das Ranking soll eine Entscheidungshilfe f&amp;uuml;r PolitikerInnen bieten, die unbeeinflusst von Effekt haschenden Bildern oder rei&amp;szlig;erischen Medienberichten zukunftsweisende Entscheidungen treffen m&amp;uuml;ssen. Basierend auf trockenen Zahlen. Und diese werden vom Kopenhagen Konsensus zur F&amp;uuml;lle geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den diesj&amp;auml;hrigen Technologiegespr&amp;auml;chen in &lt;a href=&quot;http://www.alpbach.org&quot;&gt;Alpbach&lt;/a&gt; in Tirol stellte Lomborg das Ergebnis der Arbeit des Expertenteams vor: Zur gro&amp;szlig;en &amp;Uuml;berraschung rangiert auf dem ersten Platz der Priorit&amp;auml;tenliste die Bek&amp;auml;mpfung von AIDS/HIV. Das hat einen einfachen, &amp;ouml;konomischen Grund: Um 27 Milliarden Dollar k&amp;ouml;nne man n&amp;auml;mlich, so Lomborg, 28 Millionen neue F&amp;auml;lle bis 2010 vermeiden. Mit einem Gewinn, der fast vierzigmal h&amp;ouml;her w&amp;auml;re als der Einsatz. Die Bek&amp;auml;mpfung des Klimawandels rangiert nur auf dem vorletzten von zehn Pl&amp;auml;tzen. Der Grund daf&amp;uuml;r: die Mittel, die man aufwenden m&amp;uuml;sste, h&amp;auml;tten nur wenig Nutzen, meinte Lomborg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&amp;Auml;pfel oder Orangen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Dass so ein Ranking nicht nur Freude ausl&amp;ouml;st liegt auf der Hand. Die Kritikpunkte reichen von der Zusammensetzung des Experten-Teams &amp;#8211; nur &amp;Ouml;konomen unter Ausschluss von NaturwissenschaftlerInnen - bis hin zu den Kriterien zur Erreichung der Kosten-Nutzen-Rechnung. Bj&amp;ouml;rn Lomborg formulierte in Alpbach einen weiteren Kritikpunkt zur prinzipiellen Herangehensweise an so ein Gro&amp;szlig;projekt gleich selbst, um ihn dann im n&amp;auml;chsten Atemzug mit einer Gegenfrage zu beantworten: &amp;#8222;Ja, ich vergleiche &amp;Auml;pfel mit Orangen, wenn ich Klimawandel und Aids gegeneinander in den Ring schicke. Aber vergleichen wir nicht alle tagt&amp;auml;glich in gewisser Weise &amp;Auml;pfel mit Orangen, wenn wir Entscheidungen f&amp;uuml;r unser Leben treffen m&amp;uuml;ssen?&amp;#8220; </description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Cosmopolis</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T13:30:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/19/">
    <title>Die Qual der Wahl </title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/19/</link>
    <description>Heute ist ein wundersch&amp;ouml;ner Sp&amp;auml;tsommertag, vielleicht der letzte in diesem Jahr. Ich habe frei und l&amp;auml;ge jetzt gerne noch einmal am Ufer des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCrichsee&quot;&gt;Z&amp;uuml;richsees&lt;/a&gt;. Liesse mich von der Sonne w&amp;auml;rmen um sp&amp;auml;ter im See zu schwimmen, zum Floss hinaus, das auf den Wellen hin- und herschaukelt. Dort w&amp;uuml;rde ich mich von der Sonne trocknen lassen, den Wolken hinterher tr&amp;auml;umen und in der Ferne die Berge bewundern, die bereits wieder schneebedeckt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen sitze ich in meiner Wohnung und schreibe einen Artikel zum Thema &quot;w&amp;auml;hlen&quot;. Ein kluger Mann hat mir einmal erkl&amp;auml;rt, dass wir Menschen immer den Weg des geringsten Widerstandes w&amp;auml;hlen w&amp;uuml;rden. Keiner von uns sei beispielsweise gezwungen, jeden Morgen aufzustehen, sich dem Alltagstrott hinzugeben. Wir alle k&amp;ouml;nnten auch einfach liegen bleiben und uns den gesellschaftlichen Normen verweigern. Die allermeisten von uns t&amp;auml;ten dies aber nicht, da uns die Erf&amp;uuml;llung ebendieser Normen noch immer als angenehmere Wahl erscheine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte der Mann wirklich recht? Sollte mich der Weg des geringsten Widerstandes nicht direkt zum See f&amp;uuml;hren? Oder &amp;uuml;berwiegt in meinem Fall ganz einfach das Versprechen auf &quot;15 seconds of fame&quot;, die mir von der Projektleiterin von &quot;&lt;a href=&quot;http://www.mindestenshaltbar.net&quot;&gt;MindestensHalbtbar&lt;/a&gt;&quot; f&amp;uuml;r das Erstellen dieses Artikels versprochen wurden? Welche Theorie hier auch umgesetzt werden kann - ich habe immerhin eine Wahl getroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas, das vielen Menschen doch eher schwer zu fallen scheint. Werden wir vor die Wahl gestellt, sind wir schnell einmal &amp;uuml;berfordert. Das scheint f&amp;uuml;r private wie auch politische Fragen zu gelten (hier sind wir Schweizer mit j&amp;auml;hrlich bis zu vier eidgen&amp;ouml;ssischen Abstimmungen mit bis zu zw&amp;ouml;lf Vorlagen und einer durchschnittlichen Stimmbeteiligung von ca. 40 Prozent ein besonders sch&amp;ouml;nes Beispiel). Nicht nur weil es uns schwer f&amp;auml;llt, Entscheidungen zu treffen oder weil wir Angst vor Fehlentscheidungen und deren Konsequenzen haben. Wir sind heute auch nicht mehr bereit, uns Zeit f&amp;uuml;r Fragen einer gewissen Komplexit&amp;auml;t zu nehmen, uns mit ihnen zu befassen und uns eine eigene Meinung zu bilden. Daf&amp;uuml;r sind wir Meister im &amp;Uuml;bernehmen fixfertig pr&amp;auml;sentierter Meinungen und Ansichten. Meinungen irgendwelcher Menschen, die uns aus irgendwelchen Gr&amp;uuml;nden f&amp;auml;hig erscheinen, f&amp;uuml;r uns zu denken. Das f&amp;auml;ngt bei so Harmlosem wie Mode und Musik an, h&amp;ouml;rt bei Themen wie Glauben und Religion auf und f&amp;uuml;hrt irgendwo dazwischen sogar noch soweit, dass ein Journalist eines &lt;a href=&quot;http://www.dasmagazin.ch/&quot;&gt;Schweizer Wochenmagazins&lt;/a&gt; die &lt;a href=&quot;http://www.unefilledulimmatquai.ch/?p=722&quot;&gt;halbe Schweiz&lt;/a&gt; dazu bringt, sich einige Wochen lang nur noch f&amp;uuml;r eine bestimmte &lt;a href=&quot;http://www.domori.com/&quot;&gt;Schokoladensorte&lt;/a&gt; zu interessieren. Denn unser neues Motto lautet: &quot;H&amp;auml;tte ich die Wahl, w&amp;uuml;rde ich nicht w&amp;auml;hlen wollen&quot;. </description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T13:39:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/20/">
    <title>Haben wir eine Wahl?</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/20/</link>
    <description>Dieser Herbst erm&amp;ouml;glicht es mir, wieder einmal von einem meiner demokratischen Rechte Gebrauch zu machen, denn ich darf eine politische Partei w&amp;auml;hlen, die meine Sorgen ernst nimmt und diese daher im Plenum, in Unteraussch&amp;uuml;ssen und Arbeitsgruppen zerreden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortungsbewu&amp;szlig;t werde ich also an einem nebeligen Sonntagmorgen im Herbst die zweckentfremdete Volksschule ums Eck aufsuchen. Ich werde mich erneut dar&amp;uuml;ber am&amp;uuml;sieren, da&amp;szlig; die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlhelfer&quot;&gt;Wahlhelfer&lt;/a&gt; auf viel zu kleinen Tischen ihren Dienst versehen m&amp;uuml;ssen, was dazu f&amp;uuml;hrt, da&amp;szlig; deren Beine die skurrilsten Positionen einnehmen. Und ich werde mich mit Wahlzettel und Kuvert ausger&amp;uuml;stet in eine der h&amp;auml;&amp;szlig;lichen braunen Wahlkabinen begeben, um mein Kreuz an der Stelle zu machen, die mir in diesem Sekundenbruchteil als die gerade richtige erscheint. Mit einem theatralisch-stolzerf&amp;uuml;llten Rundblick, der seitens der Wahlhelfer nicht einmal ignoriert werden wird, werde ich mein Kuvert in die Wahlurne stecken, mich danach in meine wohlig-warme Wohnung zur&amp;uuml;ckziehen und den ersten Hochrechnungen entgegenfiebern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich mich w&amp;auml;hrend des Betrachtens der Hochrechnungen allerdings jedes mal frage, ist: H&amp;auml;tte sich an der gerade stattfindenden TV-Sendung auch nur irgendetwas ge&amp;auml;ndert, w&amp;auml;re ich nicht w&amp;auml;hlen gewesen? H&amp;auml;tten die Ergebnisse zumindest an der 30. Nachkommastelle anders ausgesehen, wenn ich beschlossen h&amp;auml;tte, den Sonntag im Bett zu verbringen und die Politik Politik sein zu lassen? Das ist der Moment, in dem ich mir ruhigen Gewissens ein &amp;uuml;ber meinen eigentlichen Durst hinausgehendes Glas Wein spendiere, denn die Antwort ist ern&amp;uuml;chternd. Sie lautet: Nein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Stimme geht unter Millionen anderer Stimmen einfach unter und hat keinerlei Einflu&amp;szlig; auf das Wahlergebnis. Mehr noch: Es ist v&amp;ouml;llig egal, welcher Partei ich meine Stimme geschenkt h&amp;auml;tte, das Stimmenverh&amp;auml;ltnis h&amp;auml;tte sich um keinen Millimeter verschoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das f&amp;uuml;hrt zu dem Paradoxon, da&amp;szlig; wir zwar heuer wieder einige Wahlen haben und ich die Wahl habe, mit dem Stimmzettel anzustellen was ich will, ich jedoch nicht die Wahl habe, zu entscheiden, wer mich f&amp;uuml;r die n&amp;auml;chsten Jahre an ma&amp;szlig;geblicher Stelle vertreten soll. Wir haben also eine Wahl aber ausgerechnet ich nicht. Das ist nicht fair.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnitt. Wenn es egal ist was ich auf dem Stimmzettel ankreuze, k&amp;ouml;nnte ich doch eigentlich genausogut nach dem Zufallsprinzip vorgehen. Und wenn das schon bei mir egal ist, dann w&amp;auml;re das bei meinem Nachbarn genauso egal. Bei meiner Arbeitskollegin auch, ebenso wie bei meinem Bruder, meiner Mutter, meinem besten Freund oder meinem Friseur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wenn genug W&amp;auml;hler einfach irgendetwas ankreuzen, ist es nicht mehr egal. Und wenn alle Wahlberechtigten so vorgehen, dann wird es so richtig interessant. Machen Sie auch mit? Das Ergebnis ist doch eh egal, oder?</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Nabelschau</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T13:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/21/">
    <title>virtuelle m&amp;ouml;glichkeiten</title> 
    <link>http://www.mindestenshaltbar.net/0101/stories/21/</link>
    <description>ich war gerade dabei die milch f&amp;uuml;r meinen &amp;uuml;berdimensionalen cafe latte aufzusch&amp;auml;umen, als mein kollege in die k&amp;uuml;che kam und ebenfalls sch&amp;auml;umte. ich aus spass und er aus wut. er &amp;auml;rgerte sich, weil wir in den letzten drei wochen redlich versuchen, diverse dinge einzukaufen und alles ist zwar da, aber dann doch wieder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
egal ob ikea, amazon, baumarkt oder irgendein anderer laden: im netz und im katalog ist alles verf&amp;uuml;gbar und kaufbar, in der realit&amp;auml;t ist nichts lagernd und die n&amp;auml;chste lieferung ist ungewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir leben in einer welt, in der man alles haben kann, aber eben nur virtuell. in einer welt, in der die vielfalt des angebots z&amp;auml;hlt und in der wir immer das gef&amp;uuml;hl haben, aus reichlich m&amp;ouml;glichkeiten w&amp;auml;hlen zu k&amp;ouml;nnen. ein gedanke, der uns gef&amp;auml;llt, der aber, letztendlich, nicht der realit&amp;auml;t entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ich komme nun nicht umhin mich zu fragen: f&amp;uuml;hlen wir uns mit dem gedanken der freien auswahl aus einem monstr&amp;ouml;sen angebot so wohl, dass wir es deshalb vermeiden uns zu entscheiden ? und wissen wir im grunde unseres herzens, dass die auswahl in den meisten f&amp;auml;llen nicht so gross ist, wie sie scheint und entscheiden uns lieber f&amp;uuml;r das trugbild des &quot;wenn wir wollen alles haben k&amp;ouml;nnen&quot; und ignorieren deshalb die vom leben, dem schicksal, dem zufall oder m&amp;ouml;glicherweise &amp;auml;hnlich grossen macht bereits getroffene entscheidung direkt vor unserer nase ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder aber gibt uns die schier endlos erscheinende reihe an angeboten die m&amp;ouml;glichkeit, sich alles anzusehen und einfach zu wissen, wann wir auf das gestossen sind, was wir wirlich haben m&amp;ouml;chten und, wenn man so will, zu&lt;br /&gt;
uns geh&amp;ouml;rt ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
macht uns der vergleich sicher oder verwirrt uns das angebot nur ? und vor allem: wie lange lassen wir uns von virtuellen angeboten und in wahrheit nicht existierenden trugbildern verarschen ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die wahrheit ist wohl, dass sich in dieser welt voller schnelllebigem schnick-schnack alles echte durchaus verwirrend anf&amp;uuml;hlen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Dieser Artikel ist bereits im &lt;a href=&quot;http://missunderstood.twoday.net/stories/516825/&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; der Autorin erschienen.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>kristina</dc:creator>
    <dc:subject>Blogville</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 kristina</dc:rights>
    <dc:date>2005-09-14T16:08:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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